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	<title>Fondsmanager - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T07:50:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fondsmanager&amp;diff=636879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Rating aufgelöst</title>
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		<updated>2025-05-24T19:37:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php/Rating&quot; title=&quot;Rating&quot;&gt;Rating&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fondsmanager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der die [[Funktion (Organisation)|Funktion]] des &amp;#039;&amp;#039;Fondsmanagements&amp;#039;&amp;#039; ausübende [[Beruf]], der sich als [[Vermögensverwalter]] insbesondere mit dem [[Portfoliomanagement]] eines [[Portfolio#Portfolio im abstrakten Sinne|Portfolios]] bei [[Investmentgesellschaft]]en befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als Portfolien kommen hauptsächlich [[Aktienfonds]], [[Alternativer Investmentfonds|Alternative Investmentfonds]], [[Dachfonds]], [[Ethikfonds]], [[Filmfonds]], [[Garantiefonds]], [[Geldmarktfonds]], [[Hedgefonds]], [[Immobilienfonds]], [[Offener Immobilienfonds]], [[Immobilien-Spezialfonds]], [[Indexfonds]], [[Infrastrukturfonds]], [[Laufzeitfonds]], [[Medienfonds]], [[Mischfonds]], [[Rentenfonds]], [[Schiffsfonds]], [[Spezialfonds]] oder [[Waldfonds]] in Frage. Diese Portfolien bedürfen eines Portfoliomanagements, das speziell bei [[Investmentfonds]] als Fondsmanagement bezeichnet wird. Das Fondsmanagement ist eine Funktion in der [[Aufbauorganisation]] eines Investmentfonds und verfolgt die [[Unternehmensziel]]e der Fondsgesellschaft. Nach den Vorgaben der [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht|BaFin]] beinhaltet das Fondsmanagement die [[Organisationseinheit]] bzw. die [[Mitarbeiter]], die Anlageentscheidungen für die Investmentvermögen treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin-Rundschreiben vom 10. Januar 2017, 01/2017 (WA) – &amp;#039;&amp;#039;Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften – „KAMaRisk“&amp;#039;&amp;#039;, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fondsmanagement erstreckt sich ausschließlich auf das [[Investmentvermögen]] oder [[Sondervermögen (Investmentgesellschaft)|Sondervermögen]] eines Investmentfonds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Investmentgesellschaften sind stark [[Marktregulierung|reguliert]] und müssen insbesondere die Vorschriften des [[Kapitalanlagegesetzbuch]]s (KAGB) beachten, die sich unmittelbar auf das Fondsmanagement auswirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Der Fondsmanager ist idealerweise ein qualifizierter [[Finanzanalyst]]. Seine [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgaben]] sind die [[Marktbeobachtung]] insbesondere der [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]], die [[Marktanalyse]] und die [[Vermögensallokation|Anlageallokation]], die meist anhand eines Vergleichsmaßstabs ([[Benchmark]]) zum Kauf, Verkauf oder Halten einzelner [[Finanzinstrument]]e (insbesondere [[Wertpapier]]e) führt. Bei der Auswahl der Einzeltitel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=IaJsDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA215&amp;amp;dq=lieferengpass+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiPxO6-6LHlAhVQKVAKHY4YBsMQ6AEIRjAE#v=onepage&amp;amp;q=lieferengpass%20lexikon&amp;amp;f=false Alfred B.J. Siebers/Martin Weigert (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Börsen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 215]&amp;lt;/ref&amp;gt; hat er [[Emittentenrisiko|Emittenten-]], [[Branchenmix|Branchen-]] und [[Länderrisiko|Länderlimite]] zu berücksichtigen. Bei der Anlageallokation ist auf eine gute [[Risikodiversifizierung]] mit vertretbarer Risikomischung durch hohe [[Granularität (Kredit)|Granularität]] bei vertretbarem [[Klumpenrisiko]] zu achten. Der Fondsmanager beachtet die vorgegebene [[Anlagestrategie]], analysiert die [[Leverage-Effekt|Hebelwirkung]] des Investmentvermögens und das Ausmaß, bis zu dem dieses Leverage abgesichert ist ({{§|29|kagb|juris}} Abs. 4 KAGB). Der Fondsmanager ist verpflichtet, die gesamte [[Performance (Risikomanagement)|Performance]] zu überwachen, um eine nachhaltige Wertentwicklung des Investmentvermögens sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Das Fondsmanagement ist an die [[Rechtspflicht]]en gebunden, die das KAGB der [[Kapitalverwaltungsgesellschaft]] auferlegt. Gemäß {{§|26|kagb|juris}} Abs. 2 KAGB müssen deshalb auch Fondsmanager ihrer Tätigkeit „ehrlich, mit der gebotenen [[Fachkenntnis|Sachkenntnis]], [[Sorgfalt]] und [[Gewissenhaftigkeit]] und [[Redlichkeit|redlich]] nachgehen, im besten Interesse der von ihr verwalteten Investmentvermögen oder der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] dieser Investmentvermögen und der Integrität des Marktes handeln“. Ferner müssen sie alle angemessenen Maßnahmen zur Vermeidung von [[Interessenkonflikt]]en und – wo diese nicht vermieden werden können – zur Ermittlung, Beilegung, Beobachtung und gegebenenfalls Offenlegung dieser Interessenkonflikte treffen, über die für eine ordnungsgemäße Geschäftstätigkeit erforderlichen Mittel und Verfahren verfügen und diese wirksam einsetzen, alle auf die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit anwendbaren regulatorischen Anforderungen erfüllen, um das beste Interesse der von ihr verwalteten Investmentvermögen oder der Anleger dieser Investmentvermögen und die Integrität des Marktes fördern und alle Anleger der Investmentvermögen fair behandeln. {{§|27|kagb|juris}} KAGB trifft genaue Anordnungen über den Umgang mit Interessenkonflikten. Nach {{§|28|kagb|juris}} Abs. 1 Nr. 4 KAGB sind insbesondere geeignete Regelungen für die Anlage des eigenen Vermögens der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu treffen. Wegen der [[Funktionstrennung]] muss das einzurichtende [[Risikocontrolling]] gemäß {{§|29|kagb|juris}} Abs. 1 KAGB hierarchisch und funktionell unabhängig vom Fondsmanagement sein. Das Fondsmanagement darf sich nach § 29 Abs. 2a KAGB bei der Bewertung der Kreditqualität der Vermögensgegenstände der Investmentvermögen nicht ausschließlich oder automatisch auf [[Rating (Finanzwesen)|Ratings]] stützen, die von einer [[Ratingagentur]] abgegeben wurden. Sinkt das Rating eines [[Vermögensgegenstand]]s jedoch unter den [[Investment Grade]], so ist der Fondsmanager verpflichtet, ihn zu veräußern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anlageentscheidungen von wesentlichen Auswirkungen auf das Risikoprofil des Investmentvermögens ist das Risikocontrolling im Vorfeld einzubeziehen; der jeweilige Fondsmanager muss vor jedem Geschäftsabschluss für ein Investmentvermögen in angemessener Weise Kenntnis von der Auslastung der internen Limitvorgaben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin-Rundschreiben vom 10. Januar 2017, 01/2017 (WA) – &amp;#039;&amp;#039;Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften – „KAMaRisk“&amp;#039;&amp;#039;, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fondsmanagement darf dann die Anlageentscheidungen nur innerhalb der vorgegebenen Risikolimite treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin-Rundschreiben vom 10. Januar 2017, 01/2017 (WA) – &amp;#039;&amp;#039;Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften – „KAMaRisk“&amp;#039;&amp;#039;, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Alternativer Investmentfonds|alternative Investmentfonds]] in der Regel kein wirtschaftliches Eigenleben haben, wurden die Fondsmanager dieser Fonds als zu regulierende Einheit identifiziert. Diese werden als &amp;#039;&amp;#039;Verwalter alternativer Investmentfonds&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;[[AIFM]]&amp;#039;&amp;#039;, von {{enS|Alternative Investment Fund Manager}}) bezeichnet. Verwalter alternativer Investmentfonds sind [[juristische Person]]en, deren Aufgabe die Verwaltung von alternativen Investmentfonds ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P7-TA-2010-0393+0+DOC+XML+V0//DE&amp;amp;language=DE#BKMD-4 Artikel 3 der Richtlinie]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese AIFM-Fondsmanager benötigen eine europaweit geltende [[Erlaubnis]] der BaFin für das Fondsmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risikomischung ==&lt;br /&gt;
Investmentgesellschaften unterliegen dem Prinzip der [[Risikodiversifizierung]], die vom KAGB Risikomischung genannt wird. Dazu gibt es nach den §{{§|192|kagb|juris}} ff. KAGB Vorschriften über zulässige Vermögensgegenstände, das Verbot des [[Leerverkauf]]s ({{§|205|kagb|juris}} KAGB), [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittentenlimits]] bis zu 5 % bzw. 10 % des Investmentvermögens ({{§|206|kagb|juris}} KAGB, {{§|210|kagb|juris}} KAGB) sowie Grundsätze der Risikomischung ({{§|110|kagb|juris}} Abs. 2 KAGB, {{§|214|kagb|juris}} KAGB, {{§|243|kagb|juris}} KAGB, {{§|262|kagb|juris}} KAGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflichten ==&lt;br /&gt;
Der Fondsmanager muss bei seiner Entscheidung mit der gebotenen Sorgfalt nicht nur die Entwicklung der [[Börse]]n beobachten, sondern ist daneben auch an die Anlagebedingungen und Anlagegrundsätze des Fonds und gesetzliche Bestimmungen gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sorgfaltspflicht ===&lt;br /&gt;
Die allgemeine Hauptpflicht ist die Pflicht zur Verwaltung des Investmentfonds mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns im ausschließlichen Interesse der Anteilseigner und mit dem Ziel, Wertsteigerungen oder verlässliche [[Kapitalertrag|Erträge]] zu erzielen. Bei den Entscheidungen wird dem Fondsmanager ein erheblicher Beurteilungsspielraum eingeräumt ([[Business Judgement Rule]]), soweit sich nicht im Hinblick auf die konkrete Entscheidungslage, die Interessen der Anleger an Erhaltung der [[Ertragskraft]] oder im Hinblick auf bestimmte Situationen, z. B. bei Insolvenzgefahr eine Konkretisierung der Verpflichtung zu sorgfältiger Handlungsweise ergibt. Die Gerichte dürfen nicht ihre eigene Beurteilung an die Stelle des [[Vernünftige kaufmännische Beurteilung|kaufmännischen Urteils]] des Fondsmanagers setzen, auch wenn sich nachträglich herausstellen sollte, dass eine kaufmännisch vernünftige oder vertretbare Entscheidung sich nachteilig ausgewirkt hat. [[Finanzrisiko|Finanzrisiken]] sind unvermeidbar; nicht ihre Eingehung, sondern ihre Vermeidung kann unter Umständen vorwerfbar sein. Entscheidend ist also nicht der Schaden des Fonds als solcher, da der Fonds stets das Investmentrisiko trägt. Entscheidend ist hingegen die Außerachtlassung der erforderlichen Sorgfalt bei Vorbereitung und Kontrolle der Entscheidungen bzw. bei der Überwachung des Investments, da sich Fehlinvestments zwar nicht vermeiden, aber in Häufigkeit und Schadenspotenzial durch Sorgfalt und Kontrolle reduzieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treuepflicht ===&lt;br /&gt;
Hinzu kommt die Pflicht zur Treue und Interessewahrung im ausschließlichen Interesse der Anteilseigner. Interessenkonflikte sind zu vermeiden, die Integrität des Marktes ist zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risikominderungspflicht ===&lt;br /&gt;
Dem Schutz der Anlegerinteressen dienen insbesondere Verbote des Leerverkaufs und die Anlageregeln zur Vermeidung übergroßer Risiken und zur Risikostreuung in den Regelungen zum Einsatz von [[Derivat (Wirtschaft)|Derivaten]], den Regelungen zu den erlaubten Investmentgegenständen und den Pflichten zur Risikostreuung. In der Regel dürfen nicht mehr als 5 Prozent der Gesamtmittel des Fonds in Wertpapiere eines Ausstellers investiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Informationspflicht ===&lt;br /&gt;
Das Gebot der vollständigen und richtigen Anlegerinformation erfordert vor Anteilsverkauf die für den Anleger kostenlose Verfügbarkeit eines Verkaufs[[Prospekt (Wirtschaft)|prospekts]] mit Vertragsbedingungen, die Veröffentlichung von Jahres- und Halbjahresergebnissen und die regelmäßige Errechnung und Veröffentlichung der Anteilspreise gemäß den Vertragsbedingungen des Fonds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertraulichkeit ===&lt;br /&gt;
Die Geheimhaltung und Wahrung der Vertraulichkeit durch die Fondsmitarbeiter nach den einschlägigen Regelungen zum [[Bankgeheimnis]] und den Vorschriften des zweiten Finanzmarktförderungsgesetzes zur Vertraulichkeit kursrelevanter Tatsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflicht zu separater Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verpflichtung zu separater Verwaltung durch die Beauftragung einer geeigneten [[Verwahrstelle]] verhindert zusammen mit der treuhänderisch ausgeprägten Kontrollfunktion der Verwahrstelle eine Vermögensvermengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haftung ==&lt;br /&gt;
Für den aus der [[Pflichtverletzung]] dem Investmentfonds entstehenden Schaden haften die pflichtwidrig und schuldhaft Handelnden nach den obigen Vorschriften in Verbindung mit den Vorschriften zum [[Dienstvertrag (Deutschland)|Dienstvertrag]] ({{§|675|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]], {{§|611|bgb|juris}} ff. BGB in Verbindung mit den Vorschriften der {{§|325|bgb|juris}}, {{§|326|bgb|juris}} BGB). Die Schadenersatzhaftung setzt dafür stets Verletzung einer Pflicht voraus. Weder nach deutschem Recht noch nach ausländischen Gesetzen haftet ein Fondsmanager allein für Misserfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum äußeren Tatbestand einer Pflichtverletzung muss ein [[Verschulden]] des Fondsmanagers, d.&amp;amp;nbsp;h. eine Verletzung der sog. „inneren Sorgfalt“, hinzukommen. Für das Verschulden des Fondsmanagers gilt keine Haftungserleichterung, d.&amp;amp;nbsp;h., sie haben für Vorsatz und jede Fahrlässigkeit einzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblich sind nicht die subjektiven Fähigkeiten, sondern der Standard eines „ordentlichen und gewissenhaften Fondsmanagers“ bestimmt das Maß der Fähigkeiten und Anstrengungen, die der Fondsmanagers aufbieten muss, um seinen Pflichten zu genügen, d.&amp;amp;nbsp;h., Verstöße gegen diese Pflichten lösen regelmäßig Haftung aus und eine Berufung auf fehlendes Verschulden, etwa Unkenntnis der einzelnen Pflicht, entlastet regelmäßig nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftung gegenüber Anteilseignern ===&lt;br /&gt;
Jeder Anleger kann vom Fondsmanager gesetzmäßiges Fondsmanagement erwarten. Die Verwahrstelle ist verpflichtet, mögliche Schadenersatzansprüche in seinem Namen geltend zu machen. Im Falle der Untätigkeit ist ein direkter Anspruch des Anteilseigners gegen Fondsmanager oder Verwahrstelle oder eine analoge Anwendung der Regelungen der [[Actio pro socio]] denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftung gegenüber Staat ===&lt;br /&gt;
Der Fondsmanager steht nach dem KAGB unter staatlicher Aufsicht und hat u. a. regelmäßig zu berichten. Der Staat kann bei Pflichtverletzungen die Geschäfte zeitweise oder dauernd untersagen und auch Bußgelder verhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versicherung ==&lt;br /&gt;
Eine [[Pflichtversicherung]] oder Vorsorgeverpflichtung besteht nur für Fondsmanager alternativer Fonds gemäß {{§|25|kagb|juris}} Abs. 6 und Abs. 8 KAGB.&lt;br /&gt;
Der Versicherung der Haftung und der Prämienzahlung dafür durch die Unternehmen steht nichts entgegen. Verschiedene Versicherer haben das Deckungskonzept einer [[Fondsmanagerversicherung]] entwickelt, wenngleich meist der Anspruch der Verwahrstelle gegen den Fondsmanager nicht versichert ist und ferner die Deckung für Vorsatz fehlt. Die Versicherungsdichte ist aktuell noch sehr gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich kann sich der Verzicht auf eine derartige Versicherung bei Investmentfonds nicht zum Nachteil der Anleger auswirken. Die Sondervermögen sind nicht [[Insolvenzunfähigkeit|insolvenzfähig]], denn sie gehören nach {{§|99|kagb|juris}} Abs. 3 Satz 2 KAGB nicht zur [[Insolvenzmasse]] der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der [[Anlegerschutz]] ist daher investmentrechtlich gewährleistet und bedarf keiner gesonderten [[Einlagensicherung]]. Erlischt das Recht der Kapitalverwaltungsgesellschaft, ein Sondervermögen zu verwalten (etwa durch deren [[Insolvenz]]), so geht gemäß {{§|100|kagb|juris}} Abs. 1 KAGB – wenn das Sondervermögen im [[Eigentum]] der Kapitalverwaltungsgesellschaft steht – das Sondervermögen auf die Verwahrstelle über oder – wenn es im [[Miteigentum]] der Anleger steht – geht das Verwaltungs- und Verfügungsrecht über das Sondervermögen auf die Verwahrstelle über. Die Verwahrstelle hat das Sondervermögen [[Abwicklung (Wirtschaft)|abzuwickeln]] und an die Anleger zu verteilen (§ 100 Abs. 2 KAGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist jedoch lediglich das [[Emittentenrisiko]] der Investmentgesellschaft abgedeckt; der Anleger trägt jedoch die üblichen [[Finanzrisiko|Finanzrisiken]] wie insbesondere das [[Kursrisiko]] oder [[Zinsänderungsrisiko]] seiner [[Investmentzertifikat]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks/Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Fondsmanager|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7666984-1}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fondsmanager| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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