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	<title>Franz Kempner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:49:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Kempner&amp;diff=799116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bujo: Fehlgehender Link: Geheimer Justizrat ist hier als persönlicher Titel, nicht als Spruchkörper gemeint.</title>
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		<updated>2025-12-28T10:38:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlgehender Link: Geheimer Justizrat ist hier als persönlicher Titel, nicht als Spruchkörper gemeint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Kempner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Oktober]] [[1879]] in [[Bydgoszcz|Bromberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gdw-berlin.de/b13/b13-bex2-1-d.php Gedenkstätte Deutscher Widerstand:Mitverschworene]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manuel Limbach |Titel=Bürger gegen Hitler: Vorgeschichte, Aufbau und Wirken des bayerischen »Sperr-Kreises« |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Datum=2019-02-18 |ISBN=978-3-647-31071-8 |Seiten=158 |Online=https://books.google.com/books?id=noKIDwAAQBAJ&amp;amp;newbks= |Abruf=2021-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[5. März]] [[1945]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war ein deutscher Jurist, Staatsbeamter und Widerstandskämpfer. Kempner wurde vor allem als [[Staatssekretär (Beamter)|Staatssekretär]] der [[Reichskanzlei]] (1925–1926) und als Angehöriger des [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandes]] gegen das NS-Regime bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiäre Herkunft ==&lt;br /&gt;
Franz Kemper war ein Sohn des [[Geheimrat#Preußen|Geheimen]] [[Justizrat#Geschichte|Justizrats]] Alfons Kempner und seiner Frau Elisabeth, geb. Hahndorff. Der Vater war jüdisch, die Mutter evangelisch. Er hatte noch eine ältere Schwester und einen älteren Bruder. Alle Kinder wurden evangelisch getauft und wuchsen in Berlin auf. Die Mutter starb 1893. Sein Bruder Alfons, ein Mediziner, starb 1942 im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]. An ihn erinnert in der [[Passauer Straße (Berlin)|Passauer Straße]] 5 in [[Berlin-Schöneberg]] ein [[Stolpersteine|Stolperstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-berlin.de/en/biografie/8886 |titel=Stolpersteine in Berlin {{!}} Orte &amp;amp; Biografien der Stolpersteine in Berlin |abruf=2021-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung, Karriere in Kolonialverwaltung und Militär ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Kempner [[Rechtswissenschaften]]. 1902 promovierte er in Rostock zum Dr. jur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Freundschaftliche Bande verband Kempner in dieser Zeit mit dem Maler [[Max Beckmann]], der unter anderem ein ganzfiguriges Bildnis Kempners schuf (1906).&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Max Beckmann. Auferstehung und Erscheinung der Toten&amp;#039;&amp;#039;, 1985, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1906 war er zehn Jahre lang im [[Reichskolonialamt]] und als höherer Beamter ([[Bezirkshauptmann]]) in der Verwaltung des kaiserlichen Gouvernements in [[Deutsch-Ostafrika]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er in unterschiedlichen Feldkompanien bei der [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika]] eingesetzt und kämpfte in Afrika. Er war auch kurz im Stab des Generals [[Paul von Lettow-Vorbeck|Lettow-Vorbeck]] eingesetzt. Nach dem Waffenstillstand Ende 1918 kehrte er als [[Leutnant]] der Reserve nach Deutschland zurück. Bis Mitte 1919 erfolgte noch seine Beförderungen zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der Reserve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere in der Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
1919 trat Kempner als [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] in die Reichskanzlei ein,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; in der er nacheinander zum [[Ministerialrat]] und am 14. November 1923 zum [[Ministerialdirektor]] befördert wurde. Anlässlich der Bildung der [[Kabinett Luther I|Regierung Luther]] wurde Kempner am 16. Januar 1925 zum Staatssekretär in der Reichskanzlei ernannt. In diesem Amt, das er bis zur Demission der Regierung Luther am 17. Mai 1926 innehatte, oblag ihm die Leitung der Reichskanzlei im administrativen Sinne. Zu dieser Zeit war Kempner noch parteilos,&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Rudolf Huber: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789. Ausbau, Schutz und Untergang der Weimar Republik.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 1984, S. 571.&amp;lt;/ref&amp;gt; später trat er der nationalliberalen [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP) bei. Deren Parteivorstand berief ihn 1930 in den Ausschuss für Reichsreform, zu dessen Generalreferenten Kempner ernannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Kolb, Ludwig Richter: &amp;#039;&amp;#039;Nationalliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Volkspartei 1918–1933.&amp;#039;&amp;#039; Droste, 1999 S. 959.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der [[Reichspräsidentenwahl 1932]] wurde Kempner mit der Leitung der Hauptgeschäftsstelle der sogenannten Hindenburg-Ausschüsse, d.&amp;amp;nbsp;h. mit der Leitung der Wahlkampagne des Präsidentschaftskandidaten [[Paul von Hindenburg]] beauftragt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 680 Vermerk des Ministerialrats Wienstein über die Finanzierung des Wahlkampfes für die Wahl des Reichspräsidenten vom 18. Februar 1932 [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/TextSuche-bru-2309-2309.xhtml „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus und Widerstand ==&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]], ab 1933,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; zog Kempner sich weitgehend als Pensionär ins Privatleben zurück. Den Behörden fiel er allerdings durch seine kritische Haltung zur [[Kirchenpolitik im Nationalsozialismus|Kirchen-]] und [[Judenpolitik im Nationalsozialismus|Judenpolitik]] des Regimes wie durch seine Ablehnung der Beschränkung der persönlichen Freiheiten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Adolf Jacobsen: &amp;#039;&amp;#039;Spiegelbild einer Verschwörung&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seitdem der Zweite Weltkrieg 1943 in die für das Deutsche Reich kritische Phase eintrat, erneuerte Kempner seine Kontakte zu ehemaligen politischen Weggefährten wie [[Otto Kiep]], [[Erwin Planck]] und [[Arthur Zarden]]. Im September 1943 stellte er sich dem Verschwörerkreis um [[Carl Friedrich Goerdeler|Carl Goerdeler]] für den Fall eines erfolgreichen Staatsstreiches gegen die Hitler-Regierung als Staatssekretär&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/franz-kempner/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Franz Kempner]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Reichskanzlei zur Verfügung. Aus diesem Grund und aufgrund seiner Verbindungen zum [[Solf-Kreis]] geriet er nach dem gescheiterten Attentat auf [[Adolf Hitler]] am [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] ins Visier der Gestapo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Verhaftungswelle nach dem 20. Juli wurde Kempner, nachdem er sich versteckt gehalten hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hartmut Lehmann, Otto Gerhard Oexle, Martial Staub, Michael Matthiesen |Titel=Nationalsozialismus in den Kulturwissenschaften |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Datum=2004 |ISBN=978-3-525-35862-7 |Seiten=546 |Online=https://books.google.com/books?id=MOFW_zFghzYC&amp;amp;newbks= |Abruf=2021-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; festgenommen und wegen [[Hochverrat]]s angeklagt. Am 12. Januar 1945 wurde er schließlich vom [[Volksgerichtshof]] unter dem Vorsitz von [[Roland Freisler]] für schuldig befunden und [[Todesstrafe|zum Tod verurteilt]]. Am 5. März 1945 wurde er in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; zusammen mit [[Hasso von Boehmer]] und [[Ernst von Harnack]] durch das Fallbeil hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der rechtliche Charakter des Straßenbahnbillets&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1902. ([[Dissertation]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sieg von [[Schlacht bei Tanga|Tanga]]&amp;#039;&amp;#039;. In: Das deutsche Kolonialbuch, Berlin, 1925, S. 411–425.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verwaltung und Verteidigung von Deutsch-Ostafrika&amp;#039;&amp;#039;. In: Gouverneur Schnee. Ein Künder und Mehrer deutscher Geltung. Berlin, 1931, S. 33–68.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bengt von zur Mühlen]] [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Die Angeklagten des 20. Juli vor dem Volksgerichtshof&amp;#039;&amp;#039;, Chronos Film GmbH, Berlin 2001. ISBN 3-931054-06-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrhl/kap1_4/para2_73.html Kempner in den Akten der Reichskanzlei]&lt;br /&gt;
* {{GDW|franz-kempner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chefs der Reichskanzlei}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133514854|VIAF=47954403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kempner, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptmann (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Schutztruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kempner, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer, Staatssekretär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bydgoszcz|Bromberg]], Provinz Posen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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