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	<title>Franz Jesser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:37:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Jesser&amp;diff=1098292&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bujo: Die verlinkte Deutsche Volkspartei (Österreich) hat sich 1910 aufgelöst, der kann Jesser also nicht 1911 beigetreten sein.</title>
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		<updated>2025-12-17T10:09:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die verlinkte &lt;a href=&quot;/index.php/Deutsche_Volkspartei_(%C3%96sterreich)&quot; title=&quot;Deutsche Volkspartei (Österreich)&quot;&gt;Deutsche Volkspartei (Österreich)&lt;/a&gt; hat sich 1910 aufgelöst, der kann Jesser also nicht 1911 beigetreten sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Jesser.jpg|mini|Franz Jesser, ca. 1925]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Jesser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juli]] [[1869]] in [[Svitavy|Zwittau]], [[Mähren]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://img24.cz/images/54827887847941607313.jpg Zwittau (Svitavy), Geburts- und Taufbuch, Seite 196, 3. Zeile]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[16. März]] [[1954]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[sudetendeutsche]]r [[Publizist]] und [[Deutschnationalismus|deutschnationaler]] [[Politiker]] in [[Österreich-Ungarn]] und der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]]. Er war von 1907 bis 1918 Abgeordneter zum [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] und von 1920 bis 1933 Mitglied des tschechoslowakischen [[Senat (Tschechoslowakei)|Senats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des Kaufmanns Franz Jesser und seiner Ehefrau Marie Koller besuchte er die Volksschule in Zwittau, das Untergymnasium in [[Mährisch Schönberg]] und das Obergymnasium in [[Mährisch Trübau]]. Von 1888 bis 1892 studierte er an der [[Deutsche Universität Prag|deutschen Universität Prag]] Geschichte, deutsche Literatur, Geographie und Kunstgeschichte, blieb aber ohne Abschluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurzbiographie_Parlament&amp;quot;&amp;gt;Kurzbiografie [https://www.parlament.gv.at/recherchieren/personen/parlamentarierinnen-ab-1848/parlamentarier-1848-1918/jesser &amp;#039;&amp;#039;Jesser, Franz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Parlamentarierinnen und Parlamentarier ab 1848&amp;#039;&amp;#039;, Parlament der Republik Österreich&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1892 bis 1893 leistete er seinen Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]]. Danach diente er als Reserve-Offizier in der [[Gemeinsame Armee|k.u.k. Armee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesser war ab 1898 Wanderlehrer im &amp;#039;&amp;#039;Bund der Deutschen in Böhmen&amp;#039;&amp;#039;, leitete dessen Bundesbücherei und gab den Bundeskalender heraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurzbiographie_Parlament&amp;quot; /&amp;gt; Er stand seit dem Beginn seiner politischen Tätigkeit der [[Alldeutsche Vereinigung|alldeutschen Bewegung]] [[Georg von Schönerer|Georg Ritter von Schönerers]] nahe. Außerdem pflegte er enge Kontakte mit wichtigen Vertretern der 1903 gegründeten [[Deutsche Arbeiterpartei (Österreich-Ungarn)|Deutschen Arbeiterpartei]] in den [[Länder der böhmischen Krone|böhmischen Ländern]] (Vorläuferin der [[Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei (Tschechoslowakei)|DNSAP]]), v.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Hans Knirsch]]. Jesser führte den zuvor nur selten gebrauchten Begriff „[[sudetendeutsch]]“ in die politische Diskussion ein, der sich nach 1918 rasch als Sammelbegriff für die Deutschen der böhmischen Länder durchsetzte. Nach [[Johann Wolfgang Brügel|Brügel]] verwendete Jesser erstmals diesen neuen Begriff im Jahre 1902 in einem Aufsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang Brügel: &amp;#039;&amp;#039;Tschechen und Deutsche, 1918–1938.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Nymphenburger Verlagshandlung, München 1967, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde er Sekretär der [[Deutsche Agrarpartei|Deutschen Agrarpartei]] in Böhmen, die er von 1907 bis 1911 als Abgeordneter des Wahlkreises Böhmen 111 (Landgemeinden der Bezirke [[Duchcov|Dux]], [[Bílina|Bilin]] u.&amp;amp;nbsp;a. im Erzgebirge) im [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] in Wien vertrat ([[Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Abgeordnetenhaus (XI. Legislaturperiode)|XI. Legislaturperiode]]). Nach der Reichsratswahl 1911 war er bis zur Auflösung der Habsburgermonarchie 1918 Abgeordneter des [[Liste der Wahlbezirke in der Markgrafschaft Mähren|Wahlkreises Mähren 8 – deutsch]] (Städte [[Rýmařov|Römerstadt]], [[Osoblaha|Hotzenplotz]], [[Šumperk|Mährisch Schönberg]], [[Rapotín|Reitendorf]], [[Velké Losiny|Großullersdorf]] u.&amp;amp;nbsp;a.) im Reichsrat ([[Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Abgeordnetenhaus (XII. Legislaturperiode)|XII. Legislaturperiode]]). Dort gehörte er dem Klub des [[Deutscher Nationalverband|Deutschen Nationalverbands]] und nach dessen Zerfall im Oktober 1917 der [[Deutschnationale Vereinigung (1917)|Deutschnationalen Vereinigung]] an, die wiederum im Juli 1918 mit der [[Deutschnationale Partei|Deutschnationalen Partei]] fusionierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurzbiographie_Parlament&amp;quot; /&amp;gt; Daneben war er von 1911 bis 1918 Kurator der von [[Valentin Oswald Ottendorfer|Oswald Ottendorfer]] gestifteten &amp;#039;&amp;#039;Freien Volksbibliothek&amp;#039;&amp;#039; in Zwittau. Von 1911 bis 1919 war er Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen sozialen Rundschau&amp;#039;&amp;#039; (ab 1913 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Österreich. Deutsche soziale Rundschau&amp;#039;&amp;#039;) in Wien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurzbiographie_Parlament&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1913 gab er zudem mit [[Hermann Ullmann]] die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Arbeit. Monatszeitschrift für das geistige Leben der Deutschen in Böhmen&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er 1918/19 als Vertreter des [[Verband der deutschnationalen Parteien|Verbandes der deutschnationalen Parteien]] der [[Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich|Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_00731/index.shtml Biografie von Dr. h.c. Franz Jesser.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist Wer&amp;#039;&amp;#039;, Parlament der Republik Österreich.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit betätigte er sich auch als Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Weg. Blätter für das junge Deutschösterreich&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Vertrag von Saint-Germain]] 1919/20 wurden auch die überwiegend von Deutschen besiedelten Gebiete der böhmischen Länder der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakischen Republik]] zugeordnet. Jesser war von 1920 bis 1933 als Vertreter der deutschen Minderheit und Mitglied der [[Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei (Tschechoslowakei)|Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei]] (DNSAP) [[Senat (Tschechoslowakei)|Senator]] in der tschechoslowakischen Nationalversammlung in Prag. Im Jahre 1928 verlieh ihm die Deutsche Universität in Prag die Ehrendoktorwürde zum Dr. Phil. h.&amp;amp;nbsp;c.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1939 war Jesser Mitglied des Büchereirats, 1933–1945 Ehrenkurator, ab 1941 auch Leiter der Verwaltungsgeschäfte der Ottendorferschen Volksbibliothek in Zwittau. Nach der Annexion des Sudetenlandes durch das nationalsozialistische Deutsche Reich infolge des [[Münchner Abkommen]]s beantragte er am 6. Januar 1939 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. November 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.539.208).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/18301284&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurzbiographie_Parlament&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|Deutschen aus der Tschechoslowakei vertrieben]]. Danach war Jesser Mitarbeiter der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Ackermann-Gemeinde]] in München. In der Einleitung zu seinen 1983 vom Münchner [[Sudetendeutsches Archiv|Sudetendeutschen Archiv]] herausgegebenen Memoiren wurde er als „[[Volkstumspolitik]]er“ und „einer der wenigen politischen Theoretiker des Sudetendeutschtums“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was sollen die Deutschen in Österreich anstreben?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 48 (Juli–Sept. 1916), S. 145–155.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Organisation und Partikuralismus in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 1917, S. 6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Größe, Volkszahl und nationale Verhältnisse des Schönhengstgaues&amp;#039;&amp;#039;, 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Ottendorferschen Volksbücherei in Zwittau&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeographie des deutschen Volkes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volkstumskampf und Ausgleich im Herzen Europas. Erinnerungen eines sudetendeutschen Politikers&amp;#039;&amp;#039;, aufgezeichnet von Arthur Herr, Nürnberg 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herrmann A. L. Degener]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer Ist’s?&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1928.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 188&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang Brügel]]: &amp;#039;&amp;#039;Tschechen und Deutsche, 1918–1938&amp;#039;&amp;#039;. 1967.&lt;br /&gt;
* Heribert Sturm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte der Böhmischen Länder.&amp;#039;&amp;#039; Band II, München 1984.&lt;br /&gt;
* [[Georg R. Schroubek]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur böhmischen Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. u. eingeleitet von Petr Lozoviuk (&amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;), Waxmann, Münster/New York/München/Berlin 2008, ISBN 978-3-8309-1879-0, S.&amp;amp;nbsp;31.&lt;br /&gt;
* {{Abgeordnetenhaus-Index|18=22782|19=8643|20=18417|21=29707|22=13828}} &amp;lt;!-- Personenregister, Print-ALTSEITE: 18=202–203, 19=77, 20=131, 21=186, 22=176 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118722999}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bohemistik.de/bskizzen.html Biographische Skizze]&lt;br /&gt;
* {{parlament-at|00731}}&lt;br /&gt;
* [https://www.parlament.gv.at/WWER/PARL/J1848/Jesser.shtml Kurzbiographie von Franz Jesser]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118722999|LCCN=n85340473|VIAF=5725871}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jesser, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Tschechoslowakischen Senat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wanderlehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliotheksleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNSAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DnP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Agrarpartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Svitavy)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jesser, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sudetendeutscher Publizist und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juli 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Svitavy|Zwittau]], [[Mähren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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