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	<title>Franz Georg Lock - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:56:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DCB: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-06-03T13:40:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franc Jurij Lok.JPG|mini|hochkant|Franc Georg Lock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Georg Lock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hsbS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Jurij Lok&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[3. Oktober]] [[1751]] in [[Wittichenau]]; † [[7. September]] [[1831]] in [[Bautzen]]) war von 1796 bis zu seinem Tod [[Dekan (Kirche)|Dekan]] des katholischen Kapitels [[Dom St. Petri (Bautzen)|St. Petri]] in Bautzen und [[Apostolischer Präfekt]] des [[Bistum Meißen|Bistums Meißen]] in den beiden [[Lausitz]]en. Lock, der auch die Bischofsweihe erhielt, gilt als bedeutendster Vertreter der [[Katholische Aufklärung|Aufklärung]] bei den [[Sorben]] und als Unterstützer liberaler Reformbestrebungen in der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Georg Lock war der Sohn eines sorbischen Schuhmachermeisters. Auf Empfehlung seines Heimatpfarrers [[Martin Nugk von Lichtenhoff|Martin Nugk]] wurde er 1765 an das [[Wendisches Seminar|Wendische Seminar]] in [[Prag]] geschickt, um in der böhmischen Hauptstadt das Gymnasium und ab 1771 ein Theologiestudium zu absolvieren. 1776 erhielt er ebendort im [[Veitsdom]] die Priesterweihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006003 007 Seitenansicht Dom St. Petri.jpg|miniatur|hochkant|Der Bautzener Petridom, die wichtigste Wirkungsstätte Locks]]&lt;br /&gt;
Martin Nugk, der inzwischen Domdekan geworden war, berief Lock als Domvikar an den [[Dom St. Petri (Bautzen)|Petridom]] in Bautzen. Dort zeichnete er sich bald als Prediger und Katechet aus. 1796 erhielt er eine Domherrenstelle und wurde noch im selben Jahr zum Dekan des Kapitels gewählt. Damit war er zugleich Präfekt der katholischen Kirche in den beiden Lausitzen. Lock genoss die Wertschätzung des sächsischen Kurfürsten und späteren Königs [[Friedrich August I. (Sachsen)|Friedrich August]], der deshalb bei Papst [[Pius VII.]] beantragte, ihn zum Bischof weihen zu lassen. Der Papst willigte ein und ernannte Lock 1801 zum [[Titularbischof]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Titularbistum Antigonea|Antigonea]]&amp;#039;&amp;#039;; die Bischofsweihe erfolgte im selben Jahr durch Bischof [[Wenzel Leopold Chlumčanský von Přestavlk]] in Prag. 1811 unterbreitete Lock dem sächsischen Hof Vorschläge zur Erneuerung eines katholischen Landesbistums in Sachsen. Die Wiedererrichtung des Bistums Meißen unterblieb aber aus finanziellen und politischen Gründen und wurde erst 110 Jahre später ins Werk gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Friedrich Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiedererrichtung des Bistums Meissen 1921 und ihre Vorgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1992, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 unterstellte Papst Pius VII. mit der Bulle [[De salute animarum]] die im Zuge des [[Wiener Kongress]]es an Preußen gefallenen Teile der Lausitzen dem [[Erzbistum Breslau]]. Die Jurisdiktion der Bautzener Präfektur war fortan auf den sächsischen Teil der Oberlausitz beschränkt, sie verlor dadurch aber nur zwei Pfarreien, [[Neuzelle]] und Wittichenau, die Heimatgemeinde Locks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen geistlichen Pflichten interessierte sich Bischof Lock vor allem für das Bildungswesen. Er kümmerte sich um die Verbesserung des Schulwesens in den zum Domstift gehörigen Dörfern, wobei er die evangelischen Dorfschulen ebenso förderte wie die katholischen. 1802 verfasste er eine neue Schulordnung für alle Bildungsstätten seines Sprengels. Außerdem ließ der Bischof einige Lehr- und Gebetbücher für die katholische Jugend herausgeben. Besondere Aufmerksamkeit widmete Lock dem Wendischen Seminar in Prag, in dem er selbst ein Jahrzehnt gelebt hatte. Intensiv förderte er dort die Sprachstudien der sorbischen Priesteramtskandidaten. So genehmigte er zum Beispiel ein wöchentliches sprachwissenschaftliches Kolleg, das von dem bedeutenden Slawisten [[Josef Dobrovský]] gehalten wurde. Mit ihm stand Lock seit der gemeinsamen Prager Studienzeit in freundschaftlichem Kontakt. 1824 ernannte Lock den tschechischen [[Bernard Bolzano|Bolzano]]-Schüler Franz Prihonsky (1788–1859) zum Präses des Wendischen Seminars. Die Bibliothek des Prager Instituts vermehrte er durch eigene Ankäufe wie auch durch die Vermittlung von Schenkungen und Nachlässen. Auch die Bibliothek des Domstifts in Bautzen vergrößerte Lock durch zahlreiche Neuerwerbungen. Als theologischer Vertreter der katholischen Aufklärung sammelte er vor allem kirchliche Reformliteratur und pädagogische Arbeiten, aber auch [[Kinder- und Jugendliteratur]]. In seinem Auftrag legte der Kanoniker Franz Prihonsky neue Kataloge für die Bibliothek an.&amp;lt;ref&amp;gt; Bernhard Fabian (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band 17/18: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen: A-Z.&amp;#039;&amp;#039; Hildesheim 1997, S. 71 ([https://fabian.sub.uni-goettingen.de/fabian?Domstiftsbibliothek_St._Petri Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; 1824 wurde Lock auch Mitglied der [[Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften|Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mikławšk – Franc Jurij Lok.jpg|mini|hochkant|Grabstein von Franz Georg Lock auf dem Bautzener Nikolaifriedhof]]&lt;br /&gt;
1819 weihte Lock den neu ernannten Apostolischen Vikar für Sachsen [[Ignaz Bernhard Mauermann]] in Dresden zum Bischof. Dieser wurde 1831 nach dem Tod Locks auch dessen Nachfolger als Domdekan und Präfekt in der Oberlausitz. Franz Georg Lock wurde in Bautzen auf dem [[St.-Nikolai-Kirche (Bautzen)|Nikolaikirchhof]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lock war als liberaler und toleranter Kleriker, &amp;#039;&amp;#039;als Mann, der nicht viel nach Rom fragte&amp;#039;&amp;#039;, auch unter den sächsischen Protestanten allgemein anerkannt, was in verschiedenen überschwänglichen Würdigungen zu seinem goldenen Priesterjubiläum und in den Nachrufen zum Ausdruck kam. Diese Hochschätzung wurde von katholischer Seite teilweise mit Argwohn gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nekrolog im &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin|Neuen Lausitzischen Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1832, S. 117–120, insbesondere S. 120 ([https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?u=1&amp;amp;num=120&amp;amp;seq=1&amp;amp;view=image&amp;amp;size=100&amp;amp;id=nyp.33433009861612 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Locks Wirkung als katholischer Aufklärer gründet sich vor allem auf seine praktische Arbeit als Bildungsreformer und die Unterstützung reformorientierter Persönlichkeiten wie [[Bernard Bolzano]], Josef Dobrovsky und Franz Prihonsky. Eigene wissenschaftliche Schriften hat Lock nicht hinterlassen; im Bautzener Domstiftsarchiv ist lediglich ein Manuskript Locks überliefert, in dem sich der Bischof mit der Verwendung der Volkssprache in der katholischen Liturgie befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;F. G. Lock episcopo Antigonensi … sacerdotium quinquaginta annorum pie gratulatur clerus capituli Budissini.&amp;#039;&amp;#039; Budissae 1826. (Festschrift zum 30. Jahrestag der Wahl Locks zum Domdekan).&lt;br /&gt;
* Nekrolog im &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin|Neuen Lausitzischen Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1832, S. 117–120 ([https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?u=1&amp;amp;num=117&amp;amp;seq=1&amp;amp;view=image&amp;amp;size=100&amp;amp;id=nyp.33433009861612 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Rudolf Kilank: &amp;#039;&amp;#039;Franz Georg Lock. Ein Beitrag zur katholischen Aufklärung in der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Berlin (Ost) 1970.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Gatz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1983, ISBN 3-428-05447-4, S. 457.&lt;br /&gt;
* [[Trudla Malinkowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Sorbische Denkmale. Handbuch sorbischer Gedenk- und Erinnerungsstätten&amp;#039;&amp;#039;. Domowina Verlag, Bautzen 2022, ISBN 978-3-7420-2647-7, S. 40.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Bischof|blockg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Wenzel Kobalz]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Ignaz Bernhard Mauermann]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bischöfe von Dresden-Meißen#Apostolische Präfekten von Meißen|Apostolischer Präfekt der Lausitzen]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1796–1831&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Apostolische Präfekten von Meißen (1560–1921)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1106272285|VIAF=28146937714813831611}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lock, Franz Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1751]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1831]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lock, Franz Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lok, Franc Jurij (sorbisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Bischof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Oktober 1751&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wittichenau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. September 1831&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DCB</name></author>
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