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	<title>Franz Linke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:07:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/259917846&quot; title=&quot;Spezial:Diff/259917846&quot;&gt;259917846&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Dreizung&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Dreizung&quot;&gt;Dreizung&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Linke 60.JPG|miniatur|Franz Linke]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wilhelm Franz Linke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Januar]] [[1878]] in [[Helmstedt]]; † [[23. März]] [[1944]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Geophysiker]] und [[Meteorologie|Meteorologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Linke war das älteste von drei Kindern des Helmstedter Landwirts August Linke (1842–1915) und dessen Ehefrau Margarete (1857–1947), geborene Hoepner. Nach dem Studium in Leipzig, München, Berlin und Göttingen wurde Linke 1900 Assistent [[Richard Börnstein]]s an der [[Landwirtschaftliche Hochschule Berlin|Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin]]. Schon zu dieser Zeit war er ein leidenschaftlicher Ballonfahrer. 1901 promovierte er bei [[Wilhelm von Bezold]] in [[Berlin]]. Der Titel seiner Dissertationsschrift lautete: &amp;#039;&amp;#039;Messungen elektrischer Potentialdifferenzen vermittels Kollektoren im Ballon und auf der Erde&amp;#039;&amp;#039;. Mit seinen luftelektrischen Messungen setzte Linke die Studien Börnsteins fort, die dieser während der [[Berliner wissenschaftliche Luftfahrten|wissenschaftlichen Luftfahrten]] des [[Verein zur Förderung der Luftschifffahrt|Berliner Vereins zur Förderung der Luftschifffahrt]] in den 1890er Jahren durchgeführt hatte. Am 1. Februar 1902 verunglückte Linke mit dem Ballon &amp;#039;&amp;#039;Berson&amp;#039;&amp;#039; bei einer Sturmlandung auf gefrorenem Boden, blieb aber fast unverletzt, während der Ballonführer [[Hans Bartsch von Sigsfeld]] den Tod fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Tätigkeit am Meteorologisch-Magnetischen Observatorium [[Potsdam]] wechselte Linke 1902 zu [[Emil Wiechert]] ans Geophysikalische Institut [[Göttingen]]. Hier beschäftigte er sich auch mit seismischen und erdmagnetischen Studien. 1905 wurde er zum Leiter des Deutschen [[Samoa-Observatorium]]s in [[Apia]] berufen. Er folgte in dieser Position [[Otto Tetens]], der das Observatorium seit 1902 aufgebaut hatte. Eine Reihe erdmagnetischer, seismischer und meteorologischer Arbeiten wurden von Linke in den &amp;#039;&amp;#039;Ergebnissen der Arbeiten des Samoa-Observatoriums&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von der [[Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften]], publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 kehrte Linke aus Samoa zurück und wurde Dozent beim [[Physikalischer Verein|Physikalischen Verein]] Frankfurt am Main. Er löste [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Kurt Wegener]] als Leiter des Meteorologischen Instituts ab, der im Austausch die Leitung des Samoa-Observatoriums übernahm. Linke leitete das Institut bis zu seinem Tod im Jahre 1944. Bereits 1906 hatte der Verein einen Freiballon für aerologische Untersuchungen angeschafft, mit dem Linke seine Ballonfahrten wieder aufnehmen konnte. 1908 war er Mitbegründer des [[Frankfurter Verein für Luftfahrt von 1908|Frankfurter Vereins für Luftfahrt]]. Während der [[ILA Frankfurt 1909|Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung (ILA)]] vom 10. Juli bis 17. Oktober 1909 in Frankfurt am Main organisierte Linke den ersten [[Flugwetterdienst]] der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 gelang es Linke, einen wesentlichen Ausbau des Meteorologischen Instituts zu initiieren. Zur Beobachtung des [[Halleyscher Komet|Halleyschen Kometen]] wurde eine vorläufige Beobachtungsstation im [[Taunus]] errichtet. Eine großzügige Stiftung ermöglichte anschließend den Bau eines ständigen aerologischen und geophysikalischen Observatoriums auf dem [[Kleiner Feldberg|Kleinen Feldberg]], das 1913 eingeweiht wurde. 1917 übernahm Linke die Leitung des zwischenzeitlich zur Heereswetterwarte umgewandelten Observatoriums, das um eine Drachenstation erweitert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ballonaufstiege nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] schwer zu finanzieren waren, konzentrierte Linke seine Forschungen auf das Gebiet der Sonnen- und Himmelsstrahlung, wo er und seine Mitarbeiter in der Folgezeiten bedeutende Erfolge erzielten. 1922 führte er den [[Trübungsfaktor]] T ein, der die Reinheit der [[Erdatmosphäre]] beschreibt und bis heute benutzt wird. Die Brauchbarkeit des Konzepts bewies er auf zwei Expeditionen nach [[Argentinien]] 1923 und zur Beobachtung der totalen [[Sonnenfinsternis]] 1927 nach [[Norwegen|Nordnorwegen]]. Linke führte 1928 eine Blauskala für die Abschätzung der Himmelsfärbung ein. Zur Strahlungsmessung erfand er das [[Aktinometer|Panzeraktinometer]] und das [[Pyranometer|Sternpyranometer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1920er Jahre wandte Linke sich verstärkt [[Biometeorologie|biometeorologischen]] Fragestellungen zu. Er klassifizierte verschiedene &amp;#039;&amp;#039;Luftkörper&amp;#039;&amp;#039; nach ihrer Herkunft und ihren thermischen und hygrischen Eigenschaften sowie ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus. Er beschäftigte sich mit dem [[Thermoregulation|Wärmehaushalt]] des menschlichen Körpers, wofür er am Institut eigens eine beheiz- und kühlbare ventilierte [[Klimakammer]] einrichten ließ. Weitere Themen waren das [[Wohnklima|Wohn-]] und das [[Kurort]]klima. 1934 gründete er mit [[Wilhelm Matthäus Schmidt]] die &amp;#039;&amp;#039;Bioklimatischen Beiblätter&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;[[Meteorologische Zeitschrift|Meteorologischen Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1934 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 forderte Linke in einer [[Denkschrift]] die Schaffung eines zentralen deutschen Wetterdienstes als notwendige Voraussetzung für einen regelmäßigen Luftverkehr. Zwei Jahre später wurde das [[Reichsamt für Wetterdienst]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. März 1944 starb Franz Linke nach einem Luftangriff der [[Alliierte]]n auf Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Linke war seit dem 13. Dezember 1912 verheiratet mit Maria Margarete Schaeidt (1886–1971), der Tochter eines Tabakfabrikanten in [[Trier]]. Das Paar hatte drei Kinder. Beide Söhne fielen 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied beim &amp;#039;&amp;#039;[[Verein Deutscher Studenten]] Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Lange (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten. Anschriftenbuch 1931.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1931, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://archive.org/stream/moderneluftschi00linkgoog#page/n8/mode/2up Moderne Luftschiffahrt]&amp;#039;&amp;#039;, A. Schall, Berlin 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN251726223_0003&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0099&amp;amp;LOGID=LOG_0099&amp;amp;PHYSID=PHYS_0424 Luftelektrische Messungen bei zwölf Ballonfahrten]&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen d. Königl. Ges. d. Wissensch. zu Göttingen (NF)&amp;#039;&amp;#039; 3(5), 1904, S. 1–90&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aeronautische Meteorologie&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, F. B. Auffarth, Frankfurt a. Main 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die meteorologische Ausbildung des Fliegers&amp;#039;&amp;#039;, R. Oldenbourg, München und Berlin 1913.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Transmissions-Koeffizient und Trübungsfaktor&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Phys. Atmos.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1922, S. 91–103.&lt;br /&gt;
* mit [[Karl Boda]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorschläge zur Berechnung des Trübungsgrades der Atmosphäre aus den Messungen der Intensität der Sonnenstrahlung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Meteorol. Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; 39, 1922, S. 161ff.&lt;br /&gt;
* mit J. Clößner: &amp;#039;&amp;#039;Der wetterkundliche Unterricht. Ein systematischer Lehrgang&amp;#039;&amp;#039;. M. Diesterweg, Frankfurt am Main 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meteorologisches Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände, Akad. Verlagsgesellschaft, Leipzig 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die physikalischen Grundlagen der Bioklimatologie&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Archives of Gynecology and Obstetrics&amp;#039;&amp;#039; 161, 1936, S. 307–316.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. Mügge und F. Möller: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Franz Linke&amp;#039;&amp;#039;, Meteorolog. Zeitschrift 61, 1944, 253–257.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Flohn|H. Flohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Linke (Nachruf)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Petermanns Geogr. Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 90, 1944, S. 247 ff.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|629|630|Linke, Franz|Karl Keil|117034835}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117034835}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117034835}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iris.edu/seismo/info/historical/Schweitzer2003.pdf Early German Contributions to Modern Seismology (mit Foto Franz Linkes)] (PDF-Datei; 7,36 MB)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117034835|titel=Linke, Karl Wilhelm Franz|datum=2019-10-14}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|3091|Linke, Franz}}&lt;br /&gt;
* {{Leopoldina|IDName=franz-linke|Name=Franz Linke|Datum=1. Mai 2022}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117034835|VIAF=67232603}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Linke, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im VVDSt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Helmstedt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Linke, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Linke, Karl Wilhelm Franz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Meteorologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Januar 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dreizung</name></author>
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