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	<title>Forst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T20:24:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-15T05:01:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Forst.jpg|mini|Ein bäuerlicher Forst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|LL-Q188 (deu)-Frank C. Müller-Forst.wav}}) werden heute [[Forstwirtschaft|bewirtschaftete]] [[Wirtschaftswald|Wälder]] bezeichnet, deren [[Baum]]artenzusammensetzung [[anthropogen]] nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten (insbesondere [[Rohholz]]ertrag) mehr oder weniger kontrolliert wird. Die begriffliche Trennung zwischen [[Wald]] und Forst ist im allgemeinen Sprachgebrauch fließend, eindeutig ist hier nur die Abgrenzung zum [[Urwald]]. Fachsprachlich ist mit &amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039; in aller Regel ein forstwirtschaftlich genutzter Wald gemeint, auch wenn die [[Hemerobie|Naturnähe]] von Forsten je nach der [[:Kategorie:Waldtyp nach Bewirtschaftung|Bewirtschaftungsmethode]] sehr unterschiedlich sein kann. Damit ist die heutige Abgrenzung der ursprünglichen entgegengesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen: &amp;#039;&amp;#039;Wald versus Forst.&amp;#039;&amp;#039; bund-nrw.de, [https://www.bund-nrw.de/themen/waelder-und-wildnis/hintergruende/wald-versus-forst/ online] abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im früheren [[Sprachgebrauch]] waren &amp;#039;&amp;#039;Forste&amp;#039;&amp;#039; königlicher Wald oder [[Bannforst]] (Bannwald)&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Schmid: [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=ahv-002%3A1957%3A44%3A%3A992 &amp;#039;&amp;#039;Forst und Forestis als Reichsgebiet&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Historischen Vereins des Kantons Bern&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 44 (1957–1958), Heft 2&amp;lt;/ref&amp;gt;, später verstand man darunter Wälder mit [[Jagdrecht]], [[Fischereirecht|Fischerei-]] und [[Holzrecht]] für speziell Berechtigte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der neue Brockhaus.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band, Wiesbaden 1958, Lemma &amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Im [[Althochdeutsch]]en stand das Wort [[Bannwald]] für den heutigen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039;, auf mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;forestis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben &amp;#039;&amp;#039;forestis&amp;#039;&amp;#039; sind weitere Ab- und Herleitungen von Forst denkbar:&lt;br /&gt;
* ebenfalls aus dem Germanischen &amp;#039;&amp;#039;first&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Firstbaum]] zur Begrenzung von Hauseingang und Einfriedung), möglicher Hinweis auf besonders geschützte Wälder&lt;br /&gt;
* aus dem [[Germanische Sprachen|Germanischen]] &amp;#039;&amp;#039;forha&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;forhaha&amp;#039;&amp;#039;, vgl. [[Kiefern|Föhre]] und Föhrenwald, wobei letzterer Begriff auch für [[Laubwald|Laubwälder]] genutzt worden sein soll&lt;br /&gt;
* aus dem [[Keltische Sprachen|Keltischen]] &amp;#039;&amp;#039;dvoresta&amp;#039;&amp;#039; (= außerhalb)&lt;br /&gt;
* aus dem [[Latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;foris&amp;#039;&amp;#039; (= außerhalb).&amp;lt;ref&amp;gt;P. Guiraud: &amp;#039;&amp;#039;Histoire et structure du lexique français.&amp;#039;&amp;#039; Vol. I: &amp;#039;&amp;#039;Dictionaire des étymologies obscures.&amp;#039;&amp;#039; Verweis aus: Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man vergleiche auch das [[Englische Sprache|englische]] &amp;#039;&amp;#039;forest&amp;#039;&amp;#039; und das [[Französische Sprache|französische]] &amp;#039;&amp;#039;forêt&amp;#039;&amp;#039;, die heute ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Wald&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039; bedeuten. In Darstellungen der [[Geschichte Englands|englischen Geschichte]] wird betont, dass „Forest“ im [[Mittelalter]] eher so viel wie [[Wildnis]] bedeutete und nicht unbedingt dicht bewaldet sein musste. Der Buchstabe &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039; im [[Spanische Sprache|spanischen]] und [[Portugiesische Sprache|portugiesischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;floresta&amp;#039;&amp;#039; gilt als falsche Einfügung aus dem [[Renaissance-Humanismus|Humanismus der Renaissancezeit]], als man das Wort auf den Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;flor-&amp;#039;&amp;#039; („blühen“) zurückführen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffswandel vom Mittelalter bis zur Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Begriffes „Forst“ hat sich in der Vergangenheit mehrfach geändert. Erste urkundliche Quellen mit dem Begriff „forestis nostra“ stammen von [[Fränkisches Reich|fränkischen]] Königen aus dem 7. Jahrhundert. Mit diesem Begriff wurde damals herrenloses, bisher nicht genutztes Land bezeichnet. Später benutzte man den Begriff zeitweise als Unterscheidung von großen Waldflächen gegenüber kleineren, welche einfach „Wald“ genannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Forst und Forestis als Reichsgebiet.&amp;#039;&amp;#039; in: Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern, Band (Jahr): 44 (1957-1958), Heft 2, [[DOI:10.5169/seals-371058]], S.&amp;amp;nbsp;589–602.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu anderen Zeiten wurden die Begriffe umgekehrt oder auch synonym benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem [[althochdeutsch]]en Wörterbuch fanden sich die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;forestensis&amp;#039;&amp;#039; („Forst“), &amp;#039;&amp;#039;forestarius&amp;#039;&amp;#039; („[[Waldhüter]]/[[Förster]]“), &amp;#039;&amp;#039;forestagium&amp;#039;&amp;#039; („Forstabgabe“) und &amp;#039;&amp;#039;forstari&amp;#039;&amp;#039; („Forstverwalter“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Althochdeutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, 2014, [https://www.koeblergerhard.de/ahdwbhin.html online] abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des frühen Mittelalters bestand am Wald ein allgemeines [[Allmende|Nutzungsrecht]], d.&amp;amp;nbsp;h. jeder konnte [[Brennholz|Brenn-]] und [[Bauholz]] gewinnen, die Nutztiere im [[Waldweide|Wald weiden]] lassen und wilde Tiere [[Jagd|jagen]]. Flächen, wo der [[Grundherrschaft|Grundherr]] (König etc.) bestimmte Nutzungen untersagte, wurden „forestiert“, also im bildlichen Sinne „eingezäunt“.&lt;br /&gt;
Früheste Nutzungseinschränkungen betrafen die Jagd, über entsprechende Flächen wurde der sogenannte [[Wildbann]] verhängt. Als in der Blüte des [[Hochmittelalter]]s der Holzbedarf rapide zunahm (Bevölkerungsanstieg, Wachstum der Städte, früheste industrielle Strukturen) wurden der Wald und seine Produkte schnell zum Wirtschaftsgut. In der Konkurrenz um den Rohstoff [[Holz]] wurden daher die Waldflächen in einem umfassenden Sinn der [[Forsthoheit]] unterworfen, d.&amp;amp;nbsp;h. der Grundherr übte sämtliche Rechte am Wald nunmehr selbst aus. Dazu entstanden erste Verwaltungsstrukturen im Sinne einer [[Forstverwaltung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmithüsen&amp;quot;&amp;gt;Franz [[Josef Schmithüsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Urwald und Waldkultur.&amp;#039;&amp;#039; Working Paper,  ETH Zurich Research Collection 1998, [[DOI:10.3929/ethz-a-004260564]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Inanspruchnahme des Waldes durch die Allgemeinheit ergaben sich damit zwangsläufig erhebliche Einschränkungen. Der Umfang und das Ausmaß der zulässigen Nutzung wurde in sogenannten [[Forstordnung]]en detailliert geregelt, durch entsprechende Nutzungsrechte sollte die Grundversorgung der Bevölkerung mit den Produkten des Waldes sichergestellt werden. Meist war genau festgelegt, wer in welchem Zeitraum wie viel Brennholz und Bauholz schlagen durfte, wo Haustiere im Wald weiden konnten (wie der sogenannte „[[Eichelmast|Eckerich]]“). Obwohl die [[Staatsforstverwaltung]]en als Rechtsnachfolger der Kameralherren im 20. Jahrhundert viele der Dienstbarkeiten durch Geldzahlungen ablösen konnten, besteht ein Teil der alten Rechte bis heute. Alternativ zu Nutzungsrechten erhielt die Bevölkerung abgetrennte Waldflächen zur Eigenbewirtschaftung („[[Hauberg]]e“), die meist um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert parzelliert und in Privateigentum überführt wurden, in Einzelfällen aber als Gemeinschaftseigentum erhalten blieben („Realgenossenschaften“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmithüsen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Begriff ==&lt;br /&gt;
Während die Begriffe „Wald“ und „Forst“ umgangssprachlich synonym verwendet werden, gibt es vor allem in der [[Vegetationskunde]] eine begriffliche Differenzierung: Als Wälder werden [[Waldgesellschaft]]en bezeichnet, deren Zusammensetzung der [[Art (Biologie)|Baumarten]] weitgehend der &amp;#039;&amp;#039;regionalen [[Potenzielle natürliche Vegetation|potentiellen natürlichen Vegetation]]&amp;#039;&amp;#039; entspricht und insofern eine naturnahe Bestockung ([[Aufforstung]]) darstellen, beispielsweise [[Rotbuchenwald|Buchenwald]]-Gesellschaften der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]. [[Naturnaher Waldbau|Naturnahe und naturschonende Verhältnisse]] ergeben sich auch daraus, dass solche Waldbestände in der Regel ausgehend von vorhandenen Bestockungen auf dem Wege der &amp;#039;&amp;#039;[[Naturverjüngung]]&amp;#039;&amp;#039; begründet werden und daher meist einen kleinflächig ausgeprägten Strukturreichtum aufweisen. Im Gegensatz dazu ist von Forsten die Rede, wenn standortsfremde Baumarten, oft [[Nadelhölzer]], in [[Monokultur|Reinbeständen]] und durch Pflanzung künstlich begründet, naturferne Bestockungen darstellen (abgesehen von [[Montane Höhenstufe|montanen]] Forsten im Gebirge, die von Natur aus teilweise erhebliche Anteile von Nadelbäumen wie [[Tannen]], [[Fichten]], [[Lärchen]] enthalten).&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Föste: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Wald, was ist Forst? – einfach erklärt.&amp;#039;&amp;#039; forstpraxis.de, Deutscher Landwirtschaftsverlag, [https://www.forstpraxis.de/was-ist-wald-was-ist-forst-einfach-erklaert-22143 online] abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Suchbegriff &amp;#039;&amp;#039;Forst&amp;#039;&amp;#039; im Lexikon der Biologie auf spektrum.de, [https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/forst/25055 online], abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Meyer, Maria Aljes, Heike Culmsee et al.:&amp;#039;&amp;#039;Wildnis Naturerbe – Wie können wir Naturnähe im Wald messen? &amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 2020 [https://www.nw-fva.de/fileadmin/nwfva/publikationen/pdf/meyer_2020_wildnis_naturerbe_wie_konnen_wir.pdf PDF], abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Forstwirt]]&lt;br /&gt;
{{Index|Forst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Clemens Dasler: &amp;#039;&amp;#039;Forst und Wildbann im frühen deutschen Reich. Die königlichen Privilegien für die Reichskirche vom 10. bis zum 12. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Köln, Weimar, Wien 2001&lt;br /&gt;
* M. Endres: &amp;#039;&amp;#039;Die Ableitung des Wortes „Forst“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forstwissenschaftliches Centralblatt.&amp;#039;&amp;#039; März 1917, S. 90–101.&lt;br /&gt;
* W. Kaspars: &amp;#039;&amp;#039;Forestis, Forst. Geschichte eines Namens und Begriffes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; 1957/58, S. 87.&lt;br /&gt;
* W. Kaspars: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Begriffes und Wortes Forst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forstarchiv.&amp;#039;&amp;#039; 1959/130.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Zeitschriften (Haus-, Land- und Forstwirtschaft)|&amp;#039;&amp;#039;Zeitschriften (Haus-, Land- und Forstwirtschaft)&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.forestryguide.de/ Forestry Guide - Datenbank für Internetressourcen zum Thema Waldökologie, Forstwissenschaften, Forst- und Holzwirtschaft der SUB Göttingen.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113600-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wald| Forst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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