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	<title>Franz Karl Maier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:05:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Karl_Maier&amp;diff=1114242&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Quelltext (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung)</title>
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		<updated>2024-11-17T08:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelltext (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Karl Maier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Oktober]] [[1910]] in [[Stuttgart]]; † [[13. April]] [[1984]] in [[Berlin]]) war Verleger und Herausgeber des [[Der Tagesspiegel|Tagesspiegels]] (1949–1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Karl Maier studierte [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaft]]en an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]]. Ab 1928 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[AV Guestfalia Tübingen]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ließ sich 1935 in Stuttgart als Rechtsanwalt nieder. Von 1939 bis 1945 war er Soldat.&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er Lizenzträger und Mitherausgeber der [[Stuttgarter Zeitung]] und 1946 von der Regierung Württemberg-Baden auf der Grundlage des „Gesetzes zur Befreiung von National-Sozialismus und Militarismus“ zum öffentlichen Ankläger vor der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Stuttgart ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erreichte, dass [[Hjalmar Schacht]], Reichsbankpräsident und Wirtschaftsminister, in [[Nürnberg]] zunächst freigesprochen, zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt wurde. Während seiner Ermittlungen kam Maier zu der Überzeugung, dass man gerechterweise [[Hjalmar Schacht|Schacht]] nur verurteilen könne, wenn man zuvor auch diejenigen zur Rechenschaft ziehe, die am 23. März 1933 Hitlers [[Ermächtigungsgesetz]] zugestimmt und damit seiner Gewalt- und Willkürherrschaft grundlegend den Weg bereitet hatten. Dazu zählten prominente Württembergische Politiker der ersten Nachkriegsjahre wie [[Reinhold Maier]], Ministerpräsident, oder sein Kultusminister [[Wilhelm Simpfendörfer]]. Gegen beide als „Hauptschuldige“ richtete sich die im Januar 1948 erhobene Anklage, in deren Folge eine öffentliche Debatte über die Verantwortung der bürgerlichen Parteien in der [[Weimarer Republik]] entbrannte und die [[Entnazifizierung]] in Frage gestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.gerdgruendler.de/Entnazifizierung.html | wayback=20020222121555 | text=„Und das Recht auf politischen Irrtum wurde zur Entlastungsnorm“}}, Gerhard E. Gründler: &amp;#039;&amp;#039;Wie wurde Deutschland entnazifiziert?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buergerimstaat.de/3_99/zivil3.htm „Traditionell sollte ein Pressegesetz den Staat schützen“], Ulrich Bausch: &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Wege zur Zivilgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses konsequente Vorgehen Franz Karl Maiers gegen Mitläufer, gegen Anpassung und akademische Passivität verschaffte ihm bei den Akademikerkollegen, später auch der amerikanischen Besatzung, keine Freunde. 1949 wurde Maier als öffentlicher Ankläger entpflichtet, weil er seinen Beruf als Journalist mit seiner Funktion als Ankläger der Spruchkammer vermengt hatte. Er schied aus der [[Stuttgarter Zeitung]] aus und ging nach [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort konnte er die Ideale, wie sie von den westlichen Alliierten, den Lizenzträgern [[Erik Reger]] und [[Walther Karsch]] an die Hand gegeben worden waren, beim [[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel]], wo er bis 1984 Verleger und Herausgeber war, in Maßstäbe umsetzen, die in der insularen Teilstadt für Jahrzehnte Geltung haben sollten. Für Franz Karl Maier war [[Pressefreiheit]] stets treuhänderisch wahrgenommene Bürgerfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Berlin]] blieb Maier streitbar und gradlinig, kam wieder in neue Konflikte, nicht nur mit der Konkurrenz des [[Axel Springer AG|Axel-Springer-Verlags]], sondern auch mit dem Berliner Senat und den Gewerkschaften, mit Redakteuren und Druckern.&lt;br /&gt;
1977 gründete er zusammen mit Manfred Dannenberger und [[Lothar C. Poll]] die Pressestiftung Tagesspiegel, die zur Sicherung der Unabhängigkeit rund ein Viertel des Stammkapitals der Verlagsgesellschaft des [[Der Tagesspiegel|Tagesspiegels]] hielt.&lt;br /&gt;
Noch auf Anregung von Maier wurde in den Jahren 1985/1986 die am Havelufer südlich des [[Brandenburg]]er Dorfes [[Potsdam-Sacrow|Sacrow]] auf dem Gebiet der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gelegene [[Heilandskirche am Port von Sacrow|Heilandskirche]] (1844 von [[Ludwig Persius|Persius]] nach Skizzen [[Friedrich Wilhelm IV.|Friedrich Wilhelms&amp;amp;nbsp;IV.]] entworfen) vor dem Verfall bewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten-1/interview-haben-sie-george-gesehen-herr-von-weizsaecker-1435088.html Frank Schirrmacher: &amp;#039;&amp;#039;Haben Sie George gesehen, Herr von Weizsäcker?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Juni 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitglieder der Kuratoriums waren u.&amp;amp;nbsp;a. langjährige Mitarbeiter der Zeitung, die treuhänderisch die Geschäftsanteile an der Pressestiftung hielten.&lt;br /&gt;
Er war Namensgeber des Franz-Karl-Maier-Preises, einem von 1985 bis 1995&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kulturpreise.de/web/preise_info.php?preisd_id=1758 Kulturpreise.de: Franz-Karl-Maier-Preis]&amp;lt;/ref&amp;gt; durch die [[Der Tagesspiegel|Pressestiftung Tagesspiegel GmbH]] vergebenen Leitartikelpreis, der der Kommentarform stärkere Anerkennung verschaffen und junge Journalisten zur eigenen Meinung ermutigen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maier starb nach kurzer Krankheit und wurde auf dem [[Pragfriedhof]] in [[Stuttgart]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://luise-berlin.de/Kalender/Jahr/1984.htm &amp;#039;&amp;#039;Berlin im Jahr 1984&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Kalender&amp;#039;&amp;#039;  beim [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsverein]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maiers Tochter Nora (1942–2023) war zuerst mit [[Frank Forster]] und dann mit [[John Lydon]], dem Sänger der &amp;#039;&amp;#039;[[Sex Pistols]]&amp;#039;&amp;#039;, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ist [[Hjalmar Schacht|Schacht]] ein Verbrecher? Anklageschrift des früheren öffentlichen Klägers bei der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] [[Stuttgart]].&amp;#039;&amp;#039; 1947 im Verlag „Die Zukunft“ in Reutlingen mit einem Vorwort von [[Carl Severing]], 1988 im Argon Verlag Berlin neu aufgelegt mit einem Nachwort von [[Uwe Wesel]], ISBN 3-87024-702-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unbeschränkte Vollmachten für Hitler. Das „Ermächtigungsgesetz“ – Der schwärzeste Tag des deutschen Parlamentarismus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. März 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Und das Recht auf politischen Irrtum wurde zur Entlastungsnorm&amp;#039;&amp;#039;, [[Gerhard E. Gründler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie wurde Deutschland entnazifiziert?&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv | url=http://www.gerdgruendler.de/Entnazifizierung.html | wayback=20020222121555 | text=Wie wurde Deutschland entnazifiziert?}})&lt;br /&gt;
* Justus Fürstenau: &amp;#039;&amp;#039;[[Entnazifizierung]] – Ein Kapitel deutscher Nachkriegspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Luchterhand, Neuwied 1969 (S. 194–198 ausführlich zum Verfahren gegen [[Reinhold Maier]] und [[Wilhelm Simpfendörfer]] und zur Rolle Franz Karl Maiers)&lt;br /&gt;
* Harald Horwitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Stunde Null der deutschen Presse – Die amerikanische Pressepolitik in Deutschland 1945–1949&amp;#039;&amp;#039;. 1972. Ausführlich über die Anfänge der [[Stuttgarter Zeitung]] und [[Der Tagesspiegel]] und die Lizenzträger.&lt;br /&gt;
* [[Lothar C. Poll]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Karl Maier, Pressefreiheit ist Bürgerfreiheit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;„unter 3“ – [[Berliner Presse Club]] – Geschichte einer Institution&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2007.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Wesel]] in &amp;#039;&amp;#039;Franz Karl Maier&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124752276}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landesarchiv-bw.de/web/45414 &amp;#039;&amp;#039;Der Ministerpräsident eine Nazigröße und ein Judenfeind?&amp;#039;&amp;#039;] Staatsarchiv Ludwigsburg&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39344080.html &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel 5/1947&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124752276|VIAF=42779722}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maier, Franz Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Der Tagesspiegel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stuttgarter Zeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maier, Franz Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger des Tagesspiegels&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. April 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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