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	<title>Franz Tappeiner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Tappeiner&amp;diff=1114656&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Biographie */</title>
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		<updated>2026-01-24T08:41:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biographie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lorenz Bresslmair (1834-1882) Dr. Franz Tappeiner.jpg|hochkant|miniatur|Franz Tappeiner (Foto Lorenz Bresslmair, vor 1883)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tappeinerweg Saxifraga.jpg|hochkant|miniatur|Tappeinerweg in Meran]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Tappeiner an Promenade (Meran).jpg|hochkant|miniatur|Büste von Franz Tappeiner an der Promenade in Meran, eine Arbeit von [[Julius Steiner (Bildhauer)|Julius Steiner]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Tappeiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1816]] in [[Laas (Südtirol)|Laas]], [[Südtirol]]; † [[20. August]] [[1902]] in [[Meran]]) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Arzt]], [[Botaniker]] und [[Anthropologe]]. Sein [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Tapp.}}“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Franz Tappeiner kam als Sohn des Loretzhof-Bauern Josef und seiner Frau Katharina Lechthaler in Laas im [[Vinschgau]] zur Welt. Nach dem Besuch des Benediktinergymnasiums in [[Meran]] absolvierte er ein Medizinstudium und promovierte im Jänner 1843 in [[Wien]]. Zurück in Laas eröffnet er zunächst eine Arztpraxis, um 1846 nach Meran überzusiedeln, wo er Patienten aus der ganzen [[Habsburgermonarchie]] behandelte. Als Kurarzt praktizierte er auch mit Erfolg neue Heilmethoden. Aus der 1847 mit Mathilde von Tschiderer geschlossenen Ehe gingen zwei Kinder hervor: [[Hermann von Tappeiner|Hermann]] (1847–1927), späterer Mediziner und Pharmakologe,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/20.08.1902/168696/2 Nachruf in &amp;#039;&amp;#039;Der Bote für Tirol&amp;#039;&amp;#039; vom 20. August 1902, S. 2]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hedwig (1849–1929). Nach der Niederlage bei der Wahl zur Frankfurter Nationalversammlung 1848 widmete er sich ausschließlich seiner Arztpraxis mit dem Ziel, in der [[Kurstadt]] eine angemessene sanitäre Infrastruktur aufzubauen, so etwa als Mitbegründer einer [[Molke]]nkuranstalt. Auch kommunalpolitisch engagierte sich Tappeiner als Mitglied der Kurvorstehung und gestaltete die Meraner &amp;#039;&amp;#039;Kurordnung&amp;#039;&amp;#039; mit. Nach dem Tod seiner Ehefrau 1878 wandte er sich der [[Anthropologie]] zu. Eine von ihm angelegte [[Schädelsammlung]] befindet sich heute im [[Naturhistorisches Museum Wien|Naturhistorischen Museum in Wien]]. Im Jahre 1898 verlieh ihm [[Kaiser Franz Joseph]] den vererbbaren Adelstitel &amp;#039;&amp;#039;Edler von Tappein&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tappeiner betätigte sich auch als [[Botaniker]]. Er beschrieb und [[Herbarium|herbarisierte]] über 6000 Pflanzen und legte auf eigene Kosten den [[Tappeinerweg]] an, eine nach zweimaliger Erweiterung nun fast sechs Kilometer lange [[Promenade]] in Meran und [[Tirol (Südtirol)|Dorf Tirol]]. Der Tappeinerweg liegt am Hang des [[Küchelberg]]s etwa 100&amp;amp;nbsp;m über dem Meraner Talkessel; er bietet bei sichtigem Wetter Ausblick auf die Stadt Meran und ist reich mit mediterranen Bäumen und Sträuchern bepflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1886 wurde Franz Tappeiner die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/1/1/09.01.1886/40210/2/filterId-1%0140210%01263825-query-tappeiner+AND+Ehrenb%C3%BCrger.html &amp;#039;&amp;#039;Meraner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Januar 1886, S. 2]&amp;lt;/ref&amp;gt; nachdem er 2000 Gulden für gemeinnützige und wohltätige Zwecke gespendet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/8/1/08.01.1886/76630/2/filterId-8%0176630%01506350-query-tappeiner+AND+Y%3A*1886.html  &amp;#039;&amp;#039;Pustertaler Bote&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Januar 1886, S. 2]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. August 1902 verstarb Tappeiner an seinem Wohnsitz, dem Ansitz Reichenbach, in [[Obermais]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Arzt Franz Tappeiner ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss des Medizinstudiums an der [[Universität Wien]] am 31. Januar 1843 eröffnete er im Juni des Jahres in seinem Heimatort Laas eine Arztpraxis mit einer angeschlossenen kleinen Apotheke. Vor allem als [[Chirurg]] und Augenarzt, aber auch aufgrund seiner Behandlung des [[Fleckfieber]]s wurde er hoch geschätzt.&lt;br /&gt;
Ende 1846 übersiedelte er nach [[Meran]], wo er positive Wirkungen des lokalen Klimas bei der Behandlung von nervösen Störungen, Blutarmut und Lungenleiden beobachtete. Er legte sein Augenmerk auf die Übertragung der [[Lungentuberkulose]] und kam bereits vor der Entdeckung des [[Tuberkelbazillus]] durch [[Robert Koch]] zum Schluss, dass die Ansteckung über die Luft bzw. durch Einatmung erfolgt. Als 1855 eine [[Cholera]]-Epidemie ausbrach, veröffentlichte Tappeiner eine Schrift, um die Bevölkerung zu beruhigen, indem er über Vorbeugung, Ansteckung und Behandlung der Cholera informierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanik und Anthropologie ==&lt;br /&gt;
Bereits während seiner Studienzeit in Prag widmete sich Franz Tappeiner der [[Botanik]] und begann, botanische Belege aus ganz [[Tirol]] zu sammeln. Sein Herbarium belief sich schließlich auf 3624 Pflanzenarten. Er versuchte, auf botanischem Gebiet eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen und bewarb sich erfolglos um die Stelle als wissenschaftlicher Assistent am botanischen Institut der [[Universität Wien]]. Vor einer geplanten, aber nie durchgeführten Expedition nach [[Sumatra]] schenkte er ein Herbarium dem [[Tiroler Landesmuseum|Ferdinandeum]] in Innsbruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthropologische Studien schließlich führten ihn durch ganz Tirol bis in das Gebiet der [[Sieben Gemeinden (Italien)|Sieben Gemeinden]], um mit Hilfe von Messungen an 4935 Schädeln und 3185 Köpfen den Ursprung der Lokalbevölkerung zu bestimmen. Seine Schädelsammlung befindet sich heute im Naturhistorischen Museum in [[Wien]]. In seinen letzten Lebensjahren fasste Franz Tappeiner seine Forschungsergebnisse in zahlreichen Schriften zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tappeinerweg ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Tappeinerweg}}&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der Passeirer Straße im Jahr 1891 schlug Franz Tappeiner dem Meraner Bürgermeister Roman Weinberger sowie dem Kur Vorsteher Wilhelm von Pernwerth vor, eine [[Promenade]] zu errichten, die von der Gilf aus den [[Burgruine Ortenstein|Pulverturm]] erreicht und über [[Serpentine]]n wieder zum [[Rathaus]] führen sollte. Die Idee fand einhellig Zustimmung, und der Stadtrat beschloss, die neue Promenade nach ihrem Stifter zu benennen. Die Arbeiten an der Anlage des Tappeinerweges begannen am 13. April 1892. Projektanten waren der Ingenieur Falkenstein sowie der Stadtingenieur Karl Huber. Den Zuschlag für die Bauausführung erhielten die Firmen Covi und Tomasini. Gartenbaudirektor Julius Hermer wurde mit der Auswahl der Bepflanzung beauftragt. Die offizielle Eröffnung des Tappeinerweges am 18. November 1893 geht mit der Einweihung des Denkmals zu Ehren seines Stifters und Geldgebers einher. Große Teile der Bevölkerung waren bei der bedeutenden Feier zugegen. Obwohl er die Anlage des Weges finanziert hatte, blieb der menschenscheue und zurückhaltende Franz Tappeiner der Feierlichkeit fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tappeinerbüste vor dem Krankenhaus Meran.jpg|alternativtext=Tappeinerbüste vor dem Krankenhaus Meran|mini|Tappeinerbüste vor dem Krankenhaus Meran]]&lt;br /&gt;
Neben dem Tappeinerweg sind auch der Tappeinersteg&amp;lt;!-- Sic! Der Tappeinersteg ist zu unterscheiden vom oben erwähnten Tappeinerweg! --&amp;gt; in Meran, eine Grundschule sowie das lokale Krankenhaus nach ihm benannt worden. Am Tappeinerweg erinnert eine von [[Julius Steiner (Bildhauer)|Julius Steiner]] geschaffene Büste an ihn. Weitere Büsten befinden sich vor dem Krankenhaus Meran, welche anlässlich des 100. Geburtstages des Krankenhauses Meran am 9. September 2005 enthüllt wurde. Eine weitere befindet sich an der Winterpromenade von Meran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 200. Geburtstages Franz Tappeiners organisierte das [[Palais Mamming Museum]] im März 2016 eine Tagung im [[Kurhaus Meran|Pavillon des Fleurs]] in Meran. Der zweisprachige Tagungsband erschien im Juni 2017 mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Franz Tappeiner. Kurarzt und Mäzen – Medico e mecenate&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Studien zur Anthropologie Tirols und der Sette Comuni |Jahr=1883}} [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/20634/3 (online)]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Der europäische Mensch und die Tiroler |Jahr=1896}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Riedler: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Franz Tappeiner Edler von Tappein. Sein Leben und Wirken&amp;#039;&amp;#039;. Tappeiner, Lana 1984.&lt;br /&gt;
* [[Ulrike Kindl]], Patrick Rina (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Tappeiner. Kurarzt und Mäzen – Medico e mecenate&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Merabilia. Storia Meran/o Geschichte. Palais Mamming&amp;#039;&amp;#039;, Band 1). Athesia-Tappeiner, Bozen 2017, ISBN 978-88-6839-249-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Tapp.}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Tappeiner,_Franz_von}}&lt;br /&gt;
* [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/1/1/20.08.1902/43320/3/filterId-1%0143320%01301926-query-tappeiner+AND+Y%3A*08.1902.html Nachruf in der Meraner Zeitung vom 20. August 1902]&lt;br /&gt;
* [https://www.palaismamming.it/ausstellungsarchiv/ &amp;#039;&amp;#039;Palais Mamming: Ausstellungsarchiv&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117201529|VIAF=67236811}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tappeiner, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Meran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Laas, Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1816]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Meran]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tappeiner, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Arzt, Botaniker und Anthropologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1816&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Laas (Südtirol)|Laas]], Südtirol&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. August 1902&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Meran]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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