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	<title>Franz Liebhard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:51:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Liebhard&amp;diff=1806761&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: ISBN-Format, Dateigröße angepasst, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-02-01T21:34:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-Format, Dateigröße angepasst, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Liebhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juni]] [[1899]] in [[Timișoara|Temesvár]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[17. Dezember]] [[1989]] in [[Timișoara]], [[Sozialistische Republik Rumänien]]), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Liebhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war der Künstlername von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Róbert Reiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einem [[rumäniendeutsche]]n [[Dichter]] des [[Expressionismus]] und [[Dramaturg]]en. Er verfasste [[Gedicht]]e und [[Essay]]s in [[Deutsche Sprache|deutscher]] und [[Ungarische Sprache|ungarischer]] Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Liebhard wurde im damaligen Temesvár als Sohn einer [[Handwerk]]erfamilie geboren. Seinen Schulabschluss erhielt er am dortigen [[Nikolaus Lenau Lyzeum]]. Seine ersten schriftstellerischen Versuche machte Liebhard in ungarischer Sprache und benutzte dabei die [[Magyarisierung|magyarisierte]] Form seines Namens, Reiter Róbert. 1916 wurde die von ihm mitredigierte Schülerzeitung &amp;#039;&amp;#039;Holnap&amp;#039;&amp;#039; ({{DeS|&amp;#039;&amp;#039;Der Morgen&amp;#039;&amp;#039;}}) aufgrund eines Friedensappells vom Schuldirektor suspendiert. Das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Erdő&amp;#039;&amp;#039; ({{DeS|&amp;#039;&amp;#039;Wald&amp;#039;&amp;#039;}}) in [[Lajos Kassák]]s [[Avantgarde|avantgardistischer]] Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Ma&amp;#039;&amp;#039; ({{DeS|&amp;#039;&amp;#039;Heute&amp;#039;&amp;#039;}}) war 1917 seine erste Veröffentlichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr begann er ein [[Philologie]]studium in [[Budapest]]. Politisch wurde Liebhard auf der Seite der [[Sozialdemokratie|Sozialdemokraten]] aktiv. Er hielt Reden, schrieb linksorientierte Artikel, was ihm bei einem Generalstreik in Temesvár die Verhaftung und den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Reiter&amp;#039;&amp;#039; einbrachte. Nach der Zerschlagung der [[Ungarisch-Rumänischer Krieg#Proklamation der Räterepublik Ungarn| Räterepublik Ungarn]] ging Liebhard nach [[Wien]], mehr aus [[Solidarität]] zu der vor dem [[Weißer Terror|Weißen Terror]] flüchtenden politischen und künstlerischen Elite der ungarischen [[Kommunismus|Kommunisten]] als aus Notwendigkeit. Hier setzte er sein Studium fort und nahm an der Seite von Kassák aktiv am literarischen Leben der ungarischen Emigranten teil und dichtete weiterhin in ungarischer Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium kehrte er 1925 in das nach dem [[Vertrag von Trianon]] nun rumänische Timișoara zurück. Liebhard arbeitete dort in den Redaktionen der in ungarischer Sprache verfassten &amp;#039;&amp;#039;Munkáslap&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterzeitung&amp;#039;&amp;#039;) des &amp;#039;&amp;#039;Katholischen Arbeitervereins&amp;#039;&amp;#039; und der deutschsprachigen katholisch-konservativen [[Banater Deutsche Zeitung]] (BDZ). Er heiratete und wurde Vater von zwei Kindern. Seine Kontakte zur ungarischen Literaturszene brachen langsam ab und er begann vorwiegend in deutscher Sprache zu schreiben. In den 1930er Jahren war er als [[Publizist]] tätig und schrieb nur noch gelegentlich Gedichte. Er veröffentlichte Aufsätze wie &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunst im Banat&amp;#039;&amp;#039; in der Publikation &amp;#039;&amp;#039;Klingsor&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Klingsor 16&amp;#039;&amp;#039;, 1939, H. 10, Seiten 288–291&amp;lt;/ref&amp;gt; die gezielte politische Propaganda im Sinne des [[Nationalsozialismus]] verbreitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Böhm (Historiker)|Johann Böhm]]: [https://books.google.com.au/books?id=S8aJ3M2mWz8C&amp;amp;pg=PA42 &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Indoktrination der Deutschen in Rumänien 1932-1944&amp;#039;&amp;#039;.] Peter Lang, 2008, ISBN 3-631-57031-7, S.&amp;amp;nbsp;42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er weiterhin bei der Nachfolgepublikation der BDZ, der nationalsozialistischen &amp;#039;&amp;#039;Südostdeutschen Zeitung&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anno.onb.ac.at/info/bdz_info.htm &amp;#039;&amp;#039;Banater Deutsche Zeitung, 1925-1941&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Österreichische Nationalbibliothek]], 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; als [[Redakteur]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orientierung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Orientierung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4, Zürich 1992, S.&amp;amp;nbsp;42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er mit etwa 70.000 anderen [[Rumäniendeutsche]]n für drei Jahre [[Verschleppung von Rumäniendeutschen in die Sowjetunion|zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt]]. Nach seiner Rückkehr entstanden in den folgenden 25 Jahren zehn Lyrik- und Essaybände, darunter auch zahlreiche Oden an [[Josef Stalin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orientierung&amp;quot; /&amp;gt; Freunde übersetzten seine Arbeiten in die rumänische und ungarische Sprache. Seine sozialistische Aufbaulyrik der 1950er Jahre war plakativ und einfach. In der relativ kleinen [[Rumäniendeutsche Literatur|rumäniendeutschen Literatur]] nahm Liebhard eine Vermittlerrolle zwischen den [[Marxismus|Marxisten]] und der „Opposition“ ein,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu die Einordnung Liebhards in das literarische Leben Rumäniens der 1950er Jahre von [[Peter Motzan]] und [[Stefan Sienerth]] in: &amp;#039;&amp;#039;Worte als Gefahr und Gefährdung - Fünf deutsche Schriftsteller vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Peter Motzan und Stefan Sienerth in Verbund mit Andreas Heuberger, München 1993, S.&amp;amp;nbsp;56.&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch galt er als systemnah. Sein Huldigungsgedicht  &amp;#039;&amp;#039;Ein Begriff&amp;#039;&amp;#039; – eine Hommage auf [[Nicolae Ceaușescu]] – wurde mehrfach an prominenter Stelle in rumänischen Propagandabüchern publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Omagiu Tovarășului Nicolae Ceaușescu&amp;#039;&amp;#039;, Editura Politică, Bukarest 1973; &amp;#039;&amp;#039;Ehrung des Präsidenten Ceaușescu&amp;#039;&amp;#039;, Kriterion Verlag, Bukarest 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Zeilen dieses Gedichtes: &amp;#039;&amp;#039;Ceaușescu, Partei und Vaterland&amp;#039;&amp;#039; waren der Titel eines Sammelbandes von 1982, in dem „zeitgenössische Autoren dem Genossen Nicolae Ceaușescu anlässlich seines 65. Geburtstages ihre Huldigung“ darbrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ceaușescu, Partei und Vaterland - Zeitgenössische Autoren bringen dem Genossen Nicolae Ceaușescu anlässlich seines 65. Geburtstages ihre Huldigung dar&amp;#039;&amp;#039;. Ion Creanga Verlag, Bukarest 1982&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebhard wurde als [[Dramaturg]] an das [[Deutsches Staatstheater Temeswar|Deutsche Staatstheater Temeswar]] berufen und hielt diese Position bis zur Pensionierung im Jahre 1968. Vom rumänischen Staat erhielt er zahlreiche Auszeichnungen; so wurde er in seinen späteren Jahren als &amp;#039;&amp;#039;[[Doyen]] der Banatdeutschen Dichtung&amp;#039;&amp;#039; geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nikolaus Berwanger]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Liebhard. Ein Schriftstellerleben. O viata de scriitor.&amp;#039;&amp;#039; Illustrierter Jubiläumsband, zusammengestellt von N. B. Timișoara 1979. Für die Wertung des dichterischen Schaffens siehe [[Horst Fassel]]: &amp;#039;&amp;#039;Robert Reiter - Franz Liebhard: ein Dichter in Temeswar.&amp;#039;&amp;#039; In: Banatica. &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur deutschen Kultur 7&amp;#039;&amp;#039;, 1990, Nr. 1, Seite 19–22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Als Reiter Róbert: &amp;#039;&amp;#039;Elsüllyedt dal (Versunkenes Lied)&amp;#039;&amp;#039;. Vorwort von Balázs Imre József, Kriterion Verlag, Cluj 2016&lt;br /&gt;
* Als Róbert Reiter: &amp;#039;&amp;#039;Abends ankern die Augen&amp;#039;&amp;#039;. Dichtungen. Nachwort von Max Blaeulich, Wieser Verlag, Klagenfurt 1989&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Miniaturen aus vier Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Kriterion, Bukarest 1972&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Temeswarer Abendgespräch: Historien, Bilder und andere Prosa.&amp;#039;&amp;#039; Facla-Verlag, Timișoara 1977&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Banater Mosaik. Beiträge zur Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band, Bukarest 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Jugendverlag, Bukarest 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Türkenschatz.&amp;#039;&amp;#039; Espla Staatsverlag für Kunst und Literatur, Bukarest 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|399|399|Reiter, Robert (Pseudonym Franz Liebhard, auch Georg Hartmann, Johann Wanderer)|Eduard Schneider|118572733}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118572733}} &amp;lt;!--sollte von der DNB Tp 118572733 zugeordnet werden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* András F. Balogh: [http://www.inst.at/trans/13Nr/balogh13.htm#2 &amp;#039;&amp;#039;Sprachwahl und Poesie in einer multiethnischen Region - Der Fall des Banater Dichters Franz Liebhard.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.geocities.ws/rausschmiss/R.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reiter, Robert Michael (1899-1989)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,7&amp;amp;nbsp;MB). In: [[Klaus Popa]]: Völkisches Lexikon Südosteuropa, S.&amp;amp;nbsp;26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118572733|LCCN=n/84/101023|VIAF=804233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebhard, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dramaturg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Timișoara)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Schwabe (Rumänisches Banat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebhard, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liebhardt, Franz; Reiter, Róbert (wirklicher Name); Hartmann, Georg (Pseudonym); Wanderer, Johann (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=rumäniendeutscher Dichter und Dramaturg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juni 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Timișoara|Temesvár]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Dezember 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Timișoara]], [[Sozialistische Republik Rumänien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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