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	<title>Frank Rexroth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frank Rexroth Aufnahme von Werner Maleczek.jpg|mini|Frank Rexroth, Foto von [[Werner Maleczek]], 2018]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frank Rexroth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Oktober]] [[1960]] in [[Kork (Kehl)|Kork (Baden)]]) ist ein deutscher [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rexroth lehrt seit 2000 als Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der [[Georg-August-Universität Göttingen]]. Er trat in der Fachwelt vor allem mit Arbeiten zur europäischen Universitätsgeschichte und zu Obrigkeiten und Randgruppen im spätmittelalterlichen London hervor. In seinen Forschungen behandelte er mehrfach spätmittelalterliche sozialgeschichtliche Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Frank Rexroth studierte ab 1980 die Fächer Geschichte und Deutsch auf Lehramt an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]. Im Jahr 1986 erfolgte das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Rexroth wurde 1988 in Freiburg i. Br. [[Promotion (Doktor)|promoviert]] mit einer von [[Michael Borgolte]] betreuten Arbeit zu einem Thema der spätmittelalterlichen Universitätsgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intentionen des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaat.&amp;#039;&amp;#039; Köln u. a. 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1989 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Deutsches Historisches Institut London|Deutschen Historischen Institut London]]. Von 1992 bis 1998 war Rexroth Hochschulassistent von Michael Borgolte am Institut für Geschichtswissenschaften der [[Humboldt-Universität zu Berlin]]. Dort erfolgte 1998 seine [[Habilitation]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Das Milieu der Nacht. Obrigkeit und Randgruppen im spätmittelalterlichen London&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1999 lehrte er als Professor für Geschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit an der [[Universität Bielefeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2000 lehrt Rexroth als Professor für Mittlere und Neuere Geschichte als Nachfolger von [[Hartmut Boockmann]] an der [[Georg-August-Universität Göttingen]]. Seit 2004 ist er ordentliches Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]. Berufungen zum Direktor am [[Max-Planck-Institut für Geschichte|Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen]], (2004) und zum Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des hohen und späten Mittelalters an der Universität Bielefeld (2008) lehnte er ab. Von September 2016 bis Juli 2017 hatte er als Fellow einen Forschungsaufenthalt am [[Institute for Advanced Study]], in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]]. Von April 2020 bis März 2022 war er [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen. Im September und Oktober 2022 war er Visiting Fellow am [[Trinity College Dublin]]. Seit 1. April 2025 ist er Vizepräsident der [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Frank Rexroth Aufnahme.jpg|mini|Frank Rexroth, 2020]]&lt;br /&gt;
Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kulturgeschichte von Gelehrten im Mittelalter, die Geschichte mittelalterlicher Expertenkulturen, die Sozialgeschichte europäischer Gesellschaften in [[Komparatistik|komparatistischer]] Perspektive, die Rituale und Ritualismus, die Mittelalterliche Stadtgeschichte als Gruppengeschichte, die Freundschaft und Verwandtschaft als historische Beziehungssysteme, die deutsche Geschichte und die Geschichte Englands. Rexroth ist seit 2020 Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift|Historischen Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Komparatistik|komparatistisch]] angelegten Dissertation analysierte er anhand von vier Fallstudien (Prag, Wien, Heidelberg und Köln) sowie der missglückten Gründung des [[Deutschordensstaat]]s Preußen in [[Chełmno|Kulm]] universitäre Stiftungssituationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von Ivana Čornejová in: &amp;#039;&amp;#039;Bohemia&amp;#039;&amp;#039; 35, 1994, S. 168–169; Jacques Verger in: &amp;#039;&amp;#039;Francia&amp;#039;&amp;#039; 23/1, 1996, S. 326 ([https://francia.digitale-sammlungen.de//Blatt_bsb00016300,00336.html online]); Alan B. Cobban in: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Ecclesiastical History&amp;#039;&amp;#039; 45, 1994, S. 366–367; [[Notker Hammerstein]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 260, 1995, S. 557–559.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er möchte den „komplexen interaktiven Prozeß“ der Universitätsgründung verständlich machen, an dem verschiedene soziale Gruppen (Hochadel, städtische Bürgerschaft und lokaler Klerus) teilhatten, die jeweils eigene Interessen bei der [[Inauguration]] der Universitäten verfolgten.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intentionen des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaat.&amp;#039;&amp;#039; Köln u. a. 1992, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vertritt darin den Standpunkt, „daß die rechtshistorische Definition der Stiftung, die einseitig auf die materielle Versorgung der Anstalten ausgelegt ist, zur Charakterisierung der Fälle nicht ausreicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intentionen des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaat.&amp;#039;&amp;#039; Köln u. a. 1992, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit greift er Überlegungen seines akademischen Lehrers Michael Borgolte auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Borgolte: &amp;#039;&amp;#039;Die Stiftungen des Mittelalters in rechts- und sozialhistorischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]], Kanonistische Abteilung&amp;#039;&amp;#039; 74, 1988, S. 71–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Habilitationsschrift befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von städtischer Obrigkeit und sozialen Randgruppen in London zwischen 1338 und 1445.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von [[Eva Schumann (Juristin)|Eva Schumann]] in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung&amp;#039;&amp;#039; 118, 2001, S. 530–532; Jens Röhrkasten in: &amp;#039;&amp;#039;GHI London Bulletin&amp;#039;&amp;#039; 22, 2000, Nr. 2, S. 44–47; [[Margrit Schulte Beerbühl]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 88, 2001, S. 84–85; Natalie Fryde in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Historische Forschung]]&amp;#039;&amp;#039; 31, 2004, 607–608; Bärbel Brodt in: &amp;#039;&amp;#039;Social History&amp;#039;&amp;#039; 26, 2001, S. 217–218; Miri Rubin in: &amp;#039;&amp;#039;The English Historical Review&amp;#039;&amp;#039; 116, 2001, S. 709–709; [[Jörg Rogge]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 48, 2000, S. 451–452; [[Martina Giese]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039; 58, 2002, S. 844–845 ([http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN345858735_0058|log53&amp;amp;physid=phys948#navi online]); [[Barbara Hanawalt]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[American Historical Review]]&amp;#039;&amp;#039; 108, 2003, S. 564–565.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeit besteht aus zwei großen Teilen. Im ersten Teil &amp;#039;&amp;#039;Der Wandel der Denkformen im 14. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; führt Rexroth aus, dass der Anlass für ausgrenzende Maßnahmen der Ausbruch des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Krieges]] 1338, die [[Schwarzer Tod|Große Pest]] 1348/49 sowie die Verfassungskrise von 1376 bis 1384 waren. Diese drei Ereignisse haben zu einem historischen Wandel geführt. Im zweiten Teil &amp;#039;&amp;#039;Institutionen an der Grenze zum Milieu im 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; befasst sich der Verfasser mit den Bezirksversammlungen, der Armenfürsorge sowie der städtischen Gerichtsbarkeit. Diese drei Einrichtungen haben seiner Sichtweise nach die Ausgrenzung und Statusdegradierung der Randgruppen verfestigt. Er veröffentlichte 2005 auf 114 Seiten eine Darstellung über 700 Jahre deutscher Geschichte im Mittelalter.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von [[Harald Müller (Historiker)|Harald Müller]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[H-Soz-Kult]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Juli 2006 ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-9060 online]); [[Steffen Patzold]] in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Historische Forschung&amp;#039;&amp;#039; 34, 2007, S. 651–652; Michael Jucker in: &amp;#039;&amp;#039;[[Traverse (Zeitschrift)|Traverse. Zeitschrift für Geschichte = Revue d&amp;#039;histoire]]&amp;#039;&amp;#039; 13, 2006, S. 134–135 ([https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=tra-001:2006:2::170 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin geht er der Frage nach einem „deutschen“ Mittelalter und einer „deutschen“ Geschichte im Mittelalter nach. Außerdem fragt er nach den „Wechselwirkungen zwischen dem Politischen und den anderen Räumen menschlicher Kommunikation: dem Wirtschaften und der Religion, der Rechtspraxis und der institutionalisierten Wissenschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; München 2005, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rexroth befasste sich in verschiedenen Beiträgen mit historischen [[Meistererzählung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Die scholastische Wissenschaft in den Meistererzählungen von der europäischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Ridder, Steffen Patzold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Aktualität der Vormoderne.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2013, S. 111–134; Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter und die Moderne in den Meistererzählungen der historischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik]]&amp;#039;&amp;#039; 38, 2008, S. 12–31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rexroth stellte mit [[Patrick J. Geary]], [[Walter Pohl]], [[Klaus Grubmüller]] und [[Thomas Haye]] die &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen vom Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; im September 2004 auf dem [[Deutscher Historikertag|Kieler Historikertag]] vor. Die Beiträge der Sektionen mit weiteren Studien von [[Oliver Huck]] und [[Michail Anatoljewitsch Boizow|Michail A. Bojcov]] gab Rexroth 2007 in einem Sammelband heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen vom Mittelalter. Epochenimaginationen und Verlaufsmuster in der Praxis mediävistischer Disziplinen.&amp;#039;&amp;#039; München 2007. Vgl. dazu die Besprechungen von [[Bea Lundt]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Historisch-Politische Buch]]&amp;#039;&amp;#039; 57, 2009, S. 33–34; [[Annette Kehnel]] in: &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; 288, 2009, S. 723–725.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rexroth möchte den Begriff der Meisterzählung als „Werkzeug für die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Praxis der Geschichtsschreibung“ präzisieren und damit der überwiegenden polemischen Benutzung des Begriffes als rhetorisches „Kampfinstrument“ öffentlicher und fachwissenschaftlicher Debatten etwas entgegenhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen und die Praxis der Geschichtsschreibung. Eine Skizze zur Einführung.&amp;#039;&amp;#039; In: Frank Rexroth: (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen vom Mittelalter. Epochenimaginationen und Verlaufsmuster in der Praxis mediävistischer Disziplinen.&amp;#039;&amp;#039; München 2007, S. 1–22, hier: S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er will dabei eine „transdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Praxis des wissenschaftlichen Erzählens“ anstoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen und die Praxis der Geschichtsschreibung. Eine Skizze zur Einführung.&amp;#039;&amp;#039; In: Frank Rexroth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen vom Mittelalter. Epochenimaginationen und Verlaufsmuster in der Praxis mediävistischer Disziplinen.&amp;#039;&amp;#039; München 2007, S. 1–22, hier: S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rexroth initiierte 2006 eine Herbsttagung des [[Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte|Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte]] auf der Insel Reichenau über die Kulturgeschichte der Gelehrten im späten Mittelalter. Die Beiträge gab Rexroth 2010 heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von Hannah Skoda in: &amp;#039;&amp;#039;German Historical Institute London Bulletin&amp;#039;&amp;#039; 34, 2012, S. 88–93 ([https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/german-historical-institute-london-bulletin/vol.-xxxiv-2012/1/ReviewMonograph491946294 online]); [[Jörg Schwarz]] in: &amp;#039;&amp;#039;H-Soz-Kult&amp;#039;&amp;#039;, 11. Februar 2012 ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-15353 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Jörg Rogge]] und [[Martin Kintzinger]] organisierte er im Herbst 2009 eine Reichenau-Tagung des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte zu Bedeutung von Gewalt und Widerstand für die politische Kultur des [[Spätmittelalter|späten Mittelalters]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von David Nicholas in: &amp;#039;&amp;#039;Mediaevistik&amp;#039;&amp;#039; 29, 2016, S. 511–512; Robert J. Bast in: &amp;#039;&amp;#039;Renaissance Quarterly&amp;#039;&amp;#039; 70, 2017, S. 1091–1092; [[Hiram Kümper]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[sehepunkte]]&amp;#039;&amp;#039; 16, 2016, Nr. 11 [15. November 2016] ([http://www.sehepunkte.de/2016/11/28390.html online]); Benjamin Hitz in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Historische Forschung&amp;#039;&amp;#039; 44, 2017, S. 319–320 ([https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/zeitschrift-fuer-historische-forschung/44-2017/2/ReviewMonograph546726883 online]); [[Friedrich Battenberg|J. Friedrich Battenberg]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; 74, 2016, S. 313–315 ([https://www.recensio-regio.net/rezensionen/zeitschriften/ahg/74-2016/ReviewMonograph623199082 online]); Erwin Frauenknecht in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 80, 2021, S. 467–468 ([https://journals.wlb-stuttgart.de/index.php/zwlg/article/view/3537/3535 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ergebnisse der Tagung erschienen 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 2012 hielt er an der Universität Bern auf Einladung von [[Christian Hesse (Historiker)|Christian Hesse]] und [[Michael Stolz (Germanist)|Michael Stolz]] eine [[Maria Bindschedler|Maria-Bindschedler]]-Gastvorlesung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmz.unibe.ch/archiv/maria_bindschedler_gastvorlesung/index_ger.html Maria Bindschedler-Gastvorlesung].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er veröffentlichte 2018 eine Darstellung über die [[Scholastik]] im Zeitraum vom letzten Drittel des 11. Jahrhunderts bis zur Gründung der Universitäten (ca. 1070 bis 1250).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von Ingo Klitzsch in: &amp;#039;&amp;#039;Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 38, 2019, S. 357–358 ([https://www.recensio-regio.net/rezensionen/zeitschriften/rjkg/38-2019/ReviewMonograph747623695 online]); Karl-Hermann Kandler in: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Literaturzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, Juli/August 2019, Sp. 770–771; Philipp Roelli in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; 76, 2020, S. 445–447; [[Valentin Groebner]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/frank-rexroth-froehliche-scholastik-1.4222172?reduced=true Gelehrte in Waffen].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. November 2018; Dominique Poirel in: &amp;#039;&amp;#039;Francia-Recensio&amp;#039;&amp;#039; 2019-3 ([https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/francia-recensio/2019-3/mittelalter-moyen-age-500-1500/ReviewMonograph238268617/?searchterm=frank%20rexroth online]); [[Barbara Schlieben]] in: &amp;#039;&amp;#039;Historische Anthropologie&amp;#039;&amp;#039; 27, 2019, S. 310–311; [[David Luscombe|David E. Luscombe]] in: &amp;#039;&amp;#039;The journal of ecclesiastical history&amp;#039;&amp;#039; 71, 2020, S. 843–844; Ralf Lützelschwab in: &amp;#039;&amp;#039;Cistercienserchronik&amp;#039;&amp;#039; 127, 2020, S. 332–335; A. S. Peplow in: &amp;#039;&amp;#039;The English Historical Review&amp;#039;&amp;#039; 136, 2021, S. 705–706.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vertritt in dieser Darstellung die These, dass in „Europa seit den 1070er-Jahren und innerhalb weniger Jahrzehnte eine Form von Wissen entstanden ist, die man überhaupt erst sinnvollerweise als wissenschaftliches Wissen bezeichnen kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Fröhliche Scholastik. Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; München 2018, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Darstellung erschien 2023 in aktualisierter Form in Englisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Knowledge True and Useful. A Cultural History of Early Scholasticism (The Middle Ages Series).&amp;#039;&amp;#039; Philadelphia 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anknüpfend an sein Werk zur Frühscholastik vertritt er in einem 2021 veröffentlichten Aufsatz die These, dass nicht erst der [[Renaissance-Humanismus]], sondern das Jahrhundert von ca. 1050 bis ca. 1150 den Typus des weltabgewandten und unangepassten Gelehrten hervorgebracht habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrter Habitus und eremitische Lebensform. Eine Sozialgeschichte der Einsamkeit in der Ära Peter Abaelards.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; 313, 2021, S. 614–644, hier: S. 644. Vgl. dazu die Besprechung von Matthias Schrör in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; 79, 2023, S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Forschungen wurden Rexroth zahlreiche wissenschaftliche Ehrungen und Mitgliedschaften zugesprochen. Für Veröffentlichungen junger Wissenschaftler auf dem Gebiet „Wissenschafts- und Bildungsgeschichte“ erhielt er den [[Heinz-Maier-Leibnitz-Preis]] der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] (1992) sowie für seine [[Habilitationsschrift]] den Preis des [[Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands|Verbandes der Historiker Deutschlands]] für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses (1998). Rexroth ist Mitglied und war stellvertretender Vorsitzender im renommierten Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Rexroth ist Mitglied in der [[Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen|Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen]]. Von 2008 bis 2009 war er Fellow des [[Wissenschaftskolleg zu Berlin|Berliner Wissenschaftskollegs]]. Er war Mitglied in der Zentraldirektion der [[Monumenta Germaniae Historica]] und im Kuratorium des [[Historisches Kolleg|Historischen Kollegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monographien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fröhliche Scholastik. Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-72521-0.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Knowledge True and Useful. A Cultural History of Early Scholasticism (The Middle Ages Series).&amp;#039;&amp;#039; University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2023, ISBN 978-1-5128-2470-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2307). 3. durchgesehene Auflage. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-48007-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Milieu der Nacht. Obrigkeit und Randgruppen im spätmittelalterlichen London&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 153). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1999, ISBN 3-525-35470-3 (Zugleich: Berlin, Humboldt-Universität, Habilitations-Schrift, 1997).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Deviance and Power in Late Medieval London.&amp;#039;&amp;#039; Translated by Pamela E. Selwyn. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-521-84730-8 (aktualisierte englische Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Das Milieu der Nacht&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intentionen des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 34). Böhlau, Köln u. a. 1992, ISBN 3-412-06989-2 (Zugleich: Freiburg, Universität, Dissertation, 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herausgeberschaften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* mit [[Marian Füssel]], Inga Schürmann: &amp;#039;&amp;#039;Praktiken und Räume des Wissens. Expertenkulturen in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 978-3-525-37073-5.&lt;br /&gt;
* mit Jörg Rogge, [[Martin Kintzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Gewalt und Widerstand in der politischen Kultur des späten Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Vorträge und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 80). Thorbecke, Ostfildern 2015, ISBN 978-3-7995-6880-7 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/vuf/issue/view/2019 online]).&lt;br /&gt;
* mit Martin Mulsow: &amp;#039;&amp;#039;Was als wissenschaftlich gelten darf. Praktiken der Grenzziehung in Gelehrtenmilieus der Vormoderne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Campus Historische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 70). Campus Verlag, Frankfurt u. a. Main 2014, ISBN 978-3-593-50078-2.&lt;br /&gt;
* mit Björn Reich, Matthias Roick: &amp;#039;&amp;#039;Wissen, maßgeschneidert. Experten und Expertenkulturen im Europa der Vormoderne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift, Beihefte.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. 57). Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-71634-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kulturgeschichte der Gelehrten im späten Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Vorträge und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 73). Thorbecke, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-6873-9 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/vuf/issue/view/1870 online]).&lt;br /&gt;
* mit [[Wolfgang Huschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Gestiftete Zukunft im mittelalterlichen Europa. Festschrift für Michael Borgolte zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 2008, ISBN 3-05-004475-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meistererzählungen vom Mittelalter. Epochenimaginationen und Verlaufsmuster in der Praxis mediävistischer Disziplinen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 46). Oldenbourg, München 2007, ISBN 3-486-64450-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Das späte Mittelalter und die Anfänge der europäischen Expertenkultur. Vorstellungsvortrag&amp;#039;&amp;#039;, gehalten in der Plenarsitzung am 24. November 2006. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2006.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2007, S. 319–325.&lt;br /&gt;
* Frank Rexroth: &amp;#039;&amp;#039;Fröhliche Scholastik. Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-72521-0, S. 13–18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Frank Rexroth|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|112789811}}&lt;br /&gt;
* [https://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Rexroth%2C+Frank Veröffentlichungen von Frank Rexroth] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-goettingen.de/de/69960.html Seite von Rexroth an der Universität Göttingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=112789811|LCCN=n93003307|VIAF=79141405}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rexroth, Frank}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rexroth, Frank&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kork (Kehl)|Kork (Baden)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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