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	<title>Frais - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frais&amp;diff=80389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bildungsbürger: /* Interimsrezess vom 1591 */ damals war Neualbenreuth noch kein Bad!</title>
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		<updated>2025-12-20T19:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Interimsrezess vom 1591: &lt;/span&gt; damals war Neualbenreuth noch kein Bad!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Neualbenreuth-Frais-1.jpg|mini|320px|Neualbenreuth – ein Zentrum im ehemaligen Fraisgebiet]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Dialekt|mundartlich]] &amp;#039;&amp;#039;Fraisch&amp;#039;&amp;#039;) ist ein kleines Gebiet am Fuße des 939 Meter hohen [[Tillenberg]]es im heutigen [[Landkreis Tirschenreuth]] und [[Okres Cheb]] im Grenzland von [[Bayern]] und [[Tschechien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Bedeutung des Namens ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Frais (Fraisch, Fraiß) kommt vom Althochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;vreislich&amp;#039;&amp;#039; (schmerzhaft, Schrecken bringend). Im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] war eine Frais ein Gebiet, in welchem dem Eigentümer einer [[Grundherrschaft]], dem Frais- oder Fraißherren, die Gerichtshoheit über seine erbuntertänigen Bauern zustand und ihm die Fraiß, der Zehnt des Erwirtschafteten, geliefert werden musste. Die [[Blutgerichtsbarkeit]], eine Rechtsprechung über Leben und Tod, der sogenannte Blutbann, erfolgte nach den Aufzeichnungen eines &amp;#039;&amp;#039;Fraißbuches&amp;#039;&amp;#039;. Das althochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;vreislich&amp;#039;&amp;#039; ist auch in dem volksmedizinischen Sammelbegriff der [[Fraisen]], der [[Fallsucht]] eines Menschen enthalten. Dafür wurden bis in die Neuzeit [[Fraisenkette]]n, eine Art Amulettsammlung zum Umhängen, und Freishemden gegen die Beschwerden der Betroffenen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg Krünitz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In dem Fraisgebiet mit Untertanen der Stadt [[Cheb|Eger]] und des [[Kloster Waldsassen|Klosters Waldsassen]] herrschten besondere Besitz- und Gerichtsverhältnisse. Ursprünglich war das [[Egerland]] ein einheitliches Gebiet, zerfiel aber nach der Auflösung des [[Nordgau (Bayern)|Nordgaus]] in zwei verschiedene Interessen- und Herrschaftsgebiete, das [[Stiftland]] des [[Kloster Waldsassen|Klosters Waldsassen]] und den Grundbesitz der Stadt Eger in [[Westböhmen]]. Sowohl die Stadt Eger als auch das Kloster Waldsassen besaßen und erwarben im Gebiet des anderen Besitz mit sich überschneidenden Rechtsverhältnissen und ständigen erbitterten Streitigkeiten über Gerichtsbarkeit, [[Lehenswesen]], Steuern, Abgaben, Wehrpflichtige, [[Kirchenpatronat]]e, Wegerecht, Märkte, Jagd, Fischerei und Braurecht, die bis zum Jahr 1591 anhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interimsrezess vom 1591 ===&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Grenz- und Zuständigkeitsvertrag&amp;#039;&amp;#039; vom 23. September 1591 kam es im Rathaus in Eger zu einer Vereinbarung zwischen der Stadt Eger und dem [[Kloster Waldsassen]], die bis zum Jahr 1862 Gültigkeit hatte. In den zur Herrschaft und zum Klostergericht auf [[Schloss Hardeck]] gehörenden gemengten und ungemengten Dörfern [[Hardeck (Bad Neualbenreuth)|Hardeck]], [[Maiersreuth]], Mugl, [[Schachten (Bad Neualbenreuth)|Schachten]], [[Boden (Wüstung)|Boden]], [[Mýtina (Lipová)|Altalbenreuth]] und [[Neualbenreuth]], [[Querenbach (Waldsassen)|Querenbach]] und Gosel wechselten das Obergericht, die Rechtsprechung und die Einnahmen von den zinspflichtigen Bauern jährlich zwischen der Stadt Eger und dem Kloster Waldsassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechsel der Gerichtsbarkeit wurde jährlich im Juni auf dem Marktplatz in Neualbenreuth bekanntgegeben. Eigentlich sollte die Regelung nur vorübergehend sein, sie galt aber bis zu den &amp;#039;&amp;#039;Verträgen von München&amp;#039;&amp;#039; am 20. Juli 1846 und dem &amp;#039;&amp;#039;Wiener Vertrag&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Juni 1862&amp;lt;ref&amp;gt;[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=18620004&amp;amp;seite=00000135 Staatsvertrag zwischen Oesterreich und Bayern vom 24. Juni 1862, über die Regulirung des Gränzzuges und sonstiger Territorialverhältnisse zwischen Böhmen und Bayern.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit denen erneut eine Aufteilung des Kondominiums erfolgte. Im Jahr 1848 war durch die [[Bauernbefreiung]] aus der [[Erbuntertänigkeit]] auch in der Frais im Landkreis Tirschenreuth und im Egerland ein Ende der Feudalherrschaft eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiener Vertrag vom 1862 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1846 wurden die Egerer Untertanen in Neualbenreuth – damals zinsten (fraisten) dort 49 Häuser nach Eger, 62 Häuser zum Kloster Waldsassen – in das [[Königreich Bayern]] eingegliedert. Der Pfarrbezirk, die Kirche und die Schule des Ortes blieben danach in ihren Rechten und Zuständigkeiten ungesichert. Am 24. Juni 1862 kam es in Wien zu einem Ausgleich und zu einer Aufhebung der bisherigen Rechtsverhältnisse in der Frais. Der Vertrag regelte im Wesentlichen, dass die Orte Neualbenreuth, [[Hatzenreuth]] und Querenbach zum Königreich Bayern kamen, Altalbenreuth, der Säuerlingshammer, Gosel und [[Krásná Lípa (Cheb)|Schönlind]] zum Königreich Böhmen. Der Ort Boden wurde aus der Pfarrei Neualbenreuth ausgegliedert und nach [[Starý Hrozňatov|Altkinsberg]] in Böhmen umgepfarrt, die Schulkinder von Boden wurden in der Volksschule in Altalbenreuth unterrichtet. Die Orte [[Ottengrün (Bad Neualbenreuth)|Ottengrün]] und [[Ernestgrün]] wurden Bayern zugeteilt. Am Tillenberg wurde die Grenzlinie vom Rimmelbrunnen bis zum Königstein berichtigt. Der Grenzstein [[Königsstein (Tillenberg)|Königsstein]] ist daher auch als [[Fraischstein]] anzusehen. Das Königreich Bayern erwarb von der Stadt Eger gegen Barzahlung von 1600 Reichstalern das Patronats- und Repräsentationsrecht der Pfarrei und der Schule in Neualbenreuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streitigkeiten um den Besitz des südlich von Neualbenreuth gelegenen [[Egerer Stadtwald]]s, eines Quellgebiets mit einem Trinkwasserspeicher, wurde nach langwierigen und sehr schwierigen Verhandlungen gerichtlich zu Gunsten der Stadt Eger entschieden. Das Eigentum an dem 634 Hektar großen Waldgebiet wurde der Stadt Eger zugesprochen; die Nutzung der Erträge soll jedoch – entsprechend einer Vereinbarung – auch dem Erhalt und der Pflege des kulturellen Erbes dienen und eine besondere Verpflichtung gegenüber den ursprünglichen deutschen Bewohnern sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fraischstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Schmidt-Grillmeier: &amp;#039;&amp;#039;Die Frais (auch Fraisch)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberpfälzer Heimat]]&amp;#039;&amp;#039; Band 31, 1987, Weiden in der Oberpfalz. ([http://www.schmidt-grillmeier.de/Frais-Webseite.htm online])&lt;br /&gt;
* Lorenz Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Die Frais&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkreis Eger, Geschichte einer deutschen Landschaft in Dokumentationen und Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Herausgeber: Egerer Landtag e.&amp;amp;nbsp;V., Amberg 1981, S. 332f. mit einer Übersichtsskizze des Fraisgebietes aus dem Jahr 1862.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4630110-0|VIAF=248283801}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Tirschenreuth)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bildungsbürger</name></author>
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