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	<title>Foniohirse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Foniohirse&amp;diff=515679&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-08T19:02:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Foniohirse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Digitaria exilis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Richard Kippist|Kippist]]) [[Otto Stapf (Botaniker)|Stapf]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Fingerhirsen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Digitaria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Süßgräser&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Poaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Süßgrasartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Poales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Commeliniden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Monokotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Fonio moissonné et entassé au champ (Mali).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Foniohirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Digitaria exilis&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hungerreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hungerhirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Acha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Getreide]]art aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Fingerhirsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Digitaria&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Süßgräser]] (Poaceae), von der es zahlreiche [[Landsorte]]n gibt. Zur gleichen Gattung gehört das auch als „Schwarzer Fonio“ bezeichnete [[Iburu]] (&amp;#039;&amp;#039;Digitaria iburua&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Foniohirse ist eine [[Einjährige Pflanze|einjährige]], aufrechte, [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 35 bis 75 Zentimetern erreicht. Sie hat kurze [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]]. Die Fingerähren bestehen aus zwei bis fünf schmalen Teilähren, die bis zu 15 Zentimeter lang werden. Die [[Ährchen]] sind einblütig. Die [[Karyopse]]n sind mit ein bis 1,5 Millimeter sehr klein; die Farbe reicht von weiß über gelblich bis purpurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fonio reift nach verschiedenen Angaben schneller als alle anderen Getreidearten. Manche Varietäten können bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat geerntet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lost Crops&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nap.edu/books/0309049903/html/59.html Lost Crops of Africa]&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere reifen langsamer, üblicherweise in 165 bis 180 Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Die Körner enthalten durchschnittlich 6 % Wasser, 8,7 % Protein, 1,1 % Fett, 81 % Kohlenhydrate, 1,1 % Rohfaser und 2,1 % Asche.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Franke, 1989, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Proteine sollen besser verträglich sein als die anderer Hirsearten. Fonio ist reich an [[Methionin]] und [[Cystin]], zwei für den Menschen [[essentielle Aminosäure]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standort ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Climate zone.jpg|mini|Anbaugebiet der Foniohirse in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jeunes du village aidant une famille pour la moisson du fonio (Mali) 3.jpg|mini|Ernte in [[Mali]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Verbreitungsgebiet]] reicht vom tropischen [[Westafrika]] bis [[Kamerun]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Afrika kann diese Art auch auf trockenen [[Savanne]]n-Standorten angebaut werden und erträgt auch zeitweise Trockenheit. Gegen exzessive Trockenheit ist sie jedoch empfindlich. Hohe Regenmengen werden gut vertragen. Die Grenzen liegen bei rund 250 mm [[Jahresniederschlag]] bzw. bei 1500 mm. Die Hauptanbaugebiete verfügen über mehr als 400 mm Jahresniederschlag. Obwohl Fonio teilweise auf Meeresniveau angebaut wird, befinden sich die Hauptanbaugebiete in Höhenlagen über 600 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Foniohirse erträgt sehr arme [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] und gedeiht auch auf Standorten, wo kein anderes Getreide mehr wächst. Hauptsächlich wird sie auf armen, [[sand]]igen Böden angebaut, wächst aber auch auf felsigen Böden. Auch auf sauren Lehmböden mit hohem [[Aluminiumgehalt]] gedeiht Fonio im Gegensatz zu fast allen anderen Nutzpflanzen gut. Auf schweren Böden gedeihen die meisten Varietäten schlecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fonio soll es sich um eine der ältesten afrikanischen Getreidearten handeln. Über die Verbreitung der Wildform gibt es keine Angaben, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass diese in Westafrika liegt, wo die heutigen Landsorten auch angebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Weltweit wurden 2021 etwa 664.428 Tonnen Foniohirse geerntet. Sie wird fast ausschließlich auf dem afrikanischen Kontinent angebaut. Hauptproduzent ist [[Guinea]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Erntemengen 2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=FAOSTAT-Statistik von 2021|abruf=2023-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;(in Tonnen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Land&lt;br /&gt;
!Ernte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{GIN}}&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 483.906&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{NGA}}&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 86.609&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{MLI}}&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 47.664&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{CIV}}&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;|19.486&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{BFA}}&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;|11.191&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:SEN Village Chief Theodore.jpg|mini|Ein Dorfvorsteher im südöstlichen Hochland [[Senegal]]s zeigt eine Handvoll geernteter Ähren]]&lt;br /&gt;
Nennenswerten Anbau gibt es nur in Westafrika vom Tschadsee bis Kap Verde, Süd-Mali, im Westen von Burkina Faso, Ost-Senegal, im Norden von Guinea, in Nordost-Nigeria sowie im Süden des Niger, wo die Pflanze die Grundnahrung für eine Million Menschen liefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Franke: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Stuttgart 1985. ISBN 3-13-530404-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach anderen Quellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lost Crops&amp;quot; /&amp;gt; soll Fonio die Grundnahrung für drei bis vier Millionen liefern. In manchen Regionen von Mali, Burkina Faso, Guinea und Nigeria ist Foniohirse die wichtigste oder eine der wichtigsten Getreidearten. Die Weiße Foniohirse hat ihr Hauptanbaugebiet in den Hochlandplateaus von Nigeria, wo sie „Acha“ genannt wird. Die zweite Fonio-Art, „Iburu“ oder „Schwarzer Fonio“, ist auf das Jos-Bauchi-Plateau in Nigeria und die nördlichen Regionen von Togo und Benin beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foniohirse wächst auch in Teilen der Dominikanischen Republik, wohin sie bereits um 1500 von Westafrika aus gebracht wurde und lange nur als Unkraut wuchs, in letzter Zeit aber auch wieder angebaut wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Morales-Payán et al. 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anbaufläche in Westafrika erstreckt sich auf einer Größe von etwa 965.707 ha. Gute Erträge liegen meist bei 7–8 Dezitonnen pro Hektar, auf guten Böden bei 10 dt. In den Randgebieten liegen die Erträge unter 500 Kilogramm und sinken auf sehr armen Böden auf 150 bis 200 Kilogramm. Fonio gilt als das schmackhafteste Getreide Westafrikas. Die Bezeichnung „Hungerreis“ wurde von den britischen Kolonialherren geprägt, beschreibt aber nicht die Bedeutung dieses Getreides. Wegen des guten Geschmacks der Foniohirse wurde und wird sie in manchen Gebieten besonders von gehobenen Schichten (Stammeshäuptlingen) oder zu besonderen Anlässen gegessen und wird auch als „chief&amp;#039;s food“ bezeichnet. Bei den [[Dogon]], einem Volk in Mali, ist Fonio von großer Bedeutung im Ahnenkult. Ihrer Kosmogonie zufolge entstand das ganze Universum aus einem Foniosamen, dem für die Dogon kleinsten Objekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lost Crops&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Foniohirse wie auch Iburu werden gleichartig zu verschiedenen Lebensmitteln verarbeitet, darunter Brei und [[Couscous]], aber auch zu Bier vergoren oder gemahlen und mit anderen Mehlen vermischt zur Herstellung von Brot genutzt. Die [[Hausa (Volk)|Hausa]] in Nigeria bereiten aus beiden Arten ein Kuskus, &amp;#039;&amp;#039;wusu wusu&amp;#039;&amp;#039;, zu. Die [[Lamba]]s in Togo brauen aus der Weißen Foniohirse [[Bier]] (&amp;#039;&amp;#039;tchapalo&amp;#039;&amp;#039;). Im Senegal wird aus Foniohirse Babynahrung hergestellt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ruona Meyer |titel=Wie ein Start-Up im Senegal regionalen Baby-Brei herstellt und mit Social Media vertreibt |url=https://www.riffreporter.de/de/international/senegal-sdg-baby-kinder-nahrung-social-media |werk=Riffreporter |datum=2023-01-27 |abruf=2023-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Togo wird aus Fonio auch [[Popcorn]] gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fonio kann gut an Haustiere, an Wiederkäuer wie auch an Schweine und Geflügel, verfüttert werden. Stroh und Spreu dienen ebenfalls als Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stroh der Foniohirse wird außerdem als Brennstoff zum Kochen benutzt oder mit Lehm vermischt für den Hausbau verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Wolfgang Franke: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Stuttgart 1985. ISBN 3-13-530404-3.&lt;br /&gt;
* J.P. Morales-Payán, J.R. Ortiz, J. Cicero, F. Taveras (2003): Digitaria exilis as a crop in the Dominican Republic. p. S1–S3. In: J. Janick and A. Whipkey (eds.), Trends in new crops and new uses. ASHS Press, Alexandria, VA ([https://www.hort.purdue.edu/newcrop/ncnu02/v5-suppl.html online]).&lt;br /&gt;
* {{cite journal | title=Potential role of biotechnology tools for genetic improvement of “lost crops of Africa”: the case of fonio (&amp;#039;&amp;#039;Digitaria exilis&amp;#039;&amp;#039; and &amp;#039;&amp;#039;Digitaria iburua&amp;#039;&amp;#039;) | author=Danladi Dada Kuta, Emmanuel Kwon-Ndung, Stephen Dachi, Mark Ukwungwu and Emmanuel Dada Imolehin | month=December | year=2003 | volume=2 | issue=12 | pages=580–585 | journal=African Journal of Biotechnology | url=http://www.bioline.org.br/request?jb03109 |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Digitaria exilis|Foniohirse (&amp;#039;&amp;#039;Digitaria exilis&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* J. Pablo Morales-Payán et al.: [https://www.hort.purdue.edu/newcrop/ncnu02/v5-suppl.html &amp;#039;&amp;#039;Digitaria exilis as a Crop in the Dominican Republic&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://fonio.cirad.fr/index.php/fonio_en &amp;#039;&amp;#039;Lost Crops of Africa: Volume I: Grains (1996)&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.ucodal.com/fonio.pdf &amp;#039;&amp;#039;Le Fonio – Une céréal africaine séculaire&amp;#039;&amp;#039;], PDF bei www.ucodal.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Digitaria exilis|Zugriff=2016-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getreideart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fingerhirsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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