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	<title>Foday Sankoh - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:20:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Foday_Sankoh&amp;diff=930120&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chtrede: bereits im Artikel vorhanden</title>
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		<updated>2025-10-21T07:39:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bereits im Artikel vorhanden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flag of the Revolutionary United Front.png|mini|Flagge der späteren Partei [[Revolutionary United Front|RUF]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:En-us-Foday Sankoh from Sierra Leone pronunciation (Voice of America).ogg|mini|Aussprache &amp;#039;&amp;#039;Foday Sankoh&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Foday Saybana Sankoh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1937]] in [[Masang]], [[Sierra Leone]]; † [[29. Juli]] [[2003]] in [[Freetown]]) war der Anführer der [[Revolutionary United Front]] (RUF) aus Sierra Leone. Während des von ihm veranlassten [[Bürgerkrieg in Sierra Leone|Bürgerkriegs in Sierra Leone]] und dem Kampf gegen Soldaten der Regierung starben nach Schätzungen bis zu 200.000 Menschen. Bevor er vom [[Sondergerichtshof für Sierra Leone]] für seine Taten verurteilt werden konnte, verstarb er infolge eines Schlaganfalls. Sankoh ist in seinem Heimatdorf Masang im Distrikt [[Tonkolili]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tourism.gov.sl/wp-content/uploads/2019/09/Newsletter-June-2019-Corrected.pdf &amp;#039;&amp;#039;A visit to Foday Saybana Sankoh&amp;#039;s Grave .&amp;#039;&amp;#039; Monuments &amp;amp; Relics Commission, Juni 2019, S. 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sankoh war kurzzeitig vom 26. Mai 1997 bis 12. Februar 1998 sowie von 1999 bis 2000 [[Liste der Staatsoberhäupter von Sierra Leone|Vizepräsident]] von Sierra Leone.&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Foday Sankoh wurde am 17. Oktober 1937 in der Stadt Masang Mayoso in Sierra Leone geboren. Im Jahr 1956 trat er der Britischen Kolonialarmee bei und schaffte es dort bis zum Korporal. Im Jahr 1971 wurde er aus dem Dienst entlassen und für seine Beteiligung an einem Putschversuch [[Siaka Stevens]] zu sieben Jahren Haft verurteilt. Jedoch verschärfte sich von nun an die Gewalt und Korruption in der Politik Sierra Leones, und die politische Opposition blockierte immer stärker.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Victoria Brittain |url=https://www.theguardian.com/news/2003/jul/31/guardianobituaries.westafrica |titel=Foday Sankoh {{!}} World news |werk=[[The Guardian|theguardian.com]] |sprache=en |datum=2003-07-31 |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung arbeitete er vorerst als Fotograf und spezialisierte sich auf Hochzeitsfotos, anschließend arbeitete er noch als Kameramann für das Fernsehen. Foday Sankoh ging darauf nach [[Libyen]], um sich dort zusammen mit weiteren Exil-Westafrikanern in einem Guerillacamp ausbilden zu lassen. Auf der Reise zurück nach Sierra Leone, die ihn durch [[Liberia]] führte, lernte er seinen späteren Mentor und Finanzier [[Charles Taylor (Politiker)|Charles Taylor]] kennen, der später, nachdem er Sankoh zuvor im Bürgerkrieg unterstützt hatte, [[Liste der Präsidenten Liberias|Präsident Liberias]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Mit Unterstützung Taylors und zwei weiteren Verbündeten, [[Abu Kanu (Rebellenführer)|Abu Kanu]] und [[Rashid Mansaray]], kehrte er aus Liberia zurück nach Sierra Leone, um dort 1991 die [[Revolutionary United Front]] (RUF) zu gründen. Diese Gruppe machte es sich zur Aufgabe, die politische Macht über Sierra Leone und die Kontrolle über die Diamantenminen zu erringen, um durch den Schmuggel sogenannter [[Blutdiamant]]en an Geld zu kommen. Zum Erreichen dieser Ziele schreckten sie vor nichts zurück. Die Bevölkerung wurde terrorisiert, um den Widerstand so gering wie möglich zu halten. Menschen wurden entweder getötet, verstümmelt oder zum Arbeiten in den Minen verschleppt, zahlreiche Kinder wurden als Soldaten zwangsrekrutiert, Frauen und junge Mädchen vergewaltigt. Diese Aktionen erfolgten auf seinen Befehl oder wurden zumindest von ihm autorisiert. Nachdem er die Operation &amp;#039;&amp;#039;Pay Yourself&amp;#039;&amp;#039; befohlen hatte – ein Überfall auf Dörfer, bei dem die Soldaten den Befehl hatten, jeden ausnahmslos zu töten –, kritisierten seine Verbündeten Kanu und Mansaray die brutale Vorgehensweise, worauf Sankoh sie hinrichten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaftierung ===&lt;br /&gt;
Im März 1997 floh Sankoh vor [[Sierra Leone Armed Forces|Regierungstruppen]] nach [[Nigeria]], wo er allerdings gefangen und nach Sierra Leone überstellt wurde. Im Oktober 1998 wurde er vom Obersten Gericht wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, im nächsten Jahr allerdings wegen des Friedensabkommens von [[Lomé]] vom 7. Juli 1999, welches den Kampf zwischen Rebellen und Regierungstruppen einstellte, amnestiert. Während seiner Abwesenheit wurde die RUF von [[Sam Bockarie]] geführt. Nach seiner Freilassung wurde der Vertrag gebrochen und der bewaffnete Kampf fortgesetzt, wie auch schon 1997 der Friedensvertrag von [[Abidjan]] nicht eingehalten worden war. Am 17. Mai 2000 wurden Spezialkommandos aus [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Guinea]] eingesetzt, die die Rebellentruppen ausschalteten. Sankoh wurde kurz darauf außerhalb der sierra-leonischen Hauptstadt [[Freetown]] gefangen genommen und einem Gericht überstellt. Die Nachricht über seine Festnahme führte zu spontanen Straßenfesten in Freetown. Bis zum endgültigen Ende des Krieges 2002 wurden insgesamt schätzungsweise zwischen 50.000 und 200.000 Menschen getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung ===&lt;br /&gt;
Von britischen Soldaten festgenommen, wurde Sankoh vor dem eigens eingerichteten [[Sondergerichtshof für Sierra Leone]] in siebzehn Fällen als Kriegsverbrecher und der begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Laut der Anklage war er für die Verbrechen verantwortlich, da er sie entweder geplant, angeregt oder befohlen hatte. Außerdem wurde er als Vorgesetzter beschuldigt, der von begangenen Taten wusste und sie trotzdem nicht verhindert hatte. Vor einer Verurteilung erlitt er während der Haft einen [[Schlaganfall]]. Er starb am 29. Juli 2003 daran im &amp;#039;&amp;#039;Choithrams Hospital&amp;#039;&amp;#039; in Freetown. Der zuständige Chefankläger bedauerte danach, dass Sankoh ein friedliches Ende gehabt hatte, was er so vielen zuvor verweigert hatte („has been granted the peaceful end that he denied so many others.“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.washingtonpost.com/archive/local/2003/07/31/foday-sankoh-dies/6e4d2d41-d756-412e-92f3-f802f9b6a91a/ &amp;#039;&amp;#039;Foday Sankoh Dies.&amp;#039;&amp;#039; Washington Post, 31. Juli 2003.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ibrahim Abdullah: &amp;#039;&amp;#039;Bush Path to Destruction: The Origin and Character of the Revolutionary United Front/Sierra Leone&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Modern African Studies&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 36, No. 2, Juni 1998, S. 203–235.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks  ==&lt;br /&gt;
* [http://www.trial-ch.org/de/trial-watch/profil/db/facts/foday_sankoh_99.html Bericht mit Foto] toter Link&lt;br /&gt;
* [https://www.theguardian.com/world/2000/may/17/sierraleone Biographie des Guardian: Who is Foday Sankoh?]&lt;br /&gt;
* [https://www.theguardian.com/news/2003/jul/31/guardianobituaries.westafrica Biographie des Guardian: Foday Sankoh] (Zweiter Teil)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://emkweltmission.de/laender/sierra_leone/Zeitgesch_S_L.htm | wayback=20060719133146 | text=Zeitgeschichte Sierra Leones}}&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/africa/737268.stm Bericht der BBC über Sankoh mit Foto]&lt;br /&gt;
* [http://amnesty-sierra-leone.de/ Amnesty International über den Bürgerkrieg und Sankoh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vizepräsidenten Sierra Leones}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1265045712|VIAF=5654166063389180560005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sankoh, Foday}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizepräsident (Sierra Leone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Sierra Leone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Bürgerkrieg in Sierra Leone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sierra-Leoner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sankoh, Foday&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sankoh, Foday Saybana (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sierra-leonischer Rebellenführer und Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Masang Mayoso]], [[Tonkolili]], [[Sierra Leone]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freetown]], Sierra Leone&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chtrede</name></author>
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