<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Franz_Willuhn</id>
	<title>Franz Willuhn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Franz_Willuhn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Willuhn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T07:34:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Willuhn&amp;diff=2231623&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Januar 2024 um 19:20 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Willuhn&amp;diff=2231623&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-16T19:20:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Willuhn.JPG|miniatur|hochkant|Franz Willuhn als Masure]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Friedrich Willuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Oktober]] [[1885]] in [[Snamenskoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk)|Triaken]], [[Landkreis Insterburg|Kr. Insterburg]]; † [[17. Februar]] [[1979]] in [[Ennepetal|Milspe]]) war ein deutscher [[Verwaltungsrecht (Deutschland)|Verwaltungsjurist]] und [[Ministerialbeamter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Willuhn stammte aus einer altpreußischen Familie (&amp;#039;&amp;#039;Welune&amp;#039;&amp;#039;) in [[Galinden]]. Am Nordrand des [[Mamry|Mauersees]] war ein Vorfahre als [[Reik (Fürst)|Reik]], d. h. Häuptling der dortigen [[Prußen|Prūsai]], ansässig. Dessen Sohn wurde 1239 in der [[Kommende Balga|Ordensburg Balga]] getauft. Die mütterlichen Vorfahren waren [[Bojaren]] in [[Großfürstentum Litauen|Litauen]]. Willuhns Urgroßvater flüchtete nach [[Ostpreußen]] und erwarb ein Gut bei [[Węgorzewo|Angerburg]]. Hier und im Kreis Insterburg lebten die folgenden Generationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Schulen in Triaken und Angerburg machte Willuhn zunächst eine kaufmännische Lehre, wechselte aber auf das Gymnasium in [[Tschernjachowsk|Insterburg]]. Nach dem Abitur studierte er [[Rechtswissenschaft]] an der [[Albertus-Universität Königsberg]]. Später ließ er sich an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]], an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] und am [[Institut für Weltwirtschaft|Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft]] in [[Kiel]] auch auf [[Volkswirtschaft]] ein. Nach dem [[Referendariat|Referendarexamen]] am [[Oberlandesgericht Naumburg]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1913 an der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. iur.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Die Haftung für die Kosten einer ohne den Willen des elterlichen Gewalthabers geschehenen ärztlichen Behandlung eines Minderjährigen nach dem Rechte des Bürgerlichen Gesetzbuches&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Willuhn war Mitglied des [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]] (1908) und des [[Corps Palaiomarchia]] (1960).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, 87/974&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823 bis 2005&amp;#039;&amp;#039;. Potsdam 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Seine Dienstzeit als [[Einjährig-Freiwilliger]] bei dem in [[Königsberg (Ostpreußen)|Königsberg]] garnisonierten [[Preußische Armee|preußischen]] [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 2 (1806)|Grenadier-Regiment Nr. 1 „Kronprinz“]] beendete er 1913 als [[Leutnant der Reserve]]. Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] nahm er im [[August 1914]] mit seinem Regiment an der [[Schlacht bei Tannenberg (1914)|Schlacht von Tannenberg]] teil und wurde Anfang September 1914 schwer verwundet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Verlustlisten des Ersten Weltkrieges]]: Ausgabe 102 vom 14. Oktober 1914 (Preußen 50), S.&amp;amp;nbsp;1230 ([http://des.genealogy.net/search/show/320543 10. Kompagnie, Leutnant der Reserve Franz Willuhn – schwer verwundet]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach tat er [[Kriegs-Etappenwesen#Erster Weltkrieg|Etappendienst]] in Königsberg und [[Saarbrücken]]. 1917 kam er zum [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]] und 1918 zum Militärbevollmächtigten Balkan. Kurz vor Kriegsende wurde er von [[Sofia]] nach [[Metz]] versetzt. Schließlich hatte er ein Kommando beim Rücktransport der [[Heeresgruppe Herzog Albrecht]] aus Frankreich. Er erhielt hohe ausländische Auszeichnungen. „Besonders gern trug er den höchsten Orden des [[Zarentum Bulgarien|Königreichs Bulgarien]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft von Dietrich Willuhn, 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Examen in Berlin war er [[Assessor]] bei verschiedenen [[Staatsanwaltschaft]]en. 1921 wurde er als [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] in die Industrie- und Handelspolitische Abteilung des [[Reichswirtschaftsministerium]]s eingestellt. Im selben Jahr heiratete er Charlotte Wirth († 1973), die Tochter eines Fabrikbesitzers im westfälischen Milspe. Seit 1931 Oberregierungsrat, war er mehrfach Ministerialadjutant und Delegationsmitglied bei Handelsverträgen mit [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]], [[Zarentum Bulgarien|Bulgarien]] und [[Königreich Rumänien|Rumänien]]. Mit Sonderaufträgen nahm er oft an Sitzungen des [[Völkerbund]]es in [[Genf]] und [[Paris]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
1933 kam Willuhn als [[Ministerialrat]] in die [[Reichskanzlei]]. An der Trauerfeier für [[Paul von Hindenburg]] im [[Tannenberg-Denkmal]] am 7. August 1934 nahm er als offizieller Gast teil. Als 1935 die [[Gleichschaltung]] der [[Studentenverbindung]]en abgeschlossen werden sollte, unterstützte Willuhn den [[Staatssekretär]] [[Hans Heinrich Lammers]] bei seinen gescheiterten Bemühungen, den Fortbestand der Verbindungen in Form einer nationalsozialistischen [[Gemeinschaft Studentischer Verbände|Gesamtorganisation]] zu sichern. 1937 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Rebentisch: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Reichskanzlei zwischen Politik und Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Rebentisch und Karl Teppe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verwaltung contra Menschenführung im Staat Hitlers: Studien zum politisch-administrativen System&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1986, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde im selben Jahr zum [[Reichskabinettsrat]] ernannt, zuständig für die Bereiche Wirtschaft und Verkehr. Er und [[Johannes Popitz]] bewahrten seinen Corpsbruder [[Rolf Grabower]] vor der [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] in ein Vernichtungslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1945 erhielt Willuhn die Abordnung zu [[Großadmiral]] [[Karl Dönitz]] nach [[Plön]]. Da er die Flucht der [[Regierung Dönitz]] in den [[Sonderbereich Mürwik]] nicht mitmachte, entging er der dortigen Verhaftung. 1948 war er über längere Zeit als Zeuge bei den [[Nürnberger Prozesse]]n geladen.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-H. Müller-Dieckert: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Franz Willuhn&amp;#039;&amp;#039;. Corpszeitung der Altmärker-Masuren 64, S. 1659 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienarchiv in Willuhns Haus in [[Schlachtensee]] wurde vom [[Kommandant des Amerikanischen Sektors von Berlin|Kommandanten des Amerikanischen Sektors von Berlin]] vereinnahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuanfang ===&lt;br /&gt;
Seit dem Spätsommer 1945 arbeitete Willuhn in der Milsper &amp;#039;&amp;#039;Gustav Wirth OHG, Hammerwerk, Walzwerk und Gesenkschmiede&amp;#039;&amp;#039;. Sie hatte zwei Tochtergesellschaften, die Ostdeutsche Maschinenfabrik Rud. Wermke AG in [[Mamonowo|Heiligenbeil]], bei der Willuhn im Aufsichtsrat saß, sie wurde 1945 zerstört. Die andere Tochtergesellschaft ist die heutige INDAG Maschinenbau GmbH in Borsfleth bei Glückstadt. Als die Milsper Fabrik 1956 wegen Absatzmangels einging, besorgte Willuhn die Abwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willuhn starb im [[Diabetisches Koma|diabetischen Koma]], ohne von seiner Erkrankung zu wissen. Er hinterließ zwei Söhne, die am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teilgenommen hatten. Der eine war Hüttendirektor bei [[Salzgitter Klöckner-Werke|Klöckner]] in Bremen. Der andere ist Jurist und Inhaber der &amp;#039;&amp;#039;INDAG Maschinenbau Borsfleth&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127553150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127553150|VIAF=69954402}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Willuhn, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ennepe-Ruhr-Kreis)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Willuhn, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Willuhn, Franz Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Oktober 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Snamenskoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk)|Triaken]], [[Provinz Ostpreußen]], [[Königreich Preußen]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Februar 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ennepetal|Milspe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>