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	<title>Franz Stuschka - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 1. Mai 2026 um 00:48 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Stuschka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juli]] [[1910]] in [[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing]]; † [[10. März]] [[1986]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[Schutzstaffel|SS]]-Führer und Mitarbeiter im [[Eichmannreferat]] des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA). Stuschka wurde nach Kriegsende in Wien zu sieben Jahren Haft verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Franz Stuschka war der Sohn eines Brauereiarbeiters, der im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] 1915 als Angehöriger der [[Gemeinsame Armee|k.u.k. Armee]] fiel. Er hatte eine ältere Schwester. Nach Kriegsende wurde er 1919 als notleidendes österreichisches Kind über die schwedische Kinderhilfe nach Schweden verschickt. Er kam 1922 zu seiner Mutter und Schwester nach Wien zurück, als deren Lebensunterhalt gesichert war. Stuschka brach nach seiner Schulzeit eine Berufsausbildung zum Elektrotechniker ab und arbeitete als ungelernter Arbeiter in einer Färberei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SdT&amp;quot;&amp;gt;[https://www.schaltstelle-des-terrors.at/forschungsprojekt/Taeter_innendatenbank/Franz-Stuschka.html &amp;#039;&amp;#039;Täter und Täterinnen Biografien&amp;#039;&amp;#039;] auf https://www.schaltstelle-des-terrors.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuschka trat zum 1. November 1934 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 208.994)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/559053&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr der seinerzeit in Österreich verbotenen [[NSDAP]], weswegen er mehrfach Haftstrafen verbüßte. Nachdem er 1937 aus dem [[Anhaltelager Wöllersdorf]] entlassen worden war, ging er nach Deutschland und erhielt dort bei der [[Österreichische Legion|Österreichischen Legion]] als SS-Mann eine militärische Ausbildung. Nach dem [[Anschluss (Österreich)|„Anschluss“ von Österreich]] an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] kehrte er nach Liesing zurück und war dort ab 1938 beim Arbeitsamt tätig. Am 21. Mai 1938 beantragte er die reguläre Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.230.233).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/22980247&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung war Stuschka ab 1939 in der „[[Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien]]“ tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Safrian: &amp;#039;&amp;#039;Eichmann und seine Gehilfen.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1995, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort wechselte er nach kurzer Zeit in die im Aufbau befindliche „[[Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Prag]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gabriele Anderl]], [[Dirk Rupnow]], Alexandra-Eileen Wenck, Historikerkommission der Republik Österreich: &amp;#039;&amp;#039;Die Zentralstelle für Jüdische Auswanderung als Beraubungsinstitution.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2004, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde Stuschka in das Eichmannreferat des RSHA nach Berlin versetzt, wo er ab Januar 1942 als Sachgebietsmitarbeiter Zensor für die jüdische Häftlingspost war. Zudem leitete er im Gebäude des Eichmannreferats ein Arbeitskommando von etwa 30 Juden für Instandhaltungsarbeiten, die überwiegend in „[[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehen]]“ lebten und deshalb von Deportationen ausgenommen waren. Bei Einsätzen misshandelte Stuschka Angehörige des Arbeitskommandos, wie Überlebende nach Kriegsende berichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Yaacov Lozowick]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www1.yadvashem.org/odot_pdf/Microsoft%20Word%20-%207006.pdf Malice in action] (PDF; 235&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS stieg Stuschka 1942 bis zum [[SS-Obersturmführer]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee614&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 614.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab Anfang März 1944 leitete Stuschka als Kommandoführer ein Außenkommando des [[Ghetto Theresienstadt|Ghettos Theresienstadt]] in [[Wulkow (Neuhardenberg)|Wulkow]] – Kommando [[Zossen]]. Der Aufbau des Lagers unterstand SS-Oberführer Albert Duchstein (*&amp;amp;nbsp;1910), Adjutant von [[Heinrich Müller (Gestapo)|Heinrich Müller]] vom Reichssicherheitshauptamt Amt IV (Gegnerforschung und Bekämpfung), und lief unter dem Tarnnamen „Dachs“. Ab März 1944 errichtete ein Arbeitskommando aus etwa 240 Häftlingen außerhalb von Berlin ein [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Ausweichquartier. Es wurde im Herbst 1944 zum Teil bezogen und frontbedingt am 3. Februar 1945 aufgegeben, worauf die Häftlinge am 10. Februar 1945 wieder Theresienstadt erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Sachsenhausen, Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52963-1, S. 294ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 1945 war Stuschka noch für ein Arbeitskommando mit 61 Häftlingen in [[Schnarchenreuth]] bei [[Landkreis Hof|Hof]] zuständig. Das Kommando hätte Baracken im Auftrag des RSHA errichten sollen, was sich aufgrund der Kriegslage jedoch als unmöglich erwies. Auch diese Häftlinge wurden wieder nach Theresienstadt überstellt, das sie am 20. April 1945 erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/a/aussenkommandos.htm Außenkommandos] auf www.ghetto-theresienstadt.info&amp;lt;/ref&amp;gt; Walter Grunwald (1919 – 2000), Häftling in Theresienstadt und ein Angehöriger der beiden Außenkommandos, hinterließ in seinen Erinnerungen ausführliche Schilderungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den beiden Kommandos und von Stuschkas sadistischem Verhalten gegenüber den ihm ausgelieferten Häftlingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Grunwald: &amp;#039;&amp;#039;Erlebtes. Jugend - Verfolgung - Befreiung. Eine Autobiographie&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf/DE_DE_JU_grunwald.pdf Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Anfang September 1946 wurde er in Weinberg bei [[St. Gilgen]] verhaftet und interniert,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nazi-Mörder verhaftet&amp;#039;&amp;#039;, [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nzl&amp;amp;datum=19460904&amp;amp;seite=3&amp;amp;zoom=33 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; am 16. Oktober 1947 von der [[United Nations War Crimes Commission]] auf die Liste „A“ der [[Kriegsverbrecher]] mit Nr. 6.633 gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/s/stuschkaf.htm Franz Stuschka] auf www.ghetto-theresienstadt.info&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht Wien]] war er der Misshandlung, des Mordes und der Beihilfe zum Mord während seiner Tätigkeit in den Außenkommandos Wulkow und Schnarchenreuth angeklagt. Am 17. Dezember 1949 wurde Stuschka zu sieben Jahren schweren Kerker verurteilt. Einem Auslieferungsersuchen der [[Tschechoslowakei]] wurde nicht entsprochen. 1951 wurde er bedingt aus der Haft entlassen. Bald danach bestritt er seinen Lebensunterhalt als Arbeiter bei einer Elektrofirma in Wien. Er heiratete 1957 eine wesentlich jüngere Frau und wurde Vater eines Kindes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SdT&amp;quot;/&amp;gt; In den 1960er Jahren wurde am [[Landesgericht für Strafsachen Wien]] gegen ihn und weitere Angehörige des RSHA aus Österreich ermittelt, das Verfahren wurde jedoch am 17. Dezember 1969 wieder eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Kuretsidis-Haider: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische KZ-Prozesse. Eine Übersicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 12, Dezember 2006, S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dokumentarfilmer spürte Stuschka 1985 in Wien auf, wo dieser in ärmlichen Verhältnissen lebte. Stuschka bestritt in der Dokumentation, die am 3. März 1985 in der [[ARD]] unter dem Titel „Gesucht wird … – Franz Stuschka, KZ-Kommandant. Film von Paul Karalus“ ausgestrahlt wurde, ein Mörder zu sein. Er „sei viel zu gut, noch heute“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lea Rosh]]: [http://www.zeit.de/1985/11/moerder-noch-unter-uns &amp;#039;&amp;#039;Fernseh-Kritik - Mörder noch unter uns.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; 8. März 1985, Ausgabe 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tod wurde er am 1. April 1986 am Friedhof der [[Feuerhalle Simmering]] beigesetzt (Gruppe E17, Nummer 142).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Franz Stuschka |Friedhof=Feuerhalle Simmering |Jahr=1986}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Safrian]]: &amp;#039;&amp;#039;Eichmann und seine Gehilfen&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12076-4.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Walter Grunwald: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf/DE_DE_JU_grunwald.pdf Erlebtes: Jugend – Verfolgung – Befreiung / Eine Autobiografie.]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 1,5 MB), (Erfahrungen mit Franz Stuschka als Kommandoführer in Wulkow)&lt;br /&gt;
* [https://ghetto-theresienstadt.de/lexikon/stuschka-franz &amp;#039;&amp;#039;Stuschka, Franz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Theresienstadt Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 5. Februar 2025&lt;br /&gt;
* [https://www.nd-aktuell.de/artikel/1157458.gedenken-an-opfer-der-konzentrationslager-der-letzte-wulkower.html &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Wulkower&amp;#039;&amp;#039;], [[Neues Deutschland|nd aktuell]], 10. Oktober 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.schaltstelle-des-terrors.at/forschungsprojekt/Taeter_innendatenbank/Franz-Stuschka.html &amp;#039;&amp;#039;Täter und Täterinnen Biografien&amp;#039;&amp;#039;] auf https://www.schaltstelle-des-terrors.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stuschka, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Lagerpersonal in Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Anhaltelager Wöllersdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Nationalsozialismus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Eichmannreferats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stuschka, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer SS-Obersturmführer, Mitarbeiter im Eichmannreferat des RSHA&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juli 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. März 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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