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	<title>Franz Andreas Meyer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T06:13:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Andreas_Meyer&amp;diff=1171287&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PantherStrix: Eintrag in &quot;Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog&quot; ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-26T06:30:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eintrag in &amp;quot;Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog&amp;quot; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Andreas Meyer.jpg|mini|Franz Andreas Meyer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Andreas Meyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Dezember]] [[1837]] in [[Hamburg]]; † [[17. März]] [[1901]] in [[Bad Wildungen]]; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand Carl Andreas Meyer&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Bauingenieur]] und [[Baubeamter]], der von 1872 bis 1901 neben dem langjährigen Leiter des Hamburger Hochbauwesens [[Carl Johann Christian Zimmermann]] maßgeblich das Erscheinungsbild der Stadt Hamburg mitprägte. Er wird vor allem als Schöpfer der [[Speicherstadt]] gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Meyers Familie war seit einigen Generationen in Hamburg ansässig. Sein Vater Ferdinand Wilhelm Meyer (1800–1862) war ein Kaufmann, der 1851 infolge konjunktureller Schwierigkeiten sein Geschäft aufgeben musste. [[Eduard Meyer]] und [[Kuno Meyer (Keltologe)|Kuno Meyer]] waren Vettern von Franz Andreas Meyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Meyer wuchs in Hamburg auf. Nach dem Besuch der Knaben-Vorschule von [[Elise Averdieck]] wechselte er 1846 auf die [[Gelehrtenschule des Johanneums]]. Er verließ 1854 vorzeitig die Schule, um sich an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Polytechnischen Schule Hannover]] einzuschreiben. Während seines Studiums wurde er von einem seiner Lehrer, [[Conrad Wilhelm Hase]], entscheidend geprägt, und er schloss sich der [[Hannoversche Architekturschule|Hannoverschen Architekturschule]] an, nach deren Vorstellungen er zeitlebens baute. Nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums 1858 war er zuerst ein Jahr im Büro von Conrad Wilhelm Hase tätig und wechselte dann zur Generaldirektion der [[Königlich Hannöversche Staatseisenbahnen|Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen]], um am Bau des Packhofs mitzuwirken. Anschließend ging er nach [[Bremerhaven]] und führte dort den Bau des [[Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven|Hauptbahnhofs in Geestemünde]] mit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kehrte nach Hamburg zurück, als er 1862 eine Anstellung bei der Schifffahrts- und Hafen[[Deputation (Hamburg)|deputation]] erlangte. In den folgenden fünf Jahren war Meyer vor allem an den Arbeiten zur Errichtung des neuen Sandtorhafens und an der neuen Vermessung der [[Elbe]] von [[Ritzebüttel]] bis Hamburg beteiligt. 1865 wurde Meyer zum &amp;#039;&amp;#039;Ingenieur und technischen Bürochef&amp;#039;&amp;#039; unter Wasserbaudirektor [[Johannes Dalmann]] (1823–1875) ernannt. Als die Position des &amp;#039;&amp;#039;Bezirksingenieurs der Innerenstadt&amp;#039;&amp;#039; frei wurde, wechselte Meyer 1868 innerhalb der Baudeputation. Im selben Jahr heiratete er &amp;#039;&amp;#039;Antonie Mathilde Goßler&amp;#039;&amp;#039; (1848–1920), eine Nichte des Hamburger Senators [[Hermann Goßler]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Andreas Meyer Grab.JPG|mini|Franz Andreas Meyers Grab auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]]]]&lt;br /&gt;
Nachdem sein Vorgesetzter &amp;#039;&amp;#039;Christian Wilhelm Plath&amp;#039;&amp;#039; (1820–1894) 1872 in den Ruhestand gegangen war, wurde Meyer zum Oberingenieur ernannt. Er war damit für &amp;#039;&amp;#039;die Verkehrs- und öffentlichen Anlagen, die Ingenieurbauten der Stadt und des Gebietes, einschließlich des dazugehörigen Wasser- und Brückenbaus, der Be- und Entwässerung und für das Vermessungswesen mit den Plänen der Stadterweiterung&amp;#039;&amp;#039; zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Maak: &amp;#039;&amp;#039;Die Speicherstadt im Hamburger Freihafen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1985, ISBN 3-7672-0907-1, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Position prägte er Hamburg bis zu seinem frühen Tod. Meyer starb mit 63 Jahren, nachdem er sich zur Linderung seiner akuten Beschwerden zu einem befreundeten Arzt nach Bad Wildungen begeben hatte. Meyer war Mitglied im [[Hamburger Künstlerverein von 1832]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Speicherstadt ==&lt;br /&gt;
Als sich 1883 der Bau der [[Speicherstadt]] konkretisierte, wurde Meyer zum obersten Planer und Gestalter der Speicherstadt, zum einen deshalb, weil die Baudeputation mit der ingenieurtechnischen Planung und Durchführung des Projektes beauftragt wurde, zum anderen, weil Meyer daneben Berater der [[HHLA|Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft]] war, die 1885 neugegründet worden war, um den Bau und den Betrieb der Speichergebäude zu gewährleisten. Als Berater konnte er den beteiligten Architekten [[Wilhelm Emil Meerwein]], [[Bernhard Georg Hanssen]], [[Hugo Stammann]] (1831–1909) und [[Gustav Zinnow]] (1846–1934) detaillierte gestalterische Vorgaben machen, die diese umzusetzen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias von Popowski: &amp;#039;&amp;#039;Franz Andreas Meyer (1837–1901). Oberingenieur und Leiter des Ingenieurwesens von 1872 bis 1901.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Schädel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie das Kunstwerk Hamburg entstand.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2006, ISBN 3-937904-35-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg Speicherstadt 1888 Querschnitt.jpg|600px|Querschnitt der Speicherstadt mit Unterschrift Meyers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Bauten und Anlagen ==&lt;br /&gt;
Während seiner Dienstzeit wuchs die Hamburger Bevölkerung von 200.000 auf 700.000 Menschen an. Das machte vielfältige neue Bauten notwendig. Die Mehrzahl der Bauten wurden von Mitarbeitern Meyers ausgeführt, über die er die Aufsicht hatte. Einige wichtige Bauten entwarf Meyer selbst; dazu zählen die [[Trostbrücke]], die Heiligengeistbrücke, die [[Feenteichbrücke]], die [[Krugkoppelbrücke]], die [[Kehrwieder#Brooksbrücke|Brooksbrücke]], die [[Schwanenwikbrücke]] und die [[Hohe Brücke (Hamburg)|Hohe Brücke]]. Im Bereich Wasserkunst zählt der [[Vierländerin-Brunnen]] dazu. Bei der Renovierung des [[Schloss Bergedorf|Schlosses Bergedorf]] von 1897 bis 1901 war Meyer federführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung von Anlagen, die der Volksgesundheit dienten, standen im besonderen Interesse Meyers. So plante er 1886 die Alsterbadeanstalt an der [[Lombardsbrücke]] und das 1897 gebaute [[Kaifu-Bad|Stadtbad Hohe Weide]] in [[Hamburg-Eimsbüttel]]. Die 1893 fertiggestellte Wasserfiltrationsanlage auf [[Kaltehofe]] hatte Meyer schon Mitte der 1880er Jahre geplant. Er griff dabei ein Projekt auf, das 1860 schon [[William Lindley]] gefordert hatte. Die [[Hamburgische Bürgerschaft]] stoppte und verzögerte auch diesmal das Vorhaben. Erst nachdem während der [[Choleraepidemie von 1892]] über 8.600 Tote vor allem aufgrund des ungefilterten Wassers zu beklagen waren, wurde der Bau mit Hilfe von Soldaten umgesetzt und ein Betriebsgebäude mit Laboren zur Kontrolle der Wasserqualität errichtet.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Villa Kaltehofe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Mehrzahl der innerstädtischen Parkanlagen zeichnete Meyer verantwortlich. Er plante die Uferbereiche des [[Alsterpark]]s, gestaltete die [[Hamburger Wallanlagen]] neu, war stark an der Gestaltung des [[Friedhof Ohlsdorf|Friedhofs Ohlsdorf]] beteiligt und erbaute den [[Innocentiapark]] sowie den [[Eppendorfer Park|Park]] vor dem [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Eppendorfer Krankenhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meyer erarbeitete einen Generalplan für Hamburg, um die Voraussetzungen für die Errichtung von Wasserleitungen und anderen Versorgungsnetzen schaffen zu können. Dieser nach mehrjähriger Vorarbeit 1896 fertiggestellte Entwurf hatte später die Funktion eines Bebauungsplanes, da geplante öffentliche Plätze, Kanäle und Eisenbahnlinien bereits eingezeichnet waren. Auch der zukünftige Platz des [[Hamburger Stadtpark]]s war dort schon vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias von Popowski: &amp;#039;&amp;#039;Franz Andreas Meyer (1837–1901). Oberingenieur und Leiter des Ingenieurwesens von 1872 bis 1901.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Schädel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie das Kunstwerk Hamburg entstand.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2006, ISBN 3-937904-35-2, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Meyer war neben Lindley und [[Fritz Schumacher]] eine der prägendsten Figuren, die das architektonische Gesamtbild des heutigen Hamburgs mitgestalteten. Auch sein weitgehend umgesetzter Generalplan von 1896 legte dafür die Grundlagen. Dennoch verblasste sein Ansehen relativ schnell, vor allem deshalb, weil die Hannoversche Architekturschule in Hamburg wenig beliebt war. Am Rathausneubau war er nicht beteiligt. International war Meyer ein gefragter Fachmann. So schuf er als Auftragsarbeit im Jahre 1900 eine Verbrennungsanstalt für [[Warschau]] und beriet die Stadt [[Straßburg]] 1878 bei ihrer geplanten Stadterweiterung. Auch an den Erweiterungen der [[Kiel|Kieler Hafenanlagen]] aufgrund der Eröffnung des [[Nord-Ostsee-Kanal]]s wirkte Meyer mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Andreas-Meyer-Brücke und die Andreas-Meyer-Straße in [[Hamburg-Billbrook]] sind zu seinem Andenken benannt. Die Andreasstraße in [[Hamburg-Winterhude]] wurde vom privaten Erbauer &amp;#039;&amp;#039;Sierich&amp;#039;&amp;#039; zum Dank für Meyers Ratschläge bei der Erschließung 1866 nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beckershaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Straßennamen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1997, ISBN 3-8225-0421-1, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Sass|Johann Saß]]: Meyer, Franz Andreas. In: [[Anton Bettelheim]] (Hrsg.): [[Neuer Nekrolog der Deutschen|Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog]]. Band 6. [[Verlag Georg Reimer|Reimer]], Berlin 1904, Seite 96–97 ([[iarchive:BiographischesJahrbuchUndDeutscherNekrologBd061901/page/96/mode/1up|Digitalisat]]).&lt;br /&gt;
* Oskar Beselin: &amp;#039;&amp;#039;Franz Andreas Meyer. Ein Baumeister der Großstadt Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1974, ISBN 3-7672-0260-3.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-86219-038-6, S. 109. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-86219-038-6.volltext.frei.pdf Online], PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|308|309|Meyer, Franz Andreas|[[Hermann Hipp]]|122534476}}&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Meyer, Franz Andreas|5|258|260|Hermann Hipp}}&lt;br /&gt;
* Matthias von Popowski: &amp;#039;&amp;#039;Franz Andreas Meyer (1837–1901). Oberingenieur und Leiter des Ingenieurwesens von 1872–1901.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Schädel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie das Kunstwerk Hamburg entstand. Von Wimmel bis Schumacher. Hamburger Stadtbaumeister von 1841–1933.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz, Hamburg 2006, ISBN 3-937904-35-2, S. 64–79.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Franz Andreas Meyer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122534476|NAME=Andreas Meyer}}&lt;br /&gt;
* [https://fredriks.de/ohlsdorf/n19.php?f=19 Grabmal für Andreas Meyer auf dem Friedhof Ohlsdorf mit Porträtmedaillon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122534476|LCCN=no/2009/100809|VIAF=18107789}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meyer, Franz Andreas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meyer, Franz Andreas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meyer, Andreas; Meyer, Franz Ferdinand Carl Andreas (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauingenieur und Baubeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Dezember 1837&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1901&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Wildungen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PantherStrix</name></author>
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