<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Franz_Unikower</id>
	<title>Franz Unikower - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Franz_Unikower"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Unikower&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T03:57:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Unikower&amp;diff=1450907&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: HC: Entferne Kategorie:Präsident (Oberlandesgericht); Ergänze Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Rostock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Unikower&amp;diff=1450907&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-06T15:11:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Pr%C3%A4sident_(Oberlandesgericht)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Präsident (Oberlandesgericht) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Präsident (Oberlandesgericht)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Pr%C3%A4sident_des_Oberlandesgerichts_Rostock&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Rostock (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Rostock&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Siegbert&amp;lt;ref&amp;gt;Beatrice Vierneisel: Erinnerungszeichen: &amp;#039;&amp;#039;Franz Siegbert Unikower. Ein Porträt&amp;#039;&amp;#039;, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Unikower&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Mai]] [[1901]] in [[Breslau]]; † [[29. September]] [[1997]] in [[Langen (Hessen)]]) war ein deutscher Jurist. Er war Rechtsanwalt, Oberlandesgerichtspräsident, Mitbegründer der [[Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern|Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg]], [[Justitiar]] des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Mitglied des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrats der Juden in Deutschland]], Vorsitzender der Auschwitz-Gruppe in Hessen und Mitglied der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Unikower stammte aus einer Schneiderfamilie. Das Gymnasium beendete er mit dem [[Notabitur]] und nahm von Juni bis November 1918 als Landsturmmann am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unikower wurde im Jahr 1919 Sekretär der [[Jüdische Arbeiterfürsorge|Jüdischen Arbeiterfürsorge]]. Er studierte [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaft]] an den Universitäten Berlin und [[Universität Breslau|Breslau]], bestand das Erste Staatsexamen 1922 in Breslau und wurde dort im Dezember 1922 mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Das Delikt §&amp;amp;nbsp;327 Str.-Ges.-B.&amp;#039;&amp;#039; (Seuchengesetz) [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seine Referendarszeit absolvierte er an den Gerichten in [[Oleśnica|Oels]] sowie Breslau. Das Zweite Staatsexamen erfolgte 1927 in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1921 wurde er Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und engagierte sich bei der Vereinigung sozialistischer Juristen, der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] sowie Gewerkschaftsorganisationen. Ab 1928 war Unikower als Amts- und Landrichter tätig, von 1929 bis 1933 als Rechtsanwalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtergreifung der Nationalsozialisten]] erhielt er im Jahr 1933 Berufsverbot und bestritt danach u.&amp;amp;nbsp;a. seinen Lebensunterhalt als Hausverwalter und Buchhalter. Nach den [[Novemberpogrome]]n wurde er am 11. November 1938 inhaftiert, zuerst bis zum 6. Januar 1939 im [[KZ Buchenwald]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee410&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 410&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach arbeitete er als Vertreter und leistete ab 1940 [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]] bei der städtischen Müllabfuhr in Breslau. Von Sommer 1941 bis Februar 1943 arbeitete er bei der Fahrzeug und Motorenwerke (FAMO) GmbH in Breslau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. März 1943 wurde er in das [[KZ Auschwitz]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]] und blieb dort mit der [[Häftlingsnummer]] 107.132 bis Januar 1945 [[KZ-Häftling]]. Zunächst leistete er in [[KZ Auschwitz III Monowitz|Auschwitz-Monowitz]] Zwangsarbeit auf dem Holzplatz. Im Oktober 1943 wurde er in Auschwitz-Monowitz Häftlingsschreiber der [[Politische Abteilung (KZ)|Politischen Abteilung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee410&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Evakuierung des KZ Auschwitz im Januar 1945 kam Unikower am 2. Februar 1945 in das [[KZ-Außenlager Boelcke-Kaserne]] und wenige Tage danach in das [[KZ Mittelbau]], wo er wieder Häftlingsschreiber bei der Politischen Abteilung wurde. Mitte April 1945 wurde er in das [[KZ Ravensbrück]] überstellt und von dort ins [[KZ Wöbbelin]] (Mecklenburg), wo er Anfang Mai 1945 durch [[United States Army|US-Truppen]] [[Befreiung vom Nationalsozialismus|befreit]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im September 1945 wurde er Präsident des [[Oberlandesgericht Schwerin|Oberlandesgerichts Schwerin]]. Dieses Amt hatte er bis zum November 1946 inne. Mit der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung]] von [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und SPD im April 1946 wurde Unikower Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Von September bis Dezember 1946 leitete er einen [[Volksrichter]]lehrgang in Schwerin. Ende 1946 wurde Unikower von der Besatzungsmacht verhaftet, im August 1947 aber rehabilitiert entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beatrice Vierneisel: Erinnerungszeichen: &amp;#039;&amp;#039;Franz Siegbert Unikower. Ein Porträt&amp;#039;&amp;#039;, S. 41f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1947 war Unikower Mitbegründer der das Land [[Mecklenburg-Vorpommern]] abdeckenden Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|K.d.ö.R.]] mit Gemeindehaus in Schwerin und seit 1948 deren Präsident. Von Februar 1948 bis Juli 1952 war Franz Unikower Vorsitzender des Strafsenats am Oberlandesgericht Schwerin und ab September 1952 Oberrichter am [[Bezirksgericht Schwerin|Bezirksgericht]]. Im Februar 1953 erfolgte seine Entlassung aus dem Justizdienst, die eine bis 1956 dauernde Auseinandersetzung mit Staats- und SED-Vertretern nach sich zog. Unikower wurde aufgefordert, öffentlich gegen den „Aggressor [[Israel]]“ aufzutreten. Nach seiner Weigerung befürchtete er Repressionen und flüchtete Ende Oktober 1956 nach Westdeutschland. Hier war er wieder Mitglied der SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Unikower arbeitete im Vorstand der [[Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main|Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main]]. Er war seit 1958 der Justitiar des Landesverbands Hessen und Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland. Am 29. Januar 1959 sandte Unikower ein „Verzeichnis vom 4. 9. 1958 betreffend SS-Leute, die in Auschwitz Dienst gemacht hatten“ an [[Fritz Bauer]], die bei den Vorermittlungen im Hinblick auf den ersten Frankfurter [[Auschwitzprozess]] eine gewichtige Rolle spielten.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Renz: {{Webarchiv|url=http://www.fritz-bauer-institut.de/texte/essay/07-02_renz.pdf |wayback=20090731025528 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess – Zwei Vorgeschichten&amp;#039;&amp;#039;. }} (PDF; 488 kB) auch erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 50, Heft 7, Juli 2002, S. 622–641, Metropol Verlag, {{ISSN|0044-2828}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Mai 1925 heiratete er in erster Ehe Ilse Gerson. Aus dieser Ehe entstammt eine Tochter Eva (* 15. Oktober 1926). Die Ehe wurde im Jahr 1928 geschieden (Heiratsurkunde v. 16. Mai 1961, Standesamt Dortmund-Ost, Nr. 383/25). Ab 1931 war er mit der Schauspielerin Helene Nowak verheiratet. Die Ehe wurde 1939 geschieden. Im Januar 1942 heiratete er die Krankenschwester Charlotte, geborene Bremer, die als Häftlingsschwester in Auschwitz an [[Typhus]] verstarb. Im Februar 1949 heiratete Unikower die verwitwete Landgerichtsrätin Ursula Bauer, geborene Bosselmann, aus Mecklenburg, eine ehemalige Studentin, die an seinen juristischen Vorlesungen teilgenommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Beatrice Vierneisel, &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungszeichen: Franz Siegbert Unikower. Ein Porträt.&amp;#039;&amp;#039; Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.&amp;amp;nbsp;V., Wöbbelin 2010, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Unikower lebte in Langen, wo er 1997 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 18. August 1966: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 1981: [[Ehrenbrief des Landes Hessen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Bartusel: &amp;#039;&amp;#039;Franz Unikower.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte Regional. Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; 2. Jahrgang, 1998, Nr. 2, S. 56–61.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unikower, Franz.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1272.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783100393333}}&lt;br /&gt;
* Axel Seitz: &amp;#039;&amp;#039;Geduldet und vergessen: Die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg zwischen 1948 und 1990.&amp;#039;&amp;#039; Edition Temmen, Bremen 2001, ISBN 978-3-86108-773-1.&lt;br /&gt;
* Beatrice Vierneisel: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungszeichen: Franz Siegbert Unikower. Ein Porträt.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.&amp;amp;nbsp;V., Wöbbelin [2011], ISBN 978-3-934411-55-5.&lt;br /&gt;
* {{WWW-MV|10273}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|26892497X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mv-data.de/mv_lexikon.html?item=U&amp;amp;uid=218&amp;amp;mypost=nv&amp;amp;mypost=nv Biografie] auf www.mv-data.de&lt;br /&gt;
* [http://www.beatricevierneisel.de/namen/franz-siegbert-unikower &amp;#039;&amp;#039;Franz Siegbert Unikower&amp;#039;&amp;#039;] auf www.beatricevierneisel.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1101469102|VIAF=95146462779827772626}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Unikower, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religion, Schwerin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionshäftling im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Mittelbau-Dora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Unikower, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Unikower, Franz Siegbert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Mai 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. September 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Langen (Hessen)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
	</entry>
</feed>