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	<title>Formgedächtnispolymer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T01:07:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Formged%C3%A4chtnispolymer&amp;diff=332580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lila Pikmin: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|2|0 */</title>
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		<updated>2025-01-12T09:58:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|2|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Formgedächtnispolymere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (FGP, {{enS|shape-memory polymers}}, SMP) sind [[Kunststoff]]e, die einen [[Formgedächtniseffekt]] ({{lang|en|shape-memory effect}})&amp;amp;nbsp;– ähnlich wie [[Formgedächtnislegierung]]en (FGL, englisch {{lang|en|shape-memory alloy}}, SMA)&amp;amp;nbsp;– aufweisen, sich also an ihre frühere äußere Form trotz einer zwischenzeitlichen starken [[Verformung|Umformung]] scheinbar „erinnern“ können. Die ersten Formgedächtnispolymere bestanden aus zwei Komponenten: Die erste war ein elastisches Polymer, eine Art „Federelement“, die zweite ein aushärtendes Wachs, das das Federelement in jeder gewünschten Form arretieren kann. Zur „Programmierung“ kann das FGP im erwärmten Zustand umgeformt und anschließend abgekühlt werden. Erwärmt man das Formgedächtnispolymer erneut, so wird das Wachs weich und kann der Kraft des Federelements nicht mehr entgegenwirken. Das Formgedächtnispolymer nimmt wieder seine ursprüngliche Form an. Dieses Verhalten wird analog zur Terminologie der Formgedächtnislegierungen [[Einweg-Memory-Effekt]] genannt. Ein Beispiel ist {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Memory Foam&amp;#039;&amp;#039;}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formgedächtnispolymere zeigen gegenüber den Formgedächtnislegierungen hinsichtlich ihrer Herstellbarkeit und Verarbeitbarkeit entscheidende Vorteile. Aufgrund der geringen [[Wärmeleitfähigkeit]] von Polymeren weisen sie eine deutlich geringere Schaltzeit auf, diese spielt jedoch bei einer Vielzahl von potentiellen Anwendungsgebieten, insbesondere im medizinischen Bereich, eine untergeordnete Rolle. Formgedächtnispolymere schalten jeweils im weichen Zustand, während Formgedächtnislegierungen in der Hochtemperaturphase (Austenit) einen erhöhten [[Elastizitätsmodul|E-Modul]] aufweisen. Formgedächtnispolymere können daher prinzipbedingt nicht über eine kontinuierlich wirkende Kraft von einem Rückstell-Element programmiert werden. Das stellt für viele Anwendungen einen entscheidenden Nachteil dar. Während Formgedächtnislegierungen beispielsweise mittels einer zusätzlichen Rückstellfeder zyklisch arbeiten können, müssen FGP für jeden Zyklus neu programmiert werden. Einige [[Polymer|Polymere]] weisen, wie auch Formgedächtnislegierungen, auch einen Zweiweg-Memory-Effekt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ecker, Melanie |url=https://opus4.kobv.de/opus4-bam/files/508/diss132_vt.pdf |titel=Development, Characterization and Durability of Switchable Information Carriers based on Shape Memory Polymers |werk= |hrsg=Freie Universität Berlin |datum=2014-09-01 |format=PDF |sprache=de |abruf=2018-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf, dieser lässt sich jedoch nicht praktisch zur Verrichtung von Arbeit nutzen. Formgedächtnispolymere sind daher von besonderem Interesse für Anwendungen, bei denen ein einmaliges Umschalten zur programmierten Form erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei Formgedächtnispolymeren um [[Funktionspolymer]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimuli ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im obigen Beispiel wird die Temperatur als Stimulus zum Auslösen des Formgedächtniseffekts genutzt. Stimuli, die eine Rückstellung induzieren können:&lt;br /&gt;
* Der zumeist verwendete Stimulus ist eine Erwärmung des FGPs über eine bestimmte Schalttemperatur. Diese kann die [[Glasübergangstemperatur]] oder die Schmelztemperatur des Polymers sein.&lt;br /&gt;
* Auf [[Optik|optischem]] Weg können etwa [[Butylacrylat]]e, die an ihren Seitenketten über [[Zimtsäure]]-Gruppen unter [[UV-Licht]] einer bestimmten [[Wellenlänge]] [[Vernetzung (Chemie)|vernetzen]], eine Form fixieren. Wird die [[Chemische Bindung|Bindung]] durch Bestrahlung mit einer anderen Wellenlänge gelöst, kommt es zur Rückstellung und damit zum Formgedächtniseffekt.&lt;br /&gt;
* Mittlerweile gibt es auch Formgedächtnispolymere, die sich über magnetische Stimuli zurückstellen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Formgedächtnispolymere sind Gegenstand intensiver Forschung. Ihr kommerzieller Einsatz wird wahrscheinlich zuerst in der [[Medizintechnik]] erfolgen, wo metallische Formgedächtniswerkstoffe auch schon heute eine Rolle spielen, aber auch [[Biologie|biologische]] Nebenwirkungen zeigen können. Es gibt bereits erste Firmen, die solche Werkstoffe anbieten. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sie als Etikettentechnologie Bedeutung erlangen.&lt;br /&gt;
In Form von Schaumstoff (engl. {{lang|en|memory foam}}) wird die Technik unter anderem für Matratzen und Kopfhörer verwendet, die sich dadurch besonders gut an die Form des menschlichen Körpers anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Andreas Lendlein, Hongyan Jiang, Oliver Jünger, Robert Langer&lt;br /&gt;
   |Titel=Light-induced shape-memory polymers&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Nature&lt;br /&gt;
   |Band=434&lt;br /&gt;
   |Nummer=7035&lt;br /&gt;
   |Datum=2005-04-14&lt;br /&gt;
   |Seiten=879–882&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1038/nature03496}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Thorsten Pretsch, Melanie Ecker, Markus Schildhauer, Michael Maskos&lt;br /&gt;
   |Titel=Switchable information carriers based on shape memory polymer&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Journal of Materials Chemistry&lt;br /&gt;
   |Band=22&lt;br /&gt;
   |Nummer=16&lt;br /&gt;
   |Datum=2012-02-10&lt;br /&gt;
   |Seiten=7757–7766&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1039/C2JM16204K}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Nikolaus Fritzsche, Thorsten Pretsch&lt;br /&gt;
   |Titel=Programming of Temperature-Memory Onsets in a Semicrystalline Polyurethane Elastomer&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Macromolecules&lt;br /&gt;
   |Band=47&lt;br /&gt;
   |Nummer=17&lt;br /&gt;
   |Datum=2014-07-15&lt;br /&gt;
   |Seiten=5952–5959&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1021/ma501171p}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Thomas J. Reitinger&lt;br /&gt;
   |url=https://www.dpma.de/docs/dpma/veroeffentlichungen/erfinderaktivitaeten/ea2005.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Formgedächtnis-Polymere (Shape-Memory Polymers, SMP) als Materialien der Zukunft&lt;br /&gt;
   |werk=Erfinderaktivitäten 2005/2006&lt;br /&gt;
   |hrsg=[[Deutsches Patent- und Markenamt]]&lt;br /&gt;
   |seiten=75–84&lt;br /&gt;
   |datum=2006-08-18&lt;br /&gt;
   |format=PDF&lt;br /&gt;
   |abruf=2015-04-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Formgedachtnispolymer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polymer nach Eigenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionswerkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lila Pikmin</name></author>
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