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	<title>Forstamt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-11T07:53:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Forstamt Paulinzella.JPG|mini|Thüringisches Forstamt [[Paulinzella]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Forstamt Vöhl.jpg|mini|Hessisches Forstamt [[Vöhl]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Forstamt Chausseehaus Wiesbaden.jpg|mini|Das Wiesbadener [[Chausseehaus (Wiesbaden)#Forsthaus|Forstamt Chausseehaus]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forstamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Forstbehörde]] oder eine Verwaltungseinheit, die für die Betreuung bestimmter Waldflächen zuständig ist. Durch [[Privatisierung]]smaßnahmen sind heute viele Forstämter zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forstverwaltungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geworden, somit als Wirtschaftsbetrieb ausgelagerte, ehemalige Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Hauptaufgaben der Forstämter sind die [[Verwaltung]] des Grundeigentums sowie die Bewirtschaftung des [[Wald]]es unter [[betriebswirtschaft]]lichen Gesichtspunkten. Hierzu gehören die Produktion, Ernte und Vermarktung von [[Holz]] und Nebenprodukten sowie von [[Wildbret]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bundesimmobilien.de/7627746/forstliche-produkte |wayback=20170409200631 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-11-02 04:49:11 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und auf gleicher Fläche die Sicherstellung der besonderen Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Unter entsprechenden Eigentumsverhältnissen untersteht den Forstämtern das [[Jagdausübungsrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen deutschen Bundesländern wird die Betreuung des [[Privatwald]]es von den staatlichen Forstämtern mit übernommen. Dieses geschieht in so genannten Einheitsforstämtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benennungen ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung eines Forstamtes kann je nach Staat, Region und Besitzart variieren. Allgemeiner spricht man auch von &amp;#039;&amp;#039;Forstverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, wozu auch die vergleichbaren Institutionen des Groß-[[Privatwald]]s gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Forstämter in der Bundesrepublik Deutschland sind [[Bundesforst]]&amp;amp;shy;ämter, [[Landesforst]]&amp;amp;shy;ämter, [[Gemeinde|kommunale]] Forstämter, Privatforstämter oder Betreuungsforstämter. Sie sind meist in [[Revierförsterei]]en, auch Betriebsbezirke genannt, aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* In Sachsen-Anhalt ist die amtliche Bezeichnung Betreuungsforstamt für den Privat- und Körperschaftswald, im Landeswald sind es Forstbetriebe.&lt;br /&gt;
* In [[Schleswig-Holstein]] ist die amtliche Bezeichnung [[Försterei]]. Die Betriebsbezirke umfassen meist die [[Gemarkung]]en einzelner Dörfer oder Städte und Stadtteile oder die mehrerer Dörfer in einem „Verbund“. In [[Thüringen]] wird das gesamte Landesgebiet gemäß §&amp;amp;nbsp;59 [[Landeswaldgesetz]] durch die oberste Forstbehörde in staatliche Forstamtsbezirke und diese in Forstbetriebsbezirke (Forstreviere) eingeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;59 Thüringer Waldgesetz in der Fassung vom 24. Juni 2008, [https://www.thueringen.de/de/forst/recht/waldgesetz/ Online]&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Regionen steht den kommunalen Forstämtern auf Ebene jedes [[Regierungsbezirk]]s die &amp;#039;&amp;#039;Forstdirektion&amp;#039;&amp;#039; vor. Manche der deutschen Bundesländer haben zudem auf Landesebene eine &amp;#039;&amp;#039;Forstanstalt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* In Österreich heißen die ehemaligen Forstämter &amp;#039;&amp;#039;Bezirksforstinspektion&amp;#039;&amp;#039; (BFI), denen auf der Ebene jedes Bundeslandes eine &amp;#039;&amp;#039;Landesforstdirektion&amp;#039;&amp;#039; vorsteht. &amp;#039;&amp;#039;Forstanstalten&amp;#039;&amp;#039; sind hingegen Lehr- und Forschungseinrichtungen.&lt;br /&gt;
* In den meisten Teilen der Schweiz sind es in den Gemeinden die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Kreisforstämter&amp;#039;&amp;#039;. Ihnen ist ein &amp;#039;&amp;#039;Kantonsforstamt&amp;#039;&amp;#039; übergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preußen ==&lt;br /&gt;
In [[Preußen]] war die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Oberförsterei&amp;#039;&amp;#039; geläufig. In der preußischen Zeit nach 1815 &amp;#039;&amp;#039;([[Wiener Kongress]])&amp;#039;&amp;#039; wurde die Forstverwaltung neu organisiert. Die Kommunen konnten sich einer benachbarten &amp;#039;&amp;#039;Königlichen Oberförsterei&amp;#039;&amp;#039; anschließen oder eigene &amp;#039;&amp;#039;Communal-Oberförstereien&amp;#039;&amp;#039; bilden. Bis heute in fast der gleichen Zusammensetzung dieser Organisationsstruktur besteht nur das Gemeinde-Forstamt [[Willebadessen]], ein kommunales Forstamt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeindeforstamt.de/ueber-uns.html Struktur des Gemeinde-Forstamt Willebadessen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forstamtsleiter hießen früher auch &amp;#039;&amp;#039;[[Oberförster]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Forstmeister&amp;#039;&amp;#039;. Letzteres ist nicht mit der heutigen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Forstwirt]]&amp;amp;shy;schaftsmeister&amp;#039;&amp;#039; zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ahlhorn Forstamt.JPG|mini|Niedersächsisches Forstamt [[Ahlhorn (Großenkneten)|Ahlhorn]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überwiegende Anzahl der Forstämter in Deutschland sind Behörden der [[Forstbehörde|Landesforstverwaltungen]] und in erster Linie für den Landeswald, auch [[Staatsforst|Staatswald]] genannt, zuständig. Als Betreuungsforstämter übernehmen sie häufig auch die Bewirtschaftung von [[Körperschaft]]s- und Privatwäldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesforstämter bewirtschaften Wälder, die im Besitz der Bundesrepublik Deutschland sind. Hierbei handelt es sich häufig um [[Truppenübungsplatz|Truppenübungsplätze]] oder andere militärische [[Liegenschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formen ===&lt;br /&gt;
Zahlreiche deutsche [[Gemeinde|Kommunen]] haben ebenfalls Waldbesitz und verfügen über [[Kommunalverwaltung|Kommunalforstämter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen deutschen [[Bundesland (Deutschland)|Bundesländern]] gibt es Forstämter der [[Landwirtschaftskammer (Deutschland)|Landwirtschaftskammern]]. Diese sind für die Beratung und Betreuung des [[Privatwald]]es überwiegend landwirtschaftlicher Betriebe zuständig – sofern diese Pflichtaufgabe der Landwirtschaftskammern nicht durch die nach Bundeswaldgesetz favorisierte, unmittelbar waldbäuerliche Selbstverwaltung in Form von [[Forstbetriebsgemeinschaft]]en wahrgenommen wird. Nur wenige Waldbesitzer haben ausreichend Wald, um sich ein Privatforstamt leisten zu können. Eine Besonderheit sind die Klosterforstämter der [[Klosterkammer Hannover]] in Niedersachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hall in Tirol, Münzergasse 14 from NW.JPG|mini|Ehemalige [[Bezirksforstinspektion]] Münzergasse 14 in [[Tirol]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich wurde der Waldbesitz der Republik aus der öffentlichen Verwaltung ausgegliedert und in die &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Bundesforste]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;AG ausgelagert, wodurch alle Forstämter zu Betriebsstätten geworden sind. Die Bezeichnung „Forstamt“ bezieht sich so als Namensteil auf die Firmenbezeichnung forstlicher Betriebe. Im Kontext der Stadtverwaltung geht es um eine [[Magistratsabteilung]] (zum Beispiel, [[Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien]]). In Österreich stehen 15 forstliche Betriebe als regionale Ansprechpartner für Jagd, Fischerei, Immobilien und Dienstleistungen zur Verfügung. Das Unternehmen ist in zwölf [[Forstbetrieb]]e, zwei [[Nationalpark]]-Betriebe ([[Kalkalpen]] und [[Donau-Auen]]) sowie einen [[Forsttechnik]]-Betrieb unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bundesforste.at/fileadmin/bundesforste/Zahlen___Fakten/Kurzportrait_2015_deutsch_ok_screen.pdf |wayback=20160222092856 |text=Struktur |archiv-bot=2022-11-02 04:49:11 InternetArchiveBot }} ([[Österreichische Bundesforste]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder Forstbetrieb ist in [[Forstrevier]]e gegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bundesforste.ovos.internex.at/oebf-betriebe/reviere/#7 Forstreviere in Österreich]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Forstrevier wird von einem Revierleiter geleitet. Die Generaldirektion befand sich in [[Wien]], nunmehr befindet sich die Unternehmensleitung in [[Purkersdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich hat auch einen in Europa einzigartig hohen Anteil an [[Privatwald]] ehemaligen, adeligen Großgrundbesitzes, ebenso wie [[Kirchenbesitz|kirchlichen Wald]] von Klöstern, die ebenfalls eigene Betriebe als Forstverwaltungen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Litauen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jonava forestry.JPG|mini|Oberförsterei in [[Jonava]], [[Litauen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberförsterei (lit. &amp;#039;&amp;#039;miškų urėdija&amp;#039;&amp;#039;) ist in [[Litauen]] ein [[Staatsunternehmen]], zuständig für die Forstverwaltung und den [[Waldschutz]]. Es wird von einem [[Oberförster]] (lit. &amp;#039;&amp;#039;miškų urėdas&amp;#039;&amp;#039;) geleitet. In Litauen gibt es 42 Oberförstereien. Sie unterstehen dem [[Generalforstamt am Umweltministerium Litauens]]. Der [[Generalforstmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;generalinis miškų urėdas&amp;#039;&amp;#039;) ist oberster Forstbeamter in der [[Forstwirtschaft Litauens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die litauischen Oberförstereien verwalten 1,060 Millionen Hektar [[Staatsforst|Staatswald]] (2014). Die durchschnittliche Oberförstereigröße beträgt 25.200 Hektar. Die größten sind in [[Švenčionėliai]] (43.000 ha), [[Panevėžys]] (40.000 ha), [[Ukmergė]] (37.300 ha), [[Kretinga]] (35.400 ha), [[Telšiai]] (35.100 ha) und [[Šilutė]] (34.300 ha), die kleinsten in [[Girionys|Dubrava]], [[Kupiškis]] und [[Zarasai]] (die Größe der verwalteten Staatswälder beträgt unter 15.000 ha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberförstereien in Litauen sind in [[Försterei]]en (&amp;#039;&amp;#039;girininkija&amp;#039;&amp;#039;) aufgeteilt. 2013 betrug die durchschnittliche Förstereigröße 3.045 Hektar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://195.182.70.69/incoming/www/Valstybiniai_miskai/Veiklos_rodikliai/2014/1_2013_Veiklos_rodikliai_2013_Veiklos_rodikliai.pdf |wayback=20160221195123 |text=Statistik 2013}} ([[Wald in Litauen]])&amp;lt;/ref&amp;gt; (3.300 Hektar im Jahr 2004).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.am.lt/VI/article.php3?article_id=2812 Visuotinis girininkų suvažiavimas]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den litauischen Oberförstereien gibt es 4.200 Mitarbeiter. 2015 versuchte [[Seimas]] die Zahl der Oberförstereien im Gesetz zu verankern. Erst ein Veto der Präsidentin [[Dalia Grybauskaitė]] verhinderte das Inkrafttreten des neuen litauischen Forstgesetzes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://vz.lt/archive/article/2015/4/16/seimas-icementavo-42-misku-uredijas Seimas „įcementavo“ 42 miškų urėdijas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Hasel]], [[Ekkehard Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte. Ein Grundriss für Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Kessel, Remagen 2002, ISBN 3-935638-26-4.&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Franz]]: &amp;#039;&amp;#039;Forstverwaltungssysteme.&amp;#039;&amp;#039; Kessel, Remagen 2010, ISBN 978-3-941300-34-7.&lt;br /&gt;
* Thorsten Franz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Forstverwaltung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-28658-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Forester&amp;#039;s lodges|Forstämter}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.holzdiebe.de/alles-ueber-saegen/forstaemter-in-deutschland/ Alle Forstämter in Deutschland in der Übersicht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4017964-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstamt| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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