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	<title>Forstsamendarre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:12:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Forstsamendarre&amp;diff=768033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Format</title>
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		<updated>2025-07-10T17:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pinus-00-open-cone.jpg|mini|Kiefernzapfen mit Samen]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forstsamendarre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenklenge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klenge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[forstwirtschaft]]liche Einrichtung zur Saatgutversorgung. Der Betrieb verarbeitet die Samen von Laub- und Nadelbäumen, aber auch von Sträuchern, zu forstwirtschaftlichem [[Saatgut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben einer Samenklenge ==&lt;br /&gt;
In den meist staatlich geführten Betrieben werden [[Samen (Pflanze)|Samen]] von Sträuchern und [[Baum|Bäumen]] geerntet, getrocknet, entflügelt, gereinigt, gelagert und verkauft. Sie sorgen für herkunftsgesichertes und qualitativ hochwertiges Vermehrungsgut. Zur Deckung des Bedarfs bei [[Aufforstung]]en, aber auch bei der Aus[[saat]] von Neupflanzungen muss auf diese „künstliche“ Gewinnung zurückgegriffen werden. Das Inverkehrbringen von forstlichem Saat- und Pflanzgut unterliegt seit dem 1. Januar 2003 dem &amp;#039;&amp;#039;[[Forstvermehrungsgutgesetz]]&amp;#039;&amp;#039;. Nur zugelassene Bestände, die bestimmte Kriterien erfüllen wie gute Holzeigenschaften, geraden Wuchs oder Widerstandskraft gegen Schädlinge, dürfen abgeerntet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Arbeit in der Darre ist saisonal ausgerichtet. In mitteleuropäischen Breiten beginnt zuerst die Behandlung der [[Zapfen (Botanik)|Zapfen]] nach der [[Douglasien]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ernte. Nach den Douglasien werden die Zapfen oder Früchte der Kiefern, [[Fichten]], [[Buchen]], [[Eichen]] und [[Erlen (Botanik)|Erlen]] geerntet, daneben auch [[Hagebutte]]n und [[Maulbeeren]] oder von selteneren Baumarten wie [[Tannen]]arten und [[Elsbeere]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgebildete &amp;#039;&amp;#039;Baumsteiger&amp;#039;&amp;#039; gewinnen dabei das Saatgut, in dem sie stehende Bäume erklimmen und die Zapfen pflücken. Auf den Boden gefallene Zapfen können nicht verwendet werden: sie sind ausgereift und ihre Samen wurden durch den Wind bereits verteilt. Bis in die 1960er Jahre erfolgte diese Tätigkeit durch Tagelöhner, die oft ohne Sicherungseinrichtungen in den Bäumen arbeiteten. Seitdem wurde hauptsächlich die [[Steigeisen]]-Technik genutzt, inzwischen haben sich baumschonendere Verfahren wie das [[Abseilen]] durchgesetzt. Die Baumsteiger pflücken die noch ungeöffneten Fruchtstände der Bäume, die anschließend getrocknet werden. So werden zum Beispiel die [[Zapfen (Botanik)|Zapfen]] von [[Nadelholzgewächse|Nadelbäumen]] noch grün und unreif geerntet und reifen unter kontrollierten Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik der Samengewinnung ==&lt;br /&gt;
Unter Ausklengen versteht man das Entsamen überhaupt, sei es durch Wärme oder durch mechanische Hilfsmittel. Darren heißt das Entsamen der Zapfen durch Wärme. Der eigentliche Darrvorgang findet durch die Erhitzung in Spezialöfen statt. Das Darren ist heute ein computergesteuerter Verarbeitungsprozess, der auf jahrzehntelangen Erfahrungen der in dieser Branche Beschäftigten aufbaut. Die Zapfen werden auf Blechen drei Tage lang bei einer ständig kontrollierten Temperatur von ca. 40 bis 50&amp;amp;nbsp;°C (je nach Art der Zapfen) erwärmt und getrocknet. Durch die Erhitzung ist eine Trennung der nun geöffneten Samen von ihren Hüllen über ein Schüttelsieb möglich. Diese Technik wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts vom Nürnberger Ratsherren und Handelsherren [[Peter Stromer]] entwickelt. Die Samen sind in Kühlhäusern gelagert bis zu 25 Jahre haltbar. Die übrig bleibenden Zapfen werden zu Dekor- oder Heizzwecken verwendet. Von dem Geräusch aufspringender Fichten- oder Kiefernzapfen, wenn sie die Samen freigeben, rührt der Name &amp;#039;&amp;#039;Kleng&amp;#039;&amp;#039; her. Folgendes Beispiel macht die Ausbeute an Saatgut deutlich: aus einer Tonne [[Kiefern]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zapfen werden 16&amp;amp;nbsp;kg Samen gewonnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Samendarre.jpg|Samendarre Annaburg&lt;br /&gt;
   Jatznick-Forstsamendarre-IMG 0148.JPG|Forstsamendarre Jatznick&lt;br /&gt;
   Darre Buergerzentrum Lieberose 5.jpg|Die Darre in Lieberose mit Darre- und Forstmuseum&lt;br /&gt;
   Lieberose Darre 15.jpg|Historische Trommeldarre in Lieberose&lt;br /&gt;
   Lieberose Darre 19.jpg|Aufgesprungene Kiefernzapfen in Lieberose&lt;br /&gt;
   Schmachtenhagen Alte Darre.jpg|Alte Darre in Schmachtenhagen&lt;br /&gt;
   Walldürn Bummerndörre 2017-03.jpg|„Bummerndörre“ in Walldürn&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Abnehmer ==&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es acht Forstsamendarren, beispielsweise die [[Forstsamendarre Jatznick]], die Staatsdarre des [[Sachsenforst]] in [[Flöha]] oder die [[Landesdarre Sachsen-Anhalt]] in [[Annaburg]]. Abnehmer von Samenklengen sind [[Baumschule]]n (insbesondere [[Forstbaumschule]]n), [[Gartenbau|Gärtnereien]] oder [[Forstamt|Forstämter]]; die Samenklenge selbst ist nicht für die Erzeugung von Setzlingen zuständig. Ein Kilogramm Fichtensamen zertifizierter Qualität, aus denen rund 50.000 Sämlinge gezogen werden können, kostet derzeit bis zu 400&amp;amp;nbsp;Euro. Neben der Saatgutgewinnung bieten Samenklengen meist auch Führungen für Gruppen und Schulklassen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] betreiben eine Saatgutaufbereitungsanlage in [[Arndorf (Gemeinde Pöggstall)|Arndorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Die Griesheimer Klenger |Titel=Deutschlands große Industriewerkstätten – Die Griesheimer Klenger |Autor=H. Künzel |Jahr=1867 |Heft=9 |Seite=132–135}}&lt;br /&gt;
* [http://www.traunsteiner-tagblatt.de/includes/mehr_chiemg.php?id=416 &amp;#039;&amp;#039;Kinderstube des bayerischen Wirtschaftswaldes&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Chiemgau-Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 5. Februar 2005&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.fr.de/rhein-main/gemischtes-erntejahr-baumsamen-11557970.html&lt;br /&gt;
   |titel=Gemischtes Erntejahr bei Baumsamen&lt;br /&gt;
   |werk=[[Frankfurter Rundschau]]&lt;br /&gt;
   |seiten=R7&lt;br /&gt;
   |datum=2008-10-20&lt;br /&gt;
   |kommentar=dpa&lt;br /&gt;
   |abruf=2008-10-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Wirtschaft/Land-_und_Forstwirtschaft/Pflanzenbau/Ausrüstung_und_Betriebsmittel/Saatgut/Samenklengen|Samenklenge/Forstsamendarre}}&lt;br /&gt;
* Peter Münch: [https://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,345488,00.html &amp;#039;&amp;#039;Eichen pflastern ihren Weg&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 29. März 2005&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Pelle Kohrs |url=https://www.rossmann.de/de/kataloge/centaur/catalogs/CT_APRIL_2022/pdf/complete.pdf |titel=Der große Zapfenstreich |werk=[[Rossmann (Handelskette)#Kundenzeitschrift Centaur|Centaur]] |datum=April 2022 |kommentar=Reportage über die Forstsamendarre Jatznick, Druckseiten 108–113, PDF |abruf=2022-04-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldnutzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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