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	<title>Franz Krapf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Krapf&amp;diff=1966638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-04-23T14:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Krapf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1911]] in [[München]]; † [[23. Oktober]] [[2004]] in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Krapf [[Staatswissenschaften]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] sowie dem [[Amherst College]] in [[Massachusetts]]. 1935 absolvierte er sein [[Staatsexamen]] an der Ludwig-Maximilians-Universität. Im Anschluss studierte er die [[japanische Sprache]] am [[Seminar für Orientalische Sprachen]] der Friedrich-Wilhelms-Universität und im Anschluss von 1935 bis 1937 mit einem [[Stipendium]] japanische Sprache und [[Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Tokio|Kaiserlichen Universität Tokio]]. Nach seiner Rückkehr erfolgte 1937 seine Diplomprüfung am Seminar für Orientalische Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben, die Krapf im August 1950 machte, wurde er 1933 Mitglied des „SA/SS-Reitersturms Charlottenburg“ und er trat zum 1. Juli 1936 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.726.653).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22830379&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Döscher&amp;quot;&amp;gt;[[Hans-Jürgen Döscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Seilschaften. Die verdrängte Vergangenheit des Auswärtigen Amtes.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, S. 82–86, hier S. 84 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich wurde er im Mai 1933 in die Allgemeine SS aufgenommen (SS-Nummer 102.283) und am 1. Februar 1938 zum [[SS-Untersturmführer]] im [[SD-Hauptamt]] befördert, nicht im SS-Hauptamt, wie Krapf ebenfalls im August 1950 angegeben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Döscher&amp;quot; /&amp;gt; Noch im Mai 1944 teilte der [[Chef der Sicherheitspolizei und des SD|Chef der Sicherheitspolizei]] dem SS-Personalhauptamt mit, dass Krapf neben vier weiteren Angehörigen des Auswärtigen Amts ehrenamtlicher Mitarbeiter des [[Reichssicherheitshauptamt]]es sei und laufend zur Mitarbeit herangezogen werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Döscher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1938 trat er in den [[Auswärtiger Dienst|Diplomatischen Dienst]] des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] und wurde zunächst Mitarbeiter an der [[Botschaft (Diplomatie)|Botschaft]] in [[Ägypten]] und anschließend in der [[Sowjetunion]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er von 1940 bis 1945 als [[Legationssekretär]] Mitarbeiter der Botschaft in [[Japan]]. Nach dem Krieg war er als [[Kaufmann]] zunächst in Deutschland und [[Schweden]] und dann von 1948 bis 1950 in Japan tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem [[Entnazifizierung]]sverfahren vor der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] München III wurde Krapf im Mai 1948 dennoch in die Gruppe der „Entlasteten“ eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.antifainfoblatt.de/artikel/korpsgeist-und-kontinuit%C3%A4ten &amp;#039;&amp;#039;Korpsgeist und Kontinuitäten - Eine kleine Geschichte des Auswärtigen Amtes.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Antifaschistisches Infoblatt.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 68, 4/2005, S. 44–47; Hans-Jürgen Döscher: &amp;#039;&amp;#039;Seilschaften. Die verdrängte Vergangenheit des Auswärtigen Amtes.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland kehrte er 1950 zurück und wurde Referent für [[Amerika]] beim [[Presse- und Informationsamt der Bundesregierung]]. In dieser Funktion nahm er im Mai 1950 als Mitglied der deutschen Delegation an den Verhandlungen zum [[Schuman-Plan]] in [[Paris]] teil. Anfang 1951 wurde er Mitarbeiter im neu gegründeten Auswärtigen Amt und kurz darauf des [[Generalkonsulat|Generalkonsuls]] in Paris, [[Wilhelm Hausenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später war er [[Gesandter]] an der [[Deutsche Botschaft Washington, D.C.|Botschaft in Washington]] sowie bis 1966 Leiter der Ost-Abteilung im Auswärtigen Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 erfolgte seine Ernennung zum [[Liste der deutschen Botschafter in Japan|Botschafter in Japan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach fünfjähriger Tätigkeit in [[Tokio]] wurde er 1971 zum [[Liste der deutschen Botschafter bei der NATO|Botschafter und Ständigen Vertreter bei der NATO]] in [[Brüssel]]. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Eintritt in den [[Ruhestand]] 1976. Nachfolger als Ständiger Vertreter wurde [[Rolf Friedemann Pauls]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod entzündete sich eine anhaltende Kontroverse zur Vergangenheitsbewältigung im Auswärtigen Amt, weil Bundesaußenminister [[Joschka Fischer]] mit Franz Krapf erstmals einem verstorbenen Botschafter mit NSDAP- und SS-Vergangenheit das „ehrende Gedenken“ in einem amtsinternen Mitteilungsblatt verweigerte und „so die jahrzehntelange Gedenkpraxis durchbrochen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Döscher: &amp;#039;&amp;#039;Seilschaften. Die verdrängte Vergangenheit des Auswärtigen Amtes.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Constanze von Bullion  |Titel=Die Schlingpflanze. 110 Senioren, ein Minister und ein Streit um die Ehre. Was die deutschen Diplomaten der ersten Stunde zusammenhält. |Datum=2005-05-13 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=https://web.archive.org/web/20220521115803/http://www.tagesspiegel.de/zeitung/die-schlingpflanze/607790.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/auswaertige-amt-fischers-gedenkpraxis-1208733.html &amp;#039;&amp;#039;Fischers Gedenkpraxis.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;FAZ.&amp;#039;&amp;#039; 9. Februar 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsws.org/de/2005/apr2005/aamt-a16.shtml &amp;#039;&amp;#039;Konflikte um braune Vergangenheit im Auswärtigen Amt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;WSWS.&amp;#039;&amp;#039; 16. April 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; Statt des amtierenden Außenministers hielt Bundesminister a. D. [[Hans-Dietrich Genscher]] die Traueransprache in der [[Kreuzkirche (Bonn)|Bonner Kreuzkirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Steinkühler]]: [http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-ende-meiner-amtszeit &amp;#039;&amp;#039;Das Ende meiner Amtszeit&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Der Freitag]], 8. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wurden allerdings durch später bekannt gewordene schriftliche Aussagen [[Erich Kordt]]s vom 10. Oktober 1947 relativiert, die Krapf in die Nähe des Widerstandes gegen Hitler rückten. Die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete dieses Schriftstück von 1947 als „ein Dokument, das damals als [[Persilschein]] genutzt werden konnte“, doch müssten die „darin enthaltenen Schilderungen“ nicht „falsch sein“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article650944/Der-Botschafter-Franz-Krapf-rueckt-in-neues-Licht.html &amp;#039;&amp;#039;Der Botschafter Franz Krapf rückt in neues Licht.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 13. April 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eckart Conze]], [[Norbert Frei]], Peter Hayes und [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Döscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Seilschaften. Die verdrängte Vergangenheit des Auswärtigen Amtes.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, ISBN 3-549-07267-8, ISBN 978-3-549-07267-7, S. 11 f.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000010464|Franz Krapf||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 14/2011 vom 5. April 2011}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Proske]]: &amp;#039;&amp;#039;Auslöser der Untersuchung zur Rolle des Auswärtigen Amtes im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;: Franz Krapf&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Proske (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 16. NS-Belastete aus München. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2023, ISBN 978-3-945893-24-1, S. 249–255.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Botschafter in Japan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030577803|VIAF=295497796}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Krapf, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständiger Vertreter Deutschlands bei der NATO]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Krapf, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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