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	<title>Franz Kieslinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schreiben: /* Literatur */ Wikilink</title>
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		<updated>2026-02-03T14:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Kieslinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1891]] in [[Wien]]; † [[18. Januar]] [[1955]]) war ein österreichischer [[Kunsthistoriker]] und [[Kunsthändler]], der am [[Kunstraub]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kieslinger war ein Sohn des Ministerialrates Ing. Franz Kieslinger. Er studierte von 1911 bis 1914 Kunstgeschichte an der [[Universität Wien]] bei [[Josef Strzygowski]] und [[Max Dvořák]]. Von 1913 bis 1915 war er außerordentliches Mitglied des [[Institut für Österreichische Geschichtsforschung|Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]]. Er war danach Soldat im Ersten Weltkrieg und wurde als Oberleutnant bei den [[Piaveschlachten]] schwer verwundet. Er wurde 1919 zur Geschichte der [[Glasmalerei]] promoviert und arbeitete in den Folgejahren als Kunsthistoriker, ohne eine feste Anstellung zu finden. Er arbeitete daher im Kunsthandel und war auch bei Bedarf als Kunstsachverständiger für das Wiener [[Dorotheum]] tätig. Er veröffentlichte seine Dissertationsschrift als Buch und verfasste Katalogtexte zu Ausstellungen und zu Versteigerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kieslinger wurde nach dem [[Anschluss Österreichs]] am 12. März 1938 von [[Leopold Blauensteiner]] zum beeideten Schätzmeister für ältere Kunst ernannt und im September 1938 zum Geschäftsführer des [[Arisierung|„arisierten“]] Kunsthandels S. Kende. Besitzer waren zu diesem Zeitpunkt Herbert und Melanie Kende, die Witwe Samuel Kendes&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: {{Webarchiv|url=http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/76-80/79-anderl.htm |wayback=20101220175828 |text=Albert Kende |archiv-bot=2019-09-05 15:50:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kunsthandel wurde vom Münchener Kunsthändler [[Adolf Weinmüller]] übernommen, in dessen Interesse Kieslinger fortan arbeitete. Kieslinger inventarisierte im Juli 1938 die  Kunstsammlung von [[Fritz Grünbaum]], darunter 81 Werke von [[Egon Schiele]], zu dieser Zeit wohnte Kieslinger in [[Perchtoldsdorf]]. Sein Name und sein Verzeichnis wurden später im Zusammenhang mit [[Restitution von Raubkunst|Restitutionsfragen]] von Schieles Werken, so auch &amp;#039;&amp;#039;Tote Stadt III 1911&amp;#039;&amp;#039;, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kieslinger trat zum 1. Juni 1940 der [[NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 7.683.103).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20080680&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Meike Hopp: &amp;#039;&amp;#039;Kunsthandel im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1940 folgte Kieslinger dem SS-Oberst [[Kajetan Mühlmann]], für den er schon in Wien gearbeitet hatte und der zwischenzeitlich im [[Generalgouvernement|besetzten Polen]] den Kunstraub organisiert hatte, in die [[Deutsche Besatzung der Niederlande 1940–1945|besetzten Niederlande]]. Er wurde Mitarbeiter dessen dort neu geschaffener „Dienststelle Mühlmann“ und wurde vom [[Reichskommissar für die Niederlande]] [[Arthur Seyß-Inquart]] zum „Sammelverwalter“ für die aus „feindlichem Besitz“ beschlagnahmten Kunstobjekte ernannt. In dessen Auftrag inventarisierte er die Sammlung des verstorbenen Sammlers [[Fritz Mannheimer]] und informierte Anfang 1941 [[Hans Posse]], dass die Sammlung drohe in spekulative Hände zu geraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Auf Befehl des Führers: Hitler und der NS-Kunstraub&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt: Theiss 2014, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sorgte für die Umlagerung der Sammlung Mannheimer in das [[Kloster Vyšší Brod|Kloster Hohenfurth]]. Neben den höchsten NS-Funktionären wurden die deutschen Auktionshäuser Lange und Weinmüller Hauptabnehmer der von der „Dienststelle Mühlmann“ zusammengetragenen Kunstschätze, auch das Wiener Dorotheum wurde beliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kieslinger blieb nach Ende des Nationalsozialismus unbehelligt, er wurde nicht befragt, über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. Er war weiterhin als gerichtlich beeideter Kunstsachverständiger und Kunsthändler tätig und beriet vor allem den Sammler [[Rudolf Leopold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein jüngerer Bruder war der Geologe [[Alois Kieslinger]], der [[postum]] sein Schriftenverzeichnis anlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Glasmalerei in Österreich,	ein Abriß ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Hölzel, 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterliche Plastik in Österreich. Ein Umriß ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Österr. Bundesverlag f. Unterr., Wiss. u. Kunst, 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gotische Glasmalerei in Österreich bis 1450&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Amalthea-Verlag, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der plastische Schmuck des Westportales bei den Minoriten in Wien&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Selbstverl., 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Skulpturen einer Wiener Sammlung&amp;#039;&amp;#039;, Wien: [[Gerlach &amp;amp; Wiedling]], 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freiwillige Versteigerung einer vornehmen Wohnungsrichtung (Möbel, Gemälde, Porzellan, Silber, Teppiche usw.) am 7. u. 8. Nov. 1940 ... im Haus Rennweg Nr 3 ... Katalog Nr 12 / [F. Kieslinger]&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Wiener Kunstversteigerungshaus A. Weinmüller 1940 [http://d-nb.info/574304215  dnb]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Dom. Bemerkungen über sein mittelalterl. Werden u. seine Schöpfer. Zum österr. Katholikentag 1952. &amp;#039;&amp;#039;, Wien: Österreichische Staatsdruckerei, 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unbekanntes am bekanntesten Orte: Deutung des einzig erhaltenen Lunetten-Mosaiks an der Front des Markusdomes über der Porta Alipio&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Gerold &amp;amp; Co., 1954&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alois Kieslinger: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen von Franz Kieslinger (1891–1955)&amp;#039;&amp;#039;. Wien I, Schönlaterngasse 5: Dr. A. Kieslinger, 1955&lt;br /&gt;
* Alexandra Caruso: &amp;#039;&amp;#039;Raub in geordneten Verhältnissen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gabriele Anderl]] / Alexandra Caruso (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;NS-Kunstraub in Österreich und die Folgen&amp;#039;&amp;#039;, StudienVerlag, Innsbruck – Wien – Bozen 2005, S. 90 ff.&lt;br /&gt;
* Meike Hopp: &amp;#039;&amp;#039;Kunsthandel im Nationalsozialismus: Adolf Weinmüller in München und Wien.&amp;#039;&amp;#039;  Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2012, zugleich Dissertation an der Universität München 2011, ISBN 978-3-412-20807-3, S. 241–250; S. 272–293&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13298170X}}&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Anderl]]: [http://www.doew.at/erforschen/projekte/arbeitsschwerpunkte/holocaust/texte-zur-ns-judenverfolgung/ein-schwerreicher-kunsthaendler-aus-muenchen-die-arisierung-des-kunstantiquariats-s-kende-in-wien-durch-adolph-weinmueller &amp;#039;&amp;#039;„… ein schwerreicher Kunsthändler aus München“: Die „Arisierung“ des Kunstantiquariats und Auktionshauses S. Kende in Wien durch Adolph Weinmüller&amp;#039;&amp;#039;], aus: David. Jüdische Kulturzeitschrift, Juni 2006&lt;br /&gt;
* [http://www.scribd.com/doc/50142656/3/The-Kieslinger-Inventory The Kieslinger Inventory]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13298170X|LCCN=nr/88/420|VIAF=43014117}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kieslinger, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstraub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich im Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kieslinger, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kunsthistoriker und Kunsträuber im Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Januar 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schreiben</name></author>
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