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	<title>Fotogramm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fotogramm&amp;diff=677963&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutschi: /* Konkrete Fotogramme */ des Mediums (Genitiv) Typo</title>
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		<updated>2026-04-04T18:32:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Konkrete Fotogramme: &lt;/span&gt; des Mediums (Genitiv) Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit einer Fototechnik. Zum gleichnamigen Begriff aus der [[Photogrammetrie]] siehe [[Messbild]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotogramm.jpg|mini|Fotogramm mit Laborutensilien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotogramm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Photogramm&amp;#039;&amp;#039;, ist eine bis in die 1830er Jahre zurückreichende Gestaltungsmethode durch die partielle direkte [[Belichtung (Fotografie)|Belichtung]] von lichtempfindlichen Materialien wie Film oder Fotopapier im Kontaktverfahren. Im Gegensatz zur [[Fotografie]] oder [[Light Painting|Luminografie]] wird dabei keine [[Kamera]] benutzt. Eine besondere Weiterentwicklung erfuhr das Fotogramm mit dem [[Dadaismus]] in den 1920er Jahren. Für die von [[Christian Schad]] gestalteten Fotogramme hat sich seit 1937 die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schadographie&amp;#039;&amp;#039; und für die Arbeiten [[Man Ray]]s seit Ende der 1920er Jahre die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rayograph&amp;#039;&amp;#039; etabliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Roth, Tim Otto (2015). &amp;#039;&amp;#039;Körper. Projektion. Bild – eine Kulturgeschichte der Schattenbilder&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn: Fink, S. 230, 294–296 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildentstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Photogram Principle.svg|gerahmt|zentriert|Herstellung eines Fotogramms und optische Effekte, die die Bildentstehung beeinflussen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fotogramm erzeugt man, indem man mehr oder weniger transparente Objekte (2, 3 und 9) zwischen einen lichtempfindlichen [[Fotografischer Film|Film]], [[Fotopapier]] oder einen elektronischen Sensor und eine Lichtquelle (1) bringt und dann belichtet. Die räumliche Ausdehnung der Lichtquelle, der Abstand der Objekte vom Film, sowie ihre optischen Eigenschaften bestimmen dabei die Konturierung des Schattens (4–8). Je nach Entfernung der Objekte vom Film wird ihr Schatten härter (7) oder weicher (5) konturiert. Filmbereiche, die völlig im Schatten liegen (6), werden nicht geschwärzt. Bei transparenten oder transluzenten Objekten (9) werden sie mehr oder weniger geschwärzt (8). Bereiche, die voll belichtet werden (4), werden maximal geschwärzt. Arbeitet man mit mehreren Lichtquellen oder bewegt diese, entstehen weitere komplexere Effekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herbarium - Fotogram.jpg|mini|Fotogramm mit Pflanzen und Boden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lemons photogram.jpg|mini|Farbfotogramm von Zitronenscheiben und Tomatenpflanzen auf Cellophanpapier, Hintergrund: vergrößertes Papier im Negativhalter des Projektors]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotogramm-Chemigramm-Schüttbild.jpg|mini|Fotogramm als ‚Schüttbild‘ auf Cyanotypie-Leinwand 50&amp;amp;nbsp;cm ×&amp;amp;nbsp;70&amp;amp;nbsp;cm, Wolfgang Autenrieth, 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorläufer des Fotogramms finden sich bereits in der Frühzeit der Fotografie. Die Fotopioniere [[Thomas Wedgwood]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;An account of a method of copying paintings upon glass and of making profiles, by the agency of light upon nitrate of silver, invented by T. Wedgwood. With observations by H. Davy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journals of the Royal Institution of Great Britain.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1802, S. 170–174 ([https://wellcomecollection.org/works/b2nxduz9/items?canvas=194 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Methode, mittelst der Einwirkung des Lichts auf salpetersaures Silber Gemählde auf Glas zu copiren und Schattenrisse zu machen; erfunden von T. Wedgwood, Esq. und beschrieben von Humphry Davy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen der Physik.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, Halle 1803, S. 113–119 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10130463?page=125 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[William Henry Fox Talbot]] hatten bereits seit 1802 bzw. 1834 erste Fotogramme hergestellt, indem sie Schreibpapier mit Kochsalz und Silbernitratlösung tränkten, Gegenstände darauf legten und im Sonnenlicht belichteten. Die so erstandenen Fotogramme nannte Talbot [[fotogenische Zeichnung]]en (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Photogenic drawings&amp;#039;&amp;#039;), was „durch Licht entstandene Zeichnungen“ bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, ab 1839, entwickelte der Franzose [[Hippolyte Bayard]] seine „Dessins photogéniques“, Fotogramme von Pflanzen und gewebten Spitzen, der Amerikaner Mathew Carey Lea ab 1841 seine „Photogenic Drawings of Plants“ und [[Anna Atkins]] 1843 ihre [[Cyanotypie]]n von Pflanzen, Farnen und Federn. Ihr Ziel war die perfekte dokumentarische Abbildung der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwedische Dramatiker [[August Strindberg]] legte im Winter 1893/94 eine Reihe von [[Fotoplatte]]n nachts im Freien auf den Boden mit der Absicht, den Nachthimmel einzufangen. Die verwaschenen Formen, über die gesamte Fläche verteilten Punkte und unregelmäßigen Flecken, die sich auf den Negativen zeigten, interpretierte Strindberg als Wolken und Gestirne, also als meteorologische und astronomische Himmelsbilder, die er „Celestographien“ nannte. Hiervon überzeugt sandte Strindberg die Fotoplatten dem Astronomen [[Camille Flammarion]] nach [[Paris]], ohne jedoch eine Antwort zu erhalten. Mutmaßlich erkannte der Astronom, dass die Punkte auf den „Celestographien“ keine Sterne darstellen, sondern durch die Einwirkung von Chemikalien, Staub und Wassertropfen auf die lichtempfindliche Emulsion entstanden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Sam Dolbear: [https://publicdomainreview.org/collection/august-strindberg-s-celestographs-1893-4/ &amp;#039;&amp;#039;August Strindberg’s Celestographs (1893–4).&amp;#039;&amp;#039;] The Public Domain Review; Douglas Feuk: [https://www.cabinetmagazine.org/issues/3/feuk.php &amp;#039;&amp;#039;The Celestographs of August Strindberg. Collaborating with the weather.&amp;#039;&amp;#039;] Cabinet Magazine, Sommer 2001; vgl. Barbara Lange: &amp;#039;&amp;#039;Die Celestographien von August Strindberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Steffen Patzold, Andreas Holzem, Renate Dürr, Annette Gerok-Reiter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religiöses Wissen im vormodernen Europa.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2019, S. 231–252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Maler [[Christian Schad]] entwickelte 1919 miniaturhafte Arbeiten auf Tageslichtauskopierpapier in Genf, die später von Tzara als „Schadographien“ bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museen-aschaffenburg.de/christian-schad-museum Christian Schad Museum]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Man Ray]] veröffentlichte im Dezember 1922 seine „Champs Délicieux“ in Paris. Er bezeichnete die Technik als „Rayographs“ und nutzte sie zur Umsetzung seiner [[Dadaismus|dadaistischen]] und [[Surrealismus|surrealistischen]] Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Vertreter des Fotogramms in den 1920er Jahren war der von 1923 bis 1928 lehrende Bauhausmeister [[László Moholy-Nagy]] (1895–1946), der die theoretische und experimentelle Grundlage für die Etablierung dieser damals neuen Kunstgattung schuf. In diesem Zusammenhang muss seine Heirat 1921 mit der Fotografin [[Lucia Moholy]], geb. Schulz, erwähnt werden, der in Verbindung mit ihrem Mann eine wichtige Rolle zu Theorie und Praxis des Fotogramms zukommt. László Moholy-Nagy prägte den Begriff der [[Fotoplastik]] als Ausdruck für künstlerische fotografische Arbeiten, die aus der Kombination und Ineinanderschaltung verschiedener grafischer und anderer gestalterischer Elemente mit fotografischen Arbeiten entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Moholy-Nagy: &amp;#039;&amp;#039;fotografie ist lichtgestaltung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;bauhaus&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, Dessau 1928, S. 9. Mit Fotoplastiken meinte Moholy-Nagy nicht Skulpturen. Es entstehen in der Fotoplastik, so Moholy-Nagy, „aus der Zusammenfügung von fotografischen Elementen mit Linien und anderen Ergänzungen unerwartete Spannungen, die über die Bedeutung der einzelnen Teile weit hinausgehen […] denn gerade die Ineinanderschaltung von fotografisch dargestellten Geschehniselementen, die einfachen bis komplizierten Überlagerungen formen sich zu einer merkwürdigen Einheit […] diese Einheit kann in ihren Ergebnissen erheiternd, ergreifend, niederschmetternd, satirisch, visionär, revolutionär usw. wirken.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Moholy-Nagy, Schad und Man Ray sollten auch [[El Lissitzky]], Jaroslav Rössler, [[Luigi Veronesi]], [[Kurt Schwitters]] und Ernst Schwitters, [[Piet Zwart]], [[Raoul Hausmann]], [[Edmund Kesting]], [[Anneliese Hager]], [[Bertha Günther]] und [[Marta Hoepffner]] genannt werden, die bereits vor 1945 und teilweise auch danach als Fotogrammkünstler hervortraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde das Fotogramm in Deutschland von „subjektiven“ und „experimentellen“ Fotografen wiederentdeckt. Zu nennen sind hier [[Otto Steinert]] an der [[Folkwang Universität der Künste|Folkwang Schule]] in [[Essen]] und [[Pan Walther]] aus [[Dortmund]], an der ehemaligen Werkkunstschule und dem 1973 unter seiner Leitung und Initiative neu entstandenen Schwerpunkt Fotografie/Film Design und deren Schüler, [[Kilian Breier]], [[Gunther Keusen]], [[Peter Keetman]], [[Wolfgang Kermer]], [[Heinz Hajek-Halke]], [[Kurt Wendlandt]], [[Chargesheimer]], [[Lotte Jacobi]], Roger Humbert, René Mächler, Kurt Kranz, [[Timm Rautert]], [[Gottfried Jäger]], [[Karl Martin Holzhäuser]], [[Andreas Gursky]], [[Thomas Ruff]], [[Josef H. Neumann]] und [[Floris Michael Neusüss]]. Ab 1963 erweiterte Floris M. Neusüss sein künstlerisches Repertoire des Fotogramms um seine großformatigen Körperfotogramme, seine sogenannten „Nudogramme“; später bezog er Elemente der Fotomalaktion und des Chemigramms mit ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger1988&amp;quot;&amp;gt;[[Gottfried Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildgebende Fotografie. Fotografik – Lichtgrafik – Lichtmalerei. Ursprünge, Konzepte und Spezifika einer Kunstform.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1988, ISBN 3-7701-1860-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüler von Prof. Neusüss aus [[Kassel]], wie etwa Thomas Bachler, Natalie Ital, Ute Lindner und Tim Otto Roth, arbeiten heute innovativ mit dieser Technik weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger2005&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Jäger, Rolf H. Krauss, Beate Reese: &amp;#039;&amp;#039;Concrete Photography. Konkrete Fotografie.&amp;#039;&amp;#039; Kerber, Bielefeld 2005, ISBN 3-936646-74-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinz Hajek-Halke und Kurt Wendlandt entwickelten das Fotogramm zu einem aufwendigen Prozess mit Mehrfachbelichtung, Kombination von Positiven und Negativen etc. weiter und nannten das Ergebnis [[Lichtgrafik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Hajek-Halke |Titel=Lichtgrafik |Auflage=1 |Verlag=Econ Verlag GmbH |Ort=Düsseldorf / Wien |Datum=1964}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Floris M. Neusüss |Titel=Das Fotogramm in der Kunst des 20. Jahrhunderts: die andere Seite der Bilder – Fotografie ohne Kamera |Verlag=DuMont |Ort=Köln |Datum=1990 |ISBN=3-7701-1767-0 |Seiten=479}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Biewald |Titel=Vielschichtigkeit durch Technik. Berliner Künstler im Gespräch (Kurt Wendlandt) |Hrsg=Berliner Rundschau |Ort=Berlin |Datum=1973-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1968 entwickelten Gottfried Jäger, Hein Gravenhorst, [[Kilian Breier]], Karl Martin Holzhäuser und Pierre Cordier das Konzept einer „Generativen Fotografie“. Zu erwähnen sind hier neben Luminogrammen, Lochblendenstrukturen oder mechanisch optischen Untersuchungen auch Jägers Fotopapierarbeiten ab 1983: konkrete Fotogramme, die die ureigensten Mittel des Mediums zu ihrem Gegenstand machen, ohne dabei ikonische oder symbolische Ziele zu verfolgen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger1988&amp;quot; /&amp;gt; ebenso Holzhäusers Lichtmalereien ab 1986, die er heutzutage wieder aufgreift und weiterentwickelt hat. Schüler von Professor Jäger oder Professor Holzhäuser aus Bielefeld, wie Ralf Filges, Hartwig Schwarz, Tom Heikaus, Karen Stuke oder Uwe Meise arbeiten heute innovativ mit dieser Technik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|USA]] sind es vor allem Georgy Kepes (1906–2001), Nathan Lerner (1913–1997) und Arthur Siegel (1913–1979), alle Schüler des in die USA [[Auswanderung|emigrierten]] Moholy-Nagy am New Bauhaus in [[Chicago]], die die klassische Linie der am Bauhaus entwickelten Sprache in ihren Fotogramm-Kompositionen um 1940 fortsetzten. Der 1961 in Großbritannien geborene und seit 1982 in [[New York City|New York]] lebende Adam Fuss ist ein zeitgenössischer Fotograf, der unter anderem mit historischen Aufnahmetechniken arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkrete Fotogramme ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Konkret“ – in der Fotografie wie beim Fotogramm&amp;amp;nbsp;– wird heute, mehr als 70 Jahre nach dem „Manifest“ [[Theo van Doesburg]]s bewusst auf die Fotografie angewendet. Auch sei auf [[Max Bill]] verwiesen. Angeregt durch den Sammler Peter C. Ruppert, dessen &amp;#039;&amp;#039;Sammlung „Konkrete Kunst“ in Europa nach 1945&amp;#039;&amp;#039; im Museum im Kulturspeicher Würzburg seit 2002 zu sehen ist, erschien 2005 ein begleitendes Buch mit dem Titel „Konkrete Fotografie“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger2005&amp;quot; /&amp;gt; In der Ausstellung 2005 wurden besonders viele konkrete Fotogramme von Fotokünstlern ab 1916 bis heute gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte der Fotografie gibt es um die Fotografie einige Begrifflichkeiten: Neben bekannteren Begriffen wie &amp;#039;&amp;#039;dokumentarische&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;experimentelle Fotografie&amp;#039;&amp;#039; werden drei große Bereiche unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Abbilder (feststellende Fotografie)&lt;br /&gt;
# Sinnbilder (darstellende Fotografie) und&lt;br /&gt;
# Strukturbilder (bilderzeugende Fotografie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Jäger definiert diese drei Bereiche wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1: Abbilder, feststellende Fotografie: gemeint ist die abbildende, berichtende, beweisende, dokumentierende, reproduzierende, gegenständliche, naturgetreue Fotografie, genannt auch direkte, feststellende Fotografie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger1988&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2: Sinnbilder, darstellende Fotografie: bezeichnet man als Realität interpretierende Fotografien, wie subjektive, beeindruckende, überzeugende, kommentierende, kritische, parteiliche, teilnehmende, engagierte, anklagende oder eingreifende Fotografien, etwa für künstlerische, werbliche oder propagandistische Zwecke&amp;amp;nbsp;– mit kommentierendem Charakter, der die Dinge so wendet, wie sie der Autor sieht oder betrachtet wissen will.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger1988&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3: Strukturbilder, bilderzeugende Fotografie: Schaffung neuer Bildstrukturen, Veranschaulichung abstrakter Ideen. Man spricht von schöpferischen, gestaltenden, formgebenden, konstruierenden, inszenierenden, experimentierenden, abstrakten, absoluten oder ungegenständlichen Fotografien. Man nennt diese Fotografie auch bildschaffende oder bilderzeugende Fotografie, deren Ergebnisse nennt man Strukturbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger1988&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1989, zum 150. Geburtsjahr der Fotografie, zeigte die [[Kunsthalle Bielefeld]] die Ausstellung „Das Foto als autonomes Bild&amp;amp;nbsp;– experimentelle Gestaltung von 1839 bis 1989“. Thematisiert wurden Strukturbilder, die mit dem Oberbegriff „Autonome Bilder“ zusammengefasst wurden. Das autonome Bild findet in künstlerischer Praxis und Kunsttheorie des frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts seine Definition:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Dabei geht es nicht mehr um die Nachahmung oder nachahmende Idealisierung eines Naturvorbildes, sondern um vom Künstler frei erfundene Gestaltungsinhalte, zumeist abstrakt oder gegenstandsfrei genannt, dessen gegenständliche Darstellung neuen, eigenen bildnerischen Kriterien zugrunde liegt.|J. Hülsewig-Johnen, G. Jäger, J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: &amp;#039;&amp;#039;Das Foto als autonomes Bild. Experimentelle Gestaltung 1839–1989.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;huelsewig&amp;quot;&amp;gt;Jutta Hülsewig-Johnen, Gottfried Jäger, J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: &amp;#039;&amp;#039;Das Foto als autonomes Bild. Experimentelle Gestaltung 1839–1989.&amp;#039;&amp;#039; Hatje-Cantz, Stuttgart 1989, ISBN 3-89322-161-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:POS NEG.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;autonomes photogramm&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;„positiv/negativ“, ulli p., 1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bilderzeugenden&amp;amp;nbsp;– nicht abstrakten oder darstellenden Fotografien&amp;amp;nbsp;–, die von Anfang der Geschichte der Fotografie zwar existierten, für die es aber keine einheitliche Begrifflichkeit bis 2005 gab, wurden 2005 im neuen Buch &amp;#039;&amp;#039;Konkrete Fotografie&amp;#039;&amp;#039;, begleitend zur Ausstellung in [[Würzburg]], mit ebendiesem Begriff neu zusammengefasst. Konkrete Fotografien sind in diesem Sinne nicht semantisches Medium, sondern ästhetisches Objekt, nicht Repräsentat, sondern Präsentat, nicht Reprodukt, sondern Produkt, wollen nichts abbilden, nichts darstellen: sie sind Objekte, die auf sich beruhen, eigenständig, authentisch, autonom, autogen – Fotografien der Fotografie. Konkrete Fotografien sind nicht Abstraktionen von Etwas, es sind reine Fotografien, die gegen elementare Voraussetzungen des Mediums verstoßen, Regeln brechen, gegen den Apparat angehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jaeger2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Fotogramme ==&lt;br /&gt;
Seit 2012 arbeitet der Fotokünstler [[Thomas Ruff]] gemeinsam mit dem [[3D]]-Experten [[Wenzel S. Spingler]] an einer neuen Serie namens &amp;#039;&amp;#039;Fotogramme&amp;#039;&amp;#039;. Diese beziehen sich auf das historische Fotogramm, wurden jedoch durch die Simulation einer virtuellen Dunkelkammer komplett digital erstellt. Die Fotoserie wurde 2014 u.&amp;amp;#8239;a. in der Galerie David Zwirner in New York ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Roland März]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der kameralosen Fotografie. Versuch über das Fotogramm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 6/1982, S. 279–283&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang Autenrieth: &amp;#039;&amp;#039;Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren. Vom Hexenmehl und Drachenblut zur Fotopolymerschicht. Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten. Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer.&amp;#039;&amp;#039; 232&amp;amp;nbsp;S., 7. Aufl., Krauchenwies 2020, ISBN 978-3-9821765-0-5 ([https://wp.radiertechniken.de/ → Auszüge und Inhaltsverzeichnis online] [https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie-uebersicht/fotogramm/ → Online-Kapitel zur Herstellung von Fotogrammen])&lt;br /&gt;
* [[Floris M. Neusüss]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Fotogramm in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die andere Seite der Bilder – Fotografie ohne Kamera.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1990, ISBN 3-7701-1767-0.&lt;br /&gt;
* Thomas Maschke, Thomas Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;Fotografieren ohne Kamera. Fotogramme – der direkte Weg zu außergewöhnlichen Bildern&amp;#039;&amp;#039;, Augustus-Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8043-5125-5.&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Schad]], Anna Auer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schadographie: die Kraft des Lichts&amp;#039;&amp;#039;, Klinger, Passau 1999, ISBN 3-932949-05-6.&lt;br /&gt;
* Tom Heikaus: &amp;#039;&amp;#039;„Kameralose Bilder“ – Luminogramm, Fotogramm, Chemiegramm, Computergrafik.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-7450-5104-1.&lt;br /&gt;
* Cornelia Kemp: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.rdklabor.de/wiki/Fotogramm Fotogramm]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte]], Bd. X (2006), Sp. 435–443.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Photograms|Fotogramm}}&lt;br /&gt;
* Dominic Mario Klinger: &amp;#039;&amp;#039;[http://edoc.ub.uni-muenchen.de/10188/1/Klinger_Dominic_M.pdf Adam Fuss. Die frühen Fotogramme (1986–1995). Ästhetische Positionen und hermeneutische Verfahren im Spannungsfeld zwischen Bildkonzeption, Chaos und Kausalität.]&amp;#039;&amp;#039; München 2008, Bildteil S.&amp;amp;nbsp;257&amp;amp;nbsp;ff. (München, Universität, Dissertation, 2008), (PDF; 22,8&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* [http://www.photogram.org/concept/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Shadow Picture Research Archive.&amp;#039;&amp;#039;] (englischsprachiges Photogramm-Portal)&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie-uebersicht/fotogramm/ &amp;#039;&amp;#039;Photogramme und Naturselbstdruck.&amp;#039;&amp;#039;] wp.radiertechniken.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotopraxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Edeldruckverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutschi</name></author>
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