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	<title>Flughaut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:25:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flughaut&amp;diff=156116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;INiermann am 6. August 2025 um 14:41 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-06T14:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Analogous flying adaptions in vertebrates.jpg|mini|Der Flügel der ausgestorbenen [[Flugsaurier]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und dem der [[Fledertiere]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird von einer Membran gebildet. Er ist funktional [[Analogie (Biologie)|analog]] zum [[Flügel (Vogel)|Vogelflügel]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), der aus Federn besteht.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flughaut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Patagium), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flug-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleitmembran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine als [[Tragfläche]] dienende [[Haut]] (mit oder ohne Stützkonstruktionen) bei [[Wirbeltiere]]n bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flughäute wurden in allen fünf Wirbeltier[[Klasse (Biologie)|klassen]] entwickelt, aber nur in zwei Klassen entstanden echte Membranflieger, die zum aktiven [[Schlagflug]] befähigt waren: bei den Säugetieren die [[Fledertiere]] (Chiroptera) und, in erdgeschichtlicher Vergangenheit, bei den Reptilien die [[Flugsaurier]] (Pterosauria). Bei den übrigen [[rezent]]en und [[fossil]]en [[Art (Biologie)|Arten]] dient die Membran dem passiven [[Gleitflug|Gleit-]] oder Fallschirmflug, zum verlängerten Sprung von [[Baum]] zu Baum oder vom Baum auf den [[Erdoberfläche|Boden]], der oft durch flatternde Bewegung unterstützt wird. Diese Arten können Richtung, Höhe und Dauer des Fluges nicht aktiv bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strukturen, aus denen Flughäute gebildet wurden, und deren Lage am [[Körper (Biologie)|Körper]] sind je nach Art unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Säugetiere ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cynocephalus volans Brehm1883.jpg|mini|[[Riesengleiter]]]]&lt;br /&gt;
Bei [[Säugetiere]]n unterscheidet man drei Körperbereiche, in denen eine Flughaut ausgebildet sein kann:&lt;br /&gt;
* Die Halsflughaut (&amp;#039;&amp;#039;Propatagium&amp;#039;&amp;#039;) erstreckt sich zwischen Hals und Vorderextremität.&lt;br /&gt;
* Die Arm- oder Flankenflughaut (&amp;#039;&amp;#039;Plagiopatagium&amp;#039;&amp;#039;) zieht entlang der Körperseite zwischen Vorder- und Hinterextremität.&lt;br /&gt;
* Die Schwanzflughaut (&amp;#039;&amp;#039;Uropatagium&amp;#039;&amp;#039;) reicht vom Schwanz zur Hinterextremität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Abschnitte der Flughaut sind bei Säugetieren wie folgt vorhanden:&lt;br /&gt;
* [[Riesengleiter]] (Dermoptera): Pro-, Plagio- und Uropatagium&lt;br /&gt;
* [[Gleithörnchen]] (Pteromyinae): Plagiopatagium; Pro- und Uropatagium sehr klein&lt;br /&gt;
* [[Dornschwanzhörnchen]] (Anomaluridae): Plagio- und Uropatagium&lt;br /&gt;
* [[Gleitbeutler]] (Petauridae): behaartes Plagiopatagium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem bei den [[Fledertiere]]n (Chiroptera) kommt zum Pro-, Plagio- und Uropatagium ein vierter Körperbereich hinzu: Zwischen ihren stark verlängerten [[Mittelhandknochen|Mittelhand-]] und Fingerknochen ist ein großer Teil der gesamten Flughaut aufgespannt. Man spricht hier vom &amp;#039;&amp;#039;Dactylopatagium&amp;#039;&amp;#039; („Fingerflughaut“) oder &amp;#039;&amp;#039;Chiropatagium&amp;#039;&amp;#039; („Handflughaut“). Bei den Riesengleitern ist zwischen den Fingern und Zehen zwar ebenfalls Flughaut vorhanden, bei ihnen macht das Chiropatagium aber nur einen geringen Anteil der gesamten Flughaut aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Flughunde]]n (Yinpterochiroptera) ist das Uropatagium nur ein schmaler Hautstreifen an den Hinterbeinen, weil sie keinen oder nur einen sehr kurzen Schwanz haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flughäute entstanden im Verlauf der [[Evolution der Säugetiere]] mindestens acht Mal [[Analogie (Biologie)|unabhängig]] voneinander. So bei [[Gleithörnchen]], [[Gleitbeutler]], [[Zwerggleitbeutler]], [[Ringbeutler]] (Pseudocheiridae), [[Riesengleiter]], [[Dornschwanzhörnchen]], den [[Fledertiere]]n und dem kreidezeitlichen Säugetier &amp;#039;&amp;#039;[[Volaticotherium]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; Martin Walters &amp;amp; Jinny Johnson: &amp;quot;Tiere dieser Welt. Von der Ameise bis zum Blauwal&amp;quot; PARRAGON Verlag, Bath 2004, ISBN 1-4054-3439-2, S. 195. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vögel ==&lt;br /&gt;
Bei [[Vögel]]n verspannen Flughäute die verschiedenen Teile des [[Flügel (Vogel)|Vogelflügels]] miteinander, füllen die Freiräume zwischen den Knochen aus und begrenzen den Flügelkern nach vorne und hinten. Am wichtigsten sind die vordere Flughaut, die hintere Flughaut und das große Randligamend zwischen Ellenbogen und Mittelhandknochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rueppel&amp;quot;&amp;gt;Georg Rüppel: &amp;#039;&amp;#039;Vogelflug.&amp;#039;&amp;#039; Kindler, München 1975, ISBN 3-463-00611-1, S.&amp;amp;nbsp;38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Schwungfedern wird die Flügelfläche weiter vergrößert. Die Schwungfedern sind die größten Federn am Flügel und werden nach Insertionsort in Handschwingen und Armschwingen unterteilt. Ein bindegewebiges Band hält sie in der richtigen Position. Sie greifen dachziegelartig ineinander.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Hummel: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie und Physiologie der Vögel.&amp;#039;&amp;#039;Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-2144-X, S.&amp;amp;nbsp;30–33 und 202–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reptilien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Draco taeniopterus Gunther, 1861 from Bulon.jpg|mini|Flugdrache &amp;#039;&amp;#039;[[Draco taeniopterus]]&amp;#039;&amp;#039; im thailändischen [[Nationalpark Mu Ko Phetra]] im Gleitflug]]&lt;br /&gt;
[[Flugdrachen]] (&amp;#039;&amp;#039;Draco&amp;#039;&amp;#039;; [[Agamen|Agamidae]]) sind Gleitflieger und besitzen seitliche Hautlappen, die mit Hilfe verlängerter [[Rippe]]n aufgespannt werden, während der Ruhe werden die Flughäute zusammengefaltet. Durch den abgeplatteten Körper werden zudem die aerodynamischen Eigenschaften verbessert, während der Schwanz als Steuerruder dient. Auf diese Weise können sie bis zu acht Meter weit gleiten, in Ausnahmefällen auch deutlich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Knochenfische ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pink-wing flying fish.jpg|links|mini|Fliegender Fisch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Italopterus magnificus 01.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Thoracopterus magnificus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Fliegende Fische]] (Exocoetidae) schnellen sich durch kurze, rasche Schläge mit der im unteren Teil verlängerten Schwanzflosse aus dem Wasser und segeln mit den großen, flügelartigen spreizbaren Brustflossen meist einen Meter, bei günstigen Aufwinden auch bis fast 10 Meter hoch über die Wasseroberfläche. Schon vor über 200 Millionen Jahren lebten in der [[Palaeotethys]], im Raum des heutigen [[Mittelmeer]]s und der [[Alpen]], die [[Thoracopteridae]] eine Familie gleitfähiger Knochenfische und die ältesten bekannten gleitfähigen Fische. In den [[Fossil]]ienfunden sind die stark verbreiterten [[Brustflosse]]n und der verlängerte Unterteil der [[Schwanzflosse]] deutlich zu erkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amphibien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallace frog.jpg|mini|Wallace-Flugfrosch beim Gleitsprung (aus &amp;#039;&amp;#039;The Malay Archipelago&amp;#039;&amp;#039;, [[Alfred Russel Wallace|Wallace]] 1869)]]&lt;br /&gt;
Zwischen den Fingern und Zehen der [[Eigentliche Ruderfrösche|Eigentlichen Ruderfrösche]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhacophorus&amp;#039;&amp;#039;) aus Südostasien spannt sich eine Gleitmembran auf. Diese wird nach dem Absprung ausgebreitet und ermöglicht ein Gleiten von Baum zu Baum. Somit können die Tiere energiesparend und unter Vermeidung der gefährlichen Bodenregion ihren Lebensraum wechseln oder Fressfeinden entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbeltiere)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Fledermäuse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Vögel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;INiermann</name></author>
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