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	<title>Franz Virnich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Virnich&amp;diff=504165&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kabelschmidt: Link auf gelöschten Artikel</title>
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		<updated>2026-04-06T17:11:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf gelöschten Artikel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Gabriel Virnich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. März]] [[1882]] in [[Bonn]]; † [[5. April]] [[1943]] im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Gutsbesitzer, [[Jurist]], [[Katholische Kirche|Katholik]] und NS-Verfolgter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Virnich wurde als Sohn eines [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumsabgeordneten]] in einem katholischen familiären Umfeld im rheinischen Bonn geboren; seine Onkel waren [[Jesuit]]en, seine Schwester Maria Rafaele Augustinerin im [[Couvent des Dames de Berlaymont]]. Er wurde im bekannten [[Stella Matutina (Jesuitenkolleg)|Stella Matutina]] erzogen, einem Jesuiteninternat im [[österreich]]ischen [[Feldkirch]]. Sein Abitur machte er in [[Saarlouis]]. Anschließend studierte er Jura in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]]. In München wurde er 1909 Mitglied der katholischen [[Studentenverbindung]] KDStV Rheno-Franconia München im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Des Weiteren wurde Mitglied der [[KDStV Staufia Bonn]] (1911), der [[AV Austria Innsbruck]] (1914) und der [[KDStV Ascania Bonn]] (1920). Franz Virnich war 1927 Mitbegründer der &amp;#039;&amp;#039;K.D.St.V. Borusso-Westfalia zu Bonn im CV&amp;#039;&amp;#039; und engagierter Verbindungsstudent bei weiteren katholischen Studentenverbindungen.&amp;lt;ref&amp;gt; Fritz Aldefeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gesamt-Verzeichnis des R.K.D.B.&amp;#039;&amp;#039; Neuß 1931.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Anstellung fand er als [[Referendar]] am [[Amtsgericht]] [[Dülken]], später am [[Landgericht Mönchengladbach]]. Aus seiner Abneigung gegenüber dem [[Nationalsozialismus]] machte er kein Hehl. Die Nazis interessierten sich insbesondere für eine Parodie auf das bekannte [[Horst-Wessel-Lied]], die Virnich besaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Durchsuchungen seines Hauses durch die Geheimpolizei floh Virnich, der erfahren hatte, dass diese beabsichtigte, ihn wegen seiner Verbindungen zu Wiener Kreisen festzunehmen, im Juli 1934 in die Niederlande. Dort fand er zunächst Zuflucht im Jesuitenkolleg in [[Valkenburg aan de Geul|Valkenburg]]. Dort traf er den im Juli 1934 aus Deutschland geflohenen Rechtsanwalt und Politiker [[Edmund Forschbach]], der aufgrund seiner Verwicklung in konservative Umsturzbestrebungen gegen den NS-Staat aus dem Reichstag, dem er seit Herbst 1933 als Gast der NSDAP-Fraktion angehört hatte, geflüchtet war. Trotz ihrer unterschiedlichen ideologischen Hintergründe fanden beide Männer in der Folge in ihrer NS-Gegnerschaft zusammen und entfalteten in den folgenden Wochen eine rege gegen das Hitler-Regime gerichtete Tätigkeit: So verfasste Forschbach auf Virnichs Drängen einen Erlebnisbericht, den sie nach Rom und Wien schickten. Außerdem schrieben Virnich und Forschbach gemeinsam einen Aufsatz, der Anfang 1934 in der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Reichspost&amp;#039;&amp;#039; erschien. Um die Jesuiten durch ihre Aktivitäten nicht zu gefährden – der Eindruck, dass die Jesuiten ihr Kolleg Emigranten als Hauptquartier zur antinazistischer Aktivitäten zur Verfügung stellten, hätte zu Vergeltungsmaßnahmen gegen die Häuser des Ordens in Deutschland führen können –, siedelten beide im August in das Haus eines Gemeindebeamten in [[Hulsberg]] über.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Forschbach: &amp;#039;&amp;#039;Edgar J. Jung: Ein konservativer Revolutionär 30. Juni 1934&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 131ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyversberg Virnich -Grab.jpg|mini|Familiengrab Haan-Lyversberg-Virnich auf dem Kölner Friedhof Melaten (HWG)]]&lt;br /&gt;
Während Forschbach im September 1934 nach Deutschland zurückkehrte, übernahm Virnich einen Lehrauftrag auf Schloss Wynandsrade bei den Franziskaner-Minoriten. 1940 wurde er jedoch von der [[Gestapo]] entdeckt, verhaftet und zuerst in das Gestapogefängnis Bonn, später nach Berlin-Moabit verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Urteil des [[Volksgerichtshof]]s in [[Berlin]] 1942 ist nachzulesen, dass er nicht zuletzt wegen seiner Aktivitäten als katholischer Verbindungsstudent Opfer der NS-Verfolgung wurde und wegen „Volksverrat“ zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Franz Virnich Lennéstraße 5 Bonn.JPG|mini|Stolperstein für Franz Virnich in Bonn]]&lt;br /&gt;
Am 5. April 1943 hat Franz Virnich in dem wie ein [[Konzentrationslager|KZ]] geführten Zuchthaus Brandenburg-Görden infolge „schleichender Hinrichtung“ den Tod erlitten. Seine Grabstätte befindet sich im Familiengrab auf dem Kölner [[Melaten-Friedhof|Friedhof Melaten]] (HWG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Franz Gabriel Virnich als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Moll]] und Franz Hubert Schorn, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Franz Gabriel Virnich&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders. (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, Band I, S. 421–424.&lt;br /&gt;
* Franz Hubert Schorn: &amp;#039;&amp;#039;Franz Virnich 1882 - 1943. Opfer der NS-Justiz.&amp;#039;&amp;#039; Bernardus, Langwaden 1998, ISBN 3-910082-59-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120352125}}&lt;br /&gt;
* [https://thema.erzbistum-koeln.de/koelner-maertyrer/Franz_Gabriel_Virnich.html &amp;#039;&amp;#039;Franz Gabriel Virnich&amp;#039;&amp;#039;] Märtyrer des Erzbistums Köln&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070128104941/http://www.kirche-im-bistum-aachen.de/kiba/dcms/traeger/4/paulushaus/haus/index.html Die Geschichte des Pauluskollegs] (archive.org-Schnappschuss vom 28. Januar 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120352125|LCCN=nb/99/160830|VIAF=27899493}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Virnich, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Mönchengladbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Bonn ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in katholischer Burschenschaft (RKDB/RKAB)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Virnich, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Virnich, Franz Gabriel (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gutsbesitzer, Jurist und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. März 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. April 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kabelschmidt</name></author>
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