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	<title>Forschungsdesign - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:08:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Forschungsdesign&amp;diff=486234&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-67488-4: /* Querschnittstudien */</title>
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		<updated>2025-09-21T16:04:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Querschnittstudien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forschungsdesign&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsdesign&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsplan&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versuchsplan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Versuchsanordnung&amp;#039;&amp;#039;) ist auf Arbeitsgebieten, die es mit [[Versuchsperson]]en oder anderen lebenden Subjekten zu tun haben, die Grundlage jeder [[wissenschaft]]lichen Untersuchung. Es ist daher vor allem wichtig in [[Sozialwissenschaft]]en, [[Psychologie]], [[Biologie]] und [[Medizin]]. Es beschreibt, wie die empirische Fragestellung untersucht werden soll, und legt fest, welche Indikatoren wann, wie oft, wo und wie an welchen Objekten ([[Grundgesamtheit]], [[Stichprobe]]) erfasst werden sollen. Das aufgestellte Forschungsdesign ist entscheidend für die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsansätze ==&lt;br /&gt;
Es gibt grundsätzlich zwei Untersuchungsansätze:&lt;br /&gt;
* korrelative Studien  &amp;#039;&amp;#039;([[Beobachtungsstudie]]n)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: Die Struktur der Beziehungen der relevanten Variablen werden gesucht und quantitativ-systematisch analysiert&lt;br /&gt;
* [[Experiment|experimentelle Studien]]  &amp;#039;&amp;#039;([[Interventionsstudie]]n)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: Baut auf entsprechendem Wissen über die relevanten Variablen auf und untersucht die Art der Beziehung zwischen den vermuteten Prädiktoren ([[Abhängige und unabhängige Variable|unabhängige Variable]]) und den entsprechenden Kriterien ([[Abhängige und unabhängige Variable|abhängige Variable]]).&amp;lt;ref&amp;gt;H.-P. Musahl, C. Schwennen: &amp;#039;&amp;#039;Versuchsplanung&amp;#039;&amp;#039;. In: Lexikon der Red.: Gerd Wenninger. Spektrum Akad. Verl., Heidelberg 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare Überlegungen und Planungen sind auch für manche Experimente in Naturwissenschaften, Technik und anderen Gebieten notwendig. Die im Folgenden beschriebenen Begriffe beziehen sich jedoch im Wesentlichen auf die Sozialwissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Korrelative Studien ==&lt;br /&gt;
=== Korrelationsstudie ===&lt;br /&gt;
Wird verwendet, wenn keine Trennung in abhängige und unabhängige Variablen möglich ist beziehungsweise die Kausalität nicht eindeutig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ex-post-facto-Designs ===&lt;br /&gt;
Ex-post-facto-Anordnungen kommen zum Einsatz, wenn weder die Anforderung für experimentelle noch jene für quasi-experimentelle Untersuchungen erfüllt sind. Sowohl unabhängige als auch abhängige Variablen werden gemessen und [[Störfaktor#Kontrolle von Störfaktoren (Drittvariablenkontrolle) und Vermeidung|Störvariablen können nicht kontrolliert]] werden. Aus diesem Grund ermöglichen Ex-post-facto-Designs nur [[Korrelation|korrelative]] Aussagen. Der Vorteil besteht darin, dass mit geringem finanziellen und personellen Aufwand sehr viele Daten –&amp;amp;nbsp;meist in einer [[Befragung]]&amp;amp;nbsp;– erhoben werden können. Durch entsprechende Auswahlverfahren werden Generalisierungen möglich. Ex-post-facto-Anordnungen sind die in den Sozialwissenschaften am weitesten verbreitete Untersuchungsform. Sie können in Längsschnitt- und Querschnittstudien unterteilt werden. Je nach Fragestellung der Untersuchung bietet sich eine andere Untersuchungsform an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Längsschnittstudien ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Längsschnittstudie}}&lt;br /&gt;
Bei einer [[Längsschnittstudie]] wird dieselbe empirische Studie (gewöhnlich eine Befragung) zu mehreren Zeitpunkten durchgeführt und die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungswellen werden miteinander verglichen. Man unterscheidet Trendstudien (auch: replikativer Survey), Panelstudien und Kohortenstudien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paneldaten|Panel-Untersuchung, Panelforschung]], eine Sonderform der Längsschnittstudien, bei denen gleiche Personen über einen Zeitraum erfasst werden. Beispiel: Das [[Sozio-oekonomisches Panel|Sozio-oekonomische Panel]] (SOEP)&lt;br /&gt;
* [[Trendstudie]]n unterscheiden sich von Panel-Untersuchungen dadurch, dass in jeder Erhebungswelle unterschiedliche Personen befragt werden. Diese werden jedoch immer nach den gleichen Kriterien ausgewählt. Beispiel: [[Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften|ALLBUS]]&lt;br /&gt;
* [[Kohortenstudie]]: Hier werden Personen bestimmter Altersklassen (Jahrgänge) erfasst. In den Sozialwissenschaften sind Kohorten Bevölkerungsgruppen, die durch ein zeitlich gemeinsames, längerfristig prägendes Startereignis definiert werden. Die verschiedenen Personen werden zu verschiedenen Zeitpunkten überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Querschnittstudien ====&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Querschnittstudie]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Bei einer [[Querschnitt (empirische Forschung)|Querschnittstudie]], werden zum gleichen Zeitpunkt unterschiedliche Personen untersucht. In der empirischen Forschung spricht man von einem Querschnitt bzw. von einer Querschnitt(s)studie oder Querschnittsdesign, wenn eine empirische Untersuchung (z.&amp;amp;nbsp;B. Befragung, [[Inhaltsanalyse]]) einmalig durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorexperimentelle Versuchsanordnung ===&lt;br /&gt;
Die einmalige Behandlung einer Gruppe und deren „Effekt“-Messung bezeichnet man als vorexperimentelle Versuchsanordnung „one-shot-case-study“. Diese Form des Forschungsdesigns ist jedoch kritisch zu sehen, da präexperimentelle Ausprägungen der abhängigen Variablen und weitere Einflussgrößen (unabhängige Variablen) unkontrolliert bleiben und Alternativerklärungen nicht ausgeschlossen werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-P. Musahl, C. Schwennen: &amp;#039;&amp;#039;Versuchsplanung&amp;#039;&amp;#039;. 2000, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Experimentelle Designs ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Experiment}}&lt;br /&gt;
Um ein Experiment handelt es sich nur dann, wenn&lt;br /&gt;
# eine Unterscheidung von unabhängigen (uV) und abhängigen Variablen (aV) möglich ist,&lt;br /&gt;
# die uV der aV stets vorausgeht und&lt;br /&gt;
# die Daten von wenigstens zwei Probandengruppen oder zwei Bedingungen innerhalb einer Gruppe verglichen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Hager: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen einer Versuchsplanung zur Prüfung empirischer Hypothesen der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. In: G. Lüer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Experimentelle Psychologie&amp;#039;&amp;#039; (43-253). Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Experimentelle Forschungsdesigns prüfen eine Hypothese, indem sie die [[unabhängige Variable]] gezielt manipulieren und den Einfluss von [[Störfaktor|Störvariablen]] durch Konstanthaltung der Versuchsbedingungen, Elimination, [[Randomisierung]] oder Parallelisierung kontrollieren. Man unterscheidet zwei Arten von Experimenten: Labor- und [[Feldexperiment]]. Der Vorteil von Laborexperimenten ist, dass die Versuchsbedingungen in hohem Maße kontrolliert werden können, was eine hohe [[Validität#Interne Validität|interne Validität]] sicherstellt. Dagegen haben Feldexperimente oft den Vorteil, dass sie aufgrund der natürlichen Umgebung, in der sie durchgeführt werden, eine hohe [[Validität#Externe Validität|externe Validität]] aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Experimente werden vor allem in der [[Psychologisches Experiment|Psychologie]] und der [[Kommunikationswissenschaft]] angewandt, in den übrigen Sozialwissenschaften in geringerem Umfang; jedoch gewinnen sie in den Wirtschaftswissenschaften zunehmend an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quasi-experimentelle Designs ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Quasi-Experiment}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei Experimenten erfolgt die Zuweisung der Versuchspersonen zu den Experimental- und [[Kontrollgruppe]]n in Untersuchungen mit quasi-experimentellem Versuchsplan nicht durch Randomisierung oder [[Kontrolle von Störfaktoren|Parallelisierung]], sondern aufgrund vorhandener Eigenschaften der Versuchsobjekte, wie Alter, Geschlecht, Raucher/Nichtraucher, Mitgliedschaft in einer Gruppe usw. Zum Beispiel fragte die [[Kultivationshypothese|Kultivierungsforschung]] nach Einstellungsunterschieden beim Fernsehkonsum; Personen mit hohem Fernsehkonsum wurden der Experimentalgruppe, Personen mit geringem Fernsehkonsum der Kontrollgruppe zugeordnet. Im sogenannten „natürlichen Experiment“ erfolgt die Zuordnung aufgrund von natürlichen, nicht kontrollierten Ereignissen wie der Einführung eines neuen Schultyps oder der Verbreitung eines neuen Mediums. Quasi-experimentelle Untersuchungen ermöglichen keinen Rückschluss auf [[Kausalität|kausale Zusammenhänge]], da nicht feststellbar ist, ob die unabhängige Variable die abhängige bedingt oder umgekehrt und ob beide Ereignisse [[Konfundierungseffekt|konfundiert]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich: Randomisiertes Experiment und Quasiexperiment ===&lt;br /&gt;
[[Randomisiertes Experiment|Randomisierte Experimente]] sind insbesondere durch eine zufällige (randomisierte) Verteilung der Versuchspersonen auf die Experimental- und die Kontrollgruppen gekennzeichnet. Bei &amp;#039;&amp;#039;[[Quasi-Experiment]]en&amp;#039;&amp;#039; bestimmen bereits vorhandene Eigenschaften der Versuchspersonen (z.&amp;amp;nbsp;B. der tägliche Fernsehkonsum), ob sie zur Experimental- oder Kontrollgruppe gezählt werden. Den Versuchsplan echter Experimente nennt man &amp;#039;&amp;#039;experimentelles Design&amp;#039;&amp;#039;, den Versuchsplan von Quasi-Experimenten &amp;#039;&amp;#039;quasi-experimentelles Design&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die möglichen Kombinationen der oben genannten Designs unterscheiden sich entsprechend nachfolgender Tabelle hinsichtlich der internen und der externen [[Validität]] ([[Gütekriterium]]). Interne Validität liegt vor, wenn die Veränderung der abhängigen Variable eindeutig auf die Variation der unabhängigen Variable zurückgeführt werden kann (keine Alternativerklärung). Externe Validität liegt vor, wenn das Ergebnis in der Stichprobe auf andere Personen, Situationen und Zeitpunkte generalisiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Experimente.png|mini|300px|Interne und Externe Validität bei [[Experiment]] und [[Quasi-Experiment]]]]&lt;br /&gt;
; Externe Validität&lt;br /&gt;
: Die externe Validität –&amp;amp;nbsp;auch &amp;#039;&amp;#039;Allgemeingültigkeit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Verallgemeinerungsfähigkeit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ökologische Validität&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Ökologischer Fehlschluss]])&amp;amp;nbsp;– bezeichnet die Übereinstimmung von tatsächlichem und intendiertem Untersuchungsgegenstand. Grundidee ist hier die Frage nach der [[Generalisierbarkeit]] ([[Induktion (Denken)|Induktion]]).&lt;br /&gt;
: Regelmäßig führt man &amp;#039;&amp;#039;zuerst&amp;#039;&amp;#039; Studien an kleinen und leicht zu erreichenden Gesamtheiten durch, etwa seinen Studenten oder Patienten. Eine fälschliche [[Generalisierung]] bedeutet z.&amp;amp;nbsp;B.: Obgleich man durch viele Beispiele von gravierenden Irrtümern gewarnt sein sollte, geschieht es doch immer noch sehr schnell und gerne, dass für die so gewonnenen Ergebnisse eine Allgemeingültigkeit in Anspruch genommen wird, die häufig illusorisch ist.&lt;br /&gt;
: Ärzte beispielsweise überschätzen häufig die Schwere und die Häufigkeit von Krankheiten und Komplikationen, weil sie nur diese Fälle zu sehen bekommen; Psychiater unterschätzen genauso regelmäßig den Einfluss von psychiatrischer Hospitalisierung und [[Komorbidität]]en, weil sie sich daran gewöhnt haben.&lt;br /&gt;
: Das korrekte Vorgehen ist also, nach einer solchen [[explorative Forschung|&amp;#039;&amp;#039;explorativen&amp;#039;&amp;#039;]] Studie eine [[Repräsentativität|&amp;#039;&amp;#039;repräsentative&amp;#039;&amp;#039;]] durchzuführen; freilich ist dies in jedem Falle aufwändig und bisweilen auch sehr schwierig.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Stichprobenbias&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Abweichung einer konkreten Stichprobe von dem Ideal einer streng zufälligen Auswahl aus der richtigen Grundgesamtheit.&lt;br /&gt;
; Interne Validität&lt;br /&gt;
: Ein Experiment besitzt dann eine hohe interne Validität (oder [[Ceteris paribus|&amp;#039;&amp;#039;Ceteris-Paribus-Distributionibus-Validität&amp;#039;&amp;#039;]]), wenn Veränderungen im Verhalten der Versuchsperson (abhängige Variable) eindeutig auf die bewusste Veränderung der unabhängigen Variable (Treatment) zurückzuführen sind. Um dies zu gewährleisten, müssen [[Störvariable]]n kontrolliert bzw. durch verschiedene Methoden, wie Elimination, Randomisierung, Konstanthaltung und Parallelisierung ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! randomisiert&lt;br /&gt;
! quasi-experimentell&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| interne Validität hoch / externe Validität hoch&lt;br /&gt;
| interne Validität niedrig / externe Validität hoch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| interne Validität hoch / externe Validität niedrig&lt;br /&gt;
| interne Validität niedrig / externe Validität niedrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feldexperiment ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Feldexperiment}}Im Gegensatz zum Laborexperiment findet das Feldexperiment nicht in einem dedizierten Untersuchungsraum oder Labor, sondern im natürlichen Umfeld statt. In Feldexperimenten mit Menschen sind die Versuchsteilnehmer nicht darüber informiert, dass sie an einer Studie teilnehmen, was sicherstellt, dass ihr Verhalten möglichst authentisch und spontan ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Feldexperiments werden sämtliche verfügbaren Kontrolltechniken angewendet. Allerdings ergeben sich aufgrund der experimentellen Durchführung im natürlichen &amp;quot;Feld&amp;quot; Einflussmöglichkeiten auf den Experimentverlauf, die der Versuchsleiter entweder nicht abwehren kann oder bewusst in Kauf nimmt – beispielsweise im Kontext der Übertragung von im Labor erprobten Sachverhalten auf die &amp;quot;natürlichen Bedingungen&amp;quot;, die er studieren möchte. Besonders sozialpsychologische Aspekte des Experiments kommen im Feldexperiment zum Tragen, und obwohl diese den Anspruch, Kausalitäten aufzudecken, möglicherweise beeinträchtigen können, tragen sie gleichzeitig zur ökologischen Validität der experimentellen Ergebnisse bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nieding, Gerhild, Peter Ohler |Titel=&amp;quot;Laborexperimentelle Methoden.&amp;quot; |Sammelwerk=Lehrbuch der Medienpsychologie |Datum=2004 |Seiten=355-376}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laborexperiment ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Laborexperiment}}Ein Laborexperiment bezieht sich auf eine vom Menschen geschaffene Versuchsanordnung, die oft Teil einer Laborstudie ist. Im Gegensatz zu einem Feldexperiment, bei dem der Experimentator lediglich als Beobachter fungiert, kann der Experimentator bei einem Laborexperiment aktiv in den Versuch eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuchsanordnung bildet einen abgegrenzten Ausschnitt aus der Natur ab, der isoliert betrachtet wird. Dieser Laborausschnitt wird als &amp;quot;System&amp;quot; bezeichnet, während der übrige Teil der Natur als &amp;quot;Umgebung&amp;quot; definiert wird. Die Grenze zwischen dem System und der Umgebung wird als Systemgrenze bezeichnet. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das thermodynamische System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Laborexperiment werden kausale Zusammenhänge untersucht, insbesondere wie sich das System (intern) durch äußere Einflüsse über die Systemgrenze hinweg verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erforderlich, ein Laborexperiment sorgfältig zu dokumentieren, in der Regel durch die Erstellung eines Versuchsprotokolls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Schnell, P. B. Hill, E. Esser: &amp;#039;&amp;#039;Methoden der empirischen Sozialforschung&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-57684-4, S. 211–263.&lt;br /&gt;
* M. L. Mitchell, J. M. Jolley: [http://www.markwebtest.netfirms.com/teachRDE/start/default.html &amp;#039;&amp;#039;Research Design Explained&amp;#039;&amp;#039;.] 4th ed. Clarion University of Pennsylvania, 2001&lt;br /&gt;
* W. Hager: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen einer Versuchsplanung zur Prüfung empirischer Hypothesen der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. In G. Lüer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Experimentelle Psychologie&amp;#039;&amp;#039; (43–253). Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1987.&lt;br /&gt;
* D.T. Campbell, J.C.Stanley: &amp;#039;&amp;#039;Experimental and quasi-experimental designs for research&amp;#039;&amp;#039;. Rand McNally, Chicago 1966.&lt;br /&gt;
* F.N. Kerlinger: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of  behavioral research&amp;#039;&amp;#039;. 2nd ed. Holt, Rinehart &amp;amp; Winston, London 1979.&lt;br /&gt;
* G. Nieding, P. Ohler: &amp;#039;&amp;#039;Laborexperimentelle Methoden&amp;#039;&amp;#039;. In: R. Mangold, P. Vorderer, G. Bente (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Medienpsychologie&amp;#039;&amp;#039; (Kap. 15). Hogrefe, Göttingen 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stichprobentheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Empirische Sozialforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-67488-4</name></author>
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