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	<title>Früchtebrot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:19:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fr%C3%BCchtebrot&amp;diff=721859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-17T21:33:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fruechtebrot.jpg|mini|Früchtebrot mit Aprikosen, Datteln, Feigen und Nüssen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Früchtebrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Berewecke, [[Birnbrot|Birnenbrot]], Hutzenbrot, Hutzelbrot, [[Dörrbirne|Kletze]]nbrot, Klötzenbrot, Schnitzbrot&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zelten&amp;#039;&amp;#039;) ist ein süßes, dunkles [[Brot]] mit eingebackenem [[Trockenobst|Dörrobst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird meist zu kleinen länglichen [[Laib]]en geformt. Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare [[Frucht]]- und [[Nussfrucht|Nussstücke]]. Häufig ist es mit weißen [[Mandelbaum|Mandel]]n und [[Cocktailkirsche|Belegkirschen]] verziert. Es ist sehr lange haltbar und hat einen hohen [[Nährstoff]]gehalt. Üblicherweise wird es nur mit Butter bestrichen oder ganz ohne Aufstrich oder Belag konsumiert. Man kann das Früchtebrot als Vorläufer der Müsli- und Energieriegel betrachten, es wurde in der härtesten Winterzeit für Reisende, Waldarbeiter, Landarbeiter, Jäger, Bergsteiger usw. als Proviant mitgenommen. Hart gewordenes Brot kann als [[Eingebrocktes]] in Milch eingeweicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Birnenbrot aus Graubünden.jpg|mini|Birnenbrot]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KLetzen.jpg|mini|hochkant|Namensgebender Bestandteil: Kletzen]]&lt;br /&gt;
Im [[Süddeutschland|süddeutschen]] Raum, in [[Österreich]] sowie in [[Südtirol]] und im [[Trentino]] wurde vor allem zur Adventszeit das Brot mit getrockneten [[Birnen]] verfeinert. Je nach Dialekt hießen diese Birnenschnitze &amp;#039;&amp;#039;Hutzeln&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hutzen&amp;#039;&amp;#039; ([[Alemannische Dialekte|alemannisch]]) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Dörrbirne|Kletzen]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Bairische Sprache|bairisch]]-österreichisch) und damit das Brot auch &amp;#039;&amp;#039;Hutzenbrot&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kletzenbrot&amp;#039;&amp;#039;. Ursprünglich machten es die Bauern aus in [[Subsistenzwirtschaft]] angepflanzten Früchten wie Hutzeln, Dörrzwetschgen, getrockneten Apfelringen, Haselnüssen, Walnüssen und Mandeln. Durch wachsenden [[Wohlstand]] oder den Import von [[Exotische Frucht|Südfrüchten]] gelangten im Laufe der Zeit weitere getrocknete Früchte wie [[Pflaume]]n, [[Rosine]]n, [[Aprikose]]n, [[Dattelpalmen#Blüten|Datteln]], [[Echte Feige|Feigen]], [[Orangeat]], [[Zitronat]] auf die [[Zutatenliste]]. Manche Rezepte enthalten auch [[Obstbrand|Obstbrände]] und Lebkuchengewürze. Ursprünglich wurde Früchtebrot ohne [[Honig]], [[Rohrzucker]] oder [[Zucker|Rübenzucker]] hergestellt, die Süße stammte allein aus den Früchten. Bei Varianten wird Früchtebrot in eine dünne Schicht [[Hefeteig]] eingeschlagen. Der Hefeteig nimmt dem Brot das rustikale Aussehen, verhindert aber das [[Verbrennung (Chemie)|Verbrennen]] der außenliegenden Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oberen Allgäu, das wegen seiner kargen Böden recht arm war, wurde „Birnebrot“ am Heiligen Abend nach der Rückkehr von der Christmette gegessen. Dazu gab es ein Gläschen „Obstler“ – ein hochprozentiger, aromatischer Schnaps aus Äpfeln und Birnen.&lt;br /&gt;
Die Kinder armer Leute sangen Advents- und Weihnachtslieder vor den Häusern begüterter Bauern und erhielten zum Dank die „Singâte“ (Betonung auf i, vgl. singen), wie das Birnebrot deshalb genannt wurde. Heute kennt kaum noch jemand diesen Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bozen]] ist seit dem Mittelalter der &amp;#039;&amp;#039;Bozner Zelten&amp;#039;&amp;#039; bekannt, der in der [[Adventszeit]] gebacken wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tirol.orf.at/stories/3079962/ &amp;#039;&amp;#039;Ein Stück Geschichte: Der Bozner Zelten&amp;#039;&amp;#039;], [[ORF]] Tirol, 13. Dezember 2020, abgerufen am 6. Januar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den [[Andreas (Apostel)|Andreastag]] am 30. November. In der [[Andreasnacht]] begannen die „[[Anklopfnächte|Klöpfelnächte]]“, ein Fruchtbarkeitsbrauch, bei dem maskierte junge Männer mit Gedichten um Gaben, darunter auch Früchtebrot, bettelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am [[Nikolaus von Myra|Nikolaustag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Heiliger Abend|Heiligen Abend]] oder am [[Stephanitag]] wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, [[Knecht]]e und [[Magd|Mägde]] bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot als „[[Maulgabe]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alter [[Verlöbnis|Verlobungsbrauch]] ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die [[Kanten|Endstücke]] des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Eduard Mörike]] (1804–1875) widmete den Hutzeln das Märchen &amp;#039;&amp;#039;[[Das Stuttgarter Hutzelmännlein]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Gott grüß’ dich, Seppe! Kennst mich nit? Ich bin der Pechschwitzer, das Hutzelmännlein, der Tröster. [...] Auch hast du hier noch obendrein etwas zum Naschen, ein Laiblein Hutzelbrod.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Mann]] verweist in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Zauberberg]]&amp;#039;&amp;#039; auf das Birnenbrot als Spezialität des „Kurhaus“ genannten Gasthauses von [[Monstein]] bei [[Davos]]. Im vorletzten Teil, Überschrift „Die große Gereiztheit“, des siebten Kapitels schreibt er:&lt;br /&gt;
„Die Ausflügler bestellten einen Imbiß bei der dienstwilligen Wirtin: Kaffee, Honig, Weißbrot und Birnenbrot, die Spezialität des Ortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Kindern ist Früchtebrot bekannt aus dem beliebten Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;[[Die kleine Raupe Nimmersatt]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hella Kemper: {{Webarchiv|url=http://mobil.zeit.de/2009/13/KI-13-Raupe-nimmersatt |wayback=20140223045658 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mehr, mehr, mehr!&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-03-12 22:11:10 InternetArchiveBot }} auf ZEIT online.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Barmbrack]], traditionelles irisches Obst- oder Früchtebrot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/k/kletzenbrot/home.html Artikel über Kletzenbrot] auf dem Portal &amp;#039;&amp;#039;Brauchtumsseiten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://magazin.salzburgerland.com/essen-trinken/weihnachtliches-kletzenbrot/ Artikel samt Rezept] im SalzburgerLand Magazin&lt;br /&gt;
* {{TradLebensmittel|speisen/kletzenbrot|Kletzenbrot|172}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fruchtebrot}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backware mit Obst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Küche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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