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	<title>Franz Sondinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:02:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Sondinger&amp;diff=1551404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Kloebner: /* Leben */ Korr. der mehrfachen Verwechslung des Begriffs &quot;Uraufführung&quot; mit &quot;Erstaufführung&quot; (= Premiere einer Inszenierung).</title>
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		<updated>2025-11-21T17:30:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Korr. der mehrfachen Verwechslung des Begriffs &amp;quot;Uraufführung&amp;quot; mit &amp;quot;Erstaufführung&amp;quot; (= Premiere einer Inszenierung).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Peter Hugo Paul&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Sterberegister Nr. 3071/1939, StA Tiergarten von Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sondinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Pseudonym: &amp;#039;&amp;#039;Felix Dhünen&amp;#039;&amp;#039;; * [[5. Januar]] [[1896]] in [[Germersheim]]/[[Pfalz (Region)|Rheinpfalz]]; † [[8. Dezember]] [[1939]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Regisseur, Schauspieler, Intendant und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondinger lebte längere Zeit als Bildhauer in [[München]], später in [[Italien]] und in [[Naumburg (Saale)|Naumburg an der Saale]]. In den 1920er Jahren arbeitete als Schauspieler und Regisseur in Berlin; so inszenierte er 1924 am [[Renaissance-Theater (Berlin)|Renaissance-Theater]] &amp;#039;&amp;#039;Boubouroche&amp;#039;&amp;#039; von [[Georges Courteline]] (Premiere am 13. Dezember 1924). Seit Ende der 1920er wirkte er am &amp;#039;&amp;#039;Theater in der Klosterstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung des Theaters: http://andreas-praefcke.de/carthalia/germany/berlin_klosterstrasse.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu seinen dortigen Inszenierungen zählten [[Carl Zuckmayer]]s Erfolgsstück &amp;#039;&amp;#039;[[Der fröhliche Weinberg]]&amp;#039;&amp;#039; (500. Aufführung am 21. Januar 1931), [[Frank Wedekind]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Frühlings Erwachen]]&amp;#039;&amp;#039; (Premiere am 28. Januar 1930; Sondinger hatte zuvor bereits mehrere Stücke Wedekinds inszeniert&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Günter Seehaus: &amp;#039;&amp;#039;Frank Wedekind und das Theater, 1898-1959&amp;#039;&amp;#039;. Laokoon-Verlag, 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und [[Luigi Pirandello]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Sechs Personen suchen einen Autor]]&amp;#039;&amp;#039; (Premiere am 22. April 1930). Seit Januar 1930 war er auch Direktor dieses Theaters. Unter seiner Ägide zog die 1927/28 von [[Robert Rohde (Regisseur)|Robert Rohde]] (1883–?) gegründete &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Volksbühne&amp;#039;&amp;#039;, ein von Kritikern wie [[Herbert Ihering]] als ästhetisch unbefriedigend beurteilter ideologischer Gegenentwurf zur linken [[Erwin Piscator|Piscator]]schen [[Volksbühne Berlin|Volksbühne]], im November 1930 für eine Spielzeit in das &amp;#039;&amp;#039;Theater in der Klosterstraße&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Veranstaltungen fanden vorher im &amp;#039;&amp;#039;[[Wallner-Theater]]&amp;#039;&amp;#039; statt, das 1930/31 von Piscator bespielt wurde. Vgl. Ruth Freydank: &amp;#039;&amp;#039;Theater in Berlin: Von den Anfängen bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Argon, Berlin 1988, ISBN 3-87024-125-X, S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe]] an die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] 1933 war er u. a. als Lehrer an der &amp;#039;&amp;#039;[[Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin|Max-Reinhardt-Schule]]&amp;#039;&amp;#039; tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.berliner-schauspielschule.de/szenenabende.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Spielzeit 1933/34 spielte und inszenierte er am &amp;#039;&amp;#039;[[Preußisches Staatstheater Berlin|Preußischen Staatstheater Berlin]]&amp;#039;&amp;#039;. 1936 führte er am &amp;#039;&amp;#039;[[Hebbel-Theater|Theater in der Saarlandstraße]]&amp;#039;&amp;#039; Regie bei [[Gerhart Hauptmann]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Michael Kramer (Drama)|Michael Kramer]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Paul Wegener (Schauspieler)|Paul Wegener]] in der Titelrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Theaterarbeit war er, unter dem Pseudonym „Felix Dhünen“&amp;lt;ref&amp;gt;Wohl nach &amp;#039;&amp;#039;Felix Dühnen&amp;#039;&amp;#039;, einer Hauptfigur in [[Eduard von Keyserling]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Fürstinnen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch schriftstellerisch tätig. Bekannt wurde er durch sein in den 1930ern vielgespieltes Drama &amp;#039;&amp;#039;Uta von Naumburg&amp;#039;&amp;#039; (1934), in dem anhand der (durch die Fotografien [[Walter Hege]]s äußerst populären) [[Uta von Naumburg|Statue der Uta]] im [[Naumburger Dom]] der Kampf zwischen deutschem Heidentum und dem der „deutschen Eigenart“&amp;lt;ref&amp;gt;Diese „Betonung der deutschen Eigenart“ wird im Kurzeintrag zu Sondinger in Waldemar Oehlkes &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Literatur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, 1942, S. 310, hervorgehoben.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht entsprechenden Christentum im 11. Jahrhundert thematisiert wird. Sein zweites Stück &amp;#039;&amp;#039;Traumspiel um St. Helena&amp;#039;&amp;#039; (1935) behandelt in Traumvisionen die Beziehung zwischen dem sterbenden [[Napoleon Bonaparte|Napoléon I.]] und seinem Sohn [[Napoleon Franz Bonaparte|Napoléon II.]], dem Herzog von Reichstadt, der ihm vergeblich nachzueifern versucht und sich dann gegen seinen Vater entscheidet. Im Drama &amp;#039;&amp;#039;Die Sonne Irlands&amp;#039;&amp;#039; (1936) erzählt Sondinger die Geschichte von [[Tristan und Isolde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im August 1936 in Berlin ausgetragenen [[Olympische Sommerspiele 1936|XI. Olympischen Sommerspielen]] nahm Sondinger am [[Olympische Sommerspiele 1936/Kunstwettbewerbe|Wettbewerb „Lyrische Werke“]] teil. Mit seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Der Läufer&amp;#039;&amp;#039; über den Boten, der nach der [[Schlacht bei Marathon]] die Siegesbotschaft („Groß war der Sieg. Wer bringt ihn nach Athen?“&amp;lt;ref&amp;gt;Das seinerzeit populäre Gedicht wird unter anderem im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Brot und Spiele (Lenz)|Brot und Spiele]]&amp;#039;&amp;#039; (1959) von [[Siegfried Lenz]] zitiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;) überbringt, gewann er die olympische Goldmedaille. 1939 erschien das Gedicht als bibliophile Ausgabe mit einer Federzeichnung von [[Ludwig von Hofmann]] im Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondinger starb bereits im Alter von 43 Jahren an einer [[Sepsis]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; noch kurz vor seinem Tod leitete er 1939 am wiedereröffneten &amp;#039;&amp;#039;[[Schillertheater (Berlin)|Schiller-Theater der Reichshauptstadt Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; die Proben zur Komödie &amp;#039;&amp;#039;Das goldene Dach&amp;#039;&amp;#039; von „Eberhard Foerster“&amp;lt;ref&amp;gt;„Eberhard Foerster“ war ein Pseudonym des Schauspielers [[Eberhard Keindorff]]; Hauptautor des Stückes war aber vermutlich der unter Veröffentlichungsverbot stehende [[Erich Kästner]]. Vgl. Stefan Neuhaus: &amp;#039;&amp;#039;Das verschwiegene Werk: Erich Kästners Mitarbeit an Theaterstücken unter Pseudonym&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1765-X, S. 132. ([http://books.google.com/books?id=hzOAc5K1oOcC&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;lpg=PA132#PPA132,M1 GBS])&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Berliner Uraufführung fand am 12. Dezember 1939, dem Tag von Sondingers Beisetzung auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]], statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Alle unter dem Pseudonym „Felix Dhünen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dramen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Uta von Naumburg. Schauspiel in drei Akten&amp;#039;&amp;#039;. Bloch, Berlin 1934 (Uraufführung: 1934 in Gera).&amp;lt;ref&amp;gt;Das Stück erschien 1940 in der [[Nordland-Bücherei]] des vom [[SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt|WVHA]] der [[Schutzstaffel|SS]] betriebenen [[Nordland-Verlag]]s.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Traumspiel um St. Helena&amp;#039;&amp;#039;. Bloch, Berlin 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sonne Irlands. Drama in 5 Akten&amp;#039;&amp;#039;. Bloch, Berlin 1936 (Uraufführung: 1936 in Gera).&amp;lt;ref&amp;gt;Neu aufgelegt 1939 im Nordland-Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;König von Rom. Tragikomödie in einem Vorspiel und 5 Akten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten, Berlin 1939 (Uraufführung: postum 1940 in Kiel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lyrik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Läufer&amp;#039;&amp;#039;. Hauswedell, Hamburg 1939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Naumburger Dom&amp;#039;&amp;#039;. Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld 1930? (Sonderdruck aus: Velhagen &amp;amp; Klasings Monathefte)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Als Spiel begann’s. Die Geschichte eines Münchener Kadetten&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Schrift wurde in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt. Vgl. http://www.polunbi.de/bibliothek/1953-nslit-d.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Lennartz: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts im Spiegel der Kritik. Band 1&amp;#039;&amp;#039;. Kröner, Stuttgart 1984, S. 367, ISBN 3-520-82101-X.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kosch]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Literatur-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 3. A. Bd. 3, Bern-München 1971, Sp. 151.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Theater-Lexikon. Band 4&amp;#039;&amp;#039;. Saur, Bern 1998, ISBN 3-907820-30-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117507407}}&lt;br /&gt;
* {{Olympedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117507407|LCCN=no/96/53402|VIAF=13086492}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sondinger, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterintendant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiasieger (Kunstwettbewerbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sondinger, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dhünen, Felix (Pseudonym); Sondinger, Franz Peter Hugo Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Regisseur, Schauspieler, Intendant und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Januar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Germersheim]], [[Pfalz (Region)|Rheinpfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Kloebner</name></author>
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