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	<title>Flyschzone - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T15:44:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flyschzone&amp;diff=958356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Snoopy1964: /* Entstehung und Gesteine */ Archivlink überprüft</title>
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		<updated>2025-07-13T13:32:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung und Gesteine: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wikipedia:Defekte_Weblinks&quot; title=&quot;Kategorie:Wikipedia:Defekte Weblinks&quot;&gt;Archivlink&lt;/a&gt; überprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Zone der Nordalpen und Karpaten, die der Südalpen und Dinariden siehe [[Adriatisch-ionischer Flysch]]; andere Zonen siehe [[Flysch #Vorkommen]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpengeologie01.png|mini|hochkant=1.4|Die Flyschzone als Teil des [[Penninikum]]s (violett) als schmales Band am Nordrand der Alpen]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flyschzone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rhenodanubischer Flysch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der Geologie eine vergleichsweise schmale, sich im Norden der [[Ostalpen]] und der [[Karpaten]] hinziehende Gesteinseinheit bezeichnet. Geografisch ist sie Teil des Übergangsbereiches der Alpen zum [[Nördliches Alpenvorland|nördlichen Alpenvorland]]. Sie besteht überwiegend aus [[Tonminerale|Ton]] und [[Sandstein]], weshalb sie früher auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sandsteinzone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Als vor allem in den [[Ostalpen]] verbreitete Einheit bilden die [[Flysch]]gesteine der Flyschzone am Nordrand der Alpen sanfte [[Hügel]]formen. Im Schweizer Raum lassen sich ihre Gesteine nur in einzelnen isolierten Vorkommen am Alpennordrand nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flyschzone ist am Westende ihres Hauptverbreitungsgebiets am stärksten ausgeprägt und bildet dort den &amp;#039;&amp;#039;[[Bregenzerwald]]&amp;#039;&amp;#039; östlich des [[Bodensee]]s. Weiter nach Osten bildet sie – ebenso wie die sie unterlagernden [[Helvetische Decke|helvetischen Decken]], die im Allgäu noch [[Gipfel (Berg)|gipfelbildend]] sind – keine nennenswerten Gebirgsformationen mehr. Auf weite Strecken verschwindet sie hier unter den sie [[Überschiebung|überschiebenden]] Gesteinen der [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkvoralpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst östlich von Salzburg ist die Flyschzone wieder mehrere Kilometer breit (&amp;#039;&amp;#039;[[Salzburger Voralpen]]&amp;#039;&amp;#039;, Hügel der &amp;#039;&amp;#039;[[Salzburger Seenplatte]]&amp;#039;&amp;#039;). Weiters bildet sie die Nordzone der &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Voralpen|oberösterreichischen Voralpen]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Eisenwurzen]]&amp;#039;&amp;#039; und am Nordostrand der Alpen den &amp;#039;&amp;#039;nördlichen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Flysch-[[Wienerwald]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Bisamberg (Berg)|Bisamberg]]&amp;#039;&amp;#039; und dem Waschbergzug setzt sie sich jenseits der Donau fort, läuft über die [[Klippenzone]] &amp;#039;&amp;#039;([[Steinitzer Wald]])&amp;#039;&amp;#039; weit über die Alpen hinaus und begleitet vor allem als karpatischer Flysch die [[Karpaten]] an ihrer Nord- und Ostseite in einer bis zu 100&amp;amp;nbsp;km breiten Zone. Die letzten Ausläufer der Flyschzone verschwinden nördlich von [[Bukarest]] unter den [[Molasse]]-Sedimenten der karpatischen [[Vortiefe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberflächengestalt ==&lt;br /&gt;
{{Großes Bild|Schafberg Panorama Attersee Mondsee.jpg|1000|Blick vom [[Schafberg (Salzkammergut-Berge)|Schafberg]] auf die sanften Hügel der Flyschzone zwischen Mondsee (links) und Attersee (rechts). Rechts außen ist noch das [[Höllengebirge]] sichtbar, das noch zu den Nördlichen Kalkalpen gehört.}}&lt;br /&gt;
Die Berge der Flyschzone sind durch die [[Gletscher]] und [[Periglazial|periglaziale Prozesse]] der [[Eiszeitalter|Eiszeiten]] stark überprägt, da die sie aufbauenden Flyschgesteine leicht verwittern, oft keinen großen inneren Zusammenhalt besitzen und auch heute noch zum Fließen ([[schweizerdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;flyschen&amp;#039;&amp;#039;) neigen. Es herrschen sanfte [[Hügel]]formationen und gerundete [[Bergkuppe]]n vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlich anschließenden Gipfel der nördlichen Kalkalpen setzen sich ebenso wie diejenigen der helvetischen Decken teils recht unvermittelt als [[Stock (Geologie)|Stock]], [[Karst]]plateau oder [[Felswand|Wand]] gegenüber den deutlich niedrigeren Bergen der Flyschzone ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Gesteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geological map germany 1869.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Geologische Gesellschaft, 1869&amp;lt;br /&amp;gt;Die Flyschzone am Alpen- und Karpatennordrand (Mitte rechts in Orange)]]&lt;br /&gt;
Geologisch hat sich der &amp;#039;&amp;#039;rhenodanubische Flysch&amp;#039;&amp;#039; bei der Auffaltung der Alpen aus den Ablagerungen in der Nordhälfte des [[Penninikum|penninischen]] Bereichs des südlich von Europa liegenden Ur-Mittelmeeres, der [[Tethys (Ozean)|Tethys]], gebildet. Sie steht sowohl zeitlich wie auch in der geographischen Abfolge der [[Tektonische Decke|Deckensysteme]] zwischen dem vom ursprünglichen europäischen Kontinentschelf stammenden [[Helvetisches System|helvetischen Decken (Helvetikum)]] und den [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] (deren tektonisch tiefste Schicht ist das [[Tirolikum]]), die vom Nordrand der zu Afrika gehörenden [[Adriatische Platte|Adriatischen Platte]] stammen. Im Alpenraum werden die Gesteine der Flyschzone mit den anderen Flyschgesteinen des westalpinen Penninikums wie den [[Bündnerschiefer]]n in Verbindung gebracht, die ebenfalls als Flyschgesteine im penninischen Ozean entstanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt et al. 2004, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebildet haben sich die Flysche von der [[Unterkreide]] bis in das [[Eozän]], also im Zeitraum von grob 150–50&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren, und sind damit jünger als die typischen [[Trias (Geologie)|triassischen]] (um die 250–200&amp;amp;nbsp;Mio. Jahre alten) Alpenkalke. In dieser Zeit setzt schon die [[Auffaltung der Alpen]] in der Tiefe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesteine der Flyschzone sind ganz überwiegend in tiefem Meer unterhalb der [[Calcit- und Aragonit-Kompensationstiefe]] (3000–5000&amp;amp;nbsp;m) abgelagerte [[Turbidit]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;sequenzen – also [[marines Sediment|Sedimente]] submariner Rutschungen – von [[Sandstein]]en, [[Siltstein]]en, [[Mergel]]n und [[Tonstein]]en, teilweise [[Kalk (Gestein)|kalkhaltig]] und manchmal [[Kieselsandstein|kieselig]], die an ihrer Basis auch [[Geröll]]lagen enthalten können, und nach oben durch die feinstkörnigen Setzungsschichten abgeschlossen werden. Nur im unteren Teil der jeweiligen Schichtfolge sind mit den Turbiditen eingeschwemmte [[Fossilien]] häufiger zu finden. Diese Massenbewegungen vom seinerzeitigen [[Kontinentalschelf]] dürften etwa durch Erdbeben ausgelöst worden sein und haben sich vielfach wiederholt und die Flyschzone bis zu 2000&amp;amp;nbsp;m mächtig aufgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RockyAustria&amp;quot;&amp;gt;geologie.ac.at: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Die Flyschzone: Schlammlawinen in die Tiefsee&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.geologie.ac.at/RockyAustria/flysch.htm |archive-is=20120731090453 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;granzer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.granzer.at/Mf/publikationen/sandsteinkugeln_de.html Sandsteinkugeln – eine Besonderheit in der Flyschzone.]&amp;#039;&amp;#039; Mineralien- und Fossiliensammlung Granzer (granzer.at).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichten der Kalkalpen und die ihnen ursprünglich nördlich vorgelagerten Schichten des penninischen Ozeans wurden im Laufe der Gebirgsbildung auf den zum europäischen Kontinent gehörenden helvetischen Schelf auf- und großräumig überschoben. Der Rhenodanubische Flysch bildet in diesem auf den Schichten des Helvetikums liegenden Deckenstapel die unterste Schicht. Er wurde bei der Überschiebung auf den europäischen Kontinentalrand vor dem Deckenstapel hergeschoben und als erster Teil des Stapels auf den europäischen Schelf überschoben. Die Kalkalpen sind später bei der Aufwölbung des Deckenstapels im Laufe der weiteren Kollision von ihrer weiter südlichen und hohen Position im Deckenstapel langsam nach Norden abgerutscht und über den Flysch geglitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch bilden sie am Nordalpenrand eine vergleichsweise schmale Zone aufgeworfender Schichtfolgen, die gegen Süden schnell in die Tiefe abtauchen. Bei Tiefenbohrungen wurden die Fortsetzungen der heute freiliegend aufgeschlossenen Flyschschicht unter den Kalkalpen in etwa 5500&amp;amp;nbsp;m gefunden ([[Berndorf (Niederösterreich)|Berndorf]], [[Breitenau (Gemeinde Molln)|Molln/Breitenau]] – nur ein Dutzend Kilometer südlich des Alpenrandes). An manchen Stellen liegt der Flysch auch noch mitten in den Kalkalpen frei (&amp;#039;&amp;#039;Flyschfenster&amp;#039;&amp;#039;, etwa in [[Windischgarsten]] im Nationalpark Kalkalpen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;RockyAustria&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wie die Flyschzone ebenfalls [[kuppe]]nbildende und [[Geomorphologie|morphologisch]] oft ähnliche [[Subalpine Molasse]] (Molassezone), die heute nördlich an die Flyschzone anschließt, ist in ihrer Hauptmasse unter sehr verschiedenen geologischen Bedingungen entstanden, und hauptsächlich Erosionssediment aus den sich schon erhebenden Alpen in das [[Paratethys]]-Flachmeer, der Endphase der Thetys nördlich und östlich der Alpen, die vom Eozän bis in die Zeit des [[Miozän]] vor nur etwa 15&amp;amp;nbsp;Mio. Jahren anhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Kartenmaterial ==&lt;br /&gt;
* Johann Egger: &amp;#039;&amp;#039;Zur paläogeographischen Stellung des Rhenodanubischen Flysches (Neokom-Eozän) der Ostalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der geologischen Bundesanstalt.&amp;#039;&amp;#039; Band 133/Heft 2, 1990, S. 147–155 ([http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=JB1332_147_A.pdf pdf], geologie.ac.at).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Bayern 1:500000, Erläuterungen&amp;#039;&amp;#039;. Bayrisches Geologisches Landesamt, München, 4. Auflage 1996.&lt;br /&gt;
* Stefan M. Schmid, Bernhard Fügenschuh, Eduard Kissling, Ralf Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Tectonic map and overall architecture of the Alpine orogen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eclogae geologicae Helvetiae&amp;#039;&amp;#039; 97 (2004), S. 93–117 ([https://earth.unibas.ch/tecto/Members/Schmid/Publications/082_Schmidetal.2004bEcl.pdf PDF], unibas.ch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1259012816|VIAF=4165446761426831824}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Österreichs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Snoopy1964</name></author>
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