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	<title>Franz Hartmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz-Hartmann.jpg|mini|Franz Hartmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Hartmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1838]] in [[Donauwörth]], [[Bayern]]; † [[7. August]] [[1912]] in [[Kempten (Allgäu)]]) war ein deutscher [[Theosophie|Theosoph]], [[Freimaurerei|Freimaurer]], [[Rosenkreuzer]] und Autor von [[Esoterik|esoterischen]] Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Franz Hartmann wurde am 22. November 1838 in Donauwörth als Sohn von &amp;#039;&amp;#039;Karl Hartmann&amp;#039;&amp;#039; und dessen Frau &amp;#039;&amp;#039;Elise von Stack&amp;#039;&amp;#039; geboren. Kurz nach seiner Geburt übersiedelte die Familie nach Kempten, da der Vater, ein praktischer Arzt, dort eine Stelle als königlich bayerischer [[Gerichtsarzt]] angenommen hatte. Nach seiner Kindheit, Jugend und Schulbesuch in Kempten meldete er sich 1859 als Freiwilliger zur [[Bayerische Armee|bayerischen Armee]] beim 1. Königlich-bayerischen-Artillerieregiment in Würzburg. Ein Jahr später quittierte er den Dienst und begann sich an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Ludwig-Maximilians-Universität]] in München auf sein Staatsexamen vorzubereiten. Nach der Prüfung 1862 begann er mit dem Studium der [[Pharmakologie]], um Apotheker zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfahrungen in den USA ===&lt;br /&gt;
Noch vor Abschluss seines Studiums machte Hartmann 1865 eine Ferienreise nach Frankreich und als ihm in [[Le Havre]] die Stelle eines [[Schiffsarzt]]es auf einem US-amerikanischen Paketboot angeboten wurde, sagte er aus purer Abenteuerlust zu. So gelangte er in die USA, wo er sich schließlich in [[St. Louis]] niederließ. Hier beendete er sein Studium, praktizierte als Augenarzt und erwarb die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1870 wurde ihm das ruhige Leben dort zu langweilig, er gab seine gut gehende Praxis auf und begann eine ausgedehnte Reisetätigkeit. In Mexiko lebte er einige Zeit in [[Córdoba (Veracruz)|Córdoba]] und [[Orizaba]], studierte die indianische Kultur bei verschiedenen Stämmen und praktizierte 1871 wieder als Arzt in [[New Orleans]]. 1872 ließ er sich im US-Bundesstaat [[Texas]] nieder, kaufte eine Farm und heiratete. Sieben Monate später starb seine Frau, woraufhin Hartmann die Farm wieder verkaufte und erneut zu reisen begann. Kreuz und quer durchstreifte er die USA, lernte bei Indianern, untersuchte zahlreiche [[Parapsychologie|parapsychologische]] Phänomene und beschäftigte sich mit den Anschauungen verschiedener Religionen, bis er 1879 in [[Georgetown (Colorado)|Georgetown]] im Bundesstaat Colorado wieder als Arzt praktizierte. 1882 wurde Hartmann dort zum Gerichtsarzt bestellt. Hier trat er auch der [[Alte Freie und Angenommene Maurer|AFAM]]-Freimaurerloge &amp;#039;&amp;#039;Georgetown No. 12&amp;#039;&amp;#039; bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Theosoph ===&lt;br /&gt;
==== In den USA und Indien ====&lt;br /&gt;
Infolge seiner [[Esoterik|esoterischen]] Interessen lernte er 1882 [[Helena Blavatsky]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Isis entschleiert]]&amp;#039;&amp;#039; kennen und schätzen, und, nach einem weiteren Umzug nach New Orleans, wurde er Anfang 1883 Mitglied der dortigen Loge der [[Theosophische Gesellschaft|Theosophischen Gesellschaft]] (TG). Dem Wunsch folgend, Blavatsky persönlich kennenzulernen, suchte Hartmann brieflichen Kontakt mit ihr und daraus folgend dann auch mit [[Henry Steel Olcott]]. Von diesem wurde er eingeladen, nach Indien, ins Hauptquartier der TG, nach [[Adyar]] bei [[Madras]] zu kommen. Am 11. Oktober 1883 schiffte er sich in [[San Francisco]] ein und, nach Zwischenstopps in Japan und China, erreichte er am 4. Dezember Madras. Dem Beispiel einiger führender Theosophen in Adyar folgend, trat Hartmann am 26. Dezember 1883 zum [[Buddhismus]] über. Innerhalb kürzester Zeit wurde er engster Vertrauter von Blavatsky, Olcott sowie [[Subba Row]] und schließlich administrativer Leiter der TG-Zentrale. Hartmann setzte sich intensiv mit den Lehren der [[Theosophie]] auseinander, vertiefte sich in die Philosophie von Buddhismus und [[Hinduismus]] und beschäftigte sich mit den verschiedenen Ausprägungen des [[Yoga]]. Während Blavatsky, die Hartmann gerne &amp;#039;&amp;#039;dirty Franz&amp;#039;&amp;#039; nannte, und Olcott von Februar bis Dezember 1884 auf einer Europareise von Adyar abwesend waren, begann die umstrittene [[Coulomb-Affäre]] Wellen zu schlagen, diese zog sowohl den Ruf Blavatskys als auch der TG in Mitleidenschaft. Hartmann, als Mitglied des Kontrollrates der TG in Adyar, versuchte Blavatsky zu verteidigen, kam dadurch in Konflikt mit den aufgebrachten Anhängern der TG und der durch den Bericht ungünstig beeinflussten öffentlichen Meinung. Dies torpedierte die Ausübung der leitenden Funktion Hartmanns bei der Adyar-TG und machte seinen weiteren Aufenthalt in Indien unmöglich. Gemeinsam mit Blavatsky, deren Bleiben in Indien durch diese Vorfälle ebenfalls nicht mehr erwünscht war, verließ er im Frühjahr 1885 das Land (zwischen 26. März und 7. April; es gibt unterschiedliche Angaben über den Abreisetermin), um nie mehr dorthin zurückzukehren. In Neapel angekommen, trennte er sich nach einigen Tagen endgültig, doch in bestem Einvernehmen, von Blavatsky, um nach Kempten zu fahren, wo er am 20. Mai 1885 eintraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In Deutschland ====&lt;br /&gt;
Schon kurz vor dem 23. Oktober 1884 hatte Wilhelm Hübbe Schleiden Franz Hartmann in die Liste der Mitglieder der theosophischen [[Loge Germania]] aufgenommen. Diese zeigte jedoch seit Januar 1886 durch die mittlerweile auch in Deutschland bekannt gewordene Coulomb-Affäre bereits ernste Auflösungserscheinungen und war dadurch nicht mehr in der Lage, die theosophische Idee wirksam zu verbreiten. Sie löste sich durch Majoritätsbeschluss am 31. Dezember 1886 auf.&lt;br /&gt;
So reifte in Hartmann der Gedanke, eine „neue“ deutsche TG zu gründen. Diese sollte unbelastet vom ruinierten Ruf der Adyar-TG entstehen, und durch [[Katherine Tingley]], die designierte Präsidentin der [[Theosophische Gesellschaft in Amerika|Theosophischen Gesellschaft in Amerika]], bot sich ihm 1896 diese Gelegenheit. Tingley besuchte in diesem Jahr auf ihrer Werbe-Weltreise für die (amerikanische) Theosophie auch Deutschland. Schon vorher hatte Hartmann [[Paul Raatz]] kennengelernt, und unter dessen Führung wurde am 24. Juni 1896 in Berlin die [[Theosophische Gesellschaft in Europa (Deutschland)]] (TGE) gegründet. Auf der ersten Hauptversammlung am 30. August 1896 wurde Hartmann unter Anwesenheit von Katherine Tingley zum Präsidenten der neuen Gesellschaft gewählt, [[Theodor Reuss]] wurde Vizepräsident. Am 3. September 1897 trennte sich Hartmann wieder von der TGE, um am selben Tag in München die [[Internationale Theosophische Verbrüderung]] (I.T.V.) zu gründen. Diese sollte als übergeordnete Organisation alle theosophischen Logen vereinigen. Hartmann war ein Jahr lang selbst Präsident der I.T.V., 1898 übergab er dieses Amt an [[Hermann Rudolph (Theosoph)|Hermann Rudolph]] (1865–1946). Unter dem Dach der I.T.V. gründete Hartmann 1898 in Leipzig die [[Theosophische Gesellschaft in Deutschland]] (TGD), deren Mitglieder in Folge oft als „Hartmannianer“ bezeichnet wurden, da deren theosophische Richtung von ihrem Gründer geprägt war. Diese Gesellschaft besteht bis heute (2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In Österreich ====&lt;br /&gt;
Hartmann kannte seit Mitte der 1880er-Jahre den vielseitig gebildeten und esoterisch interessierten [[Friedrich Eckstein]] in Wien, dieser hatte die Theosophie bereits früher kennengelernt und war 1884 mit Blavatsky und Olcott in England zusammengetroffen. Hartmann fand hier einen Geistesverwandten und machte ihn, und später auch seine Frau [[Bertha Diener]], neben der Theosophie mit verschiedenen [[Yoga]]techniken bekannt. Eckstein wiederum war eng mit [[Sigmund Freud]] befreundet, der auf diese Weise die Theosophie und Yoga kennenlernte. Zu Ecksteins Bekanntenkreis gehörte auch der zu dieser Zeit in Wien studierende [[Rudolf Steiner]], der durch diese Quelle erstmals mit der Theosophie intensiv in Berührung kam. Eckstein, bekannt mit zahlreichen „Größen“ der Zeit um die Jahrhundertwende (19./20.), vermittelte seine theosophische Ideen auch u. a. an [[Anton Bruckner]], [[Hugo von Hofmannsthal]], [[Karl Kraus]], [[Adolf Loos]], [[Robert Musil]], [[Rainer Maria Rilke]], [[Felix Salten]], [[Arthur Schnitzler]], [[Franz Werfel]] und [[Hugo Wolf]].&lt;br /&gt;
Als Eckstein, durch eine von [[Helena Blavatsky]] 1886 ausgestellte Stiftungsurkunde ermächtigt, eine &amp;#039;&amp;#039;Wiener Theosophische Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; gründete, wurde Hartmann als Präsident gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 kam Hartmann über die okkulte Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Gnosis&amp;#039;&amp;#039; (1904 mit Rudolf Steiners Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Luzifer&amp;#039;&amp;#039; zur [[Lucifer-Gnosis]] vereinigt), in Kontakt mit [[Guido von List]], welcher dort einen Artikel über die „arische Ursprache“ veröffentlicht hatte. Hartmann stellte den Kontakt zur Wiener und zur deutschen TG (TGD) her und machte List mit der Theosophie bekannt. List begeisterte vor allem der Eklektizismus der theosophischen Lehren. Er übernahm aus ihnen kosmologische Vorstellungen u.&amp;amp;nbsp;a. auch die [[Wurzelrasse]]nhypothese von Helena Blavatsky und missbrauchte sie durch Vermischung mit dem [[Rassismus]] des [[Arthur Gobineau]] zu einer „[[Ariosophie]]“. Aus der Bekanntschaft mit List entwickelte Hartmann ein Naheverhältnis zur [[Guido-von-List-Gesellschaft]], wie sie bis zu seinem Tod 1912 bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Kellner (Chemiker)|Karl Kellner]], ein Wiener Papier-Industrieller, kam durch Hartmann mit der Theosophie und Yoga in Berührung. Zusammen entwickelten sie in den 1890er-Jahren das &amp;#039;&amp;#039;Lignosulfit-Inhalationsverfahren&amp;#039;&amp;#039; gegen [[Keuchhusten]] und [[Tuberkulose]]. Hartmann konnte, durch Vermittlung Kellners, eine gut bezahlte Anstellung im &amp;#039;&amp;#039;Sanatorium Lahmann&amp;#039;&amp;#039;, im österreichischen Hallein, bekommen, wo er dieses Verfahren mit Erfolg u. a. an [[Gustav Meyrink]] anwandte. Für Hartmann, der die meiste Zeit seines Lebens unter chronischem Geldmangel litt, war diese Stelle vor allem in finanzieller Hinsicht interessant, sicherte diese ihm doch ein regelmäßiges Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Schweiz ====&lt;br /&gt;
Um 1889 entwickelte der Politiker und [[Theosophie|Theosoph]] [[Alfredo Pioda]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|3532|Alfredo Pioda|Autor=Andrea Ghiringhelli|Datum=2011-04-04|Abruf=2019-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeinsam mit Franz Hartmann und Countess [[Constance Wachtmeister]] den Plan, auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Monte Monescia]]&amp;#039;&amp;#039; ein theosophisches Kloster mit Namen «Fraternitas» zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.monteverita.org/de/82/chronik.aspx |text=&amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20171117002947}} Monteverita.org; abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Geheimgesellschaften und Geheimbünden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmann, Kellner und [[Theodor Reuss]] betätigen sich ab 1902 bei der Verbreitung eines Ritus ägyptischer [[Grad (Freimaurerei)|Hochgradmaurerei]], den der englische Okkultist [[John Yarker]] durch Zusammenlegung des Memphis- und des Misraim-Ritus geschaffen hatte. Am 27. Dezember 1903 wurde Karl Kellner zum 33°, 90°, 96° von England und Deutschland ernannt. Nach dem Tod von Karl Kellner erteilte Yarker 1905 an Reuss 33°, 96°, Franz Hartmann 33°, 95°, [[Heinrich Klein (Okkultist)|Heinrich Klein]] 33°, 95° die Berechtigung, die Grade des Memphis-Misraim-Ritus 1–33°, 90°, 95° zu bearbeiten. Bereits um 1904 begann sich Franz Hartmann von Reuss und Kellner wegen ihrer okkulten Praxis scharf zu distanzieren. Den „Deal“, den Reuss mit [[Rudolf Steiner]] im Januar 1906 schloss, welcher im Grunde einen Verkauf von Hochgraden beinhaltete, versuchte Franz Hartmann zu verhindern. Der 22. Januar 1906 ist das erste Datum einer (englischen) Konstitution der [[Ordo Templi Orientis]] (O.T.O.), den Reuss zu einer Art Dachverband gestaltet. Rückwirkend nahm er den [[Memphis-Misraïm-Ritus]] in den O.T.O. auf und erklärt alle Memphis-Misraim-Mitglieder von 1902 bis 1906 ohne deren Wissen und Einverständnis rückwirkend zu O.T.O.-Mitgliedern. Reuss bezweckte damit, für Werbung neuer Mitglieder eine beachtliche Ahnengalerie vorweisen zu können. Daraus ergab sich für die historische Forschung zunächst die Meinung, Hartmann und auch Steiner seien Mitglieder des O.T.O. gewesen, was sie jedoch nie waren. Hochgradige Vertreter des damaligen deutschen Memphis-Misraim wie z. B. Paul Eberhardt und Emil Adrianyi erfuhren erst um 1912 von der Existenz eines O.T.O. und vertraten die Auffassung, dass Reuss das Gründungsdatum des O.T.O. auf 1906 vordatiert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter-R. König: &amp;#039;&amp;#039;Der O.T.O.Phänomen Remix.&amp;#039;&amp;#039; ARW, München 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu auch die Veröffentlichung von [[Peter-Robert König]]: [http://www.parareligion.ch/steiner_.htm Rudolf Steiner (1861–1925): niemals Mitglied irgendeines O.T.O.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Horst Miers vermutet in seinem &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Geheimwissens&amp;#039;&amp;#039;, dass Hartmann, zusammen mit [[Leopold Engel]], in [[Dresden]] den &amp;#039;&amp;#039;Esoterischen Orden von Rosenkreuz&amp;#039;&amp;#039; gegründet haben soll. Da Hartmann jedoch (irdisch) organisiertes Rosenkreuzertum deutlich ablehnte und stattdessen eine lose geistige Vereinigung theosophischer Adepten befürwortete, erscheint diese Vermutung sehr fraglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Lamprecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Schriftsteller ===&lt;br /&gt;
Franz Hartmann galt als Meister der Sprache. Selbst schwierige Zusammenhänge vermochte er in einfachen und leicht verständlichen Worten darzulegen. Seinen Worten zufolge wollte er niemals Schriftsteller werden, sondern begann zum „Selbstunterricht“ zu schreiben, anfangs in [[Englische Sprache|Englisch]], erst später in Deutsch. Sein Hauptwerk war die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Lotusblüten (Zeitschrift)|Lotusblüten]]&amp;#039;&amp;#039;, die er 13 Jahre lang herausgab und in der er den größten Teil der Artikel selbst schrieb. Viele dieser Aufsätze wurden später in Buchform veröffentlicht. Daneben publizierte er u. a. auch in den Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;[[Sphinx (Zeitschrift)|Sphinx]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Metaphysische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;. Neben den [[Christliche Mystik|christlichen Mystikern]] schrieb er über [[Yoga]], die [[Veda|Veden]], [[Upanishaden]] und die [[Bhagavad Gita]]. [[Okkultismus]] und [[Magie]] gehörte ebenso zu seinem Repertoire wie Themen aus der Theosophie. Hartmann betätigte sich auch als Übersetzer, so z. B. der Bhagavad Gita oder des [[Daodejing|Tao Te King]] aus dem Englischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Hartmann Gedenktafel.jpg|mini|Gedenktafel für Franz Hartmann in Kempten]]&lt;br /&gt;
Hartmann bereiste seit 1885 praktisch nur mehr die deutschsprachigen Länder und England, diese jedoch umso häufiger, dabei hielt er zahlreiche Vorträge, in erster Linie für die Theosophie. Er starb am 7. August 1912 in [[Kempten (Allgäu)]] während der Heimfahrt von einer Vortragsreise zu seinem letzten Wohnsitz in [[Algund]] bei Meran. Begraben wurde er in Kempten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Hartmann kann als einer der wichtigsten Wegbereiter der Theosophie im deutschsprachigen Raum angesehen werden. Neben seinen vielen Kontakten erreichte er durch zahlreiche Vorträge und Publikationen ein großes und vor allem einflussreiches Publikum. Er schuf Verbindungen zwischen der religiös-mystischen Welt Indiens und Europas und trug damit wesentlich zur Verbreitung [[Östliche Philosophie|östlicher Philosophien]] im Westen bei. Andererseits steht Hartmanns Werk im Widerspruch zu den traditionellen [[Liste der christlichen Konfessionen|christlichen Konfessionen]] und wird deshalb auch von diesen abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lotusblüten (Zeitschrift)|Lotusblüten]]&amp;#039;&amp;#039;, als Herausgeber&lt;br /&gt;
* Johannes Fährmann (d. i. Hans Fändrich): &amp;#039;&amp;#039;Franz Hartmanns ausgewählte theosophische Werke, 10 Bände.&amp;#039;&amp;#039; Schatzkammerverlag, Buenos Aires/Calw 1954–1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Andere Dimensionen des Denkens, Wissen und Erkenntnis, eine Einführung in die Geheimwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Manas, Stuttgart 1984, ISBN 3-89071-004-2: Titel der Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Populäre Vorträge über Geheimwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autobiographie.&amp;#039;&amp;#039; Theosophie in Bewegung e.&amp;amp;nbsp;V., Frankfurt a. M., Schriftenreihe Nr. 04.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen über das Tao-Teh-King. Der Weg, die Wahrheit und das Licht.&amp;#039;&amp;#039; Theosophische Central-Buchhandlung, Leipzig o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelium Buddhas, sein Leben und seine Lehre&amp;#039;&amp;#039;. Ullrich, Calw 1994, ISBN 3-924411-52-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdige Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Theosophisches Verlagshaus, Leipzig o. J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erkenntnislehre der Bhagavad-gita, im Lichte der Geheimlehre betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Kolbermoor 1999, ISBN 3-930664-06-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geheimlehre in der christlichen Religion nach der Erklärung von Meister Eckhart.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Wilhelm Friedrich, Leipzig o. J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwarze &amp;amp; Weiße Magie&amp;#039;&amp;#039;, 1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Mystik in Goethes „Faust“, Eine Betrachtung.&amp;#039;&amp;#039; Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Symbole der Bibel und der Kirche, ihre esoterische Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Schatzkammerverlag, Calw 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elementargeister. Ihre Natur und verschiedene Charaktere, Gruppen, Arten und Klassen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Heliakon, 2012, ISBN 978-3-943208-04-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Geheimlehre von H. P. Blavatsky.&amp;#039;&amp;#039; Schatzkammerverlag, Calw 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermetische Kindergeschichten.&amp;#039;&amp;#039; Jaeger’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 38 o..J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jehoshua der Prophet von Nazareth.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Heliakon, 2012, ISBN 978-3-943208-05-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karma oder Wissen, Wirken und Werden, mit praktischen Anweisungen über die okkulte Wissenschaft für alle, die nicht nur wissen, sondern auch werden wollen.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Kolbermoor 1999, ISBN 3-930664-00-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Eine Untersuchung der Natur und Ursachen des Scheintodes und der Mittel zur Verhütung des Lebendigbegrabenwerdens.&amp;#039;&amp;#039; Theosophisches Verlagshaus Dr. Hugo Vollrath, Leipzig o. J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mysterien, Symbole und magisch wirkende Kräfte.&amp;#039;&amp;#039; Lotus-Verlag, Leipzig 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theophrastus Paracelsus als Mystiker.&amp;#039;&amp;#039; Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theosophische Korrespondenz, Enthaltend die Beantwortung zahlreicher Fragen in Bezug auf Theosophie, Magie, Occultismus, Spiritismus, Geheimwissenschaften u.s.w.&amp;#039;&amp;#039; Lotus-Verlag, Leipzig o. J. (nach 1901).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter den Adepten und Rosenkreuzern.&amp;#039;&amp;#039; Schikowski, Berlin 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter den Adepten. Vertrauliche Mittheilungen aus den Kreisen der indischen Adepten und christlichen Mystiker.&amp;#039;&amp;#039; Lotus-Verlag, Leipzig 1901.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter den Gnomen im Untersberg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Wilhelm Friedrich, Leipzig o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vertrauliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Zweite erweiterte Auflage, Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was ist Yoga?&amp;#039;&amp;#039; Schatzkammerverlag, Calw 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grundlagen der astrologischen Geomantie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Heliakon, 2015, ISBN 978-3-943208-24-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Einbeck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedächtnis an Dr. Franz Hartmann (1838–1912)&amp;#039;&amp;#039;. Theosophischer Kultur-Verlag, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* Franz Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Autobiographische Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Ullrich, Calw o.&amp;amp;nbsp;J., ISBN 3-924411-44-1.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629212333/http://www.bautz.de/bbkl/h/hartmann_f.shtml |band=17|spalten=615-619|autor=Wolfgang Heller|artikel=Hartmann, Franz}}&lt;br /&gt;
* Georg Priem: &amp;#039;&amp;#039;Franz Hartmann, sein Leben und Wirken, Eine Gedenkschrift zur Erinnerung an den Gründer der Internationalen Theosophischen Verbrüderung&amp;#039;&amp;#039;. Theosophischer Kultur-Verlag, Leipzig 1912.&lt;br /&gt;
* K. O. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Mysterien der Seele, Dynamische Theosophie von A-Z, Ein Franz Hartmann-Brevier&amp;#039;&amp;#039;. Drei Eichen Verlag, Engelberg und München 1979, ISBN 3-7699-0319-6.&lt;br /&gt;
* Helena Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Weisheitsreligion&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel XX: &amp;#039;&amp;#039;Neuzeitliche Verkünder der Weisheitsreligion, Dr. Franz Hartmann&amp;#039;&amp;#039;. Seite 422 ff., 2. Auflage, Adyar-Verlag, Graz 1970.&lt;br /&gt;
* Charlotte Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Hartmann – Die Botschaft der Theosophie&amp;#039;&amp;#039;, Eine Auswahl aus seinem Gesamtwerk mit einem biografischen Essay von Stefanie Walter, Aquamarin Verlag, Grafing 2018, ISBN 978-3-89472-834-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118546287}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118546287}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL1173840A|Franz Hartmann}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/b29931150 &amp;#039;&amp;#039;Im Vorhof des Tempels der Weisheit. Pansophia&amp;#039;&amp;#039;], München, 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biographien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.magieausbildung.de/Biographien/h/franz_hartmann/hartmann.htm Ausführliche Biografie]&lt;br /&gt;
* [http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/hartmann-franz_g.htm~main2 Franz Hartmann] Kurze Biografie sowie Zitate und Gedanken Hartmanns (im Index unter „Hartmann, Franz“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitgliedschaften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.parareligion.ch/sunrise/carl.htm Zusammenhänge zwischen Karl Kellner und Hartmann]&lt;br /&gt;
* [http://www.parareligion.ch/sunrise/hartmann.htm Hartmann war nie Mitglied im OTO, wird hier behauptet] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.hermetic.com/sabazius/hartmann.htm Kurze Biografie und Bild und Zusammenhänge mit dem OTO] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.georgetown12.org/ Die Website seiner Freimaurerloge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118546287|LCCN=n50026762|VIAF=15561101}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hartmann, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theosoph (Theosophische Gesellschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hartmann, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theosoph und Autor von esoterischen Werken&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Donauwörth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. August 1912&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kempten (Allgäu)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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