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	<title>Flussanzapfung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:13:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flussanzapfung&amp;diff=638326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-05-10T08:31:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flussanzapfung Schema ReiKi.png|miniatur|hochkant=1.5|Schema einer Flussanzapfung]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flussanzapfung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entsteht, wenn sich ein [[Fluss]]lauf zu einem anderen hin verlagert und diesem (im wörtlichen Sinne) „das Wasser abgräbt“. Die [[Wasserscheide]] wird hierbei durchbrochen und verlagert sich: Der angezapfte Fluss verkümmert unterhalb der Anzapfungsstelle, dort kann ein [[Trockental]] entstehen, während der andere seine Wassermenge mit dem Fremdwasser vermehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungewöhnlich starke Flussabbiegung kann als Hinweis auf einen derartigen Vorgang gedeutet werden&amp;amp;nbsp;– man bezeichnet sie als &amp;#039;&amp;#039;Anzapfungsknie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anzapfung und Ablenkung ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Anzapfung&amp;#039;&amp;#039; im strengen Sinne werden nur relativ plötzliche Ereignisse gesehen, langfristigere geodynamische Prozesse und deren hydrographischen Auswirkungen fasst man in der moderneren Literatur unter dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Flussablenkung&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Tatsächlich ist die „Plötzlichkeit“ in geologischen Zeiträumen immer mit Vorbehalt zu betrachten und umfasst meist mehrere Zwischenstadien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Für die Flussanzapfung lassen sich mehrere Ursachen festmachen, die in der hydrogeologischen Entwicklung ineinander übergreifende Prozesse darstellen können, die zu den heutigen Flussläufen geführt haben:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tektonische Hebung]] oder Senkung:&amp;#039;&amp;#039; Ein Areal wird beispielsweise so gehoben, dass der Fluss dieses nicht mehr überwinden kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Aufschotterung]]:&amp;#039;&amp;#039; Durch verringerte Fließgeschwindigkeit oder [[Mäander]]ung lagert sich im Flussbett derart viel Schotter ab, dass es gehoben wird und schließlich ein bisher unüberwindbares Hindernis (Wasserscheide) überflossen werden kann (siehe z. B. [[Wutach#Flussgeschichte|Feldbergdonau]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückschreitende [[Erosion (Geologie)|Erosion]]&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Materialabführung schneidet sich der Fluss zu seiner Quelle hin in den Untergrund ein, was in besonderen Fällen zur Flussanzapfung und einem [[Strunkpass]] führen kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gletscherstau:&amp;#039;&amp;#039; Hierbei bilden sich meist [[Gletscherstausee]]n, die über eine Erhebung hin ausbrechen und ihr neues [[Durchbruchstal]] etablieren, bevor sie sich durch Gletscherrückgang wieder zurückbilden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Karstgrundwasserleiter|Karstversickerung]]:&amp;#039;&amp;#039; Abzapfung im Flussbett. In den Untergrund einsinkendes, überwiegend [[Allochthon (Geologie)|allochthones]] Wasser (Gravitationsfließen). Dieses durchdringt einen karsthydrographisch wegsamen Gesteinskörper, woraus es als [[Karstwasser]]körper in einem entfernten Quellgebiet wieder austritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Pfeffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Karstmorphologie&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt, 2. Auflage, Darmstadt 1990, S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moorversickerung:&amp;#039;&amp;#039; In großflächigen flachen Fluss[[Sumpf|sümpfen]] und -[[Flussaue|auen]], die nicht in einer orographischen [[Senke (Geographie)|Senke]] liegen, können echte [[Flussbifurkation|Bifurkationen]] entstehen. Tektonische oder erosive Kräfte können daraus später echte Anzapfungen formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine „moderne“ Form tritt im [[Wasserkraftwerk]]sbau auf, wo durch Anzapfung Wasser eines [[Einzugsgebiet]]es einem fernen Krafthaus zugeleitet wird. Einem Austrocknen des Flusses kann nur durch Restwassergabe entgegengewirkt werden. Im Kraftwerksbau wird diese gesetzlich oder vertraglich verankert; wo sie fehlt (Großprojekte außerhalb der Industrienationen), können großräumige hydrologische und hydrographische Veränderungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Wutachablenkung]] der [[Urdonau]] ([[Feldbergdonau]]) in der [[Wutachschlucht]], deren Anzapfungscharakter nicht sicher ist&lt;br /&gt;
* [[Donauversinkung]] bei [[Tuttlingen]], wo Wasser im Untergrund in den [[Aachtopf]] zum Rhein abgezapft wird&lt;br /&gt;
* [[Paardurchbruch]] bei [[Friedberg (Bayern)|Friedberg]]-Ottmaring, wo die ursprünglich parallel zum [[Lech]] verlaufende [[Paar (Donau)|Paar]] nach Nordosten abknickt und das [[Lechtal]] verlässt&lt;br /&gt;
* Anzapfung der [[Maas]] durch die [[Mosel#Geologie|Mosel]] mit Bildung eines Trockentals&lt;br /&gt;
* [[Don (Asowsches Meer)|Donknie]] und [[Wolga]]knie bei [[Wolgograd]] durch Hebung der [[Wolgaschwelle]] und der [[Jergeni-Hügel]] relativ zur [[Kaspische Senke|Kaspischen Senke]], heute durch den [[Wolga-Don-Kanal]] überbrückt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Losing Stream]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Mangelsdorf, Karl Scheurmann: &amp;#039;&amp;#039;Flußmorphologie. Ein Leitfaden für Naturwissenschaftler und Ingenieure.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, 1980, ISBN 3-486-23311-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrogeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrogeologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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