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	<title>Flysch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T10:56:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flysch&amp;diff=14138&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MaxBE: /* Entstehung */ Tippos</title>
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		<updated>2025-12-06T23:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; Tippos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carpathian flysch cm04.jpg|hochkant=1.2|mini|[[Alpidische Orogenese|Alpidische]] Flyschablagerungen in den Nordkarpaten. In der oberen Bildmitte hervorragend zu erkennen sind graue Tonstein- oder Tonmergellagen im Wechsel mit etwa gleich mächtigen gelblichen oder rötlichen Schichten groberen Materials.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flysch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈfliːʃ}}] bezeichnet in der [[Geologie]] eine [[Ablagerungsmilieu|marine]] sedimentäre [[Fazies]], die meistens durch eine [[Wechsellagerung|Wechselfolge]] von [[Tonstein|Tonsteinen]] und grobkörnigeren Gesteinen (typischerweise [[Sandstein|Sandsteine]]) repräsentiert ist. Diese [[Sedimente]] sind oftmals nachträglich verformt ([[Falte (Geologie)|gefaltet]]), z.&amp;amp;nbsp;T. sogar so intensiv, dass es sich dann um [[metamorphe Gesteine]] handelt. Flyschserien entstehen während [[Plattentektonik|gebirgsbildender Prozesse]] und die grobkörnigeren Gesteine stellen das [[Erosion (Geologie)|erodierte]] Material der sich bildenden [[Gebirge|Gebirgskette]] dar. Da dieses Material in aller Regel in Form von [[Suspensionsstrom|Suspensionsströmen]] in den Ablagerungsraum gelangt, ist in der Geologie im Zusammenhang mit Flysch auch oft die Rede von [[Turbidit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;K. J. Hsü, U. Briegel: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Schweiz: Ein Lehrbuch für den Einstieg.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 65–67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Erstmals in der geologischen Literatur wird der Begriff 1827 durch [[Bernhard Studer (Geologe)|Bernhard Studer]] verwendet, der damit Felsformationen im [[Simmental]] und im Tal der [[Saane]] in den [[Schweizer Alpen]] bezeichnete, die aus „vorherrschend sandigen oder mergeligen, schwarzen oder grauen [[Schiefer]]n und sehr harten und dichten Sandsteinen mit kalkigem und dunkelgrauem [[Zement (Geologie)|Zement]]“ bestanden. Der Ausdruck ‚Flysch‘ entstammt hierbei dem lokalen Dialekt im Simmental und bezeichnet schiefriges, leicht spaltbares, zu Plättchen verwitterndes, leicht erodierbares Felsmaterial. Studer selbst brachte das Wort später mit dem ursprünglich niederdeutschen Wort ‚[[Flöz]]‘ in Verbindung, das wiederum verwandt mit verschiedenen alten Wörtern der [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachfamilie]] ist, die alle so viel wie ‚flach‘ oder ‚Ebene‘ bedeuten. Somit dürfte die Bezeichnung ‚Flysch‘ wohl auf die schiefrige Natur der im Simmentaler [[Schweizerdeutsch]] so bezeichneten Gesteine zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben im Absatz zur Etymologie sind folgender Literatur entnommen:&lt;br /&gt;
* K. J. Hsü, U. Briegel: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Schweiz: Ein Lehrbuch für den Einstieg.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 65–67.&lt;br /&gt;
* J. Früh: &amp;#039;&amp;#039;Zur Etymologie von „Flysch“.&amp;#039;&amp;#039; 1904&amp;lt;!-- Heft?, Seite? --&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung {{Anker|Wildflysch}} ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Distal flysch.jpg|mini|Gebänderte Kulm-Tonschiefer einer distalen Flyschfazies, NW-Harz.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fold in proximal flysch.jpg|mini|Falte in den mächtigen Kulm-Grauwackenbänken einer proximalen Flyschfazies, NW-Harz.]]&lt;br /&gt;
Als Flysch werden in der modernen Geologie Abfolgen mariner [[Klastisch|klastischer]] [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] bezeichnet, die u.&amp;amp;#8239;a. durch das Abgleiten von bereits vorher auf dem [[Kontinentalschelf]] abgelagerten Ausgangssedimenten über den Kontinentalhang in die [[Tiefsee]] entstehen. Dieses Abgleiten erfolgt meist in Form lawinenartiger Trübe- oder Suspensionsströme. Da sich solche Rutschungen während einer Gebirgsbildung, die Millionen von Jahren dauert, relativ häufig wiederholen, entstehen charakteristische Abfolgen, in denen sich Schichten aus Tonstein mit Schichten aus grobkörnigerem Material abwechseln. Letztere besitzen eine oft sehr gemischte mineralische Zusammensetzung. Sie bestehen zwar, wie ein Sandstein, überwiegend aus Quarzkörnern, enthalten aber in der Regel auch größere Mengen [[Kalkstein|Kalk]] oder Ton. Ferner können verschiedenste Minerale, u.&amp;amp;#8239;a. [[Glaukonit]], [[Glimmer]] und/oder [[Feldspat]] enthalten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichten des groberen Materials, die durch die Suspensionsströme binnen weniger Stunden oder Tage abgelagert werden, bezeichnet man hinsichtlich ihrer Entstehung auch als Turbidite. Die dazwischen liegenden Tonsteinlagen sind das Resultat einer extrem langsam verlaufenden, kontinuierlichen Sedimentation von Tonpartikeln (der sogenannten Hintergrundsedimentation) in der Tiefsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Flysch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet somit eine spezielle sedimentäre Fazies und man kann hierbei eine [[Ablagerungsmilieu|distale]] und eine [[Ablagerungsmilieu|proximale]] Fazies unterscheiden, wobei der Übergang zwischen den beiden Fazies fließend ist. Bei typischem distalem Flysch sind die Turbidite durch dünne [[Siltstein|Siltbänder]] repräsentiert, die sich im Gestein eher durch eine andere Verwitterungsfarbe als durch einen mit bloßem Auge sichtbaren Korngrößenunterschied auszeichnen. Bei typischem proximalem Flysch sind die Turbidite durch z.&amp;amp;nbsp;T. mehr als 1&amp;amp;nbsp;Meter mächtige, Sandstein[[Bank (Petrologie)|bänke]] repräsentiert, die sogar Reste von Pflanzen enthalten können.&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kennzeichen für proximalen Flysch sind ungeschichtete [[Brekzie|brekziöse]] Sedimentmassen &amp;#039;&amp;#039;([[Olisthostrome]])&amp;#039;&amp;#039;. Eine Flyschlage mit solch einem chaotischen [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]] wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildflysch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssedimente des Flyschs können unverfestigte [[Schlamm|Schlämme]] oder [[Sand|Sande]] sein, es können jedoch auch bereits verfestigte Gesteine in eine Rutschung mit einbezogen und als Wildflysch in eine Sandstein-Tonstein-Abfolge eingeschaltet sein. Die in Wildflysch enthaltenen, von den Flyschsedimenten faziell meist deutlich abweichenden  Gesteinsbrocken &amp;#039;&amp;#039;([[Olistholith]]e)&amp;#039;&amp;#039; können z.&amp;amp;nbsp;T. Hausgröße und mehr erreichen &amp;#039;&amp;#039;(Olisthoplaka)&amp;#039;&amp;#039;, und in manchen Gebieten lassen sich kilometergroße abgerutschte Schollen &amp;#039;&amp;#039;(Olisthothrymmata)&amp;#039;&amp;#039; nachweisen. Der Transportweg solcher Fremdgesteine kann selbst bei den Olisthothrymmata mehr als 100&amp;amp;nbsp;Kilometer lang sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geologie.&amp;#039;&amp;#039; 1986, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung der Flysch-Turbidite ist sehr unterschiedlich, da das Ausgangsmaterial von den verschiedensten Quellen stammt und stark durchmischt wird. Infolge der Ablagerung im [[Vorlandbecken|Vorland]] eines in Entstehung begriffenen Gebirges lässt sich in vielen Fällen aus der Zusammensetzung des Flyschs die Abfolge der Deformationsprozesse rekonstruieren, welche in den Ursprungsgebieten der Ausgangsgesteine ablaufen. Dort geraten im Laufe der Zeit immer wieder andere Gesteine unter den Einfluss der gebirgsbildenden Prozesse, werden erodiert und umgelagert, sodass sie sich letztlich auch in den Flysch-Ablagerungen wiederfinden. Aufgrund ihrer Position nahe an gebirgsbildenden Prozessen werden Flyschgesteine nach der Ablagerung oft in diese mit einbezogen und sind dann stark [[Tektonik|tektonisch]] deformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Algorri Flysch (cropped).jpg|mini|hochkant=1.5|Alpidische Flyschserie in den westlichen Ausläufern der Pyrenäen, nahe Zumaia, Baskenland.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flysch findet sich weltweit sowohl in alten [[Rumpfgebirge|Gebirgsrümpfen]] als auch in jungen [[Faltengebirge]]n. Geologisch relativ junge Vorkommen sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;[[Rhenodanubischer Flysch|rhenodanubische Flysch]],&amp;#039;&amp;#039; der am Nordrand der [[Ostalpen]] [[Ausbiss (Geologie)|ausstreicht]] und dort eine relativ niedrige Bergkette aufbaut (u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Hörnergruppe]] der [[Allgäuer Alpen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Bau und Werden der Allgäuer Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1995, S. 74 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Wienerwald]]), und seine östliche Fortsetzung, der &amp;#039;&amp;#039;karpatische Flysch&amp;#039;&amp;#039; an der Nord- und Ostseite der [[Karpaten]]&lt;br /&gt;
* der [[Helvetisches System|ultrahelvetische Flysch]], der das höchste Stockwerk des Helvetikums darstellt und teilweise komplex in dieses eingeschuppt ist oder es überschoben hat&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;[[Adriatisch-ionischer Flysch|adriatisch-ionische Flysch]]&amp;#039;&amp;#039;, der sich von den [[Südalpen]] (südliche Flyschzone der Alpen) über die [[Dinariden]] bis an den Pindos zieht&lt;br /&gt;
* die Flyschvorkommen im [[Apennin]], in den äußeren [[Pyrenäen]], im [[Kaukasus]] und im [[Himalaya]]&lt;br /&gt;
* der Flysch an der Westküste der [[USA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland findet sich [[Variszische Orogenese|variszischer]] Flysch als Teil der [[Kulm-Fazies]] mit ihren typischen [[Grauwacke]]n im [[Rheinisches Schiefergebirge#Geologie|Rheinischen Schiefergebirge]], im [[Harz (Mittelgebirge)#Entstehung des Harzes|Harz]] und im [[Thüringisch-Fränkisch-Vogtländisches Schiefergebirge|Thüringisch-Fränkisch-Vogtländischen Schiefergebirge]]. Ebenfalls variszisch ist der Flysch in der axialen Zone der Pyrenäen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Akkretionskeil]]&lt;br /&gt;
* [[Gebirgsbildung]]&lt;br /&gt;
* [[Subduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Bahlburg, Christoph Breitkreuz: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Geologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2008, ISBN 978-3-8274-1811-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. Früh |Titel=Zur Etymologie von „Flysch“ (m.), „Fliesse“ (f.) u. „Flins“ (m.) |Sammelwerk=[[Eclogae Geologicae Helvetiae]] |Band=8 |Nummer=Heft 1 |Datum=1903 |Seiten=217–220 |DOI=10.5169/seals-156273}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Hohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklungsgeschichte der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Werner Dausien Verlag, Hanau 1985, ISBN 3-7684-6526-8.&lt;br /&gt;
* Kenneth J. Hsü, Ueli Briegel: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Schweiz: Ein Lehrbuch für den Einstieg und eine Auseinandersetzung mit den Experten.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, 1991, ISBN 3-7643-2579-8.&lt;br /&gt;
* Dieter Richter: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. De Gruyter Verlag, Berlin / New York 1985, ISBN 3-11-010416-4.&lt;br /&gt;
* Herbert Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Bau und Werden der Allgäuer Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 1995, ISBN 3-510-65165-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4154927-2|LCCN=sh85049601}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirgsbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MaxBE</name></author>
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