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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Forderungsverlust</id>
	<title>Forderungsverlust - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:56:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Forderungsverlust&amp;diff=908792&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: Änderung 258547029 von Ferutsch rückgängig gemacht; Es handelt sich um einen Rechtsbegriff</title>
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		<updated>2025-08-03T18:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/258547029&quot; title=&quot;Spezial:Diff/258547029&quot;&gt;258547029&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Ferutsch&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Ferutsch&quot;&gt;Ferutsch&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Es handelt sich um einen Rechtsbegriff&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forderungsverlust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forderungsausfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) tritt beim [[Gläubiger]] einer [[Forderung]] ein, wenn der [[Schuldner]] sie ganz oder teilweise nicht [[Tilgung (Geldverkehr)|tilgt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Ursachen für den Forderungsausfall können beim Schuldner bestehende Zahlungsunwilligkeit oder [[Zahlungsunfähigkeit]] (beispielsweise bei (bevorstehender) [[Insolvenz]]) sein. Zahlungsunwilligkeit liegt beim ansonsten zahlungsfähigen Schuldner vor, wenn dieser von vorneherein oder nachträglich nicht die Absicht hat, seine [[Verbindlichkeit]] zu begleichen. Der zahlungsunfähige Schuldner ist zwar zahlungswillig, aber nicht imstande, seine Schuld zu begleichen. Der Gläubiger ist in den Fällen auf den [[Rechtsweg]] verwiesen, um seine Forderung gegebenenfalls zwangsweise durchzusetzen ([[Zwangsvollstreckung]]). Erst nach erfolglosem Verfahrensabschluss gilt ein Forderungsausfall als eingetreten. Gründe für einen Forderungsausfall können auch [[Schlechtleistung]], [[Verwirkung (Deutschland)|Verwirkung]] oder [[Verjährung (Deutschland)|Verjährung]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Ursachen für Forderungsverluste sind der vom Gläubiger ausgesprochene [[Schuldenerlass]] und der [[Debt Equity Swap]], bei dem die Forderung gegen eine [[Kapitalbeteiligung]] getauscht wird. Bei letzterem verschwindet die Forderung nicht ersatzlos aus der Bilanz des Gläubigers, sondern wird im Rahmen des [[Aktivtausch]]s in die [[Bilanzposition]] „Beteiligungen“ übertragen, was den bisherigen Gläubiger zum [[Gesellschafter]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditrisiko ==&lt;br /&gt;
Forderungen sind mit einem [[Kreditrisiko]] verbunden. Die Einschätzung des Kreditors, ob seinen Forderungen ein Rückzahlungsrisiko innewohnt, ist im Rahmen der [[Debitorenbuchhaltung]] zu treffen und Aufgabe des [[Forderungsmanagement|Debitorenmanagements]]. Dort, wo der Bestand an Forderungen einen hohen Anteil an der [[Bilanzsumme]] eines Unternehmens aufweist, lohnt sich ein Debitorenrating,&amp;lt;ref&amp;gt;Grit S. Becker/Oliver Everling, &amp;#039;&amp;#039;Debitorenrating&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; das die Debitoren nach dem Grad der Einbringlichkeit mit einem [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] versieht. Der Grad der Einbringlichkeit einer Forderung wird bei [[Zweifelhafte Forderung|zweifelhaften Forderungen]] genauer zu untersuchen sein. Dabei gibt der Debitorenstatus Auskunft darüber, ob und inwieweit ein Forderungsausfall zu erwarten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ahiFkZIM0XQC&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=Forderungsverlust&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Rl13U-ypBOie7AaN6oCoAQ#v=onepage&amp;amp;q=Forderungsverlust&amp;amp;f=false Martin Czerweny-Arland/Martin Verdenich, &amp;#039;&amp;#039;Modernes Cash-Management&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 38]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem latenten Forderungsrisiko wird mit [[Pauschalwertberichtigung]]en begegnet, konkrete Forderungsrisiken werden durch [[Einzelwertberichtigung]] berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlusteintritt ==&lt;br /&gt;
Eine pauschale Aussage, wann ein Forderungsausfall als wahrscheinlich anzusehen ist, lässt sich „wegen der in jedem Fall anders gelagerten Einzelumstände nicht treffen“.&amp;lt;ref&amp;gt;IDW BFA 1/1978, &amp;#039;&amp;#039;Zur Abschlussprüfung bei Kreditinstituten&amp;#039;&amp;#039;, IV c, S. 488&amp;lt;/ref&amp;gt; Verwirklicht sich das [[Delkredererisiko]], geht die Forderung in ihrem Bestand unter und wird bilanziell aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=1iD8gZf0n08C&amp;amp;pg=PA126&amp;amp;dq=Forderungsverlust&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=go13U97AGqSH0AW35oDYAw#v=onepage&amp;amp;q=Forderungsverlust&amp;amp;f=false Gottfried Bähr/Wolf-F. Fischer-Winkelmann/Stephan List, &amp;#039;&amp;#039;Buchführung und Jahresabschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 126]&amp;lt;/ref&amp;gt; Forderungsverluste sind mit einer Vermögensvernichtung verbunden. Der Verlust von bereits einzelwertberichtigten Forderungen führt zu einer [[Bilanzverkürzung]]. Durch eine [[Abschreibung]] wird in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] ein Aufwandsposten gebildet, der den [[Gewinn]] schmälert oder den Verlust erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tatsächliche Forderungsausfall wird wie folgt ermittelt:&lt;br /&gt;
   Verbrauch der Einzelwertberichtigung&lt;br /&gt;
   + Direktabschreibungen&lt;br /&gt;
   - Eingänge auf abgeschriebene Forderungen&lt;br /&gt;
   = tatsächlicher Forderungsausfall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Bei geringer [[Ertragskraft]] wirken sich Forderungsausfälle enorm auf die Ertragssituation eines Unternehmens aus,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UQwhM243S40C&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=Forderungsausfall&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=n_x4U-D5J4an4gS9mYGIBA#v=onepage&amp;amp;q=Forderungsausfall&amp;amp;f=false Christian Weiß, &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreich im betrieblichen Inkasso&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 26]&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie zu einer Abschreibung führen. Um einen eingetretenen Forderungsverlust wieder auszugleichen und die [[Umsatzrendite]] konstant zu halten, sind große Steigerungen der [[Umsatzerlös]]e erforderlich, wie die folgende [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mbox{Umsatzsteigerung} = \frac{\mbox{Forderungsausfall} \cdot  \mbox{100}}{\mbox{Umsatzrendite}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der abzuschreibende Betrag ist von der Netto-Forderung (ohne Umsatzsteuer) zu berechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;BFH, Urteil vom 16. Juli 1981, Az.: IV R 89/80, BStBl. II 1981, 766&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem führt ein Forderungsausfall zu einer Entgeltberichtigung ({{§|17|ustg|juris}} Abs. 1 [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|UStG]]), denn die bereits abgeführte [[Umsatzsteuer]] wird wieder erstattet. Die Umsatzsteuer ist bereits bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 17 UStG in Verbindung mit Nr. 17.1 Abs. 5 Satz 5 UStAE in voller Höhe zu berichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutz vor Forderungsverlusten ==&lt;br /&gt;
Ein Unternehmen kann sich vor Forderungsverlusten durch eine [[Delkredere]]versicherung ([[Kreditversicherung]], Forderungsausfallversicherung) oder echte [[Forfaitierung]] schützen. Die Delkredereversicherung übernimmt – bis auf einen [[Selbstbeteiligung|Selbstbehalt]] – das unternehmerische Delkredererisiko. Der [[Versicherungsfall]] tritt bei endgültigem Forderungsausfall ein, der durch einen erfolglosen [[Vollstreckungstitel (Deutschland)|Vollstreckungsversuch]] nachgewiesen werden muss. Bei &amp;#039;&amp;#039;echter Forfaitierung&amp;#039;&amp;#039; übernimmt der Käufer der Forderung (meist eine Bank oder eine Forfaitierungsgesellschaft) auch das Delkredererisiko des Verkäufers. Eine weitere Möglichkeit zum Schutz vor Forderungsverlusten ist die Besicherung der Lieferforderungen durch [[Eigentumsvorbehalt (Deutschland)|Eigentumsvorbehalt]]. Das Risiko vor Forderungsverlusten ist ein spezifisches [[Wagnis (Wirtschaft)|Unternehmerwagnis]], das einen Bestandteil des [[Kalkulatorisches Wagnis|kalkulatorischen Wagnisses]] bildet und – unversichert – bei der [[Preiskalkulation]] als [[Kosten]] berücksichtigt werden kann; es führt damit zu einer Art [[Selbstversicherung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuldrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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