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	<title>Franz Schwede - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sportschauer: HC: Ergänze Kategorie:Preußischer Staatsrat (ab 1933)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Preu%C3%9Fischer_Staatsrat_(ab_1933)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Preußischer Staatsrat (ab 1933) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Preußischer Staatsrat (ab 1933)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SchwedeFranz.jpg|mini|hochkant|Franz Schwede]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Reinhold&amp;lt;ref&amp;gt;Carl-Christian H. Dressel: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zur Justiz in Coburg von der Errichtung des Landgerichts Coburg bis zur Entnazifizierung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 1997&amp;#039;&amp;#039;, Coburg 1997, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1934 &amp;#039;&amp;#039;Schwede-Coburg&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. März]] [[1888]] in [[Dreverna|Drawöhnen]], [[Kreis Memel]], [[Ostpreußen]]; † [[19. Oktober]] [[1960]] in [[Coburg]]), war ein deutscher [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Politiker. Er wurde in Coburg am 28. August 1930 dritter nationalsozialistischer Bürgermeister im [[NS-Staat|Deutschen Reich]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Mück: &amp;#039;&amp;#039;NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Streiflichter aus der Heimatgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Sonderband 4). Verlag Philipp Schmidt, Neustadt an der Aisch 2016, ISBN 978-3-87707-990-4, S. 102 f. und 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; und als erstes Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] Bürgermeister einer kreisfreien Stadt. Von 1934 bis 1945 war er [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der NSDAP in [[Gau Pommern|Pommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der im heutigen [[Bezirk Klaipėda]] ([[Litauen]]) geborene Franz Schwede lernte Maschinenschlosser und trat 1906 als Maschinist in die [[Kaiserliche Marine]] ein. Am Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war er technischer [[Deckoffizier]] und kam als Besatzungsmitglied des Kleinen Kreuzers &amp;#039;&amp;#039;[[Dresden (Schiff, 1918)|Dresden]]&amp;#039;&amp;#039; nach der [[Selbstversenkung der Kaiserlichen Hochseeflotte in Scapa Flow]] in englische [[Kriegsgefangenschaft]]. 1920 trat er in die [[Reichswehr]] ein, wurde aber nach der Festlegung der Höchststärke von 100.000 Mann 1921 entlassen. Danach war er für etwa ein Jahr technischer Betriebsleiter eines Sägewerkes in [[Sankt Andreasberg]], ehe er im März 1922 als Maschinenmeister bei den [[Städtische Werke Überlandwerke Coburg|Städtischen Werken Coburg]] eingestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Coburg (1922–1934) ===&lt;br /&gt;
Am 24. Oktober 1922 wurde er Mitbegründer der [[NSDAP-Ortsgruppe]] Coburg, deren Vorsitz er bei ungefähr 800 Mitgliedern Ende Dezember 1923 übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Habel: &amp;#039;&amp;#039;Der unaufhaltsame Aufstieg des Maschinisten Franz Schwede&amp;#039;&amp;#039;. In: Initiative Stadtmuseum Coburg e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Voraus zur Unzeit. Coburg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Coburg 2004, ISBN 3-9808006-3-6. S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorher war Schwede als Gast im [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Völkischer Radikalismus: Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes. 1919–1923&amp;#039;&amp;#039;. Leibniz-Verlag, Hamburg 1970, S. 310. ISBN 3-87473-000-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Stadtratswahl im Dezember 1924 erhielt die NS-Freiheitsbewegung als Nachfolgeorganisation der verbotenen NSDAP 14,3 % der Wählerstimmen und war mit drei Stadtratssitzen erstmals im Coburger Stadtparlament vertreten; Schwede wurde [[Stadtrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00001162/images/index.html?id=00001162&amp;amp;fip=88.65.125.150&amp;amp;no=&amp;amp;seite=1272 Coburger Zeitung, 8. Dezember 1924]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Neugründung der NSDAP im Februar 1925 trat Schwede der Partei zum 30. März 1925 erneut bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.581).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/569450&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;&amp;gt;[http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/schwede-franz Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Schwede, Franz&amp;#039;&amp;#039;, in: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 begann in der Coburger NSDAP-Parteizeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Weckruf&amp;#039;&amp;#039;, aus der 1930 die &amp;#039;&amp;#039;[[Coburger Nationalzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; hervorging, eine Hetz- und Verleumdungskampagne gegen [[Abraham Friedmann]], den Generaldirektor des Coburger Fleischwarenunternehmens Großmann AG. Friedmann wehrte sich gegen die Angriffe auf seine Person, indem er dem Arbeitgeber von Schwede, den Städtischen Werken, drohte, die Koks- und Stromabnahmen einzustellen. Da Schwede eine Unterlassungserklärung verweigert hatte, wurde er auf Antrag der Städtischen Werke Coburg nach einem Stadtratsbeschluss mit 14 gegen 10 Stimmen Anfang 1929 entlassen. Auf die von der empörten NSDAP geforderte umgehende Rehabilitierung Schwedes ging die Stadtverwaltung nicht ein. Die NSDAP veranlasste daraufhin ein [[Volksbegehren (Deutschland)|Volksbegehren]] zur Auflösung des Stadtrates, das sie am 5. Mai 1929 mit 67 % der Wählerstimmen gewann. Die am 23. Juni durchgeführte Stadtratswahl brachte nach einem Wahlkampf unter anderem mit [[Adolf Hitler]] als Redner mit 43,1 % Stimmen und 13 von 25 Stadträten zum ersten Mal die absolute Mehrheit für die NSDAP in einer deutschen Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00001167/images/index.html?id=00001167&amp;amp;fip=88.65.125.150&amp;amp;no=&amp;amp;seite=1135 Coburger Zeitung, 24. Juni 1929]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Die Avantgarde des „Dritten Reiches“. Die Coburger NSDAP während der Weimarer Republik 1922–1933&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem ähnlichen Verfahren der Volksabstimmung erfolgte 1931 in [[Neustadt an der Aisch]] die „Machtergreifung“ der NSDAP im Stadtrat. Am Vorabend der dortigen Abstimmung trat Schwede als Redner dort auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Mück: &amp;#039;&amp;#039;NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= &amp;#039;&amp;#039;Streiflichter aus der Heimatgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 102 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Eröffnungssitzung des neu gewählten Stadtrates wurde die Wiedereinstellung Schwedes mit [[Beamtentum|Beamtenstatus]] bei den Städtischen Werken beschlossen. Im folgenden Jahr erreichte Schwede am 28. August 1930 im fünften Versuch die Wahl zum Dritten [[Bürgermeister]]. Er war damit der erste Bürgermeister in Deutschland, den die NSDAP stellte. Anfang 1931 wurde er zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Am 16. Oktober 1931 wurde er zum Ersten Bürgermeister und 1933 zum [[Oberbürgermeister]] von Coburg ernannt. Im März 1933 hatte der [[Terror]] unter Führung von Schwede gegen Juden und Gegner der NSDAP in Coburg einen Höhepunkt. Bis Ende April wurden 152 Menschen verhaftet und in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ in Anwesenheit von Schwede schwer misshandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Sandner]]: &amp;#039;&amp;#039;Coburg im 20. Jahrhundert. Die Chronik über die Stadt Coburg und das Haus Sachsen-Coburg und Gotha vom 1. Januar 1900 bis zum 31. Dezember 1999 – von der „guten alten Zeit“ bis zur Schwelle des 21. Jahrhunderts. Gegen das Vergessen&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsanstalt Neue Presse, Coburg 2000, ISBN 3-00-006732-9, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Höhepunkt des Personenkults um Schwede in Coburg war 1933 die Weihe der neuen Coburger Rathausglocke mit der Inschrift „Zu Adolf Hitler ruf ich dich, Franz Schwede-Glocke heiße ich.“ Schwede war seit Oktober 1930 als Nachrücker [[Mitglied des Landtages|Abgeordneter]] der NSDAP im [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtag]] geworden und ab November 1933 Mitglied des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstags]]. (Zum Lebensabschnitt in Coburg siehe auch [[Coburg in der Zeit des Nationalsozialismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwede war ein Förderer der [[Deutsche Landsmannschaft|Deutschen Landsmannschaft]], die ihre jährliche Verbandstagung zu Pfingsten stets in Coburg abhielt und die er auch gegen Angriffe des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes]] verteidigte. Die DL verlieh Schwede 1934 als Erstem das &amp;#039;&amp;#039;Ehrenband der Deutschen Landsmannschaft&amp;#039;&amp;#039; und ernannte ihn damit zum Ehrenmitglied der DL.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gauleiter Schwede tritt für die studentischen Farben ein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jahrgang (Okt. 1934), H. 1, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pommern (1934–1945) ===&lt;br /&gt;
Die politische Karriere setzte er am 1. Juli 1934 mit dem Amt des [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] von [[Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz|Niederbayern/Oberpfalz]] in Regensburg und am 20. Juli 1934 mit der Ernennung durch [[Adolf Hitler]] zum [[Gauleiter]] des [[Gau Pommern|Gaues Pommern]] als Nachfolger [[Wilhelm Karpenstein]]s sowie zum [[Oberpräsident]]en der preußischen [[Provinz Pommern]] fort. Daneben wurde Schwede aufgrund seiner Verdienste der Namenszusatz Coburg und 1939 die [[Ehrenbürger]]schaft Coburgs verliehen. Ihm zu Ehren erhielt das zum Schulungslager umgebaute [[Schloss Vogelsang (Vogelsang-Warsin)|Schloss Vogelsang]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Franz-Schwede-Coburg-Beamtenlager&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1937 wurde er zum [[Sturmabteilung|SA]]-Gruppenführer und 1938 zum SA-Obergruppenführer befördert. Im gleichen Jahr wurde er Bundesführer des [[Reichstreubund]]es ehemaliger [[Berufssoldat]]en sowie 1939 [[Reichsverteidigungskommissar]] des [[Wehrkreis II (Stettin)|Wehrkreises II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Coburger Zeit folgten ihm unter anderem [[Arno Fischer (Techniker)|Arno Fischer]] als Landesbaurat, [[Kuno Popp]] als Gaupropagandaleiter und Leiter der Landesstelle Pommern des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, [[Alfred Seidler]] als Gauschatzmeister, [[Johannes Künzel]] als Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, [[Emil Mazuw]] als Stabsführer des SS-Abschnitts XIII und [[Werner Faber (Politiker)|Werner Faber]] als Stettiner Oberbürgermeister nach Pommern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kyra T. Inachin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Gau Pommern – eine preußische Provinz als NS-Gau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die NS-Gaue: regionale Mittelinstanzen im zentralistischen „Führerstaat“&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte: Sondernummer&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Jürgen John, [[Horst Möller]], Thomas Schaarschmidt, Oldenbourg, München 2007, ISBN 3-486-58086-8, [http://books.google.de/books?id=6txs6cEx7SIC&amp;amp;pg=PA280&amp;amp;lpg=PA280&amp;amp;dq=%22arno+fischer%22+nsdap&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=dKWQK8njJf&amp;amp;sig=8ulkD-_KoI5YXjipbV1mcQL7jSY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=3g_PTNyqAYrqOeTl1cQB&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6&amp;amp;ved=0CCUQ6AEwBQ#v=onepage&amp;amp;q=%22arno%20fischer%22%20nsdap&amp;amp;f=false S. 280].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwede-Coburg ordnete in seiner Funktion als Gauleiter und [[Reichsverteidigungskommissar]] für Pommern – unabhängig, selbstständig und zeitlich vor den Maßnahmen der [[Zentraldienststelle T4]] – die Räumung der [[Psychiatrische Klinik|Heil- und Pflegeanstalten]] in [[Treptow an der Tollense|Treptow]], [[Ueckermünde]], [[Lębork|Lauenburg]], [[Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde|Meseritz-Obrawalde]] und [[Stralsund]] im Herbst 1939 an und ließ den größeren Teil der Patienten durch das [[SS-Wachsturmbann Eimann|SS-Kommando Eimann]] in [[Provinz Westpreußen|Westpreußen]] erschießen bzw. durch das [[Herbert Lange#Sonderkommando|Sonderkommando Lange]] mit [[Gaswagen]] ermorden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1983, ISBN 3-10-039303-1, S. 95–98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Februar 1940 erfolgte die Deportation der in der [[Provinz Pommern]] verbliebenen 800 bis 1000 Juden in den Distrikt [[Lublin]] im [[Generalgouvernement]]. Schwede meldete daraufhin als erster Gauleiter einen „[[judenfrei]]en“ Gau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|24|36|37|Schwede-Coburg, Franz|[[Armin Nolzen]]|123232430}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haft und Tod (1945–1960) ===&lt;br /&gt;
Schwede verhinderte am Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] eine rechtzeitige und geordnete Flucht der Zivilbevölkerung in Pommern vor der heranstürmenden [[Rote Armee|Roten Armee]], setzte sich aber selbst rechtzeitig mit einem Schiff von [[Sassnitz|Saßnitz]] am 4. Mai in Richtung [[Schleswig-Holstein]] ab, wo er am 13. Mai 1945 in englische [[Kriegsgefangenschaft]] kam und bis 1947 im [[Internierungslager Esterwegen]] inhaftiert war. Nach einer ersten Verurteilung in einem [[Spruchkammerverfahren]] wegen Zugehörigkeit zum NS-Führerkorps zu neun Jahren Gefängnis am 25. November 1948 in [[Bielefeld]] wurde er durch ein Urteil vom 7. April 1951 in Coburg wegen 52-facher [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]] in Tateinheit mit versuchter Nötigung im Amt während des Terrors im Jahr 1933 zur Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Am 24. Januar 1956 wurde die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt, 1960 starb Franz Schwede im Alter von 72 Jahren in Coburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Nöth: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Voraus zur Unzeit. Coburg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste bedeutender Politiker und Funktionsträger der NSDAP]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Oberpräsidenten in preußischen Provinzen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mitglieder des preußischen Staatsrates (ab 1933)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Die Avantgarde des „Dritten Reiches“. Die Coburger NSDAP während der Weimarer Republik 1922–1933&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53751-4 ([http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/coburg_die_avantgarde_der_dritten_reiches/3631537514.html Rezension]).&lt;br /&gt;
* Hubert Habel: &amp;#039;&amp;#039;Der unaufhaltsame Aufstieg des Maschinisten Franz Schwede&amp;#039;&amp;#039;. In: Initiative Stadtmuseum Coburg e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Voraus zur Unzeit. Coburg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Coburg 2004, ISBN 3-9808006-3-6.&lt;br /&gt;
* [[Kyra T. Inachin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Gau Pommern. Eine preußische Provinz als NS-Gau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen John]], Horst Möller, [[Thomas Schaarschmidt (Historiker)|Thomas Schaarschmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die NS-Gaue. Regionale Mittelinstanzen im zentralistischen „Führerstaat“.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58086-0, S. 280–293.&lt;br /&gt;
* Eva Karl: &amp;#039;&amp;#039;„Coburg voran!“ Mechanismen der Macht – Herrschen und Leben in der „ersten nationalsozialistischen Stadt Deutschlands“.&amp;#039;&amp;#039; Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2024, ISBN 978-3-7954-3945-3, S. 117–120, 205–221.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-7700-5254-4}}&amp;lt;!--Joachim Lilla--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jan Mittenzwei: &amp;#039;&amp;#039;Schwede-Coburg, Franz (1888–1960)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dirk Alvermann (Historiker)|Dirk Alvermann]], [[Nils Jörn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Band 2 (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern.&amp;#039;&amp;#039; Reihe V, Band 48,2). Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 2015, ISBN 978-3-412-22541-4, S. 257–265.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|36|37|Schwede-Coburg, Franz|[[Armin Nolzen]]|123232430}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-88741-116-1}}&amp;lt;!--Erich Stockhorst--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123232430}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/016207}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|123232430}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|123232430}}&lt;br /&gt;
* [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/schwede-franz Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Schwede, Franz&amp;#039;&amp;#039;, in: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;] (8. Oktober 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister der Stadt Coburg&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123232430|LCCN=n2002068906|VIAF=23960885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwede, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident von Niederbayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Coburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (ab 1933)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gauleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (NS-Krankenmorde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schwede, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schwede-Coburg, Franz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dreverna|Drawöhnen]], Ostpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Coburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sportschauer</name></author>
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