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	<title>Franz Clement - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Suessmayr am 22. Dezember 2025 um 15:33 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Clement 2.jpg|mini|Das Grab Franz Clements in seinem heutigen Zustand im Gräberhain des Währinger Schubertparks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Joseph Clement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. November]] [[1780]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Zuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Laute und Gitarre.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Zeitschrift für die Gitarre, Wien 1926 (1928), S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; getauft am 18. November&amp;lt;ref&amp;gt;Pfarre St. Michael, Taufbuch Tom. 1780–83, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Wien]]; † [[3. November]] [[1842]] ebenda) war ein [[österreich]]ischer [[Violinist]], [[Pianist]], [[Dirigent]] und [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Franz Clements Vater war Tafeldecker, Wegedirektor und Geiger in der privaten Musikkapelle von Generalfeldzeugmeister [[Ferdinand Philipp von Harsch|Ferdinand Philipp Graf von Harsch zu Almedingen]] (1704–1792); selbst unterrichtete er seinen Sohn von dessen vierten bis zum siebten Lebensjahr im Geigenspiel. Danach erhielt er Unterricht bei dem [[Violinist]]en Franz Kurzweil dem Älteren. Clement debütierte im Alter von neun Jahren im Wiener [[Hofburgtheater]] auf seiner Diminutivgeige. Als &amp;#039;&amp;#039;[[Wunderkind]]&amp;#039;&amp;#039; unternahm er in Begleitung seines Vaters Konzertreisen durch die Niederlande und England, unter anderem spielte er am 7. Juli 1791 in [[Oxford]] bei der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] [[Joseph Haydn]]s (1732–1809) zum [[Ehrendoktor]]. Im Jahr der Rückkehr nach [[Kontinentaleuropa]] trat er am 9. August 1792 vor dem an diesem Tag in [[Prag]] zum [[König von Böhmen]] gekrönten [[Franz II. (HRR)|Franz I.]] (1768–1835) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|02|03|1793|15|AUTOR=|Große musikalische Akademie|ZUSATZ=Nr. 18/1793|ALTSEITE=559, unten rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1802 war Clement Orchesterdirektor ([[Konzertmeister]]) am [[Theater an der Wien]]. Im Theaterbetrieb als angenehme Abwechslung empfunden wurden die [[Akademie#Zum Begriff|Akademien]]: Bei der von Clement am 7. April 1805 veranstalteten Akademie wurde Beethovens [[3. Sinfonie (Beethoven)|Dritte Sinfonie]] erstmals öffentlich aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Bauer: &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Theater an der Wien&amp;#039;&amp;#039;. Amalthea-Verlag, Zürich/Wien (u. a.) 1952, [https://permalink.obvsg.at/AC01453251 OBV], S. 60 und 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Clement für die Akademie zu Weihnachten 1806 ein Vorzeigestück brauchte, erteilte er [[Ludwig van Beethoven]] (1770–1827) den Auftrag für ein Violinkonzert. Am 23. Dezember 1806 brachte er Beethovens [[Violinkonzert (Beethoven)|Violinkonzert]] zur Uraufführung, ohne über ausreichend Probezeit verfügt zu haben. Der geniale Virtuose meisterte die Aufgabe mit Bravour. Clement liebte seinen Vortrag mit &amp;#039;&amp;#039;Effectchen&amp;#039;&amp;#039; zu versehen. So stand auf dem Anschlagzettel zum oben genannten Konzert als besonderer Punkt: „Wird Herr Clement auf der Violine phantasiren und auch eine Sonate auf einer einzigen Saite mit umgekehrter Violin spielen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 nahm er Urlaub und trat eine Kunstreise in das [[Russisches Kaiserreich|Russische Kaiserreich]] an. In [[Riga]] schuldlos der Spionage verdächtigt, wurde er nach Aufenthalten in [[Sankt Petersburg|Petersburg]] und [[Brody (Ukraine)|Brody]] an die österreichische Grenze eskortiert, von wo er sich, mittellos geworden, durch Auftritte bis Wien durchschlug. Da sein Posten im Theater an der Wien besetzt war, nahm er für den Sommer 1812 im nahen [[Stadttheater Baden|Stadttheater Baden bei Wien]] eine Verpflichtung als Musikdirektor an, in welcher er das Orchester des am 9. Mai 1812 nach einem Neubau wiedereröffneten Hauses leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Willander: &amp;#039;&amp;#039;Baden, ein Weimar der Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Johann Kräftner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Weilburg. Baden im Biedermeier. Eine Ausstellung der Stadtgemeinde Baden im Frauenbad vom 23. September 1988 bis 31. Jänner 1989&amp;#039;&amp;#039;. Grasl, Baden 1988, ISBN 3-85098-186-X, S. 56 und 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl in Baden bereits für 1811&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Jahre 1803 bis 1833&amp;#039;&amp;#039;. In: Alfred Willander: &amp;#039;&amp;#039;Baden bei Wien – Stadt der Musik&amp;#039;&amp;#039;. Kral, Berndorf 2007, ISBN 3-902447-23-0, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Kapellmeister vorgesehen, ging Clement mit Sommersaison 1813&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|thz|05|06|1813|03|NAME=Theater-Zeitung|Nachrichten von fremden Bühnen. Prag. (…) Herr Direktor Clement ist bey uns angekommen|ZUSATZ=Nr. 67/1813 (VI. Jahrgang)|ALTSEITE=259, Mitte links.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Orchesterdirektor unter [[Carl Maria von Weber]] (1786–1826) an das [[Ständetheater]] Prag. 1817 kehrte er an das Theater an der Wien zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clement, der auch ein ausgezeichneter Pianist war, ist der Nachwelt wegen seines außergewöhnlichen musikalischen Gedächtnisses bekannt. So verfertigte er einen Klavierauszug von Haydns &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schöpfung]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Luigi Cherubini|Cherubinis]] Oper &amp;#039;&amp;#039;Faniska&amp;#039;&amp;#039; aus dem Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1859) b 188.jpg|mini|Das Grab von Clement 1859 (rechts), damals schräg gegenüber jenem Beethovens.]]&lt;br /&gt;
Im Alter galt er als ein merkwürdiger und schwieriger Charakter; so soll er im Sommer wie im Winter denselben leichten Rock getragen haben und arg verwahrlost gewesen sein. Er starb zwei Wochen vor seinem 62. Geburtstag in einem Kaffeehaus auf der Laimgrube. Seine Ehefrau Kunigunde Theresia war schon 1831 gestorben. Clements Grab&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Musik-Adreßbuch. Wien. 22.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bartholf Senff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Signale für die musikalische Welt.&amp;#039;&amp;#039; Band 1869 (XXVII. Jahrgang), Eigenverlag, Leipzig 1869, [https://permalink.obvsg.at/AC10319826 OBV], S. 868. – [https://archive.org/stream/bub_gb_kR1opIUi50EC#page/n877/mode/1up Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem ehemaligen [[Währinger Ortsfriedhof]] ist erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Clements Stammbuch==&lt;br /&gt;
Von musikgeschichtlichem Interesse ist das umfangreiche Stammbuch Franz Clements, in das sich von 1789 bis 1806 viele bedeutende Musiker eintrugen, darunter [[Joseph Haydn]], [[Johann Nepomuk Hummel]] und [[Ludwig van Beethoven]].&amp;lt;ref&amp;gt;C. F. P. [= [[Carl Ferdinand Pohl]]], &amp;#039;&amp;#039;Ein Künstler-Album&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Signale für die musikalische Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 26, Nr. 52 vom 6. Dezember 1868, S. 1089–1092 ([https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=smw&amp;amp;datum=1868&amp;amp;page=1097&amp;amp;size=45&amp;amp;qid=XVCY50V94IXCRCVSNYFHN4MILCQ02W Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befindet sich heute in der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] und ist als Digitalisat im Internet einsehbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://onb.digital/result/10021D91 Stammbuch von Franz Clement]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orchester ===&lt;br /&gt;
* Konzert für Klavier und Orchester B-Dur op. 5 (1803)&lt;br /&gt;
* Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur (1805)&lt;br /&gt;
* Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 d-Moll (1810)&lt;br /&gt;
* Polonaise (1819)&lt;br /&gt;
* Polonaise (1828)&lt;br /&gt;
* Grand Divertissement (1829)&lt;br /&gt;
* Rondo op.36 mit Streichquartett&lt;br /&gt;
* Concertine brillante mit Streichquartett&lt;br /&gt;
* Variationen op.1 mit Streichquartett, 2 Oboen und 2 Hörner&lt;br /&gt;
* Grand Potpourri op. 30 (1820)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kammermusik ===&lt;br /&gt;
* Variationen für Flöte und Gitarre op. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solowerke für Violine ===&lt;br /&gt;
* 8 Solovariationen&lt;br /&gt;
* 6 Soloetüden&lt;br /&gt;
* 6 Solovariationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Clement, Franz|2|384|384|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|4|319|320|Clement, Franz Joseph|Carl Ferdinand Pohl|ADB:Clement, Franz}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|284|285|Clement, Franz Joseph|Werner Bollert|116543450}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|149|149|Clement, Franz|}}&lt;br /&gt;
* {{OeML|Clement_Franz|Clement, Franz Joseph|ETH}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Kammertöns]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Clement&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Violine&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Stefan Drees, Laaber 2003, ISBN 3-89007-544-4, S. 162–163.&lt;br /&gt;
* Kurt Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Einer der ersten bekannten Badener Kapellmeister sowie Widmungsträger von L(udwig) v(an) Beethovens Violinkonzert, Franz Clement. Eine Studie aus [[Baden bei Wien|Badener]] Sicht über den zu Unrecht vergessenen Künstler.&amp;#039;&amp;#039; (Eigenverlag), (Leesdorf/Baden bei Wien) s. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{IMSLP|id=Clement, Franz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116543450|LCCN=no2005064116|VIAF=27334173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clement, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Ludwig van Beethoven]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Geiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1780]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Clement, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Clement, Franz; Klement, Franz; Clement, Franz Joseph Gregor Innozenz Adeodat (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Violinist, Komponist und Dirigent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. November 1780&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. November 1842&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Suessmayr</name></author>
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