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	<title>Frank Arnau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frank_Arnau&amp;diff=314882&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH am 8. Juni 2024 um 12:06 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-08T12:06:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frank Arnau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Karl Schmitt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Harry Charles Schmitt&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1894]] bei [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[11. Februar]] [[1976]] in [[München]]) war ein schweizerisch-deutscher [[Schriftsteller]]. Er wurde als [[Schweiz]]er geboren, 1920 erhielt er die [[deutsche Staatsangehörigkeit]]. 1934 entzogen ihm die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] willkürlich seine Staatsbürgerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Junge Jahre ===&lt;br /&gt;
Der Sohn des [[Schweiz]]er Hotelleiters und Generaldirektors Charles Arnau wurde unter dem Namen Heinrich Karl Schmitt geboren und begann seine [[schriftsteller]]ische Tätigkeit 1912 als Zeitungs-Journalist mit Polizeireportagen. Er weitete seine literarische Tätigkeit danach auf die Bereiche Film und Theater aus und war auch als [[Wirtschaftsberater]] tätig. Frank Arnau, wie Heinrich Schmitt später hieß, konnte sich aber vor allem im Bereich des [[Kriminalroman]]s durchsetzen. 1919 erhielt er die [[deutsche Staatsbürgerschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit [[Josef Ganz]] gab Arnau Sondernummern der &amp;#039;&amp;#039;[[Motor-Kritik]]&amp;#039;&amp;#039; heraus, die sich „ausschließlich mit ‚[[Investigativer Journalismus|Enthüllungen]]‘ und Aufdeckung von angeblich schlimmen Zuständen bei bestimmten Werken der Autoindustrie“ befassten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|svb|27|05|1933|5|Ein Revolver-Journalist}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 beantragte er eine Namensänderung, nachdem bereits 11 Bücher unter seinem [[Pseudonym]] Frank Arnau erschienen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emigration ===&lt;br /&gt;
Mit dem politischen Aufstieg [[Adolf Hitler|Hitlers]] wurde Arnau aufgrund seiner Gegnerschaft zum [[Nationalsozialismus]] zur [[Emigration]] gezwungen. 1933 flüchtete er über die grüne Grenze zu den Niederlanden aus Deutschland. Es folgten sechs Exiljahre in Europa mit den Stationen Spanien, wo Arnau fast drei Jahre lang lebte, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. In dieser Zeit engagierte sich Arnau publizistisch stark im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Dazu gehörte die Veröffentlichung seines Romans &amp;#039;&amp;#039;Die braune Pest&amp;#039;&amp;#039; in 84 Fortsetzungen in der &amp;#039;&amp;#039;Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; (Organ der Sozialdemokratischen Partei für das [[Saargebiet]]) vom 4. März bis zum 19. Juni 1934.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hcnapp.de/die-braune-pest/ Homepage von Hans-Christian Napp], abgerufen am 7. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. März 1934 wurde er [[Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit|ausgebürgert]] und sein Vermögen konfisziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutscher Reichsanzeiger]] Nr. 75 vom 29. März 1934&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund seiner Artikel in der französischen Presse und in den deutschen Exilzeitungen über Deutschlands Aufrüstung und die nationalsozialistische Propaganda im Ausland wurde Arnau ständig von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] bespitzelt und mit der Entführung und dem Tod bedroht. Alle seine Veröffentlichungen waren schon 1935 in die &amp;quot;[[Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums]]&amp;quot; aufgenommen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Liste 1 des schädlichen und unerwünschten Schrifttums&amp;#039;&amp;#039;. Hg. von der [[Reichsschrifttumskammer]], Stand vom Oktober 1935, Berlin, [https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/periodical/pageview/2539701 S. 10.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnau war in den Skandal um die Exilzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Pariser Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039; verwickelt, bei dem die Redakteure 1936 gegen ihren Verleger Poljakow putschten und diesen öffentlich der Nazikumpanei bezichtigten. Die Redakteure gründeten unter anderem mit Arnaus finanzieller Hilfe ein Konkurrenzblatt, &amp;#039;&amp;#039;Die Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;. Sie fanden in der Exilöffentlichkeit große Unterstützung, weil allzu viele Menschen bereit waren, unbewiesenen Anschuldigungen Glauben zu schenken. Dazu verübten die Redakteure und ihre Unterstützer noch einige kriminelle Attacken. Sie überfielen den neuen Chefredakteur des Pariser Tageblatts [[Richard Lewinsohn]] und schlugen ihn krankenhausreif. Sie zerstörten außerdem die Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatts&amp;#039;&amp;#039;, die über diesen Coup berichtete, und stahlen das Kundenarchiv. Daraufhin musste das &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; mangels Einnahmen seinen Betrieb einstellen. Kurze Zeit später wurde in Exilkreisen auf das Betreiben der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Das Tage-Buch#Das Neue Tage-Buch|Das Neue Tagebuch]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Leopold Schwarzschild]] ein Untersuchungsausschuss gegründet. Ihm gehörten bekannte Persönlichkeiten des Exils an – auch der in den Putsch verwickelte Chefredakteur des &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblattes&amp;#039;&amp;#039; [[Georg Bernhard]] und [[Berthold Jacob]]. Der Untersuchungsausschuss stellte wenig später fest, dass die Anschuldigungen gegen Poljakow haltlos waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieselotte Maas: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürstendamm auf den Champs-Elysées? Der Verlust von Realität und Moral beim Versuch einer Tageszeitung im Exil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Exilforschung - Ein Internationales Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Gedanken an Deutschland im Exil und andere Themen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Gesellschaft für Exilforschung, München 1985, ISBN 3-88377-205-4, S. 112&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Arnau hingegen hielt noch in seiner Autobiographie von 1972 an der Version fest, dass Poljakow mit den Nationalsozialisten angebändelt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil in Brasilien ===&lt;br /&gt;
Arnau kam am 28. Mai 1939 – nach seinen eigenen Angaben auf Einladung der diktatorischen Regierung [[Getúlio Dornelles Vargas|Vargas]] – in [[Brasilien]] an. Er schrieb in der regierungsfreundlichen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;A Noite&amp;#039;&amp;#039; Artikel in Portugiesisch und erhielt vom Chef der Presse- und Propagandaabteilung, Lourival Fontes, den Status eines [[Journalist]]en, obwohl von Gesetzes wegen nur Brasilianer Berufsjournalisten sein durften. Arnau, der als Schweizer Staatsbürger in Brasilien eingereist war, lebte mit seiner ersten Frau und seiner Tochter in [[Rio de Janeiro]] und arbeitete als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen, u.&amp;amp;nbsp;a. die &amp;#039;&amp;#039;Correio da Manhã&amp;#039;&amp;#039;. Seine Haupteinnahmequelle war aber die Beratung des Informationsbüros der britischen Botschaft und ab 1942 der US-Botschaft. Er wurde deswegen verdächtigt, ein englischer oder deutscher [[Spionage|Spion]] oder [[Doppelagent]] zu sein. Für die brasilianischen Zeitungen hatten seine [[Kartografie|kartografischen]] Arbeiten eine besondere Bedeutung. Er zeichnete Karten von den Kriegsschauplätzen und dem deutschen Rückzug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg gründete Arnau eine Firma für Luxusdrucksachen, die &amp;#039;&amp;#039;Artes Gráficas Arnau&amp;#039;&amp;#039;, und druckte für die brasilianische Postverwaltung Briefmarken wie den Block &amp;#039;&amp;#039;400-Jahrfeier Bahia&amp;#039;&amp;#039;, der als bestes und schönstes Postwertzeichen des Ausgabejahres geehrt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDP&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.bdph.de/index.php?id=455&amp;amp;type=98&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;showUid&amp;amp;#93;=93&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;showArea&amp;amp;#93;=a&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;pointer&amp;amp;#93;=4&amp;amp;cHash=04134abdce|titel=&amp;#039;&amp;#039;Arnau, Frank, Dr. jur. h. c.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer in der Philatelie?&amp;#039;&amp;#039; Bund Deutscher Philatelisten e.&amp;amp;nbsp;V.|zugriff=12. Juni 2013|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160311080415/http://bdph.de/index.php?chash=04134abdce&amp;amp;id=455&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;pointer&amp;amp;#93;=4&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;showarea&amp;amp;#93;=a&amp;amp;tx_whoiswho_pi1&amp;amp;#91;showuid&amp;amp;#93;=93&amp;amp;type=98|archiv-datum=2016-03-11|archiv-bot=2019-04-11 14:07:40 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist er als Sonderkorrespondent für brasilianische Zeitungen viermal nach Deutschland gereist und hat dabei mühelos Kontakte mit dem wiedererwachten deutschen Großkapital geknüpft, indem er Beratung anbot und durch seine Beziehungen zu den brasilianischen Regierungskreisen und Industriellen leichteren Zugang zu Brasilien verschaffen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine französischen, spanischen und schließlich portugiesischen Sprachkenntnisse, seine Anpassungsfähigkeit an die landesübliche Mentalität und seine journalistische Erfahrung erleichterten ihm den Aufbau seiner Karriere in Brasilien. Einer der Exilierten, der deutsche Benediktinermönch jüdischer Abkunft [[Paulus Gordan]] bezeichnete Arnau als „eine schillernde Figur, Hauptdarsteller in seinem eigenen Roman.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.casastefanzweig.org/sec_canto_view.php?id=36 |wayback=20140306215546 |text=Arnau, Frank |archiv-bot=2023-05-03 18:45:13 InternetArchiveBot }}.&amp;#039;&amp;#039; Casa Stefan Zweig, Petrópolis (RJ), Brasilien. (Per 12. Juni 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland ===&lt;br /&gt;
1955 kehrte Arnau endgültig nach Deutschland zurück. Er arbeitete unter anderem als Redakteur für die Zeitschrift [[Stern (Zeitschrift)|Stern]], schrieb oft Leitartikel für die Münchener &amp;#039;&amp;#039;[[Abendzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; und betätigte sich als freier Nachrichtenhändler. Seine Zeit in Brasilien arbeitete er in dem 1956 veröffentlichten Buch &amp;#039;&amp;#039;Der verchromte Urwald&amp;#039;&amp;#039; auf, das vom &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; weiland als „eine der am besten gelungenen Auslandsreportagen [...] die es in deutscher Sprache gibt“, komplimentiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=43064922|Titel=Bücher, neu in Deutschland: Frank Arnau: „Der verchromte Urwald“.|Nr=50|Jahr=1956|Seiten=65}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er setzte seine Karriere als umstrittener Enthüllungsjournalist fort, wobei er u.&amp;amp;nbsp;a. den Bundespräsidenten [[Heinrich Lübke]] der Lüge bezichtigte. Lübke hatte nämlich stets behauptet, dass er niemals etwas mit [[Konzentrationslager]]n zu tun gehabt hätte. Zudem war er zeitweilig Präsident der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Liga für Menschenrechte|Deutschen Liga für Menschenrechte]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein größter Erfolg war wohl sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Fälscher – Fälscher der Kunst&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1959, das weltweites Aufsehen erregte und in zwölf Sprachen übersetzt wurde. &amp;#039;&amp;#039;Das Auge des Gesetzes&amp;#039;&amp;#039;, ein 1962 erschienenes Buch über Macht und Ohnmacht der Kriminalpolizei fand ebenfalls internationale Anerkennung. Bis 1970 erreichten seine Bücher eine Auflage von 1,4 Millionen verkauften Exemplaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnau war auch Briefmarkensammler, der mehrfach neu mit dem Sammeln begann. Das &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Philatelie&amp;#039;&amp;#039;, dessen Erstauflage 1957 erschien und 1967 als &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Philatelie&amp;#039;&amp;#039; in erweiterter Form neuveröffentlicht wurde, gilt als einer seiner herausragenden Beiträge zur deutschen [[Philatelie]]. Der [[Bund Deutscher Philatelisten]] schreibt ihm „eine weite Volkskreise erreichende Popularisierung des Hobbys“ zu, „wie sie vor und nach ihm kein zweiter je erreicht hat“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; meinte über Arnau, er betreibe „Kriminologie an Realfällen der Zeitgeschichte als Altershobby“. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Fall [[Vera Brühne|Brühne]]-[[Johann Ferbach|Ferbach]]. Autopsie eines Urteils&amp;#039;&amp;#039; (1965) untersuchte er einen der aufsehenerregendsten Strafprozesse der Nachkriegszeit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/1966/47/irrte-hier-die-justiz/komplettansicht Irrte hier die Justiz?: Vera Brühne und immer noch kein Ende.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; 18. November 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1967 erschien von ihm die Geschichte der &amp;quot;Kriminalität von den biblischen Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 übersiedelte Frank Arnau nach [[Bissone]] im Schweizer Kanton Tessin. Im Dezember 1975 erkrankte Arnau schwer und am 11. Februar 1976 starb er in einem Münchner Krankenhaus an einem Schlaganfall im Alter von 81 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof der Gemeinde Bissone in der Schweiz. Zuletzt arbeitete er an einem Buch betitelt &amp;#039;&amp;#039;Der Bart ist ab – Die Demaskierung des Alexander Solschenizyn&amp;#039;&amp;#039;, das belegen sollte, dass der Nobelpreisträger während und nach seiner Zeit im [[Gulag]] für den [[Sowjetunion|sowjetischen]] Geheimdienst [[KGB]] gearbeitet habe. Es wird vielfach vermutet, dass ihm hier von Geheimdiensten Fehlinformationen zugespielt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20140306233831/http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-32/artikel-2008-32-intern.html Weltwoche-Editorial: Intern].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltwoche]].&amp;#039;&amp;#039; Zürich, Schweiz. 32/2008 (per 12. Juni 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 erhielt er den [[Ehrendoktor]]titel der [[Humboldt-Universität Berlin]] in der damaligen [[DDR]]. Ehrungen erhielt er auch von der Polizei Malaysias und der Polizei des australischen Bundesstaates [[Neusüdwales]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnau war dreimal verheiratet. Im Jahre 1914 heiratete er Caroline Mayerhoffer. Die Ehe wurde 1923 geschieden. Im Jahr 1924 heiratete er Ruth Rickelt geb. Lippstreu, die Tochter des Schauspielers Gustav Rickelt. In der Ehe wurde 1926 die Tochter Gisela Ruth Schmitt geboren. Sie trug den Ursprungsnamen Arnaus und starb im Jahre 2000 in [[Rio de Janeiro]]. Seine Frau Ruth starb 1951 oder 1952 in Brasilien. Im Jahr 1953 ging er die dritte Ehe mit Henriette Neuber ein. Diese verstarb 1993 und ist neben Frank Arnau auf dem Friedhof in Bissone beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die braune Pest. Relevanz damals und heute.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Bearbeitet und herausgegeben von Adrian Jesinghaus und Hans-Christian Napp, mit einem Vorwort der Saarländischen SPD-Vorsitzenden [[Anke Rehlinger]], Klingen-Verlag, Solingen 2021, ISBN 978-3-96754-004-8. (Erstmals 1934 als Fortsetzungsserie in der Saarbrücker SPD-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Die Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; unter dem Chefredakteur und Saarländischen SPD-Vorsitzenden [[Max Braun (Politiker)|Max Braun]] erschienen. Nach der Eingliederung des Saargebietes ging bei der gewaltsamen Machtergreifung – verbunden mit der Verfolgung der Sozialdemokraten – das Manuskript des Romans verloren. Der Roman wurde erst 2019 von Hans-Christian Napp wiederentdeckt und 2021 erstmals als Buch veröffentlicht.) Rezension im &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhart Jellonek, Vorwärts  18. März 2021 [https://www.vorwaerts.de/rezension/anti-hitler-roman-87-erscheint-braune-pest-buch &amp;#039;&amp;#039;Der „Anti-Hitler-Roman“: Nach 87 erscheint „Die braune Pest“ als Buch.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kämpfer im Dunkeln.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Goldmann Verlag, Leipzig 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der geschlossene Ring.&amp;#039;&amp;#039; Merlin-Verlag, Baden-Baden 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesetz, das tötet.&amp;#039;&amp;#039; Merlin-Verlag, Baden-Baden 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Antlitz der Macht.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Goldmann Verlag, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Maske mit dem Silberstreifen&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pekari Nr. 7&amp;#039;&amp;#039; (Krimi mit Inspektor David Brewer von der New Yorker Mordkommission). 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verchromte Urwald: Licht und Schatten über Brasilien.&amp;#039;&amp;#039; 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Philatelie. Briefmarkenkunde von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Taschenbuch. 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heißes Pflaster Rio&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1958.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Panik vor Torschluss Der Roman eines Industriellen&amp;#039;&amp;#039;. Wetzlar. 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nur tote Zeugen schweigen&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Fälscher – Fälscher der Kunst. 3000 Jahre Betrug mit Antiquitäten.&amp;#039;&amp;#039; 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lautlos wie sein Schatten&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der perfekte Mord&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brasilia. Phantasie und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Prestel, München 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Dame im Chinchilla&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tanger – Nach Mitternacht&amp;#039;&amp;#039; (Krimi). Ullstein Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heroin AG&amp;#039;&amp;#039; (Krimi mit Oberinspektor David Brewer von der New Yorker Mordkommission). 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Sphinx&amp;#039;&amp;#039; (Krimi mit Oberinspektor David Brewer von der New Yorker Mordkommission). 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum Menschen töten.&amp;#039;&amp;#039; 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jenseits der Gesetze.&amp;#039;&amp;#039; 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juwelen aus Papier. Die kostbarsten und schönsten Briefmarken der Welt&amp;#039;&amp;#039;. Schuler, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rauschgift – Träume auf dem Regenbogen.&amp;#039;&amp;#039; 1967,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Straf-Unrechtspflege in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschenraub.&amp;#039;&amp;#039; 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tatmotiv Leidenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1971.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gelebt, geliebt, gehasst&amp;#039;&amp;#039; (Autobiographie) 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Watergate – Der Sumpf.&amp;#039;&amp;#039; 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Literatur-Lexikon]]. Das 20. Jahrhundert. Biographisch-bibliographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von [[Wilhelm Kosch]], herausgegeben von Carl Ludwig Lang, Bd. 1. K. G. Saur Verlag, Bern/München 2000, ISBN 3-908255-01-5, S. 322 f.&lt;br /&gt;
* [[Richard Albrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die ´braune Pest´ kommt...&amp;quot;. Aspekte der Verfolgung Frank Arnaus im Exil&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Exilforschung. Internationales Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jg. 1985, S. 158–172, {{ISSN|0175-3347}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gefangen in der eurozentrischen Sicht – Frank Arnaus Auseinandersetzung mit der Frage der „Rassendemokratie“ und dem afrikanischen Erbe in Brasilien.&amp;#039;&amp;#039; In: Marlen Eckl: &amp;#039;&amp;#039;«Das Paradies ist überall verloren»: Das Brasilienbild von Flüchtlingen des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Vervuert Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-86527-579-0, S. 392–394.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Maaßen: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer in der Philatelie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A – D.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Phil Creativ – Verlag und Agentur, Schwalmtal 2011, ISBN 978-3-932198-92-2, S. 46 f.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Arnau, Frank&amp;#039;&amp;#039;. In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 438f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118504061}}&lt;br /&gt;
* [http://www.krimilexikon.de/arnau.htm Frank Arnau im Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Internet-Edition]&lt;br /&gt;
* [http://www.hcnapp.de/frank-arnau/ Private Homepage mit einer Rubrik, auf der originale Dokumente von Frank Arnau zu sehen sind]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118504061|titel=Arnau, Frank|datum=2020-03-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118504061|LCCN=n/85/182173|VIAF=36912183}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arnau, Frank}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philatelist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Liga für Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arnau, Frank&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schmitt, Heinrich Karl; Schmitt, Harry Charles&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schweizerisch-deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei [[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Februar 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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