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	<title>Franz Joseph Molitor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Joseph_Molitor&amp;diff=1196464&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-15550-1: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-07-23T10:16:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Schriftsteller Franz Joseph Molitor. Zum Politiker &amp;#039;&amp;#039;Franz Joseph Molitor&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Joseph Molitor (Politiker)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Joseph Molitor,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Franz Molitor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juli]] [[1779]] in [[Oberursel (Taunus)]]; † [[23. März]] [[1860]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] philosophisch-historischer und [[Kabbala|mystisch-kabbalistischer]] [[Schriftsteller]] und aktiver [[Freimaurer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Molitor wurde als Sohn eines [[kurmainz]]ischen Beamten geboren, machte seine Vorbereitungsstudien in [[Bingen am Rhein|Bingen]] und [[Aschaffenburg]] und studierte dann ab 1797 an der [[Universität Mainz]] bzw. ab 1799 an der [[Universität Marburg]] zunächst Jura, befasste sich dann aber mit Geschichte und Philosophie, d. h. hauptsächlich mit [[Kant]], [[Karl Leonhard Reinhold|Reinhold]], [[Johann Gottlieb Fichte|Fichte]] und [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Schelling]]. Er war ab 1802 Mitherausgeber der kurzlebigen &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für eine künftig aufzustellende Rechtswissenschaft nach dem Princip eines transscendentalen Realismus&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Einfluss der [[Theosophie|theosophischen]] Ansätze [[Franz Xaver von Baader]]s versuchte er in seinen Schriften, den philosophischen Realismus mit dem Idealismus zu versöhnen.&lt;br /&gt;
[[Datei:JF Molitor.JPG|mini|Molitors Grabinschrift Hauptfriedhof Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1806 trat Molitor in den Vorstand der jüdischen Lehranstalt [[Philanthropin (Frankfurt am Main)|Philanthropin]] in Frankfurt am Main ein, wirkte aber bald danach nur noch als Lehrkraft an diesem Institut und unterrichtete zugleich am katholischen Gymnasium Fridericianum die Fächer Geographie und Physik. 1812 wurde Molitor Professor der Philosophie am neuen [[Lyceum Carolinum]] in Frankfurt, das [[Karl Theodor von Dalberg]] nach französischem Muster einrichtet hatte; nach dessen Ende 1814 bezog er von dort eine dauernde Pension, durch die – neben Erträgen aus Privatunterricht und seiner Tätigkeit am Philanthropin – sein Lebensunterhalt bestritten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptfriedhof]] (Gewann F 250).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wegweiser zu den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten auf Frankfurter Friedhöfen&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1985, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freimaurerei und Kabbala ==&lt;br /&gt;
Durch das Philanthropin mit dem Judentum und der diesem eigenen Symbolsprache bekannt geworden, trat Molitor am 19. Mai 1808 in die Frankfurter [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zur aufgehenden Morgenröthe&amp;#039;&amp;#039; ein, in der auch Juden Mitglied sein konnten; zeitweise war er deren [[Meister vom Stuhl]]. Später stiftete er unter dem Protektorat des Landgrafen [[Karl von Hessen-Kassel|Carl von Hessen]] die Frankfurter Loge &amp;#039;&amp;#039;Carl zum aufgehenden Licht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1813 beginnt eine intensive Beschäftigung Molitors mit der jüdischen Mystik, wie sie sich in der [[Kabbala]] zeigt; sie bestimmte sein weiteres Wirken. Wesentlichen Einfluss auf ihn dürfte der damals in [[Offenbach am Main]] lebende jüdische Mystiker und [[Grad (Freimaurerei)|Hochgrad-]][[Freimaurer]] [[Ephraim Joseph Hirschfeld]] ausgeübt haben. Molitor erlernte das [[Hebräische Sprache|Hebräische]] und [[Aramäische Sprachen|Aramäische]], studierte den [[Talmud]] und befasste sich intensiv mit dem Buch [[Zohar]]. Sein Bemühen war es, Kabbala und Christentum in wechselseitige Verbindung zu setzen und beide auf einer neuen höheren Stufe zu vereinen, ein Ansatz, der dem Hirschfelds nicht unähnlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frucht langjährigen Studiums veröffentlichte er 1824 den ersten Band seiner &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Geschichte oder über die Tradition&amp;#039;&amp;#039;, wodurch er die Unterstützung durch nennenswerte Stipendien für weitere Arbeit in dieser Richtung erlangte, unter anderem durch [[Christian von Hessen-Darmstadt]] und (vermittelt durch Schelling) durch [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig&amp;amp;nbsp;I. von Bayern]]. Seine Wohnung wurde allmählich zu einem Sammelpunkt mystisch interessierter Männer und Frauen aus Frankfurt und der Umgebung. Sein auf fünf Bände angelegtes Werk konnte er nicht abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptansatz seiner Argumentation war die Bekämpfung des [[Pantheismus]], des [[Atheismus]] und des [[Materialismus]], ausgehend von der Annahme, dass die Kabbala eine höhere Mystik enthalte, die auch dem Christentum eigen sein könne, handele es sich bei letzterem, im Besonderen in seiner „erweckten“ Ausprägung, doch nur um ein mystisch verklärtes Judentum. Insofern ist seine Betitelung als „[[Christliche Kabbala|christlicher Kabbalist]]“ wohl gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber den Wendepunkt des Antiken und Modernen, ein Versuch, den Realismus mit dem Idealismus zu versöhnen.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1805.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Philosophie der modernen Welt, eine Epistel an Geheimen Rath Sinclair in Homburg&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1806.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ideen zu einer künftigen Dynamik der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1805&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Geschichte oder über die Tradition&amp;#039;&amp;#039;. Bände 1–4. Frankfurt am Main 1827–1834-1839-1855. ([https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/urn/urn:nbn:de:hebis:30:1-110732 Online-Ausgabe])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|22|108|110|Molitor, Joseph Franz|Carl von Prantl|ADB:Molitor, Joseph Franz}}&lt;br /&gt;
* Kurt Rainer Meist: &amp;#039;&amp;#039;Identität und Entzweiung. Molitors Geschichtsphilosophie und der Homburger Kreis&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Homburg vor der Höhe in der deutschen Geistesgeschichte. Studien zum Freundeskreis um Hegel und Hölderlin&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Christoph Jamme &amp;amp; Otto Pöggeler, Stuttgart, Klett-Cotta, 1981, S. 267–299.&lt;br /&gt;
* Katharina Koch: &amp;#039;&amp;#039;Franz Joseph Molitor und die jüdische Tradition. Studien zu den kabbalistischen Quellen der „Philosophie der Geschichte“. Mit einem Anhang unveröffentlichter Briefe von F. von Baader, E. J. Hirschfeld, F. J. Molitor und F. W. J. Schelling&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: de Gruyter 2006.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/m/molitor_j_f.shtml |autor=Stefan Lindinger|artikel=Joseph Franz Molitor|band=36|spalten=709-715}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9647&amp;amp;ausgabe=200607 Andreas Korpás: &amp;#039;&amp;#039;Ein rätselhafter Philosoph. Katharina Koch stellt Franz Joseph Molitors Kabbala-Rezeption vor.&amp;#039;&amp;#039;] Buchbesprechung&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117120367|titel=Molitor, Joseph Franz|datum=2020-05-09}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|549|Molitor, Joseph Franz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117120367|LCCN=nb/90/944650|VIAF=61535372}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Molitor, Franz Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1779]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabbala]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Molitor, Franz Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Molitor, Joseph Franz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juli 1779&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberursel (Taunus)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1860&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-15550-1</name></author>
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