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	<title>Focke-Museum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:40:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;At40mha: Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Doppelte IDs behoben</title>
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		<updated>2025-12-29T16:59:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Hilfe:Wikisyntax/Validierung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Hilfe:Wikisyntax/Validierung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Doppelte IDs&lt;/a&gt; behoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FockeMuseum-01.jpg|mini|Eingang zum Focke-Museum (2008)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-07-1.jpg|mini|Büste von [[Johann Focke]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Focke-Museum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist als &amp;#039;&amp;#039;Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; das historische [[Museum]] der Stadt [[Bremen]]. Das moderne Hauptgebäude liegt, ergänzt durch Gebäude aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, in einem 4,5 Hektar großen Park im Bremer Ortsteil [[Bremen-Schwachhausen|Riensberg]]. Wegen Umbau und Neueinrichtung im Haupthaus sind von 2023 bis 2026 nur Haus Riensberg und die vorgeschichtliche Ausstellung im Eichenhof für Besucher zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.focke-museum.de/besuch/| titel=Besuch – Focke Museum| abruf=2024-05-13| werk=focke-museum.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Sammlungen entstanden aus der Zusammenführung des 1884 eröffneten Gewerbe-Museums mit dem seit 1900 etablierten Historischen Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewerbe-Museum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hatte sich seinerseits aus der &amp;#039;&amp;#039;Technischen Anstalt für Gewerbetreibende&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, einer [[Historismus|historistisch]] geprägten Einrichtung zur Qualifizierung bremischer Handwerker in Stil- und Entwurfsfragen. Eine Vorbildersammlung sollte ihnen anschauliche Beispiele aus allen Bereichen des Kunsthandwerks geben. So erhielt die ganze Institution 1884 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Gewerbe-Museum&amp;#039;&amp;#039;. Ihre ersten Direktoren August Heinrich Töpfer (1872–1903) und [[Emil Högg]] waren Architekten und praktizierende Entwerfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Füllhorn.JPG|mini|hochkant=.6|Skulptur [[Füllhorn (Skulptur)|Füllhorn]] am Eingang: Hinweis auf die reichen Museums&amp;amp;shy;bestände]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Museum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war aus der zunächst privaten Initiative des Bremer Senatssyndicus [[Johann Focke]] (1848–1922, dem Vater des Luftfahrt- und Hubschrauberpioniers [[Henrich Focke]]), entstanden. Er hatte seit 1880 neben seiner Arbeit eine [[Bremensien|stadtgeschichtliche Sammlung]] zusammengetragen, die im Jahr 1900 als „Historisches Museum“ im Kreuzgang und Refektorium des früheren Katharinenklosters im Zentrum Bremens ausgestellt wurde. Durch Geschenke aus der Bevölkerung wuchs das Museum schnell und benötigte mehr Platz. 1905 zog die Sammlung vorübergehend um in einen Anbau des [[Bremer Dom]]s und 1913 in die Großenstraße im Stephaniviertel, in den Barockbau eines ehemaligen Altenheimes im äußersten Westen der Bremer Altstadt gelegen. Anlässlich Fockes 70.&amp;amp;nbsp;Geburtstag 1918 wurde die Einrichtung in &amp;#039;&amp;#039;Focke-Museum für bremische Altertümer&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lange diskutierte Zusammenlegung wurde von [[Ernst Grohne]], einem bedeutenden Kulturwissenschaftler mit weitgespannten Interessen, realisiert, welcher das Museum von 1924 bis 1953 leitete. 1927 öffnete das neu konzipierte Haus seine Sammlungen an der Großenstraße, die neben einem stadtgeschichtlichen Rundgang auch in den stilgeschichtlich-kunsthandwerklichen Abteilungen regionale Akzente setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu kamen ur- und frühgeschichtliche Objektgruppen hinzu, die Grohne seit 1931 durch Artefakte aus eigenen Ausgrabungen bereicherte. Am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 1939, wenige Tage nach Kriegsausbruch wurde das Museum geschlossen, der Bestand weitgehend ausgelagert und so überwiegend gerettet, während das Gebäude selbst bei einem Bombenangriff völlig ausbrannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seinem Platz wurde in den 1950er Jahren der [[Focke-Garten]] angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Focke-Museum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-08-1 B.jpg|mini|[[Borgward Isabella#Borgward Isabella Coupé|Borgward Isabella TS Coupé]] (Bj.&amp;amp;nbsp;1960) und [[Lloyd 400|Lloyd LP 400]] (Bj.&amp;amp;nbsp;1953)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-06-1.jpg|mini|Elektrik im Schaumagazin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SRKPDenker2.JPG|mini|[[Seenotrettungskreuzer|Seenotkreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;Paul Denker&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-02.jpg|mini|[[Gut Riensberg|Haus Riensberg]], ehemaliges Gutshaus (2. Hälfte 18. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-03.jpg|mini|Der Eichenhof, ehemalige Scheune von Gut Riensberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-04.jpg|mini|Haus Mittelsbüren (1586)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FockeMuseum-05.jpg|mini|Tarmstedter Scheune (1803)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MuehleOberneuland-1.jpg|mini|hochkant|[[Oberneulander Mühle|Oberneulander Windmühle]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 wurde das Focke-Museum im Hauptgebäude eines Gutes aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eingerichtet. Auf dem Gelände wurde 1959 der Grundstein für den ersten Neubau eines Landesmuseums nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in der Bundesrepublik gelegt. Der neue Gebäudekomplex nach Plänen der Architekten [[Heinrich Bartmann]] und Reinhold Kargel aus Darmstadt wurde am 16. Oktober 1964 eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Syring]]: [https://wkgeschichte.weser-kurier.de/der-wunschtraum-des-museumsdirektors/ &amp;#039;&amp;#039;Der Wunschtraum des Museumsdirektors&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Bau im Stil der klassischen [[Moderne (Architektur)|Moderne]], der sich behutsam in die Landschaft einfügt und durch Glasfronten den Außenbezug betont, gilt heute als eines der qualitätsvollsten Gebäude Bremens aus dem 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. In der Grundidee und manchen Details zeigt es sich deutlich inspiriert vom dänischen [[Louisiana Museum of Modern Art]]. Durch seinen schlichten Auftritt, die ebenerdige, transparente Bauweise kam seine Architektur den in jenen Jahren aufkommenden kulturpolitischen Forderungen nach einem „Abbau der Schwellenangst“ entgegen. Der [[Bund Deutscher Architekten]] bescheinigte 1974 dem Neubau: „Das Focke-Museum kann als eine der schönsten Museumsanlagen des Kontinents bezeichnet werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtanlage in dem großzügigen Park umfasst vier historische Gebäude, das moderne Haupthaus und das 2002 errichtete Schaumagazin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haupthaus ===&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde 1996 bis 1998 modernisiert und danach mit einer neugestalteten Dauerausstellung zur mehr als 1200-jährigen Geschichte Bremens wiedereröffnet. Von den Grabungsfunden aus dem Mittelalter bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Großobjekten&amp;amp;nbsp;– vom [[Bremer Roland|Rolandkopf]], den Sandsteinfiguren vom [[Bremer Rathaus|Rathaus]], [[Bremer Haus]], [[Borgward]]-Autos, Maschinen der [[Koch &amp;amp; Bergfeld|Silberwarenindustrie]] und Modellen aus dem Schiffbau des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;amp;nbsp;– bis zum kuriosen [[Complimentarius]] und dem 3&amp;amp;nbsp;mm großen [[Bremer Pfefferkorn]] vom Anfang des 13. Jahrhunderts, dem ersten archäologischen Fund dieses Gewürzmittels nördlich der Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Architekturwettbewerb von 2021 (Sieger: Springer Architekten, Berlin.) soll das Haupthaus erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schaumagazin ===&lt;br /&gt;
Als jüngstes Gebäude des Museums wurde 2002 das Schaumagazin eingeweiht. Der kubusförmige, durch seine Kupferbekleidung grüne Bau wurde vom Bremer Architekten [[Gert Schulze]] entworfen. Zweitausend Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche hat das Museum durch diesen Erweiterungsbau gewonnen. In drei der vier Stockwerke befindet sich das Magazin des Museums, zwei davon sind als Schaumagazin für Besucher zugänglich. Ein Stockwerk dient als Sonderausstellungsraum. Ein gläserner Gang verbindet das Gebäude mit dem Haupthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaumagazine haben bereits im 16. Jahrhundert ihr Publikum gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.museumsbund.de/cms/index.php?id=406&amp;amp;L=0 |zugriff=2011-09-19 |titel=Das scheinbar doppelte Mäxchen. |hrsg=Deutscher Museumsbund |titelerg=Vom Schaumagazin Übermaxx im Verbund mit dem Großkino CinemaxX |autor=Peter-René Becker (Bremen) |datum=2000 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140903090807/http://www.museumsbund.de/cms/index.php?id=406&amp;amp;L=0 |archiv-datum=2014-09-03 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das im Focke-Museum entwickelte innovative Konzept wird vom Museum selbst als bislang einzigartig in Europa bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.focke-museum.de/de/museum/geschichte |zugriff=2011-09-19 |titel=Kurze Geschichte des Museums |hrsg=Focke-Museum}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf zwei Etagen werden der Öffentlichkeit bislang verborgene Bestände des Museums zugänglich gemacht und auf [[Multimedia]]-Stationen erläutert. Hier werden die Sammlungen in ihrer Vielfalt aus allen Bereichen der Kunst und Kulturgeschichte dichtgedrängt dargeboten, im Gegensatz zur lichten Präsentation in den übrigen Ausstellungsbereichen. Es gibt auch Angebote zum Spielen und Ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seenotrettungskreuzer ===&lt;br /&gt;
Im Innenhof zwischen Haupthaus und Schaumagazin ist der ehemalige [[Seenotrettungskreuzer|Seenotkreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Paul Denker (Schiff)|Paul Denker]]&amp;#039;&amp;#039; ausgestellt. Bis zu seiner Außerdienststellung im Juli 2005 setzte ihn die [[Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger]] (DGzRS) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Haus Riensberg“ ===&lt;br /&gt;
Das in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erbaute „Haus Riensberg“ war das Herrenhaus des vormaligen [[Gut Riensberg|Gutes Riensberg]]. Es wird seit 1953 vom Focke-Museum genutzt und steht seit 1973 unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Haus Riensberg in der {{WP-HB LfD|1129,T|Denkmaldatenbank des LfD}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihm sind die Ausstellungsbereiche bremische Wohnkultur, europäische Glaskunst und das Kindermuseum mit der Spielzeugsammlung zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Schwerpunkt unter den ausgestellten Objekten bilden Möbel vom 16. bis zum 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Ein Gesamtkunstwerk des deutschen [[Jugendstil]]s ist das 1906 von [[Heinrich Vogeler]] entworfene „Zimmer einer jungen Frau“. Im angrenzenden Raum sind einige von [[Rudolf Alexander Schröder]] entworfene Möbel ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2007 befindet sich im Dachgeschoss des Hauses das „Studio Focke“, ein Experimentierraum für Kinder und Jugendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Eichenhof“ ===&lt;br /&gt;
In der reetgedeckten ehemaligen Scheune des Gutes Riensberg ist die Abteilung für Ur- und Frühgeschichte untergebracht, die einen Gang durch die kulturelle Entwicklung der Region von 350.000 v. Chr. bis zum 8. Jahrhundert bietet. Hierzu gehören Zeugnisse der steinzeitlichen Bauernkulturen, Funde bei Bagger- oder Kiesarbeiten in der [[Weser]] und Grabfunde der Bronze- und Eisenzeit. Einzigartig in Nordeuropa ist der aus der [[Lesum]] stammende Kammhelm aus Bronze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der [[Geschichte der Stadt Bremen#Chauken und Sachsen|sächsischen Zeit Bremens]], wichtigster Fundplatz ist das [[Mahndorfer Gräberfeld]] in [[Mahndorf (Bremen)|Mahndorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Mittelsbüren {{Anker|LfD1701}} ===&lt;br /&gt;
Das 1586 oder 1587 erbaute Haus aus dem Bremer Landgebiet musste in den späten 1950er Jahren mit dem gesamten Dorf [[Burglesum|Mittelsbüren]] der Ansiedlung der Klöckner-Werke (jetzt [[ArcelorMittal Bremen]]) weichen. Es wurde 1961 abgetragen und 1964 auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Hermann Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Das Haus, das einer Hütte wich. Die Geschichte eines Bauernhauses aus dem Bremer Landgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlichungen des Bremer Landesmuseums Nr. 95. Bremen 1994. ISBN 3-929902-52-4&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1973 steht es unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;x1701&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung im Innern macht das Bauernhaus anhand seines Gefüges, der räumlichen Gliederung und vieler Nutzungsspuren als Geschichtsquelle sichtbar, handelt vom Leben und Arbeiten in Mittels- und Niederbüren auf den Gebieten Hausbau, [[Landwirtschaft]], [[Gemeiner Lein|Flachsverarbeitung]], [[Seeschifffahrt|Seefahrt]] und Fluss[[fischerei]] und behandelt die Industrieansiedlung im bremischen Landgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tarmstedter Scheune ===&lt;br /&gt;
Die laut Inschrift 1803 von Johann und Tebke Böschen auf einem Hof in [[Tarmstedt]] errichtete Scheune wurde 1973/74 auf das Museumsgelände umgesetzt. Sie beherbergt bäuerliche Geräte und stellt die Bereiche ländlicher Arbeit dar, wie [[Viehzucht]], [[Ackerbau|Feldbestellung]], [[Heu]]gewinnung, [[Milchproduktion|Milchwirtschaft]], [[Hausschlachtung]], ländliches Transportwesen, [[Imker|Bienenzucht]] und [[Torf]]gewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Kieferts Wurstpavillon“ ===&lt;br /&gt;
Seit August 2016 ist [[Kieferts Wurstpavillon]], der bis 1998 auf dem [[Bremer Bahnhofsplatz|Bahnhofsplatz]] stand, im Besitz des Museums. Der Verkaufspavillon wurde 1931 von dem Bremer Architekten [[Eberhard Gildemeister]] geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Kuzaj: [http://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/pavillon-reisen-6663853.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Pavillon auf Reisen&amp;#039;&amp;#039;], [[Kreiszeitung]] online, 16. August 2016, abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Museum verlieh das Gebäude für sieben Jahre an einen Investor für die Nutzung in der &amp;#039;&amp;#039;Markthalle Acht&amp;#039;&amp;#039; in der ehemaligen [[Bremer Bank]] am [[Domshof]]. Nach Ablauf der Leihfrist soll der Pavillon auf dem Freigelände des Museums aufgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Ausstellungsstück Wurstpavillon&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.radiobremen.de/nachrichten/land_und_leute/wurstpavillon-markthalle-bremen100.html |wayback=20161116091452 }}, [[Radio Bremen]] online, 14. November 2016, abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parkanlage ===&lt;br /&gt;
Als „Museum im Park“ konzipiert, liegen die verschiedenen Häuser in dem insgesamt 4,5 Hektar großen Gelände und werden durch die Gartenanlage mit ihren Plastiken und Sonnenuhren miteinander verbunden. Ihre ältesten Elemente sind vier hohe Linden vor dem Haus Riensberg, die wohl schon beim Umbau dieses Gebäudes 1768 gepflanzt wurden, und die Marmorfigur der Terra; sie schmückt seit 1810 den Park um das Landgut. Die Pflanzenvielfalt mit zahlreichen botanischen Besonderheiten und der Bauerngarten vor dem Haus Mittelsbüren mit heimischen Blumen und Kräutern zeichnen diesen Park mit seinen Wasserläufen besonders aus. In den Sommermonaten finden im Park Openair-Konzerte statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenstelle ===&lt;br /&gt;
Die [[Oberneulander Mühle]], ein [[Holländerwindmühle|Galerie-Holländer]], bietet als Außenstelle des Museums die Innenbesichtigung der Mühle, die Dauerausstellung &amp;#039;&amp;#039;Vom Korn zum Brot&amp;#039;&amp;#039; und ein museumspädagogisches Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderausstellungen ==&lt;br /&gt;
Die Dauerausstellungen mit Exponaten zur Geschichte und Kulturgeschichte der Stadt sowie [[Archäologie|archäologische]] [[Archäologischer Fund|Funde]] werden ergänzt mit Sonderausstellungen zu Themen der Stadtgeschichte, zu Kunsthandwerk und Design, zur Fotografie und Kunst. Angeboten werden Führungen für verschiedene Altersgruppen und Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museumsleitung ==&lt;br /&gt;
* 1924–1953: [[Ernst Grohne]]&lt;br /&gt;
* 1953–1974: [[Werner Kloos]]&lt;br /&gt;
* 1975–1990: [[Rosemarie Pohl-Weber]]&lt;br /&gt;
* 1991–2008: [[Jörn Christiansen]]&lt;br /&gt;
* April 2008 bis Dezember 2019: [[Frauke von der Haar]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-kultur_artikel,-direktorin-wechselt-nach-muenchen-_arid,1851890.html Weser Kurier vom 12. August 2019: &amp;#039;&amp;#039;Focke-Museum Direktorin wechselt nach München (WA)&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 12. August 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Seit November 2020: [[Anna Greve]]&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle|url=https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.346291.de&amp;amp;asl=bremen02.c.732.de |abruf=2020-11-02 |titel=Neue Direktorin für das Focke-Museum berufen - Prof. Dr. Anna Greve übernimmt Bremer Landesmuseum |hrsg=senatspressestelle.bremen.de |datum=2020-11-02 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Bereits 1973 wurden das Gut Riensberg mit Haus Riensberg, dem Gutspark und dem Franzosentor unter Denkmalschutz gestellt. Der Schutz wurde 2019 erheblich erweitert und neu strukturiert:&lt;br /&gt;
* Das komplette Gelände Schwachhauser Heerstraße 240 / Riensberger Straße 63 ist als [[Gesamtanlage]] geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Gesamtanlage}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören drei [[Einzeldenkmal|Einzeldenkmäler]] sowie acht Objekte, die als Teil der Gesamtanlage gesondert erfasst wurden.&lt;br /&gt;
* Einzeldenkmäler&lt;br /&gt;
** Haus Riensberg&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|1129|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Haus Riensberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Haus Mittelsbüren&amp;lt;ref name=&amp;quot;x1701&amp;quot;&amp;gt;{{WP-HB LfD|1701|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Haus Mittelsbüren}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Franzosentor&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|5272|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Franzosentor}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Teilerfassung&lt;br /&gt;
** Gutspark Riensberg mit Freiplastiken&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T001|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Gutspark}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Neues Museum (Haupthaus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|5401|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Neues Museum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Hausmeisterwohnung des Focke-Museums&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T003|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Hausmeisterwohnung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Tarmstedter Scheune&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T004|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Tarmstedter Scheune}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Scheune Gut Riensberg / Eichenhof&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T005|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Scheune Gut Riensberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Backhaus Gut Riensberg&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T006|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Backhaus Gut Riensberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Schaumagazin&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T007|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, Schaumagazin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Seenotrettungskreuzer „Paul Denker“&amp;lt;ref&amp;gt;{{WP-HB LfD|3976,T008|Denkmaldatenbank des LfD Bremen, „Paul Denker“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich von Spreckelsen: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Focke-Museums und des Gewerbe-Museums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Bremer Wissenschaftlichen Gesellschaft,&amp;#039;&amp;#039; Reihe D, Bremen 1927, S. 1–6.&lt;br /&gt;
* Jörn Christiansen: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Museums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Focke-Museum. Ein Führer durch die Sammlungen.&amp;#039;&amp;#039; Bremen 1998, S. 8–20.&lt;br /&gt;
* Sandra Geringer, Dirk Mahsarski: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Grohne und seine Ausgrabungen – Ein Bremer Beispiel.&amp;#039;&amp;#039; In: Focke-Museum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Theiss-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8062-2673-7, S. 74–81.&lt;br /&gt;
* Dirk Mahsarski, Sabrina Schütze: &amp;#039;&amp;#039;Museum „Väterkunde“ und Focke-Museum – Zwei Bremer Beispiele.&amp;#039;&amp;#039; In: Focke-Museum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Theiss-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8062-2673-7, S. 94–100.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Focke-Museum Bremen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|39040-9}}&lt;br /&gt;
* [http://www.focke-museum.de/ Website des Focke-Museums]&lt;br /&gt;
* Die [https://onlinesammlung.focke-museum.de/ Bestände des Schaumagazins] bilden den Anfang der im Aufbau befindlichen Online-Sammlungspräsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53/5/33/N|EW=8/51/51/E|type=landmark|dim=100|region=DE-HB}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=39040-9|LCCN=n/83/199524|VIAF=124811512}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Sammlung in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prämiertes Bauwerk in der Freien Hansestadt Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Moderne in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwachhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Museum in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1927]]&lt;/div&gt;</summary>
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