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	<title>Franz Aenderl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:37:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_Aenderl&amp;diff=1841446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Literatur */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-23T15:38:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz Aenderl.png|mini|hochkant=1.1|Franz Xaver Aenderl und Katharina Grampp, ca. 1917]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Xaver Aenderl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1883]] in [[Steinweg-Pfaffenstein|Steinweg]] bei [[Regensburg]]; † [[20. Oktober]] [[1951]] in [[Kulmbach]]) war ein deutscher Politiker ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Bayernpartei]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der vergessene Genosse&amp;#039;&amp;#039; In: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 9. November 2017, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Aenderl absolvierte nach dem Abschluss der Mittelschule eine kaufmännische Lehre. Bis 1919 arbeitete er als Versicherungskaufmann, unterbrochen vom 1914 bis 1918 geleisteten Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Während eines Heimaturlaubs heiratete er im Juni 1918 die 31-jährige Katharina Grampp aus [[Metzdorf (Kulmbach)|Metzdorf]] bei Kulmbach, die er 1913 bei einem Besuch der [[Richard-Wagner-Festspiele]] in [[Bayreuth]] kennengelernt hatte. 1919 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, im selben Jahr kam seine Tochter Luise Antonie zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1924 war er als hauptamtlicher Parteisekretär in Regensburg tätig: Ursprünglich für die USPD und nach deren Vereinigung mit der KPD für die [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|VKPD]], die sich ab 1922 wieder KPD nannte. Da seine Frau in Kulmbach (Reichelstraße 3) wohnhaft blieb, führte er in jenen Jahren mit ihr eine „Wochenendehe“ mit wechselseitigen Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1924 wurde er wegen seiner oppositionellen Haltung zum linkssektiererischen Kurs der KPD-Zentrale um [[Ruth Fischer]] aus der KPD ausgeschlossen. Dadurch verlor er auch seine berufliche Stellung als hauptamtlicher Parteisekretär. Allerdings war er bereits seit 1920 [[Mitglied des Landtages|Abgeordneter]] des [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtags]]. Nach dem Ausschluss aus der KPD wurde er wieder Mitglied der SPD und bei den folgenden Landtagswahlen auch wieder in den Landtag gewählt, bis ihm 1931 durch das [[Bayerischer Verfassungsgerichtshof|Bayerische Verfassungsgericht]] das Abgeordnetenmandat aberkannt wurde. In den Landtagsdebatten zeigte sich der talentierte Redner kämpferisch, scharfzüngig und mitunter aufbrausend. Die [[Monarchist]]en empörte er, als er 1923 das [[Haus Wittelsbach]] als „Erbübel“ bezeichnete. [[Hitler]]s Münchner Statthalter, den Generalkommissar Gustav von Kahr, überzog er mit beißendem Spott: „Kleinere Geister als jetzt haben noch nie in Bayern regiert“. Für die zunehmend erstarkenden [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde er zum Hassobjekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1925 bis 1933 lebte Aenderl als Schriftsteller in Kulmbach, wo er ab 1931 als Versicherungsvertreter tätig war. Obwohl er seit 1931 kaum noch politisch in Erscheinung getreten war, wurde er nach dem „Rathaussturm“ vom 9.&amp;amp;nbsp;März 1933 mit 27 weiteren Personen in „[[Schutzhaft]]“ genommen und erst Mitte April wieder freigelassen. Am 22.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 wurde er unter dem Vorwurf, er habe seine Versicherungsvertretung genutzt, um Kontakte zu früheren [[Sozialdemokratie|Genossen]] herzustellen, in [[Bamberg]] erneut verhaftet&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt; und in das dortige [[Oberlandesgericht Bamberg|Landgerichtsgefängnis]] eingeliefert. Unter der Auflage, als [[Tagelöhner]] zu arbeiten, wurde er am 1.&amp;amp;nbsp;Juni nach Kulmbach entlassen und erhielt zudem Schreibverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1934 erfuhr er, dass seine Wohnung von der [[Gestapo]] durchsucht und er selbst möglicherweise in ein [[Konzentrationslager]] deportiert werden sollte. Daraufhin floh er ohne Gepäck und Papiere in die [[Tschechoslowakei]] und 1938 weiter über [[Polen]] und [[Dänemark]] nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]. Erst spät war es ihm möglich, seiner Familie geheime Lebenszeichen zukommen zu lassen. Im Mai 1940 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Während seines fünf Jahre währenden [[Exil]]s in [[London]] hielt er sich durch Zeitungsbeiträge und Radiosendungen für die [[BBC]] über Wasser. Intensiven Kontakt hielt er mit [[Auswanderung|emigrierte]]n [[Politische Linke|Linken]], aber auch mit [[Bayern|bayerischen]] [[Föderalismus in Deutschland|Föderalisten]]. Letztere sollten sein Denken in den letzten Lebensjahren prägen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt; 1942 und 1943 war er Sprecher in katholischen Sendungen des Londoner Rundfunks und gründete die Vereinigung [[Bavariancircle]]. 1943 veröffentlichte er die Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Bavaria, the problem of German federalism&amp;#039;&amp;#039;, die 1947 auch auf Deutsch erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch des bayerischen Ministerpräsidenten [[Wilhelm Hoegner]], der ihn in seiner Regierungserklärung als Vorbild für Mannesmut würdigte, kehrte Aenderl am 18.&amp;amp;nbsp;März 1946 nach Deutschland zurück. Die Kontaktaufnahme zur SPD verlief für ihn ernüchternd, er fühlte sich missachtet und sah sich in einem Brief an Hoegner vom 1.&amp;amp;nbsp;Oktober jenes Jahres als „Fremdkörper in Bayern“. Im Dezember 1946 wurde er Mitglied der Bayernpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Redakteur arbeitete er bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Mittelbayerische Zeitung|Mittelbayerischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; in Regensburg, ehe er 1947 schwer krank erneut nach Kulmbach zog. Seine ebenfalls schwer kranke Frau starb im Februar 1951, ein halbes Jahr später erlag Franz Aenderl selbst einem Krebsleiden. Die beiden wurden auf dem Kulmbacher Friedhof in einem gemeinsamen Grab bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
| Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
| Auflage = 2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
| Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin&lt;br /&gt;
| Jahr=2008&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
| Online=[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/franz-xaver-aenderl?ID=3990 Online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Heinz Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1867–1933. Biographien, Chronik, Wahldokumentation. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Droste, Düsseldorf 1995, ISBN 3-7700-5192-0, S. 346.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band I &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039; München 1999, S. 9.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Mehringer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die KPD in Bayern 1919–1945. Vorgeschichte, Verfolgung und Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Broszat]], Hartmut Mehringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayern in der NS-Zeit V. Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; München, Wien 1983, S. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|133402509}}&lt;br /&gt;
* [https://www.infranken.de/lk/kulmbach/ein-querdenker-wird-von-den-nazis-gejagt-art-3010154 Franz Xaver Aenderl: Ein Querdenker wird von den Nazis gejagt] bei infranken.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133402509|VIAF=11033963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aenderl, Franz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayernpartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aenderl, Franz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Aenderl, Franz Xaver&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und KPD-Funktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Steinweg-Pfaffenstein|Steinweg]] bei [[Regensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kulmbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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