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	<title>Franz Martin Pelzel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:27:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Martin_Pelzel&amp;diff=807375&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Signaturen im Darkmode invertiert darstellen, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Dateieinbindungen: deutsche Schlüsselworte, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN), Kategorien umsortiert</title>
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		<updated>2024-07-30T15:38:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Signaturen im Darkmode invertiert darstellen, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Dateieinbindungen: deutsche Schlüsselworte, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN), Kategorien umsortiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:František Martin Pelc.jpg|mini|Bildnis um 1780 [[Datei:Signatur Franz Martin Pelzel.PNG|rahmenlos|zentriert|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FranzMartinPelzel1784.jpg|mini|Fr. Martinus Pelzel, Stich von Johann Berka (1784)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Martin Pelzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{csS|&amp;#039;&amp;#039;František Martin Pelcl&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[11. November]] [[1734]] in [[Rychnov nad Kněžnou|Reichenau an der Knieschna]]; † [[24. Februar]] [[1801]] in [[Prag]]) war ein [[Böhmen|böhmischer]] Historiker, Slawist und Autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Franz Martin Pelzel war ein Bruder von [[Josef Bernhard Pelzel]], seit dem 15. Januar 1804 Edler von Pelzeln (* 1745 in Reichenau an der Knieschna; † 23. September 1809 in Wien), Sekretär [[Johann Ludwig von Cobenzl|Johann Ludwigs von Cobenzl]], später kaiserlicher Beamter, zuletzt Expeditor (Qualitäts- und Terminkontrolleur) am Zollamt in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Siebmacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wappen des böhmischen Adels&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;J. Siebmacher’s grosses Wappenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 30). Bauer und Raspe, Neustadt an der Aisch 1979, ISBN 3-87947-030-8 (Nachdruck der Ausgabe 1886), S. 20, Wappentafel 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adelsgeschlechter, der adeligen Häuser (Brünner Taschenbuch).&amp;#039;&amp;#039; 2. Jg. 1877; 5. Jg. 1880; 9. Jg. 1884; 12. Jg. 1887; 16. Jg. 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pelzel studierte an der [[Karls-Universität Prag]] Theologie und Rechtswissenschaften; 1757 setzte er das Studium mit Geschichte und Sprachwissenschaften an der [[Universität Wien]] fort. Von 1761 bis 1769 arbeitete er als [[Hofmeister]] bei den Grafen [[Sternberg (böhmisches Adelsgeschlecht)|Sternberg]] und war danach Erzieher, Bibliothekar und Archivar bei den Grafen [[Nostitz (Adelsgeschlecht)|Nostitz]]. Nach 1773 lehrte er in Wien [[Tschechische Sprache]] und Geschichte. 1793 ging er nach Prag als Professor des neu eingerichteten Studiengangs der böhmischen (tschechischen) Sprache und [[Tschechische Literatur|Literatur]] an der Karls-Universität Prag. Diese Ernennung brachte ihm ein hohes Ansehen bei den tschechischen Intellektuellen ein. Er war von 1775 bis 1799 führend in der [[Gelehrte Gesellschaft (Prag)|Böhmischen Gelehrten Privatgesellschaft]], danach Mitglied der Nachfolgeorganisation [[Königliche böhmische Gesellschaft der Wissenschaften|Königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften]], die im Sinn einer zeitgenössischen Akademiebewegung neuere Forschungsrichtungen beachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit Mitgliedern der [[Tschechien#Nationale Wiedergeburt der Tschechen|Nationalen Wiedergeburt der Tschechen]] bekannt und befreundet, so mit [[Josef Dobrovský]] und [[Václav Matěj Kramérius]], mit denen er zusammenarbeitete und deren Schriften er redigierte. In den 1770ern nahm er gemeinsam mit [[Nikolaus Adaukt Voigt]] aktiv am politischen Geschehen des [[Josephinismus]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pelcl Rychnov.jpg|mini|hochkant|Gedenkstein für Franz Martin Pelzel in seinem Geburtsort]]&lt;br /&gt;
Die meisten seiner zahlreichen Bücher verfasste Pelzel in deutscher Sprache. Sie befassten sich fast ausschließlich mit böhmischer Geschichte, Sprache und Literatur. In den 1780er-Jahren veröffentlichte er Monographien über [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]], [[Wenzel (HRR)|Wenzel IV.]] und ein Lexikon über Angehörige des Ordens der [[Jesuiten]], die sich als Wissenschaftler hervorgetan hatten, weiterhin ein Werk über tschechische Schriftsteller und ein Geschichtsbuch über die Deutschen in Böhmen und deren Sprache. Von 1791 bis 1795 brachte er historische Abhandlungen über die &amp;#039;&amp;#039;Neue böhmische Chronik&amp;#039;&amp;#039; heraus, verfasst in deutscher Sprache, sein wichtigstes Werk. Als Historiker führte er Gedankengut des [[Gelasius Dobner]]s weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beachtete dabei als erster Historiker in Europa die [[Deutsche Ostsiedlung]] des Mittelalters (1790). Er suchte die nationalen Gegensätze in den böhmischen Ländern in ihrem Ursprung zu erfassen, wollte ihre Fortwirkung zugleich durch Landespatriotismus überwinden. Seine Ansichten beeinflussten das 19. Jahrhundert nachhaltig, ebenso wie seine Beurteilungen der böhmischen Geschichte unter Karl IV., wurden aber vom erwachenden Selbstbewusstsein des tschechischen Volkes abgelöst und verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kurzgefasste Geschichte der Böhmen von den ältesten bis auf die itzigen Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; St. Clemens, Prag 1774; 2. Auflage: Hagen, Prag 1779.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abbildungen böhmischer und mährischer Gelehrten und Künstler, nebst kurzen Nachrichten von ihren Leben und Werken&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände. Prag 1773–1782 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11093502 Band 3], [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11093503 Band 4]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Karl der Vierte, König in Böhmen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Hagen, Prag 1780/1781.&lt;br /&gt;
* mit [[Josef Dobrovský]]: &amp;#039;&amp;#039;Scriptores rerum Bohemicarum e bibliotheca ecclesiae metropolitanae Pragensis.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Prag 1783–1829 (Die wichtigste Quelle dieser Edition war die [[Chronica Boemorum]].).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Boehmische, Maehrische und Schlesische Gelehrte und Schriftsteller aus dem Orden der Jesuiten.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Prag 1786 ([https://reader.digitale-sammlungen.de//resolve/display/bsb10919518.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichte des Römischen und Böhmischen Königs Wenceslaus.&amp;#039;&amp;#039; Schönfeld-Meißner, Prag 1791.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[František Palacký]]: &amp;#039;&amp;#039;Würdigung der alten böhmischen Geschichtschreiber.&amp;#039;&amp;#039; Borrosch, Prag 1830, S. XXII ([https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10010821_00024.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Pelzel, Franz Martin|21|444|448|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|25|341|343|Pelzel, Franz Martin|[[Johann Loserth]]|ADB:Pelzel, Franz Martin}}&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Seibt]], [[Hans Lemberg]] und Helmut Slapnicka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-55973-7, S. [https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb00090507/bsb:BV012923444?page=182 168]-[https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb00090507/bsb:BV012923444?page=183 169] (Kurzbiographien: Franz Martin Pelzel; Josef Bernhard Pelzel Edler von Pelzeln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|František Martin Pelcl|Franz Martin Pelzel|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11879020X}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11879020X}}&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jk01092429}}&lt;br /&gt;
* im Internet Archive&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Franz+Martin+Pelzel%22 Franz Martin Pelzel]&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Franti%C5%A1ek+Martin+Pelcl%22 František Martin Pelcl]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11879020X|LCCN=n81136857|VIAF=67261781}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pelzel, Franz Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bohemist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1734]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1801]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pelzel, Franz Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pelcl, František Martin (tschechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=böhmischer Historiker und Slawist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1734&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rychnov nad Kněžnou|Reichenau an der Knieschna]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Februar 1801&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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