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	<title>Franz Olah - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Spyridon am 3. Dezember 2025 um 19:13 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Olah in Bregenz (cropped).jpg|mini|Franz Olah als Innenminister (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Olah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1910]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand Glück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Laut [[Hans Weiss (Schriftsteller)|Hans Weiss]]/[[Krista Federspiel]] erfolgte die amtliche Namensänderung auf Olah erst 1951. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Wer?&amp;#039;&amp;#039; Kremayr und Scheriau, Wien 1988, ISBN 3-218-00475-6, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Wien]]; † [[4. September]] [[2009]] in [[Baden (Niederösterreich)|Baden]]) war ein [[österreich]]ischer [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]], ab 1965 [[Demokratische Fortschrittliche Partei|DFP]]) und Gewerkschaftsfunktionär. Er war von 1948 bis 1961 und 1962 bis 1966 Abgeordneter zum Nationalrat, von 1959 bis 1961 Zweiter Nationalratspräsident, von 1959 bis 1963 Präsident des [[Österreichischer Gewerkschaftsbund|Österreichischen Gewerkschaftsbundes]] (ÖGB) und von 1963 bis 1964 Innenminister Österreichs. Nach seinem Ausschluss aus der SPÖ gründete er 1965 die [[Demokratische Fortschrittliche Partei]], die er bis zu seinem Rückzug aus der Politik 1969 führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Olah wuchs in Wien, [[Ljubljana|Laibach]] und [[Budapest]] als Sohn eines Unteroffiziers auf. Er lernte bei [[Bösendorfer (Unternehmen)|Bösendorfer]] den Beruf des [[Klavierbauer]]s und trat 1926 der [[Sozialistische Jugend Österreich|Sozialistischen Jugend]] bei. Während der [[Weltwirtschaftskrise]] wurde er arbeitslos und widmete sich der [[Soziale Arbeit|Sozialarbeit]]. Er war Heimleiter der Aktionen &amp;#039;&amp;#039;Jugend in Not&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Jugend am Werk]]&amp;#039;&amp;#039;. 1929 wurde er politischer Vertrauensmann der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SDAP]] in Wien-[[Hernals]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Olah Buchenwald Arolsen Archives DocID6739848.jpg|mini|Anmeldeformular von Franz Olah als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Olah Buchenwald Arolsen Archives DocID6739852.jpg|mini|Olahs Gefangenenregistrierungskarte, ebenfalls aus Buchenwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Verbreitung sozialistischer Schriften verbüßte er 1933, 1935 und 1937 politische Freiheitsstrafen. Er war in diesen Jahren als Mitglied der Widerstandsgruppe [[Revolutionäre Sozialisten Österreichs]] (RSÖ) tätig und arbeitete im Untergrund für die [[Freie Gewerkschaften (Österreich)|Freien Gewerkschaften]]. So verhandelte er bis zuletzt mit der Regierung von [[Kurt Schuschnigg]], um eine gemeinsame Abwehr gegen die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] aufzustellen. 1938 wurde er nach dem [[Anschluss Österreichs|„Anschluss“ Österreichs]] von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet und mit dem sogenannten [[Prominententransport]] ins [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] gebracht. Am 27. September 1939 folgte seine Überstellung ins [[KZ Flossenbürg]], am 2. März 1940 seine Rücküberstellung ins KZ Dachau. Am 30. März 1944 wurde er in das [[KZ Buchenwald]] überstellt, von dort weiter ins [[KZ Mittelbau-Dora]], wo er 1945 befreit wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/der-erste-dachau-transport-aus-wien-1-april-1938/olah-franz |titel=Franz Olah |werk= |hrsg=Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstands |abruf=2025-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge in der Politik ===&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1948 und von 1969 bis 1970 war er Abgeordneter zum [[Wiener Landtag und Gemeinderat]]. 1949–1957 war er Vorsitzender der Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter. In dieser Position war er im Oktober und November 1950 führend an der Auflösung der [[Oktoberstreiks 1950|Oktoberstreiks]] kommunistischer Arbeiter beteiligt. Die Streikenden hatten u.&amp;amp;nbsp;a. Weichen der Wiener Straßenbahn mit Beton ausgegossen, um den Verkehr zu blockieren, und Rollkommandos in Betriebe entsandt, deren Arbeiter sich ihrem Streikaufruf nicht freiwillig anschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfangs spontane, später vielfach erzwungene Arbeitsniederlegung  wurde von [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] und SPÖ als [[Putsch]]versuch der [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] interpretiert; der ÖGB erklärte am 7. Oktober 1950: „Der Anschlag auf die Freiheit der österreichischen Arbeiter und Angestellten ist abgewehrt …“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Portisch]], [[Sepp Riff]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreich II]]: Der lange Weg zur Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1986, ISBN 3-218-00442-X, S. 434.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Tatsächlich stellte man sich damals in Ostösterreich und im [[Besetztes Nachkriegsösterreich#Besatzungssektoren in Wien|sowjetischen Sektor Wiens]] die Frage, ob die Rote Armee zu Gunsten der Streikenden eingreifen und ebenso wie die KPÖ eine Regierungsumbildung fordern werde. 2015 nahm der ÖGB-Bundesvorstand die Einschätzung zurück, bei den Streiks hätte es sich um einen Putschversuch gehandelt, und rehabilitierte die ausgeschlossenen Gewerkschaftsmitglieder und Funktionäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000035538307/spaete-gerechtigkeit-fuer-die-streikopfer |titel=Späte Gerechtigkeit für die Streikopfer |sprache=de |abruf=2024-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Autengruber]], Manfred Murgrauer |Titel=Oktoberstreik |Hrsg=ÖGB Verlag |ISBN=978-3-99046-279-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Forderung nach einer Regierungsumbildung wurde jedoch nicht umgesetzt. Die der ÖVP-SPÖ-Regierung gegenüber loyalen Gewerkschafter behielten die Oberhand. Olah rüstete Aktivisten aus seiner Bauarbeitergewerkschaft mit Schlagstöcken aus, lieh bei Unternehmern Lastautos aus und trat den kommunistischen Rollkommandos auch im sowjetischen Sektor Wiens schlagkräftig entgegen, während die Polizei hier nach Anweisung der Besatzungsmacht nicht einschreiten durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Portisch, Sepp Riff: &amp;#039;&amp;#039;Österreich II: Der lange Weg zur Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1986, ISBN 3-218-00442-X, S. 414–438.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kommunisten hatten mittlerweile aus Moskau erfahren, dass die Sowjetunion mitten im [[Koreakrieg]] keinen Unruheherd in Österreich haben wollte, und gaben letztlich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehre aus den Ereignissen im Oktober 1950 verstärkte Olah daraufhin mit Unterstützung der [[Central Intelligence Agency|CIA]], die nicht direkt in Erscheinung trat, und mit Wissen weniger westalliierter und österreichischer Entscheidungsträger die bereits 1947 gegründete, geheime paramilitärische Organisation „[[Österreichischer Wander-, Sport- und Geselligkeitsverein]]“, um für etwaige zukünftige kommunistische Bedrohungen besser gerüstet zu sein. Sie wurde – ebenso unauffällig, wie sie bestanden hatte – Anfang der sechziger Jahre  aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Portisch, Sepp Riff: &amp;#039;&amp;#039;Österreich II: Der lange Weg zur Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1986, ISBN 3-218-00442-X, S. 441 f., Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Olahs geheime Waffenlager&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1955 wurde Olah Vizepräsident des ÖGB, von 1959 bis 1963 war er dessen Präsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Illegale Medienfinanzierung ===&lt;br /&gt;
Olah gab 1959 der &amp;#039;&amp;#039;[[Kronen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; mit Gewerkschaftsgeldern geheime finanzielle Starthilfe und empfahl dem Gründer [[Hans Dichand]] zunächst seinen Freund, den Großkaufmann [[Ferdinand Karpik]], dann den Werbefachmann [[Kurt Falk]] als Partner. In dieser Zeit hatten so genannte „unabhängige“ Zeitungen die Parteiblätter &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichisches Volksblatt|Volksblatt]]&amp;#039;&amp;#039; (ÖVP), &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; (SPÖ) und &amp;#039;&amp;#039;[[Volksstimme (Österreich)|Volksstimme]]&amp;#039;&amp;#039; (KPÖ) in der Verbreitung bereits weit überholt. „Unabhängig“ bedeutete damals aber SPÖ-kritisch. Olah trachtete, mit seiner Starthilfe ein SPÖ-freundliches Massenblatt zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich und aus den gleichen Motiven ging er bei der Finanzierung der Tageszeitung [[Express (österreichische Zeitung)|Express]] vor. In dieser Causa wurde er 1969, nachdem er bei seiner Partei in Ungnade gefallen war, wegen widmungswidriger und eigenmächtiger Verwendung von Gewerkschaftsgeldern zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolge und Misserfolge ===&lt;br /&gt;
Olah legte 1961 mit dem am 28. Dezember geschlossenen geheimen &amp;#039;&amp;#039;Raab-Olah-Abkommen&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Helmut Konrad]] |url=https://hdgoe.at/sozialpartnerschaft |titel=1961: Sozialpartnerschaft und Raab-Olah-Abkommen |hrsg=[[Haus der Geschichte Österreich]] |abruf=2025-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Partnerschaftsvertrag zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, den Grundstein für die Institutionalisierung der österreichischen [[Sozialpartnerschaft]]. In den 1960er Jahren war der machtbewusste Pragmatiker Franz Olah vor allem innerparteilicher Gegner des stärker ideologisch orientierten [[Christian Broda]]. Man bezeichnete die beiden Politiker bald als Erzfeinde. Der von [[Norbert Leser]] als „Männerheld“ im Sinne [[Hans Blüher]]s charakterisierte Olah war auch bei der Frauenorganisation der SPÖ unbeliebt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Leser]]: &amp;#039;&amp;#039;Anton Benya und Franz Olah – eine idealtypische Konfrontation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3/2012, S. 43 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1963 wurde Olah [[Bundesministerium für Inneres|Innenminister]]. Dieses Amt bekleidete er jedoch nur ein Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sturz ===&lt;br /&gt;
1964 kam Olah unter starke innerparteiliche Kritik. Grund dafür war eine Finanzspritze in der Höhe von einer Million [[Österreichischer Schilling|Schilling]] an die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]]. Auch dieses Geld stammte aus Gewerkschaftskassen. Es wird vermutet, dass Olah damit die Weichen in Richtung einer kleinen Koalition zwischen SPÖ und FPÖ stellen wollte. Die Mehrheit in der SPÖ trug diese Linie jedoch nicht mit. Ihr schien Olah zu sehr auf persönliche Macht bedacht. Unter anderem meinte Christian Broda, Olah wolle die SPÖ zu einer „Führerpartei“ machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lechner: &amp;#039;&amp;#039;„...Jener, dessen Namen unter den Lebenden nicht genannt werden mag“. Der „Fall Olah“ – Ein Megaskandal der Zweiten Republik?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Gehler]], [[Hubert Sickinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Affären und Skandale in Österreich. Von Mayerling bis Waldheim.&amp;#039;&amp;#039; Kulturverlag Thaur, Wien/München 1996, ISBN 3-85400-005-7, S. 419–436, hier S. 432.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man verdächtigte den Innenminister auch, mit Geheimakten über politische Gegner zu operieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alle tatsächlichen und vermuteten Geheimaktionen Olahs reagierte die SPÖ mit dem Ausschluss, obwohl Olah viele Anhänger hatte, die vor der Parteizentrale für ihn demonstrierten. Als formaler Grund für den Parteiausschluss wurde „Mitarbeit an nichtsozialistischen Presserzeugnissen“ genannt – Olah hatte der Tageszeitung [[Die Presse]] ein Interview gegeben, in dem er heftige Worte für innerparteiliche Gegner fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Klenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die österreichischen Gewerkschaften. Vergangenheit und Gegenwartsprobleme.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Verlag des ÖGB, Wien 1979, ISBN 3-7035-0223-1, S. 2452.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass Olahs Widersacher im Machtkampf den Wiener Psychiater [[Hans Hoff (Mediziner)|Hans Hoff]] beauftragt hatten, ein Gutachten über Olah zu erstellen, wobei der Arzt zum Schluss kam, dass der Innenminister [[Schizophrenie|schizophren]] und daher unzurechnungsfähig sei. Im Interview mit der „Presse“ bezichtigte er seine Gegner wegen dieser Vorgehensweise des [[Stalinismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175577.html &amp;#039;&amp;#039;Oh la la.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel]] 40/1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olah als Parteigründer ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ausschluss aus der SPÖ gründete Olah 1965 die [[Demokratische Fortschrittliche Partei]] (DFP). Diese populistische Partei erhielt bei der [[Nationalratswahl in Österreich 1966|Nationalratswahl]] 1966 etwas mehr als 3 Prozent der Stimmen, errang aber kein [[Mandat (Politik)|Mandat]] für den Einzug ins Parlament. Das Antreten der Partei war somit entscheidend für die [[Mehrheit|absolute Mandatsmehrheit]] der ÖVP bei einem Wählerstimmenanteil von lediglich 48,35 Prozent. Die Olah-Stimmen dürften größtenteils von bisherigen SPÖ-Wählern gekommen sein und verstärkten so die Niederlage der SPÖ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 konnte die DFP, die ausschließlich von Olahs Ruf lebte, drei Mandate bei der Wiener Gemeinderatswahl erringen. Olah selbst, beschuldigt aber noch nicht verurteilt, wurde, da er sich weigerte freiwillig zu gehen, im Auftrag von Bürgermeister [[Bruno Marek]] von [[Rathauswache|Rathauswächtern]] aus einer Gemeinderatssitzung hinausgetragen. Die Bestimmungen für den Wiener Gemeinderat sahen nämlich das Ruhen des Mandats bereits von der Einleitung eines Strafverfahrens an gegen den Mandatar vor. Olah rief den [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] an, der diese Aktion und die ihr zu Grunde liegenden Bestimmungen später für verfassungswidrig erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Wahlperiode war die DFP nicht mehr im Wiener Gemeinderat vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Verurteilung zog sich Franz Olah aus dem politischen Leben zurück. Später war er als [[Zeitzeuge]] für die Entwicklung Österreichs seit der Ersten Republik gefragt. Die SPÖ schloss letztlich ihren Frieden mit ihm; Olah wurde zu diversen Republikjubiläen als Ehrengast eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olah starb am 4. September 2009 in Baden und wurde am 25. September auf dem dortigen Stadtpfarrfriedhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
2005 zeichnete ihn der sozialdemokratische Bundespräsident [[Heinz Fischer]] auf Vorschlag der schwarz-blauen Bundesregierung unter [[Wolfgang Schüssel]] anlässlich seines 95. Geburtstags mit dem [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20050329_OTS0137&amp;amp;ch=politik &amp;#039;&amp;#039;Schüssel zu Olah: Sein Eingreifen hat Österreich gerettet.&amp;#039;&amp;#039;] [[APA-OTS]], abgerufen am 27. Juli 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; 2005 erhielt er auch das [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien|Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien mit dem Stern]] und 2008 die [[Julius-Raab-Medaille]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090925_OTS0062/wirtschaftsbund-letzte-oeffentliche-ehrung-fuer-franz-olah-war-verleihung-der-julius-raab-medaille OTS-Presseaussendung 0062] vom 25. September 2009/10:10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Weiss (Schriftsteller)|Hans Weiss]], [[Krista Federspiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer?&amp;#039;&amp;#039; Kremayr und Scheriau, Wien 1988, ISBN 3-218-00475-6, S. 137 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118937308}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|1106}}&lt;br /&gt;
* {{Rwien|seite/olah-franz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.historisch.apa.at/cms/apa-historisch/dossier.html?dossierID=AHD_19640918_AHD0001 &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Olah&amp;#039;&amp;#039;] auf historisch.apa.at&lt;br /&gt;
* {{ Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=4664&amp;amp;alias=wzo&amp;amp;cob=427276 | wayback=20090912071934 | text=&amp;#039;&amp;#039;Harmlos war ich ganz sicher nicht.&amp;#039;&amp;#039;}} Interview mit Franz Olah. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Juli 2009&lt;br /&gt;
* [http://www.orf.at/090904-42194/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2F090904-42194%2F42195txt_story.html &amp;#039;&amp;#039;Geburtshelfer für „Kronen Zeitung“&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.mediathek.at/trefferliste/searchword/czoxMDoiRnJhbnogT2xhaCI7/ Archivaufnahmen mit und über Franz Olah] im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]] (Reden, Parlamentsdebatten, Radiobeiträge)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (Baden, Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Olah, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Glück, Franz Ferdinand (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Gewerkschafter und Politiker (SPÖ), Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. September 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Baden (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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