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	<title>Franz Wilhelm Beidler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Wilhelm_Beidler&amp;diff=1689579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Niels Wrschowitz: „durch“ beim Passiv nur, „wenn der Träger der Handlung keine willentlich handelnde Person ist, wenn er etwas zufällig oder aus Versehen bewirkt oder wenn er im Auftrag eines anderen handelt“ (Duden Bd. 9)</title>
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		<updated>2026-04-12T16:29:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;„durch“ beim Passiv nur, „wenn der Träger der Handlung keine willentlich handelnde Person ist, wenn er etwas zufällig oder aus Versehen bewirkt oder wenn er im Auftrag eines anderen handelt“ (Duden Bd. 9)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Wilhelm Beidler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Oktober]] [[1901]] in [[Bayreuth]]; † [[3. August]] [[1981]] in [[Zürich]]) war ein [[Schweiz]]er [[Publizist]]. Bekannt wurde er als „erster Enkel“ [[Richard Wagner]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Beidler war der Sohn des Schweizer Dirigenten [[Franz Beidler]] (1872–1930) und seiner Ehefrau [[Isolde Beidler|Isolde]] (1865–1919), der ersten Tochter von [[Cosima Wagner|Cosima]] und [[Richard Wagner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cosima hat ihre Tochter Isolde (bei deren Geburt sie noch mit [[Hans von Bülow]] verheiratet war) nicht als legitime Wagner-Erbin anerkannt und dies in einem Gerichtsprozess (Beidler-Prozess, 1913 in München) durchgesetzt, so dass ihr Sohn Franz Wilhelm von der Bayreuther „Thronfolge“ ausgeschlossen wurde, obwohl er der erste Enkel Richard Wagners war. Der „juristisch“ erste Enkel [[Wieland Wagner]] wurde erst 1917 geboren (siehe [[Richard Wagner (Familie)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beidler studierte zunächst Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin. 1929 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Anschließend war er Mitarbeiter des Musikpädagogen und Kulturpolitikers [[Leo Kestenberg]] im Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Er lehnte den Nationalsozialismus unmissverständlich ab und unterstützte sozialistische Bewegungen der Weimarer Republik. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] Hitlers emigrierte er zunächst nach Paris und dann nach Zürich und gehörte dort zu dem Freundeskreis um [[Thomas Mann]]. Beidler wurde 1943 Generalsekretär des Schweizer Schriftstellerverbandes und blieb dies über 29 Jahre. Er publizierte zahlreiche Aufsätze (u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Neue Zürcher Zeitung|Neuen Zürcher Zeitung]]) zum Werk Richard Wagners, den er immer als sozialrevolutionären Dichterkomponisten sah. Er arbeitete Jahrzehnte an seinem Hauptwerk, einer Biographie seiner Großmutter Cosima Wagner, der er eine „Tendenzverschiebung“ der Werke Richard Wagners vorwarf. Die Biographie mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Cosima Wagner-Liszt, Der Weg zum Wagner-Mythos&amp;#039;&amp;#039; wurde 1997 von [[Dieter Borchmeyer]] herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er von der Stadt Bayreuth als Kandidat für die [[Bayreuther Festspiele#Nachkriegsgeschichte – „Neubayreuth“|Festspielnachfolge]] eingeladen, hatte aber nur kurzfristige Chancen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Wilhelm Beidler war seit 1923 mit der Jüdin [[Ellen Annemarie Gottschalk]] (1903–1945) verheiratet und hatte mit ihr die Tochter [[Dagny Ricarda Beidler]] (* 1942).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bayreuth-Kritik ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach Beidler offen über die „Mitverantwortung“ Bayreuths für das Aufkommen des [[Nationalsozialismus]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn im Nationalsozialismus überhaupt eine Ideologie, eine Gesinnung enthalten ist, so ist es zu einem erschreckend großen Teil Bayreuths Gesinnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er kurzzeitig als Leiter der Bayreuther Festspiele vorgesehen war, entwickelte er 1947 „Richtlinien“ für deren Neugestaltung und schlug eine Stiftung vor, für die er als Ehrenpräsident [[Thomas Mann]] gewinnen wollte. Seine Ideen scheiterten am Widerstand der Wagner-Familie. Franz W. Beidler hat nach dem Krieg nie die [[Bayreuther Festspiele]] besucht (er weigerte sich „zu vergessen“) und starb 1981 in Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um den Zolltarif im Reichstag 1902. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus&amp;#039;&amp;#039;. Frankenstein &amp;amp; Wagner, Leipzig 1929 (Diss. Berlin).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wagner als Idee&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Melos&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 12 (1933, 2), S. 39–43.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cosima Wagner-Liszt, Der Weg zum Wagner-Mythos. Ausgewählte Schriften des ersten Wagner-Enkels und sein unveröffentlichter Briefwechsel mit Thomas Mann.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Dieter Borchmeyer. Pendragon, Bielefeld 1997, ISBN 3-923306-86-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Borchmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der enterbte Thronfolger: Franz Wilhelm Beidler – Wagners „verlorener Enkel“.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Richard Wagner. Ahasvers Wandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt 2002, ISBN 3-458-17135-5, S. 523&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Jonathan Carr: &amp;#039;&amp;#039;Der Wagner-Clan. Biografie einer deutschen Familie.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-596-18504-7.&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Hamann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Wagner.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-50658-0. &lt;br /&gt;
* [[Oliver Hilmes]]: &amp;#039;&amp;#039;Cosimas Kinder. Triumph und Tragödie der Wagner-Dynastie.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, München 2009, ISBN 978-3-88680-899-1.&lt;br /&gt;
* Verena Naegele, [[Sibylle Ehrismann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Beidlers. Im Schatten des Wagner-Clans.&amp;#039;&amp;#039; Rüffer &amp;amp; Rub Sachbuchverlag, Zürich 2013, ISBN 978-3-907625-66-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119512564}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119512564|LCCN=no/98/88342|VIAF=69070643}}&lt;br /&gt;
* [http://www.infranken.de/ueberregional/kultur/Wagner-Bayreuth-Festspiele-Wagner-Familie-Dagny-Beidler-Katharina-Wagner-Exklusiv-Interview-die-unbekannte-Wagner-Urenkelin;art182,312991 Interview mit Dagny  Beidler auf www.infranken.de vom 8. August 2012]&lt;br /&gt;
* [http://www.richard-wagner-museum.ch/de/veranstaltungen/sonderaus.htm] Ausstellung &amp;quot;AUFRECHT UND KONSEQUENT&amp;quot; im [[Tribschen|Richard Wagner-Museum Luzern]] vom 13. März bis 30. November 2016   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beidler, Franz Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Richard Wagner)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beidler, Franz Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Oktober 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bayreuth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Niels Wrschowitz</name></author>
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