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	<title>Franz Nissl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Nissl&amp;diff=352459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Harvey Kneeslapper am 31. Oktober 2023 um 18:23 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-31T18:23:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Neurologen und Psychiater Franz Nissl. &lt;br /&gt;
* Zu dem Industriellen siehe [[Franz Nissl (Elektrotechniker)]].&lt;br /&gt;
* Zu dem Bildhauer siehe [[Franz Xaver Nißl]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Nissl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. September]] [[1860]] in [[Frankenthal (Pfalz)]]; † [[11. August]] [[1919]] in [[München]]) war ein deutscher [[Psychiater]] und [[Neuropathologie|Neuropathologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt geworden ist Nissl durch seine [[Histologische Technik|histopathologischen]] Hirnstudien, bei denen er 1894 die sogenannten [[Nissl-Schollen]] und die [[Nissl-Färbung]] entdeckte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait of Franz Nissl.jpg|mini|hochkant|Franz Nissl]]&lt;br /&gt;
[[File:Grab Franz Nissl.jpg|thumb|Das Grab von Franz Nissl auf dem [[Waldfriedhof (München)]]]]&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Franz Nissl, Sohn eines katholischen Lateinlehrers, studierte entgegen dem Wunsch seines Vaters nicht Theologie, sondern Medizin in München.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara I. Tshisuaka: &amp;#039;&amp;#039;Nissl, Franz.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 1054.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Medizinstudium und Promotion im Jahre 1885 begann Nissl seine psychiatrische Ausbildung als Assistent an der Kreisirrenanstalt München bei [[Bernhard von Gudden]], dem Leibarzt [[Ludwig II. (Bayern)|Königs Ludwig II. von Bayern]], mit dem von Gudden 1886 im oder am [[Starnberger See]] umkam. Nissl war zudem Arzt von Prinz [[Otto (Bayern)|Otto von Bayern]] auf [[Schloss Fürstenried]].&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara I. Tshisuaka: &amp;#039;&amp;#039;Nissl, Franz.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 1054.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1888/89 arbeitete er an der Anstalt für psychisch Kranke (Karl-Friedrichs-Hospital) in [[Blankenhain]] bei Weimar in Thüringen. Ab 1889 war Nissl Oberarzt an der Städtischen Irrenanstalt in [[Frankfurt am Main]], wo er [[Ludwig Edinger]] sowie [[Carl Weigert]] kennenlernte&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara I. Tshisuaka: &amp;#039;&amp;#039;Nissl, Franz.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 1054.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Alois Alzheimer]] unter ihm arbeitete. 1895 wechselte Nissl nach [[Heidelberg]] zu [[Emil Kraepelin]] an die [[Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg|Psychiatrische Universitätsklinik]], an der er dann 23 Jahre lang tätig sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 habilitierte er sich bei Kraepelin, wurde 1901 zum außerordentlichen Professor ernannt und 1904 Kraepelins indirekter Nachfolger als Direktor der mittlerweile weltberühmt gewordenen Klinik, nachdem der zunächst berufene [[Karl Bonhoeffer]] nach wenigen Monaten die Klinikleitung wieder aufgegeben hatte. Nissls Wirken in Heidelberg zeichnete sich vor allem durch glückliche Personalentscheidungen aus, von denen die für [[Karl Jaspers]] herausragt. Krankheitsbedingt gab Nissl 1918 seinen Lehrstuhl auf und war bis zu seinem Tod noch kurz Abteilungsleiter an der von Emil Kraepelin in München gegründeten [[Max-Planck-Institut für Psychiatrie|Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie]]. Seit ihrer Gründung war er Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url=http://www.haw.uni-heidelberg.de/akademie/member.en.html?id=548| titel=Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung im Jahr 1909&lt;br /&gt;
| titelerg=Franz Nissl| hrsg=Heidelberger Akademie der Wissenschaften| zugriff=2016-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Franz Nissl befindet sich auf dem [[Waldfriedhof (München)|Münchner Waldfriedhof]] (Grabnr. 119-W-21).&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Schiermeier, Waldfriedhof München, Übersichtsplan der Grabmäler, 2021, ISBN  978-3-948974-07-7 [https://www.stadtatlas-muenchen.de/shopdb1f8b85/Waldfriedhof-Munchen-p404985599 Titel auf Verlagsseite]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
Als ordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg promovierte oder habilitierte Nissl u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Persönlichkeiten:&lt;br /&gt;
* [[Karl Wilmanns (Mediziner)|Karl Wilmanns]]: 1906 Habilitation mit einer schon unter Kraepelin begonnenen Studie &amp;#039;&amp;#039;Zur Psychopathologie des Landstreichers&amp;#039;&amp;#039; – 1918 wurde Wilmanns Nissls Nachfolger.&lt;br /&gt;
* [[Karl Jaspers]]: Promotion am 8. Dezember 1908 mit seiner Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Heimweh und Verbrechen&amp;#039;&amp;#039; – 1913 habilitierte er sich mit Nissls Hilfe sowie der von [[Max Weber]] mit seiner bekannten, während seiner Zeit als Volontärsarzt bei Nissl erarbeiteten &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinen Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039; für Psychologie in der Philosophischen Fakultät, an der er 1921 in der Nachfolge von [[Wilhelm Windelband]] einen Lehrstuhl für [[Philosophie]] erhielt;&lt;br /&gt;
* [[Otto Meyerhof]]: Promotion im Dezember 1909 mit dem &amp;#039;&amp;#039;III.Teil: Die Psychologie des Wahns&amp;#039;&amp;#039; seiner grundlagentheoretischen &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur psychologischen Theorie der Geistesstörungen.&amp;#039;&amp;#039; – dreizehn Jahre später erhielt Meyerhof wegen seiner bahnbrechenden Arbeiten zur Biochemie des Zellstoffwechsels den [[Nobelpreis für Medizin]], ohne jemals seine philosophischen Interessen aufzugeben, die er als Freund des Philosophen [[Leonard Nelson]] mit seinem Kommilitonen&lt;br /&gt;
* [[Arthur Kronfeld]] teilte, den Nissl fast zur gleichen Zeit am 7. Dezember 1909 mit einem &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zum Studium der Wassermannschen Reaktion und ihrer diagnostischen Anwendung in der Psychiatrie. I. Zur Methodik und Theorie der Reaktion&amp;#039;&amp;#039; promovierte sowie dann von 1910 bis 1913 zunächst als Assistenz- und dann wie Jaspers als Volontärarzt beschäftigte – 1912 erarbeitete Kronfeld an seiner Klinik die erste systematische Gesamtdarstellung und (von ihm schon so genannte) „wissenschaftstheoretische“ Untersuchung der &amp;#039;&amp;#039;psychologischen Theorien [[Sigmund Freud|Freuds]] und verwandter Anschauungen&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
* [[Hans Walter Gruhle]]: Habilitation am 3. März 1913 für &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie und medizinische Psychologie&amp;#039;&amp;#039; mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmungsverfälschungen&amp;#039;&amp;#039; – promoviert hatte Gruhle, der seit 5. Mai 1905 bei Nissl arbeitete, im Januar 1907 an der Universität München mit einer 1904 dort bei Emil Kraepelin begonnenen Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Ergographischen Studien&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Veränderungen der Ganglienzellen am Facialiskern des Kaninchens nach Ausreissung der Nerven.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, 1892, S. 197 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber eine neue Untersuchungsmethode des Centralorgans speciell zur Feststellung der Localisation der Nervenzellen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neurologisches Zentralblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, 1894, S. 507 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die [[Neuronenlehre]] und ihre Anhänger. Ein Beitrag zur Lösung des Problems der Beziehungen zwischen Nervenzelle, Faser und Grau.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Histopathologie der paralytischen Rindenerkrankung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Histologische und histopathologische Arbeiten über die Grosshirnrinde mit besonderer Berücksichtigung der pathologischen Anatomie der Geisteskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 (1904), S. 315–494 ([https://archive.org/stream/b21909441_0001#page/314/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* (Hrsg., teilweise mit [[Alois Alzheimer]]) &amp;#039;&amp;#039;Histologische und histopathologische Arbeiten über die Grosshirnrinde.&amp;#039;&amp;#039; 7 Bände. Fischer, Jena 1904–1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Spatz]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 87 (1929), S. 123 ff. (Werkverzeichnis).&lt;br /&gt;
* Hugo Spatz. In: [[Kurt Kolle]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Große Nervenärzte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Thieme, Stuttgart 1959, S. 13–31 (Porträt).&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|290|291|Nissl, Franz|August W. Holldorf|117023159}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Jaspers]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Autobiographie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Serie Piper.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 150). Erweiterte Neuausgabe, 2. Auflage. Piper, München 1984, ISBN 3-492-00450-4, S. 17–31.&lt;br /&gt;
* Barbara I. Tshisuaka: &amp;#039;&amp;#039;Nissl, Franz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1054.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Hans Dieter Mennel: [http://www.dgnn.de/de/geschichte/profmennel.php?topload=1 &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß zur Geschichte der Neuropathologie&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117023159|titel=Nissl, Franz|datum=2020-03-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2) Mitteilung des Stadtarchivs München vom 14. Februar 1027&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117023159|LCCN=nr/00/35038|VIAF=45069809}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nissl, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankenthal (Pfalz))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nissl, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Neurologe und Psychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. September 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankenthal (Pfalz)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. August 1919&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Harvey Kneeslapper</name></author>
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