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	<title>Franz August Eichmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:28:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Karsten11: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-06-11T15:23:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz August Eichmann.JPG|hochkant|mini|Franz August Eichmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz August Eichmann &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1793]] in [[Berlin]]; † [[14. August]] [[1879]] ebenda) war ein preußischer Beamter. Er war konservativ und stand dem [[Pietismus]] nahe. Er war seit 1845 [[Oberpräsident]] der [[Rheinprovinz]]. Im Jahr 1848 war er Preußischer Innenminister. Von 1850 bis 1868 war er Oberpräsident der [[Provinz Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eichmann studierte [[Rechtswissenschaften]] an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] und der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]. Seit 1815 war er [[Auskultator]] am [[Stadtgericht Berlin (Preußen)|Stadtgericht Berlin]]. 1817 wurde er [[Referendar]] beim [[Kammergericht]] und 1819 [[Richter auf Probe|Assessor]] am [[Oberlandesgericht Stettin (1808–1849)|Oberlandesgericht Stettin]]. 1822 wechselte er an das [[Oberlandesgericht Marienwerder]]. Eichmann wurde 1824 zum Kammergerichtsrat und zum [[Vortragender Rat|Vortragenden Rat]] im Finanzministerium ernannt. Politisch bewegte sich Eichmann in dieser Zeit im extrem [[Konservatismus|konservativen]] Kreis der Brüder [[Ludwig Friedrich Leopold von Gerlach|Ludwig Friedrich Leopold]] und [[Ernst Ludwig von Gerlach]]. 1835 war er Kommissar an der [[Bundeszentralbehörde]] in [[Frankfurt am Main]]. Im selben Jahr folgte die Ernennung zum [[Charakter (Titel)|Geh. Finanzrat]] und zum [[Justiziar]] im Finanzministerium. Ein Jahr später wurde er zum Geh. Oberfinanzrat ernannt. Seit 1837 war Eichmann Mitglied des [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Preußischen Staatsrates]]. Zwischen 1840 und 1845 war er als Wirkl. Geh. [[Legationsrat]] Direktor der zweiten Abteilung im Ministerium des Auswärtigen. Außerdem war er seit 1842 Mitglied der Gesetzgebungsrevisionskommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberpräsident im Rheinland und Innenminister ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsche Revolution 1848/1849}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1845 wurde Eichmann als Oberpräsident der [[Rheinprovinz]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=475|titel=Landeshauptarchiv Rheinland-Pfalz: Vor 150 Jahren. Der 31. August 1850. Die Amtszeit des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Ernst August Eichmann ist beendet.|zugriff=2012-12-13|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160121174902/http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=475|archiv-datum=2016-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1848 wurde er Innenminister im Kabinett [[Ernst von Pfuel]]. Neben dem Innenressort war Eichmann auch zuständig für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nachdem [[Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Politiker)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] ab November 1848 als Ministerpräsident gegen die revolutionären Kräfte vorging, wurde Eichmann am 8. November wieder entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Tage später kehrte er wieder auf seinen alten Posten als Oberpräsident der Rheinprovinz zurück, der bis dato [[vakant]] geblieben war. In dieser Eigenschaft rügte er am 18.&amp;amp;nbsp;November 1848 in einem Erlass „die Aufforderungen zur [[Steuerverweigerung]]“, die von der demokratischen Linken in der [[Preußische Nationalversammlung|preußischen Nationalversammlung]] als Gegenmaßnahme gegen die Verlegung des Parlaments beschlossen worden war. Er verwies dabei auf die Autorität seines Amtes, welches gebietet „jeden Angriff gegen die Gesetze und ihre Befolgung, ohne welche kein Staat bestehen kann, mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln zurückzuweisen. Ein solcher Angriff liegt in den Aufforderungen, die Steuern, die unentbehrlichen Mittel zur Erhaltung der Ordnung und Gerechtigkeit, Steuern, welche in gesetzlichem Wege ausgeschrieben sind und nur kraft eines Gesetzes verändert werden können, nicht mehr zu zahlen. … Für die unverhofften Fälle, worin dieses Vertrauen dennoch sich getäuscht finden sollte, erwarte ich aber von sämtlichen Provinzial- und Ortsbehörden, daß sie mit aller Kraft, welche die Gesetze ihnen verleihen, die Steuerzahlung anhalten und ihre Amtspflicht ohne Wanken erfüllen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ml-werke.de/marxengels/me06_031.htm | wayback=20071006072302 | text=Erlass Eichmanns, MEW}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem nach der neuen oktroyierten [[Preußische Verfassung (1848/1850)|preußischen Verfassung]] gebildeten [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] gehörte Eichmann der Ersten Kammer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberpräsident in der Provinz Preußen ===&lt;br /&gt;
Eichmann stieß innerhalb der preußischen [[Bürokratie]] auf Kritik, weil er angeblich den demokratischen Radikalismus in der [[Rheinprovinz]] nicht energisch genug bekämpft hätte. Aus diesem Grund wurde er auf dem Posten abgelöst. Seit dem 1. September 1850 amtierte Eichmann bis 1868 als Oberpräsident in der Provinz Preußen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herre, P.: &amp;#039;&amp;#039;Oberpräsident und Staatsminister Franz August Eichmann&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreußen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 12 (1938), S. 35–41&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1851 war er zugleich [[Kurator]] der [[Albertus-Universität Königsberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Meinhard Mühlpfordt]]: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg von A bis Z. Ein Stadtlexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage. München 1976, ISBN 3761200927.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ließ an seiner konservativen Grundhaltung keinen Zweifel aufkommen und förderte den „altpreußischen Royalismus“. Von nachhaltiger Bedeutung war der Ausbau des Schulwesens und des Verkehrswesens. Unter seiner Verwaltung entstand die [[Preußische Ostbahn]]. Gegenüber den polnischen [[Untertan]]en vermied er ein konfrontatives Auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;http://pom.bbaw.de/exist/servlet/JDG/scripts/browse.xql?id=JRE1444II&amp;amp;year=1938&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eichmann gehörte seit 1858 der [[Konservative Partei (Preußen)|konservativen Partei]] an. Diese vertrat er von 1867 bis 1870 im [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Norddeutschen Reichstag]] ([[Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Königsberg 2]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Haunfelder]], [[Klaus Erich Pollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto (siehe oben) S. 111, Kurzbiographie S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Eigenschaft gehörte er seit 1868 auch dem [[Zollparlament]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 lehnte Eichmann die [[Nobilitierung]] durch [[Friedrich Wilhelm IV.]] ab. 1868 quittierte er den Staatsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Er heiratete am 28. November 1823 in Marienwerder Cornelia Wedecke (* 4. Februar 1795; † 1849). Das Paar hatte mehrere Kinder, darunter:&lt;br /&gt;
* Karl Georg (* 6. Januar 1835; † 19. August 1893), königlich preußischer Hauptmann a.&amp;amp;nbsp;D.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Eichmann|Friedrich Christoph von Eichmann]] (* 30. März 1826; † 27. Oktober 1875), Diplomat ⚭ Emmy Luise Sophie Wietzlow (* 8. Juli 1841; † 13. März 1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Tod heiratete er 1852 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]] die Freiin Katharina Theone Maria von Schroeter (* 23. August 1818; † 21. Februar 1866).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Rheinische Beobachter ===&lt;br /&gt;
Der [[Rheinischer Beobachter (1844–1848)|Rheinische Beobachter]] wurde durch Kabinettsorder des Königs [[Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;IV.]] jährlich mit 3.000 Talern [[subvention]]iert, im Mai 1846 dann sogar mit 17.000–18.000 Talern. Trotz dieser regierungsoffiziellen Unterstützung gelang es [[August Bercht|Bercht]] nicht, mit seinem Blatt den Einfluss der [[Kölnische Zeitung|Kölnischen Zeitung]] zurückzudrängen. Von Beginn seines Erscheinens an stand es in dem Ruf, ein Regierungsorgan zu sein, und man begegnete ihm sowohl in Köln als auch im Rheinland mit starkem Misstrauen. Die Zahl der Abonnenten schwankte zwischen lediglich 500 bis 600. Die Kölnische Zeitung druckte dagegen schon 1844 fast 10.000 Exemplare. [[Wilhelm Clouth|Clouth]] zog einen beträchtlichen wirtschaftlichen Nutzen als Drucker des Rheinischen Beobachters. Doch die Revolution von 1848 veränderte die Situation schlagartig. Obwohl noch am 4.&amp;amp;nbsp;März 1848 der König die Subventionen von 18.000 Talern jährlich bis 1850 bewilligte, waren für die Zeitung die Tage nunmehr gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Prokurator|Oberprokuratur]] und die [[Neue Rheinische Zeitung]] berichtet [[Karl Marx]] am 21.&amp;amp;nbsp;November 1848: „Wer steht auf dem Rechtsboden, der Oberpräsident Eichmann oder die Redakteure der ‚Neuen Rheinischen Zeitung‘? Wer soll den Boden des Gefängnisses betreten, die Redakteure der ‚Neuen Rheinischen Zeitung‘ oder der Oberpräsident Eichmann?“&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.mlwerke.de/me/me06/me06_040.htm Neue Rheinische Zeitung Nr.&amp;amp;nbsp;149 vom 22.&amp;amp;nbsp;November 1848&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der an Stelle von [[Ernst von Bodelschwingh der Ältere|Ernst von Bodelschwingh]] zum Innenminister ernannte [[Alfred von Auerswald]] schrieb dem Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz, Franz August Eichmann, dass die finanzielle Unterstützung für die Zeitung nicht mehr gewährt wird. Die Kölnische Zeitung veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 1.&amp;amp;nbsp;April 1848 eine Anzeige mit einer „Einladung zur Begräbnißfeier des sel. Rheinischen Beobachters“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der preußischen Innenminister]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bärbel Holtz]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 4/II. (1848–1858).&amp;#039;&amp;#039; Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11825-4 ([[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] (Hrsg.): [[Acta Borussica]]. Neue Folge) S. 564 ([http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/BAND_42 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser 1908. Zweiter Jahrgang, [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/1201333 S.&amp;amp;nbsp;244]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/amtspresse/personen/alpha/E/ Biographie Staatsbibliothek Berlin]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11641779X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11641779X|VIAF=5772154260832224480003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eichmann, Franz August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (1817–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1793]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eichmann, Franz August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Innenminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1793&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1879&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karsten11</name></author>
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