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	<title>Fotoautomat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:50:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fotoautomat&amp;diff=648719&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kabelschmidt: inzwischen überwiegend belegt</title>
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		<updated>2026-04-19T10:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;inzwischen überwiegend belegt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Photobooth|Zur Fotografie-Software von Apple siehe [[Photo Booth]]. Zum Unternehmen siehe [[Fotoautomat (Unternehmen)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Photoautomat 12.jpg|mini|hochkant|Fotoautomat in einem öffentlichen Gebäude]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotoautomat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein technisches System, das durch einen Auslöser (wie Touchscreen, Knopfdruck oder Münzeinwurf) automatisch [[Fotografie|fotografische Bilder]] aufnimmt, ohne dass eine Anwesenheit eines Fotografen erforderlich ist. Die Aufnahmen werden anschließend entweder digital oder in gedruckter Form zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotokabine ==&lt;br /&gt;
Ein klassischer Fotoautomat, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotokabine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, ist eine fest installierte Raumkonstruktion mit typischen Maßen von etwa 2 m × 2 m × 1 m. Diese Automaten sind mit einer automatischen Kamera und einer Fotoschnellentwicklungsmaschine oder einen Bilddrucker ausgestattet, das auf [[Münzeinwurf]] oder mittlerweile [[Zahlungskarte|Kartenzahlung]] basiert. Ursprünglich für Passbilder und spontane Erinnerungsfotos konzipiert, finden sich Fotoautomaten häufig an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Flughäfen oder Einkaufszentren. Moderne Geräte nutzen Digitalkameras und computergesteuerte Drucker. In einigen Fällen können Bilder über ein Netzwerk direkt an Behörden übermittelt werden, wie zum Beispiel in Rathäusern für [[Passbild|Passfotos]]. Hier wird speziell auf den Bildern eine Identifikationsnummer auf den Ausdrucken vermerkt, auf die die Angestellten schnell zugreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionsweise ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotokabinen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der Regel mit einem höhenverstellbaren Sitz oder einer Bank ausgestattet. Nach der Bezahlung macht die Kamera, die sich hinter einer Glasscheibe befindet, mehrere Aufnahmen im Abstand von wenigen Sekunden. Üblich sind zwei bis vier Bilder, wobei einige Modelle bis zu acht Fotos schießen können. Ein akustisches und optisches Signal weist auf die nächste Aufnahme hin. Nach der letzten Aufnahme erfolgt der Bildausdruck, der einige Minuten dauern kann. Der Kunde selbst kann zwischen den Layouts (Einzelbild / Mehrfachlayout) wählen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oskar Grün, Jean-Claude Brunner |Titel=Der Kunde als Dienstleister: Von der Selbstbedienung zur Co-Produktion |Auflage=1 |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2002 |ISBN=3-409-12003-3 |Seiten=132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Moderne Fotoautomaten sind mit automatischer [[Gesichtserkennung (Fotografie)|Gesichtserkennung]] und Sprachsteuerung ausgestattet, um Bilder für Ausweisdokumente anzufertigen. Auch Schablonen für [[Passbild|biometrische Bilder]] für die richtige Positionierung können angezeigt werden. Neuere Geräte sind einem Signatur-Tablet und einem Fingerabdruck-Scanner ausgestattet damit Bilder hergestellt werden können, die den Anforderungen für den [[Biometrischer Reisepass|Elektronischen Reisepass]] und den [[Personalausweis (Deutschland)|Personalausweis]] genügen und automatisierte Prozesse in den Behörden voranzutreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kommune21-E.-Government, Internet und Informationstechnik |url=https://www.kommune21.de/meldung_32008_on.html |titel=Fotofix: Fotokabinen für Behörden {{!}} Kommune21 - E-Government, Internet und Informationstechnik |sprache=de |abruf=2024-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
Die älteren Fotokabinen funktionieren auf chemischer Basis. So wird ein Fotopapier belichtet und anschließend in verschiedenen Chemikalien entwickelt. Diese tauchen heute immer öfter in Szenevierteln oder in der Nähe von Diskotheken auf, da sich die authentischen Retro-Fotos einer hohen Beliebtheit erfreuen. Mit dem ursprünglichen Zweck, Bilder für Ausweisdokumente zu schießen, hat dies jedoch nicht mehr viel zu tun und wird deshalb als „Spaßfotografie“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Irene Ziehe, Ulrich Hägele |Titel=Fotos--&amp;quot;schön und nützlich zugleich&amp;quot;: das Objekt Fotografie |Sammelwerk=Visuelle Kultur, Studien und Materialien |Band=2 |Verlag=LIT Verlag Münster |Datum=2006 |ISBN=3-8258-8663-8 |Seiten=254 ff. und 264 |Online={{Google Buch | BuchID = L23uWokRSj0C | Seite=255}} |Abruf=2017-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotobox / Photo-Booth ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dornbirn-Fotobox-01ASD.jpg|mini|Vollautomatische Fotobox]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotobox&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oft auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Photo Booth&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vor allem im englischen Sprachraum) bezeichnet ein interaktives Unterhaltungselement, das bei verschiedenen Veranstaltungen wie [[Hochzeiten]], [[Geburtstag]]sfeiern und Firmenevents eingesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mister-fotobox.de/faq |titel=FAQ – mister-fotobox.de |datum=2023-08-21 |sprache=de-DE |abruf=2024-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Unterschied zu Fotokabinen sind Fotoboxen meist sehr mobil und lassen sich für Events auf- und abbauen. Sondervarianten wie ein Foto-Bus (Fotobox in einem Camper-Anhänger) oder Magic Mirror (hinter einem [[Einwegspiegel|Spion-Spiegel]]) sind nur einer der vielen Erscheinungsformen auf dem Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch variieren Event-Fotoboxen stark: von einfachen [[Webcam]]s bis hin zu hochwertigen Kamerasystemen und ausgefeilter Software. Die Fotos werden meist per Touchscreen, Button oder sogar durch Gesten ausgelöst. Professionelle Fotoboxen setzen häufig auf Kameras mit hoher Auflösung und nutzen für den Druck das [[Thermodruck|Thermosublimationsverfahren]] von der Rolle, um schnelle Fotodrucke mobil direkt vor Ort zu ermöglichen. Auch hier gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Anbietern. In Deutschland gibt es eine große Auswahl an regionalen und überregionalen Anbietern, die eine breite Palette an Qualitätsstufen, Softwarelösungen und Drucksystemen anbieten. Oft werden zu den eigentlichen Fotoboxen noch Requisiten, Overlays und thematisch abgestimmte Hintergründe bereitgestellt, um die Fotos und das Erlebnis individuell zu gestalten oder dem visuellen Gesamtkonzept des buchenden Unternehmens anzupassen. Die Vielfalt der verfügbaren Fotoboxen ermöglicht es, für jedes Event und jede Anforderung die passende Lösung zu finden, wobei sowohl die [[Benutzerfreundlichkeit]], der „Fun-Faktor“ als auch die Qualität der Ergebnisse im Vordergrund stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markt für Fotoboxen erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und Vielseitigkeit. Ein Highlight der Branche ist die weltweit größte Fachmesse Photo Booth Expo&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://photoboothexpo.com/ |titel=Photo Booth Expo |sprache=en-US |abruf=2024-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für Fotobox-Vermieter, Hersteller und Zulieferer, die abwechselnd in [[Las Vegas]] und [[London]] stattfindet. Auf dieser Messe kommen führende Akteure der Branche zusammen, um die neuesten Trends, Technologien und Produkte rund um Fotoboxen zu präsentieren und zu diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anatol Josepho.jpg|mini|Amerikanischer Fotoautomat von 1927 mit sichtbarem Innenleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Patent auf einen Fotoautomaten wurde am 9. Januar 1888 von den Herren Pope und Poole aus Baltimore beantragt. Ein Jahr später, am 22. Januar 1889, wurde das US-Patent erteilt. Am 16. Oktober 1888 erhielt ein Erfinder namens Sacco das französische Patent Nr. 193734 auf eine ebensolche Maschine. Am 20. Februar 1889 schließlich erhielten Christel Föge, Joseph Raders und [[Carl Griese]] aus Hamburg das Reichspatent 51081 auf ihren „Apparat zur selbsttätigen Herstellung von Photographien“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Griese: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. BoD Norderstedt 2013, ISBN 978-3-7322-8310-1, S. 113–116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bisher keine Unterlagen gefunden wurden, die belegen, dass diese frühen Erfindungen bis zur Marktreife gebracht wurden, muss man davon ausgehen, dass der Automat des Erfinders Ernest Enjalbert (franz. Patent Nr. 196451 vom 4. März 1889) der erste funktionsfähige und öffentlich aufgestellte Fotoautomat war. Er wurde vom 6. Mai 1889 an auf der [[Weltausstellung Paris 1889|Pariser Weltausstellung]] vorgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurden zahlreiche Patente angemeldet. Einer der ersten wirtschaftlich erfolgreichen Automaten war der [[Bosco-Automat|Bosco-Photographieautomat]] des Erfinders Conrad Bernitt aus Hamburg (Reichspatent 58613 vom 16. Juli 1890).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=58613| Code=C| Titel=Apparat zur Selbstthätigen Aufnahme und Fertigstellung von Photographien| A-Datum=1890-07-16| V-Datum=1891-09-12| Erfinder=Conrad Bernitt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit stellten alle Automaten [[Ferrotypie]]n her (Fotos auf Schwarzblech). Der Deutsche Carl Sasse ließ in England 1896 erstmals einen Automaten für das Negativ-Positiv-Verfahren patentieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=GB| V-Nr=189607271| Code=A| Titel=An Apparatus for Automatic Production of Photographs| A-Datum=1896-04-02| V-Datum=1896-07-11| Erfinder=Carl Sasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1900 verbesserten die Deutschen Schultze und Vollmann dieses Verfahren. Die Chemische Fabrik auf Aktien (vormals E. Schering) führte mit einem Patent vom 12. Juli 1900 dann das Prinzip des [[Bildstreifen]]s in die Automatenfotografie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 1894 in Sibirien geborener Jude, Anatol Marko Josephewitz, der sich seit 1921 [[Anatol Josepho]] nannte, wanderte 1923 in die USA ein. Er entwickelte die Idee einer Fotokabine, meldete sie 1925 zum Patent an, baute sie mit geliehenem Geld und stellte einen ersten Prototyp auf dem [[Broadway (Manhattan)|Broadway]] auf, in dem Bereich zwischen 51. und 52. Straße. Er nannte seine Maschine und seine Firma &amp;#039;&amp;#039;Photomaton&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Häussler |Titel=Fotografie in Augsburg, 1839 bis 1900: mit einem Bildteil aus den Fotoschätzen des Stadtarchivs Augsburg |Sammelwerk=Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg |Band=1 |Verlag=Wißner-Verlag |Ort=Augsburg |Datum=2004 |ISBN=3-89639-432-0 |Seiten=66 |Online={{Google Buch | BuchID = oxA42sLpC3QC | Seite=66 | Hervorhebung=Photomaton}} |Abruf=2017-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald standen bis zu 7.500 Menschen täglich Schlange, um sich für 25 Cent auf einem Streifen mit acht Fotos ablichten zu lassen. Ein Angestellter mit weißen Handschuhen wies die Leute in die Kabine ein und gab ihnen vor Auslösung der Kamera die Anweisung: „Schau nach rechts, schau nach links, schau in die Kamera.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.telegraph.co.uk/culture/donotmigrate/3671736/The-history-of-the-photobooth.html The history of the photobooth]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen war so erfolgreich, dass Josepho die US-Rechte daran im März 1927 (also noch vor der Patenterteilung) für eine Million Dollar an ein Konsortium von Geschäftsleuten verkaufen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josepho hatte eine Kabine konstruiert, die abgesehen von der Vorderseite allseits geschlossen war (also auch mit Deckel). Viele der ersten &amp;#039;&amp;#039;Photomaton&amp;#039;&amp;#039;-Kabinen wurden in Kaufhäusern aufgestellt. Damit das Blitzlicht des Automaten nicht allzu sehr den Verkauf störte, brachten die Kaufhausbetreiber Vorhänge an den Vorderseiten der Kabinen an. Diese „Abgeschlossenheit“ bei der Aufnahme brachte &amp;#039;&amp;#039;Photomaton&amp;#039;&amp;#039; dann den Erfolg. Später wurden solche Vorhänge Bestandteil aller Fotokabinen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Massen: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Fotoautomaten&amp;#039;&amp;#039;. In: Photo Antiquaria Nr. 103 (4/2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Günter Karl Bose]]: &amp;#039;&amp;#039;Photomaton. 500 Automatenbilder: Frauen, Männer, Kinder 1928–1945.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Buchkunst, Leipzig 2011, ISBN 978-3-932865-63-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Photo booths|Fotoautomat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.photobooth.net/ Geschichten und Fotos von teils historischen Fotoautomaten (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kamera|!Fotoautomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Selbstbedienungsautomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotoausrüstung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien (städtischer Raum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kabelschmidt</name></author>
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