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	<title>Franz Ziereis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:38:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Ziereis&amp;diff=356689&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-17T07:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ziereis cropped.JPG|mini|Franz Ziereis als SS-Obersturmbannführer in Mauthausen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Xaver Ziereis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. August]] [[1905]] in [[München]]; † [[24. Mai]] [[1945]] in [[Konzentrationslager Gusen I|Gusen]]) war ein deutscher [[Nationalsozialist]] und [[Kommandant]] des [[KZ Mauthausen]] im Range eines [[SS-Standartenführer]]s. In dieser Funktion war er maßgeblich verantwortlich für die Ermordung von Zehntausenden Menschen während des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem Ziereis in [[München]] eine Kaufmannsschule besucht hatte, verpflichtete er sich 1924 für zwölf Jahre in der [[Reichswehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. September 1936 trat Ziereis als Ausbildungsreferent in die [[Schutzstaffel|SS]] ([[Liste von SS-Mitgliedsnummern|SS-Nummer]] 276.998) ein und war zunächst als SS-Obersturmführer der 4. SS-Standarte „Oranienburg“ zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stockhorst&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ziereis, Franz&amp;#039;&amp;#039;. In: Erich Stockhorst: &amp;#039;&amp;#039;5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich&amp;#039;&amp;#039;. VMA-Verlag, Wiesbaden 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 übernahm er die Führung der 22. [[Hundertschaft]] im [[SS-Totenkopfverbände|SS-Totenkopfverband]] II („Brandenburg“). Im März 1938 nahm er mit mobilen Einheiten der SS-Totenkopfverbände an der [[Anschluss (Österreich)|Besetzung Österreichs]] teil, am 1.&amp;amp;nbsp;Juli desselben Jahres wurde er Ausbilder der SS-Totenkopfstandarte III („Thüringen“). 1937 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]  bei (Mitgliedsnummer 5.716.146).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 9. Februar 1939 war Ziereis im [[KZ Mauthausen]], das bis 1. April 1939 offiziell noch von [[Albert Sauer (KZ-Kommandant)|Albert Sauer]] geleitet wurde. Ziereis übte allerdings schon seit dem 17. Februar 1939 die Funktionen des Lagerkommandanten aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mauthausen-memorial&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/show_article.php?&amp;amp;fromlist=1&amp;amp;carticle=53 | archive-is=20130114232128 | text=&amp;#039;&amp;#039;Lagerkommandant Franz Ziereis.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;mauthausen-memorial.at&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 17. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Lagerkommandant von Mauthausen wurde Ziereis schließlich zum [[SS-Standartenführer]] befördert. 1942 wurde er auch Betriebsdirektor der [[Granitwerke Mauthausen]] mit Werkgruppenleitung in [[St. Georgen an der Gusen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Februar 1945 wurden Häftlinge aus dem [[KZ Sachsenhausen]] nach Mauthausen deportiert, woraufhin Ziereis etwa 700 kranke und schwache Menschen aussondern ließ, die bei strengem Frost nackt zwei Tage und Nächte im Freien stehen mussten. Um das dadurch beabsichtigte Erfrieren zu beschleunigen, wurden sie alle drei Stunden mit kaltem Wasser übergossen. Unter den Opfern befand sich [[Dmitri Michailowitsch Karbyschew]]. Von Anfang 1945 bis zum 1. Mai dieses Jahres wurden im Lager offiziell 24.613 Tote registriert, außerdem gab Ziereis kurz vor Kriegsende den Befehl, 30.000 Häftlinge aus dem [[KZ Gusen]] in Stollen zu treiben und in die Luft zu sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Kühnrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der KZ-Staat. Die faschistischen Konzentrationslager 1933 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1980 (2. Auflage), S. 204 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. April 1945 um 15 Uhr ordnete Ziereis persönlich im Bunker die sofortige Verbringung von 40 Häftlingen einschließlich des [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfers]] [[Franz Josef Messner]] in den Gaskeller an. Ziereis schüttete eigenhändig die [[Zyklon B|Zyklon-B-Brocken]] ins Gaseinfüllungsgerät, in der folgenden Nacht wurden Messners Leichnam und die leiblichen Überreste der anderen Opfer, darunter mit [[Sepp Toifl]] ein Mitglied des Zentralkomitees der [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]], im [[Krematorium]] verbrannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/schlaglichter/23-april-1945-20 |titel=Erinnern – Fotos und Dokumente – 1938–1945 – Schlaglichter: 23. April 1945 |hrsg=Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) |sprache=de |abruf=2021-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Kühnrich: &amp;#039;&amp;#039;Der KZ-Staat. Die faschistischen Konzentrationslager 1933 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1980 (2. Auflage), S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Mai 1945, zwei Tage vor der Befreiung des Lagers durch die [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Armee]], flüchtete Ziereis und begab sich zu seiner Jagdhütte am [[Pyhrnpass|Pyhrn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mauthausen-memorial&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer beeidigten Erklärung von [[Hans Maršálek]] wurde Ziereis am 22. Mai 1945, nachdem er von amerikanischen Soldaten gestellt und bei einem Fluchtversuch angeschossen worden war, von diesem in Anwesenheit des Kommandanten der [[11th Armored Division (Vereinigte Staaten)|11th Armored Division]], Seibel, des ehemaligen Häftlings und Arztes Koszeinski und eines unbekannten polnischen Bürgers im KZ Gusen mehrere Stunden lang verhört. Er gestand dabei die Ermordung mehrerer tausender Gefangener, unter anderem durch Zuordnung zu Strafarbeits-Kompanien und Sprengung in Tunneln. Außerdem berichtete Ziereis, dass aus tätowierter Haut Lampenschirme, Buchumschläge und Lederetuis hergestellt worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.historiography-project.com/nca/nca06/3870-PS.php |wayback=20191020204831 |text=&amp;#039;&amp;#039;Translation of document 3870-PS. Affidavit of Hans Marsalek&amp;#039;&amp;#039;}} vom 8. April 1946. &amp;#039;&amp;#039;Chemielskwy and Seidler in Gusen had human skin specially tanned on which there were tattoos. From this leather they had books bound, and they had lampshades and leather cases made.&amp;#039;&amp;#039; Bei: Holocaust historiography. Zu den Lampenschirmen aus Haut siehe auch das Originaldokument von General [[Georges Vanier]]: [https://www.vaniercollege.qc.ca/about/history/georges-vanier-letter.html &amp;#039;&amp;#039;A lampshade was found - and this I saw - made from tattooed human skin.&amp;#039;&amp;#039;] Telegramm über Beobachtung im [[KZ Buchenwald]], gesendet von Paris am 27. April 1945 nach [[Kanada]].&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Fotoalbum von [[Oscar Roth]], das der [[Yale University|Universität Yale]] vermacht wurde, findet sich eine zweite, kürzere Version dieses Geständnisses, das in wesentlichen Punkten jedoch mit der Erklärung Maršáleks übereinstimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.library.yale.edu/testimonies/exhibit/Pages/Image-1219_3.html | wayback=20071117090005 | text=&amp;#039;&amp;#039;The deathbed confession of Kommandant Franz Ziereis transcribed by Dr. Oscar Roth in German and then translated by Roth into English&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Oscar Roth Papers. Manuscripts and Archives. Yale University Library&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals bekannt gemacht wurden diese Verbrechen der (österreichischen) Bevölkerung in einer Informations- und Aufklärungsschrift über die Geschehnisse in den Konzentrationslagern Auschwitz, Dachau, Buchenwald sowie Mauthausen im Juni 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Frieda Nödl (für die SPÖ), Josef Kohl (für die KPÖ), Bruno Schmitz (für die ÖVP) (Hrsg.) (1945): Niemals vergessen! Befreite politische KZ-Häftlinge berichten dem Volke. In: Die Volkssolidarität. Zeitschrift (zum Preis von 50 Pfennig) vom 17. Juni 1945. Wien: Albrecht-Dürer-Druck KG (damals Strozzigasse 8). Archivdokument der Deutschen Nationalbibliografie. Zusammengefasst im Datensatz https://d-nb.info/1019701803.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem zweiten Fluchtversuch am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 erlag Ziereis seinen Verletzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gusen-memorial&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gusen-memorial.org/de/Wissen/Befreiung/Rechtliche-Verfolgung-der-Taeter |titel=Rechtliche Verfolgung der Täter – Exkurs: Die Gefangennahme und Einvernahme von Ziereis |hrsg=KZ-Gedenkstätte Gusen |datum= |sprache=de |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Gostner |Titel=1000 Tage im KZ. Ein Erlebnisbericht aus den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen und Gusen |Hrsg=Wagner’sche Univ.-Buchdruckerei Innsbruck |Ort=Innsbruck |Datum=1945-09-13 &amp;lt;!--|ISBN=370655772X--&amp;gt; |ISBN=978-3-7065-5772-6 |Seiten=211}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Arbeitsgemeinschaft „Das Licht“ |Titel=Beichte des Lagerkommandanten von Mauthausen, SS-Standartenführer Franz Ziereis |Ort=Baden-Baden |Datum=1947 |Seiten=14 |Online={{archive.org|beichte_des_lagerkommandanten_von_mauthausen_franz_ziereis|Blatt=n6}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126790124}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/show_article.php?&amp;amp;fromlist=1&amp;amp;carticle=53 | archive-is=20130114232128 | text=&amp;#039;&amp;#039;Lagerkommandant Franz Ziereis&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;mauthausen-memorial.at&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126790124|LCCN=no96059893|VIAF=195458549}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ziereis, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ziereis, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ziereis, Franz Xaver&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Nationalsozialist und Kommandant des KZ Mauthausen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. August 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Konzentrationslager Gusen I|Gusen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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