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	<title>Franz Reichleitner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:35:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Reichleitner&amp;diff=299107&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jossi2: /* Leben */ NS-Propagandabegriff, daher mit Anführungszeichen statt Kursivierung</title>
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		<updated>2025-11-28T11:35:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; NS-Propagandabegriff, daher mit Anführungszeichen statt Kursivierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kommandant des Vernichtungslager Sobibor Franz Reichleitner.jpg|mini|Franz Reichleitner (1942 / 1943)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Karl Reichleitner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Dezember]] [[1906]] in [[Ried im Traunkreis]], Österreich; † [[3. Jänner]] [[1944]] bei [[Rijeka]], [[Istrien]]) war ein österreichischer Kriminalpolizist und SS-Führer. Reichleitner war während der [[Aktion T4]] in der [[NS-Tötungsanstalt Hartheim]] eingesetzt und später im Rahmen der [[Aktion Reinhard]] Kommandant im [[Vernichtungslager Sobibor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reichleitner war bei der Kriminalpolizei im Rang eines Kriminalsekretärs tätig und nach dem [[Anschluss Österreichs]] im März 1938 bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in [[Linz]] eingesetzt. Bereits hier lernte Reichleitner [[Franz Stangl]], den späteren Kommandanten der [[Vernichtungslager Sobibor]] und [[Vernichtungslager Treblinka|Treblinka]] kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichleitner war Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 357.065) und trat zum 1. Mai 1938 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 6.369.213).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/16561351&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS stieg Reichleitner bis zum SS-Hauptsturmführer auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der „Aktion T4“, der Tötung von Geisteskranken und Behinderten, wurde Reichleitner im Frühjahr 1940 in der Verwaltung der [[NS-Tötungsanstalt Hartheim]] bei [[Linz]] eingesetzt. Im November 1940 wurde sein Polizeikollege [[Franz Stangl]] ebenfalls nach Hartheim versetzt, mit dem er sich ein Zimmer teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ernennung von [[Christian Wirth (SS-Mitglied)|Christian Wirth]] zum Inspekteur aller „Euthanasie“-Anstalten wurde Stangl dessen Nachfolger als Büroleiter in Hartheim und Reichleitner sein Stellvertreter. Da zu den Aufgaben des Büroleiters neben der Tätigkeit als Vorstand des [[NS-Sonderstandesamt|Sonderstandesamtes]], der Führung des Sterbebuches, der Abwicklung des Schriftverkehrs usw. auch ortspolizeiliche Angelegenheiten gehörten, wurden für diese Funktion in erster Linie Polizeibeamte verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichleitner heiratete Anna Baumgartner aus Steyr, eine Freundin von Stangls Frau Theresa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1942 wurde Stangl Kommandant des [[Vernichtungslager Sobibor|Vernichtungslagers Sobibor]]. Als er im September 1942 das [[Vernichtungslager Treblinka]] übernahm, folgte ihm Reichleitner als neuer Kommandant von Sobibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Aufstand von Sobibór]] am 14. Oktober 1943 und dem Abschluss der „[[Aktion Reinhard]]“ wurde er mit dem Großteil des bei dieser Aktion verwendeten Personals, unter dem sich auch sein Freund Stangl befand, nach Oberitalien zur [[Weisung Nr. 46|„Bandenbekämpfung“]] abkommandiert. Bereits zum 13. September 1943 war der Leiter der Aktion Reinhard, [[Odilo Globocnik]], zum Höheren [[SS- und Polizeiführer]] „[[Operationszone Adriatisches Küstenland|Adriatisches Küstenland]]“ ernannt worden, der die ihm bekannten Männer hier für die „[[Sonderabteilung Einsatz R|Aktion R]]“, also die Partisanenbekämpfung und Vernichtung der dort lebenden Juden, einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Jänner 1944 wurde Reichleitner nahe Fiume (heute [[Rijeka]]) von Partisanen erschossen. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] wurden er sowie [[Christian Wirth (SS-Mitglied)|Christian Wirth]] und [[Gottfried Schwarz (SS-Mitglied)|Gottfried Schwarz]], der Stellvertreter Wirths im [[Vernichtungslager Belzec]], auf dem deutschen [[Deutsche Kriegsgräberstätte Costermano|Soldatenfriedhof Costermano]] in der Provinz Verona bestattet. Aufgrund einer Weigerung des deutschen [[Generalkonsul]]s [[Manfred Steinkühler]] vor dem [[Volkstrauertag]] 1988, den ca. 22.000 dort begrabenen deutschen Soldaten die Ehre zu erweisen, wenn nicht die Gebeine der drei genannten SS-Leute aus dem Friedhof entfernt würden, wurden als Kompromiss die Namen der drei SS-Leute aus dem „Ehrenbuch“ des Friedhofs getilgt und ihre Dienstgrade auf den [[Grabstein]]en entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3596243645}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-10-039303-1.&lt;br /&gt;
* [[Eugen Kogon]], [[Hermann Langbein]], [[Adalbert Rückerl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-24353-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Hansjakob Stehle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.zeit.de/1991/46/in-ewiger-ruhe-das-ungeheuerliche&lt;br /&gt;
   |titel=In ewiger Ruhe das Ungeheuerliche&lt;br /&gt;
   |werk=Zeit vom 8. November 1991&lt;br /&gt;
   |abruf=2016-08-10}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=&lt;br /&gt;
   |url=https://www.nationalholocaustcentre.net/sobibor&lt;br /&gt;
   |titel=Sobibor&lt;br /&gt;
   |werk=nationalholocaustcentre.net&lt;br /&gt;
   |abruf=2016-08-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1283217325|VIAF=3947167931734829520001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichleitner, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerkommandant (Aktion Reinhardt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalpolizist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Sobibor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sonderabteilung Einsatz R)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Partisanenkrieg im Zweiten Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reichleitner, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reichleitner, Franz Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kriminalpolizist, SS-Führer und Täter des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Dezember 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ried im Traunkreis]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rijeka|Fiume]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jossi2</name></author>
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