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	<title>Franz Ludwig Gehe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T01:42:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Ludwig_Gehe&amp;diff=1473647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: +</title>
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		<updated>2026-01-25T21:35:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df hauptkatalog 0287051 Franz Ludwig Gehe.jpg|mini|hochkant|Franz Ludwig Gehe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Ludwig Gehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1810]] in [[Merkwitz (Oschatz)|Merkwitz]] bei [[Oschatz]]; † [[22. Juni]] [[1882]] in [[Dresden]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stadtarchiv Dresden]], Standesamt Dresden III, Sterberegister Januar–Juni 1882, Nr. 792.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] chemisch-pharmazeutischer [[Unternehmer]], [[Politiker]] und [[Philanthropie|Philanthrop]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gehe wurde als Sohn des Pastors von [[Altoschatz]] geboren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Hoffmann-Reicker |Titel=Der geänderte Canalettoblick |TitelErg=Gründerzeit in Dresden |Verlag=edition Sächsische Zeitung SAXO&amp;#039;Phon GmbH |Ort=Dresden |Datum=2013-07 |ISBN=978-3943444063 |Seiten=67–78}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wuchs in einem ländlichen Umfeld auf. Beide Eltern starben 1814 an einer Nervenepidemie. Gehes Onkel mütterlicherseits, der Hofrat Gottfried Winckler (1767–1856), übernahm die Vormundschaft des Vierjährigen. Gehe durfte das Privatgymnasium von Christian F. Krause in Dresden-Neustadt besuchen. Der Schwerpunkt der Bildung lag auf Fremdsprachen und modernem naturwissenschaftlichem Unterricht, verbunden mit polytechnischem, berufsvorbereitendem Bildungsgang. Anschließend zog Gehe nach Leipzig, um von 1824 bis 1834 eine Apothekerlehre an der damals sehr bekannten Exportdrogenhandlung Brückner &amp;amp; [[Carl Lampe (Unternehmer)|Lampe]] zu absolvieren. Zehn Jahre Lehrzeit waren eine Vorschrift der Innung für jeden, der sich als Apotheker selbstständig machen wollte. Die Zeit des [[Novemberaufstand]]s 1830/31 erlebte Gehe als bewusster Demokrat. Er trat für die Unabhängigkeit Polens mit einer eigenen Verfassung ein und hatte polnische Freunde. Er pflegte ebenfalls enge Beziehungen zum Kreis um den Wirtschaftstheoretiker und Eisenbahn-Pionier [[Friedrich List]]. Am 10. Mai 1838 heiratete Gehe Henriette Karoline Rothe. Die Ehe blieb kinderlos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df hauptkatalog 0287049 Das alte Geschäftshaus Königstraße 1.jpg|mini|Geschäftshaus Königstraße 1]]&lt;br /&gt;
Gehes erster Versuch, einen Drogeriegroßhandel zu gründen, scheiterte daran, dass er keinen Kredit erhielt. Die Bank begründete dies damit, dass Dresden als Handelsplatz abseits der Verkehrswege liege. Mit Hilfe seines Stiefvaters&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt; gründete Gehe am 1. Mai 1835 die [[Celesio|Drogerie- und Farbwarenhandlung Gehe &amp;amp; Comp.]] in Dresden. Zuvor hatte der Drogenhandel die für Apotheker notwendigen Rohstoffe unverändert verkauft. Gehe wollte die Ausgangsstoffe gereinigt, verfeinert und sortimentsgerecht weiterverkaufen. Noch im Jahr der Gründung lieferte Gehe in verschiedene europäische Städte und stellte einen Handlungsreisenden ein. Der Dresdner Maschinenbau lieferte die zum Bearbeiten, Reinigen, Zerkleinern und Veredeln notwendigen Maschinen. Diese maschinelle Bearbeitung brachte eine bedeutende Verbilligung der Arzneiwaren und eine wesentliche Verbesserung der Ausgangsstoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt; 1846 bezog die Firma ihre ersten eigenen Geschäftsräume in der [[Königstraße (Dresden)|Dresdner Königstraße]] 1. Dort blieb die Großhandelsfirma bis 1908.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 trat mit Gehes Neffen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt;, dem Apotheker und Chemiker [[Rudolph August Luboldt]] (1831–1894), sein späterer Nachfolger in das Unternehmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df hauptkatalog 0287053 Alte &amp;quot;Droguen-Appretur-Anstalt und Transito-Lager&amp;quot; 01.jpg|mini|Die Fabrik an der Leipziger Straße]]&lt;br /&gt;
1865 wurde der Grundstein für eine Fabrik an der [[Leipziger Straße (Dresden)|Leipziger Straße]] gelegt, mit direktem Gleisanschluss zum gegenüberliegenden [[Dresden Leipziger Bahnhof|Neustädter Güterbahnhof]] und eigenem [[Neustädter Hafen (Dresden)|Elbhafen]]. Im Folgejahr 1866 wurde dort die &amp;#039;&amp;#039;Drogen- und Appretur-Anstalt Gehe &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, aus der nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit [[Madaus]] das [[Arzneimittelwerk Dresden]] entstehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1842 wurde Gehe als Sekretär des Elbschiffahrtskomitees berufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt; Von 1842 bis 1851 war er stellvertretender Abgeordneter des Handels und Fabrikwesens in der II. Kammer des [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Sächsischen Landtags]], anschließend hatte er 1860 bis 1868 das volle Mandat im 1. Wahlbezirk.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Matzerath]]: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 2001, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seinem Tod [[Vermächtnis|vermachte]] Gehe der &amp;#039;&amp;#039;Commercial-Akademie&amp;#039;&amp;#039; 2 Millionen [[Mark (1871)|Mark]], daraus entstand im Jahr 1885 die &amp;#039;&amp;#039;Gehe-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;. Ziel der Stiftung war zum einen die „Ausbildung von Männern, welche sich im Dienst der Gemeinden [...] betätigen wollen“ und zum anderen die „Altersversorgung arbeitsunfähig gewordener Männer, die ihre Kräfte in verdienstvoller Weise dem öffentlichen Wohl gewidmet haben“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt; Die Stiftung bot in ihrem Wintersemester sechs Vorlesungen zu politischen Streitfragen an. 1902 erhielt sie den Rang einer Akademie. Sie ist die Gründungseinrichtung der [[Sächsische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Dresden|Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Ludwig Gehe.JPG|mini|hochkant|Franz Ludwig Gehes Grab auf dem St.-Pauli-Friedhof in Dresden]]&lt;br /&gt;
Franz Ludwig Gehe starb 1882 in Dresden an Magenkrebs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[St.-Pauli-Friedhof]] in Dresden, die Grabfiguren und die Büste Franz Ludwig Gehes schuf der Bildhauer [[Johannes Schilling]]. In der [[Leipziger Vorstadt]] trägt die Verbindungsstraße zwischen Erfurter Straße und Moritzburger Platz den Namen &amp;#039;&amp;#039;Gehestraße&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurden große Teile des Unternehmens bei den [[Luftangriffe auf Dresden|Luftangriffen auf Dresden]] zerstört. 1948 wurde die Firmenzentrale nach München verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Can&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Theodor Petermann: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ludwig Gehe und die Gehe-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; V. Zahn &amp;amp; Jaensch, Dresden 1896. ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-99589}})&lt;br /&gt;
* {{ADB|49|263|265|Gehe, Franz Ludwig|[[Hermann Arthur Lier]]|ADB:Gehe, Franz Ludwig}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|131||Gehe, Franz Ludwig|Walther Döring|136419178}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.celesio.com/ag-de/unternehmen/geschichte |wayback=20170713232225 |text=1. Mai 1835: Unternehmensgründung}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.chemie-radebeul.org/html/geschichte_awd.htm |wayback=20151210002101 |text=Geschichte der pharmazeutischen Fertigung in Radebeul}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136419178|VIAF=80765865}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gehe, Franz Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Pharmaindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gehe, Franz Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher chemisch-pharmazeutischer Großhandelskaufmann und Unternehmer, Politiker und Philanthrop&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Merkwitz bei [[Oschatz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Juni 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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