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	<title>Formatkrieg (Videorekorder) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Formatkrieg_(Videorekorder)&amp;diff=1220211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leuni: /* Ursachen */</title>
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		<updated>2026-03-18T17:04:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursachen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Formatkrieg]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder „Video-Krieg“ wird der Wettbewerb konkurrierender [[Videokassette]]nsysteme der späten 1970er und frühen 1980er Jahre bezeichnet. Zu einem Zeitpunkt, als sich [[Videorekorder|Heim-Videokassettenrekorder]] gerade zu einem industriellen Massenprodukt entwickelt hatten, existierten mehrere untereinander inkompatible Systeme ([[Video Home System|VHS]], [[Betamax]], [[Video 2000]]), von denen sich dann etwa 1984 das [[Video Home System|VHS]]-Format weltweit durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundig-Video-SVC-2-Kassette-1978-Weiß.jpg|mini|VCR-Kassette von Grundig mit drei verschiedenen Spielzeitangaben für SVR, VCR-Longplay und VCR (1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VHS vs Betamax size.jpg|mini|Betamax und VHS-Videokassette]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 starteten [[Grundig (Unternehmen)|Grundig]] und [[Philips]] mit ihrem [[VCR-System|VCR]] das „Videozeitalter“ im Heimbereich. Die dazu benutzte Kassette hatte eine Spielzeit von rund einer Stunde, Zweikanalton und eine sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Color-under-Farbaufzeichnung&amp;#039;&amp;#039;. Durch das Erscheinen eines japanischen Dreistundensystems im Jahr 1976 wurde die VCR-Kassette technisch überrundet, denn sie lief noch immer nur knapp über eine Stunde, während das japanische Konkurrenzprodukt VHS Filme in Spielfilmlänge ohne Unterbrechung aufzeichnen konnte. Die aufkommende Konkurrenzsituation zwang Philips und Grundig, ihr VCR-System kurzfristig weiterzuentwickeln. Es entstanden mehrere inkompatible Varianten, die bis zu fünf Stunden bei einer sehr akzeptablen Bildqualität liefen, und 1979 das Nachfolgersystem Video 2000 mit einer Spielzeit von zunächst zwei Mal vier Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So konkurrierten nach nur kurzer Zeit folgende Videoformate: das europäische VCR-System von Philips und Grundig in drei untereinander inkompatiblen Varianten, das japanische Format VHS (‘Video Home System’) und ein weiteres, 1975 von [[Sony]] vorgestelltes System namens [[Betamax]]. Grundig und Philips wechselten ab 1979 völlig zu ihrer Neuentwicklung [[Video 2000]] und gaben VCR im Heimbereich auf. Alle Konzerne verfolgten dabei unterschiedliche Marketingkonzepte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marketing von JVC ===&lt;br /&gt;
[[Datei:JVC-HR-3300U-front.jpg|mini|JVC HR-3300U, der erste VHS-Videorekorder]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sony Betamax Sl-8000E Videorekorder 1979.png|mini|Sony Betamax-Sl-8000E-Videorekorder, 1979 der erste in Deutschland erhältliche Betamax-Rekorder. Er wog 19,5 kg, war 52 cm breit, 40 cm tief und 20&amp;amp;nbsp;cm hoch.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Firmen weltweit, die unter ihrem eigenen Namen [[JVC]]-kompatible Videokassettenrekorder vertreiben wollten und weder [[Patent]]e noch Produktionskapazitäten für Videorekorder besaßen, legten mit dem Lieferanten JVC lediglich ihr Firmen-Layout und eventuelle Besonderheiten fest. Dann wurden vorerst alle Geräte, unabhängig vom Lizenznehmer, bei JVC in Japan produziert. Das System von JVC hieß VHS und startete in Europa Ende 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marketing von Sony ===&lt;br /&gt;
Sony bestand bei ihren Partnern darauf, dass diese eigene Produktionsstätten im jeweiligen Vertriebsland aufbauten, was naturgemäß lange Produktions-Anlaufzeiten schaffte. Danach lizenzierte man ihnen das Sony-Videosystem zum Nachbau. Dieses System Betamax wurde 1978 in Europa eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marketing von Grundig und Philips, die Situation in Westeuropa ===&lt;br /&gt;
[[Philips]] und [[Grundig AG|Grundig]] waren die eigentlichen Pioniere der Heimvideosysteme. Ihr 1971 eingeführtes erstes Kassettensystem VCR bot eine Laufzeit von zunächst maximal 65 Minuten als Antwort auf das japanische Videoformat [[U-matic]], das 1968 eine ähnliche Laufzeit pro Kassette zur Verfügung gestellt hatte, jedoch ausschließlich für semiprofessionelle Anwendungen gedacht war wie Schul- oder Industriefernsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Heimvideobereich spielt eine lange Laufzeit eine bedeutendere Rolle als im Schul- oder TV-Bereich. Man wollte Spielfilme oder lange Unterhaltungssendungen am Stück speichern können. Erst 1977, kurz nach Erscheinen eines Dreistundenrekorders aus Japan, dem ersten VHS-Gerät der Victor Company of Japan (JVC), setzte man bei VCR dazu (neben einigen weiteren konstruktiven Änderungen) die [[Bandgeschwindigkeit]] herab und erreichte so eine Laufzeit von etwas mehr als zwei Stunden pro Kassette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der japanische Konkurrent JVC aber im selben Jahr eine Videokassette mit einer Laufzeit von vier Stunden ankündigte, entwickelte Grundig im Alleingang und ohne Philips das System nochmals weiter und schuf 1978 ein drittes, mit den vorausgegangenen Ein- und Zweistunden-VCR-Verfahren inkompatibles Videosystem (Super Video Recording, kurz: [[Super Video Recording|SVR]]). Es lief bis zu fünf Stunden. Gleichzeitig begann die Massenproduktion. Grundig errichtete im Nürnberger Stadtteil [[Langwasser]] für mehr als 50 Millionen DM eigens ein Videorekorderwerk für dieses neue Super-Longplay-VCR-Gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philips erreichte unter Verwendung eines dünneren Bandmaterials mit der älteren Zweistunden-Systemvariante von 1977 zeitgleich die Drei-Stunden-Marke. Die Grundig-Kassetten waren nun nicht mehr auf Philips-Geräten abspielbar. Käufer der Grundig-Geräte mit der mittellangen Laufzeit von 1977 konnten ihre Kassetten zwar auf den neuesten Geräten von Philips, allerdings nicht mehr auf den aktuellen Grundig-[[Super Video Recording|SVR]]-Rekordern mit der ganz langen Laufzeit abspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Hintergrund dazu: Grundig hatte 1975 ein vollelektronisch gesteuertes, neuartiges Videolaufwerk entwickelt und setzte es bereits erfolgreich sowohl für die Ein- als auch die Zweistundenvariante von VCR ein. Es war in der Herstellung äußerst kostspielig und auch für das Fünfstundensystem [[Super Video Recording|SVR]] geeignet. Das Philips-Laufwerk arbeitete noch immer – wie auch alle VHS-Geräte der damaligen Zeit – vollkommen mechanisch. Elektronisch geregelt war lediglich die Trommelrotation und der Bandvorschub. Die damit zu erzielende geringe Präzision reichte nicht aus, um damit ein SVR-Gerät im Hause Philips realisieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunden des neuen Mediums reagierten verunsichert. Viele wandten sich von Grundig und Philips ab und kauften stattdessen die vorgenannten japanischen Produkte von JVC und Sony. Dazu rieten auch viele Grundig- und Philips-Händler, die das Marketingkonzept um VCR Longplay und [[Super Video Recording|SVR]] nicht mehr verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstatt sich mit Grundig nun auf eine der drei Varianten zu einigen, bot man bei Philips und Grundig ab 1979 überraschend ein viertes, mit den bisherigen drei Systemvarianten erneut inkompatibles Format an, ein konzeptionell anderes, neues System. Es nannte sich Video 2000. Die Kunden blieben verunsichert, gerade in der wichtigen Periode des aufkommenden Massenmarktes für Videogeräte.&lt;br /&gt;
Grundig hatte entgegen anders lautenden Ankündigungen das SVR-System noch 1981 vom Markt genommen und brachte etwa Mitte des Jahres 1984 erste eigene VHS-Rekorder heraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bild-2016&amp;quot;&amp;gt; [https://www.bild.de/digital/2016/video-player/letzter-vhs-rekorder-geht-vom-band_ag_dp-47052658.bild.html bild.de/digital von 29. Juli 2016, &amp;#039;&amp;#039;Produktion eingestellt – Letzter VHS-Rekorder ...&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 13. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akzeptanzprobleme von Video 2000 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundig-Video2000-VCC-Kassette-1983-Rotated.jpg|mini|Video 2000-Kassette (1983)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vr2020.jpg|mini|Ein Video-2000–Rekorder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überstürzte Markteinführung sowohl der Superlongplay-Version des VCR als auch kurz darauf des Video 2000 führte bei Grundig zu unausgereiften, unzuverlässig arbeitenden Geräten. Bei Philips gestaltete sich die Situation nur unwesentlich besser. Die Spieldauer des neuen Systems währte bis zu acht Stunden – nach vier Stunden wurde die Kassette umgedreht und konnte mit weiteren vier Stunden bespielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Systeme im Wettbewerb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Videoregistratore a bobine chiuse, sistema VHS PAL NTSC - Museo scienza tecnologia Milano 14887 (crop).jpg|mini|Grundig VHS-Rekorder]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sony SL-HF100 (crop).jpg|mini|Späterer Sony-Betamax-Rekorder SL-HF100]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Kaufpreis im Bereich eines Monatsgehalts kam angesichts der Systemvielfalt bei den Verbrauchern spätestens 1979 große Unsicherheit auf. 1981 war das VCR-System (abgesehen von einigen professionellen Geräten für Spezialanwendungen) vom Markt genommen, und es konkurrierten hauptsächlich VHS, Video 2000 und Betamax. Der Marktanteil von VHS wuchs stetig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Punkt in dieser Zeit war die Verfügbarkeit von Miet- und Kaufkassetten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/technology/2003/jan/25/comment.comment?INTCMP=SRCH The Guardian vom 25. Januar 2003, &amp;#039;&amp;#039;Why VHS was better than Betamax&amp;#039;&amp;#039;] (englisch), abgerufen am 21. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [[Videothek|Videotheken]] richteten ihr Angebot auf das am meisten verbreitete System aus. Zu dieser Zeit war es bereits das VHS-Format, Hersteller von Kauf- oder Leihkassetten waren immer weniger bereit, ihr Programm auf allen bekannten Systemen anzubieten. 1979 gab es bereits erste Videotheken, die ausschließlich VHS-Kassetten anboten. Und wie üblich bei neuen Medien war auch hier die Sex- und [[Pornofilm]]industrie ein Faktor. Dort war VHS beliebt, während sowohl VCR/Video 2000 als auch Betamax auf diese Branche keine Rücksicht nahmen bzw. sich ihr verweigerten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://newsv2.orf.at/stories/2302459/ Produktion eingestellt], orf.at, abgerufen am 13. Dezember 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft wird daher behauptet, dass die Pornografie dem VHS-System den Durchbruch gebracht habe. Es gab aber auch andere Gründe. So verlangte JVC von den Lizenznehmern eine wesentlich geringere Lizenzgebühr als die Konkurrenz. VHS war von Beginn an konsequent mit Blick auf den Privatanwender entwickelt worden und bot durch seine simple Konstruktion vergleichsweise preiswerte und zuverlässige Geräte. Auch das sind Punkte, mit denen der Gewinn der VHS-Marktanteile in Verbindung gebracht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/geschichte/video-revolution-a-949186.html Hardcore bis zum Bänderriss], Spiegel vom 24. März 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Verlauf, nachdem sich VHS durchgesetzt hatte ===&lt;br /&gt;
1986 hatte sich VHS mit einem Marktanteil von 93 % durchgesetzt. Video 2000 kam noch auf 4 %, Betamax war auf 3 % gesunken. 1988 bot auch Sony VHS-Videorekorder an, deren Technik von [[Hitachi (Unternehmen)|Hitachi]] stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;HifiVision März 1988, Seite 20, &amp;#039;&amp;#039;Normale Verhältnisse&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation im Jahr 1989: Video-2000-Geräte wurden nicht mehr produziert, der Herstellungsstopp lag bereits drei Jahre zurück. Sony bot noch Betamax-Geräte an, einen echten Käuferkreis gab es nicht mehr. Die fabrikneuen Geräte waren wohl mehr für die großen Archive gedacht oder für außereuropäische Länder, in denen Betamax eine größere Bedeutung hatte erlangen können, außerdem wurde Betamax im professionellen Bereich eingesetzt. Grundig und Philips verkauften ausschließlich VHS-Videorekorder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkaufte Bildträger in Deutschland.svg|mini|Entwicklung der digitalen Videosysteme]]&lt;br /&gt;
Nachdem VHS über 20 Jahre das vorherrschende analoge Videosystem war, gewannen spätestens mit der [[DVD]] die digitalen Videosysteme die Oberhand. Im Jahr 2002 verkauften sich in Deutschland erstmalig mehr DVDs als VHS-Kassetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation 2012: VHS war noch immer das weltweit führende analoge Videosystem. Es gab dafür auch noch neue Videokassetten und Geräte zu kaufen. Panasonic stellte in diesem Jahr die Rekorderproduktion ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/wirtschaft/Keiner-baut-mehr-Videorekorder-article18250181.html n-tv.de/wirtschaft 22. Juli 2016, &amp;#039;&amp;#039;Keiner baut mehr Videorekorder&amp;#039;&amp;#039;] abgerufen am 13. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu Kassetten der Systeme VCR und Video 2000 waren auch Betamax-Kassetten zumindest noch auf Sonderbestellung erhältlich. Bei der Beschaffung von Videokassetten der Systeme VCR und Video 2000 war man auf Restposten oder Gebrauchtware angewiesen. Meist wiesen allerdings selbst die noch verpackten Altbestände große Lagerschäden auf und waren kaum noch zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation 2015: Sony kündigte an, den Verkauf der Betamax-Videokassetten nach 40 Jahren im März 2016 einzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4863318/Ruhe-in-Frieden-BetamaxVideokassette?_vl_backlink=/home/index.do |titel=Ruhe in Frieden, Betamax-Videokassette |datum=2015-11-10 |zugriff=2015-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Produktion von VHS-Kassetten war bereits eingestellt, im Endeffekt beschränkte sich der Verkauf auf Restbestände und Lagerräumungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Die-Letzten-ihrer-Art-VHS-Cassetten-werden-nicht-mehr-hergestellt-2733692.html |titel=Die Letzten ihrer Art: VHS-Cassetten werden nicht mehr hergestellt |datum=2015-07-03 |zugriff=2015-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 2016 gab der letzte Hersteller von VHS-Rekordern ([[Funai Denki|Funai]]) die Produktion auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=vinett-video Mediaservice GbR |url=https://www.vinett-video.de/video-magazin/infografik-geschichte-der-videoformate |titel=Übersicht und Geschichte der Videoformate |zugriff=2018-02-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/videorekorder-letzter-hersteller-funai-electric-stellt-produktion-ein-a-1104256.html spiegel.de vom 22. Juli 2016, &amp;#039;&amp;#039;Letzter Hersteller von Videorekordern stellt Produktion ein&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 13. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktsituation 1980 ==&lt;br /&gt;
=== Marktanteile ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! System !! Marktanteil !! Anbieter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| VHS-Rekorder || 53 % || [[JVC]] (Systementwickler), [[Akai]], [[Blaupunkt]], [[Graetz (Unternehmen)|Graetz]], [[Hitachi (Unternehmen)|Hitachi]], [[Mitsubishi]], [[Panasonic]], [[Nordmende]], [[SABA]] (zu [[Technicolor (Konzern)|Thomson]]), [[Sharp]] und [[Telefunken]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beta-Rekorder || 23 % || [[Sony]] (Systementwickler), Fisher, [[NEC Corporation|NEC]], [[Sanyo]], [[Toshiba]] und [[Wega (Unternehmen)|Wega]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Video-2000-Geräte || 16 % || [[Grundig AG|Grundig]] und [[Philips]] (Systementwickler), [[Bang &amp;amp; Olufsen]], [[International Telephone and Telegraph|ITT]], [[Ingelen]], [[Körting Radio Werke|Körting]], [[Loewe AG|Loewe Opta]], [[Metz-Werke|Metz]] und [[Siemens]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| VCR-Rekorder, SVR-Rekorder || 8 % || [[Grundig AG|Grundig]] und [[Philips]] (Systementwickler), [[International Telephone and Telegraph|ITT]], Telefunken und [[Siemens]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preise ===&lt;br /&gt;
1980 kostete eine E240-VHS-Kassette inflationsbereinigt und umgerechnet etwa 27 bis 35&amp;amp;nbsp;Euro, eine L195-Betamax-Kassette ca. 24 bis 27&amp;amp;nbsp;Euro, eine VCR-VC60-Kassette (65 min / 120 min / 240 min, je nach Systemvariante) rund 30 bis 38&amp;amp;nbsp;Euro und eine Video-2000-Kassette 31 bis 40&amp;amp;nbsp;Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen davon waren Kassetten mit den genannten Spielzeiten nicht die gängigen Größen: Leicht verfügbar waren bei VHS die Länge E180 (180 min), bei Betamax L500 (120 min), bei VCR die VC30, die bei anderen Anbietern auch SVC-2 hieß (30/60/120 min) und die VCC 360 für das System Video 2000 mit zweimaligen 180 min.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Videorekordern hielten sich fast alle Verkäufer bis 1980 an die von den Herstellern empfohlenen Verkaufspreise. Diese lagen selten unter 1.500&amp;amp;nbsp;Euro, meist eher weit darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel aus dem Quelle-Winterkatalog 1978/79&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philips VCR Video-Kassetten-Rekorder N 1700 Long Play&amp;#039;&amp;#039; mit einer VC 30: DM 2.898,-&lt;br /&gt;
:* Einzelkassetten: VC 30 (30 bzw. 65 Minuten): 55 DM&amp;amp;nbsp;−&amp;amp;nbsp;VC 60 (60 bzw. 130 Minuten): 75 DM&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;VC 70 (70 bzw. 150 Minuten): 85 DM&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Akai]] VHS Video-Kassetten-Rekorder VS-9300&amp;#039;&amp;#039;: DM 2.989,-&lt;br /&gt;
:* Einzelkassetten: E-60: 39 DM&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;E-120: 55 DM&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;E-180: 65 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homevideo seit dem Jahr 2000 – nach einem weiteren Formatkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Panasonic DMR-EH65 20090223.jpg|mini|Ein moderner DVD-Rekorder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der [[DVD]] 1995&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/dvd-das-digitale-speichermedium-wird-20-a-1051997.htmlals spiegel.de vom 15. September 2015, &amp;#039;&amp;#039;Was wurde aus der DVD?&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 19. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Wiedergabe- und seit dem Jahr 2000 zunehmend auch als Aufnahmemedium für Privatanwender begann analoge bandbasierte Videogeräte nach und nach weitgehend zu verdrängen. Allerdings wollten viele Anwender ihre analogen Aufzeichnungen weiter nutzen, weshalb sie auch ihre Rekorder behielten und für eine gewisse Nachfrage nach Neugeräten sorgten. Zuletzt wurden Kombi-Geräte entwickelt, die ein VHS-Laufwerk und einen DVD-Rekorder vereinten, womit ein einfaches, meist automatisiertes Kopieren (Überspielen) von Videokassetten auf DVD möglich war. Im Jahr 2002 entfiel  bei 64 Millionen verkauften Bildträgern 55,4 Prozent auf die DVD (laut [[Bundesverband Audiovisuelle Medien]]). 2003 kam die [[Blu-ray Disc]] auf den Markt. 2006 erschien als letzter größerer Hollywood-Film überhaupt „A History of Violence“ neu auf VHS-Kassette.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bild-2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2016 stellte der letzte Hersteller von VHS-Rekordern aufgrund fehlender Zulieferteile die Produktion endgültig ein, nachdem zuletzt noch 750.000 Stück jährlich gefertigt und überwiegend nach Nordamerika verkauft worden waren&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-1104304&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/karriere/videorekorder-wir-haetten-gern-weiterproduziert-a-1104304.html |titel=Die letzten Videorekorder: &amp;quot;Wir hätten gern weiterproduziert&amp;quot; |autor= |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2016-07-25 |zugriff=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letztlich von VHS gewonnene [[Formatkrieg|Kampf um Marktanteile zwischen den Formaten]] wiederholte sich in ähnlicher Form ab etwa 2005 als Wettbewerb zwischen [[HD DVD]], [[Versatile Multilayer Disc|VMD]] und Blu-ray Disc, die alle als Nachfolger der DVD entwickelt wurden. Diesen „Krieg“ entschied Blu-ray durch Rückzug der Filmrechtebesitzer (Filmstudios) aus den Konkurrenzformaten bzw. Aufgabe der Mitbewerber für sich, die anderen beiden Formate verschwanden vollständig vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Video recorders|Videorekorder}}&lt;br /&gt;
* Kay Hoffmann: [https://web.archive.org/web/20140908180709/http://www.lmz-bw.de/fileadmin/user_upload/Medienbildung_MCO/fileadmin/bibliothek/hoffmann_video/hoffmann_video.pdf Am Ende Video – Video am Ende? Aspekte der Elektronisierung der Spielfilmproduktion] (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB). Auf: mediaculture-online.de, Berlin 1990&lt;br /&gt;
* Friedrich Sambs: [http://www.magnetbandmuseum.info/die-vhs-story.html Die VHS-Story]. Auf: Magnetbandmuseum.info, 2012&lt;br /&gt;
* Friedrich Sambs: [http://www.magnetbandmuseum.info/die-vcr-story.html Die VCR-Story]. Auf: Magnetbandmuseum.info, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftskonflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Videotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Videowirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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