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	<title>Fliegerbombe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fliegerbombe&amp;diff=14305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fliegerbombe&amp;diff=14305&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-26T05:49:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Boeing B-52 dropping bombs.jpg|mini|[[Boeing B-52|B-52]] wirft [[M117]]-Bomben im [[Vietnamkrieg]] ab]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fliegerbombe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Abwurfkampfmittel&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Abwurfmunition&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Bombe]], die aus einem [[Luftfahrzeug]] abgeworfen wird und, je nach [[Zünder|Zündsystem]], beim Aufprall, in geringer Höhe über der Erdoberfläche, nach Durchschlag eines Zieles oder verzögert im Erdreich explodiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung &amp;amp; Technik ==&lt;br /&gt;
Fliegerbomben zeichnen sich durch eine enorme Vielfalt und Komplexität ihrer Bauarten aus. Dazu gehören ungelenkte [[Freifallbombe]]n, [[Präzisionsgelenkte Munition|Präzisionsbomben]], [[Gleitbombe]]n, [[Streubombe]]n usw. Sie werden dazu verwendet, um Menschen zu töten und zu verletzen oder Material, Fahrzeuge sowie Gebäude zu zerstören. Dies mit Wirkung von [[Druckwelle]], [[Splitter (Munition)|Splitter]], [[Feuer]] oder [[Ionisierende Strahlung]]. Fliegerbomben werden im Einzelabwurf oder [[Flächenbombardement]] eingesetzt. Sie werden zur Bekämpfung von taktischen, strategischen wie auch zivilen Zielen verwendet. Fliegerbomben werden aus großer, mittlerer [[Flughöhe]], aus dem [[Tiefflug]], im Horizontalflug oder [[Sturzflug]] abgeworfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine konventionelle, freifallende Fliegerbombe besteht in der Regel aus mehreren Bauteilen: Dem Bombenkörper (auch Bombenhülle bezeichnet). Dieser ist vielfach aus [[Stahl]] gefertigt und hohl ausgebildet. Der Bombenkörper ist mit [[Sprengstoff]], [[Brandkampfstoff]] o. Ä. befüllt. Vorne, hinten oder auch seitlich werden in den Bombenkörper [[Zünder]] eingesetzt. verwendete werden [[Aufschlagzünder]], [[Abstandszünder|Näherungszünder]], [[Verzögerungszünder]] sowie [[Zeitzünder]]. Hinten am Bombenkörper ist das Heckteil aufgesetzt. Dieses besteht in der Regel aus mehreren Stabilisierungsflügeln (Heckflossen) um die manchmal ein Ringleitwerk montiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fliegerbomben lassen sich aufgrund ihrer Wirkung sowie dem Verwendungszweck in verschiedenen Kategorien einteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sprengbombe]]n die ihre Wirkung durch die [[Detonation]] von [[Sprengstoff]]en erzeugen. Die Wirkung der Bomben beruht auf einer starken [[Detonationswelle]], [[Splitter (Munition)|Splitter]] durch Zerlegung des Bombenkörpers und kurzzeitigen, starker Hitzeentwicklung.&lt;br /&gt;
**Mehrzweckbomben (auch Splitter-Sprengbomben) sind gegen eine Vielzahl von Zielen einsetzbar. Die Masse des Sprengstoffs in der Bombe beträgt 25–45 % ihres Gewichts.&lt;br /&gt;
**[[Splitterbombe]]n sind auf das Erzeugen einer großen Anzahl [[Splitter (Munition)|Splitter]] ausgelegt. Die dickwandigen Bombenkörper sind an der Innenseite mit [[Kerbe]]n oder sägezahnförmigen Längs- und Querrillen versehen, welche für eine optimale Splitterbildung sorgen. Daneben kann auch zusätzliches Splittermaterial im Bombenkörper verbaut werden. Splitterbomben besitzen einen geringeren Sprengstoffanteil (10–20 %) und auch eine geringere Sprengkraft.&lt;br /&gt;
** [[Panzersprengbombe]]n sind ebenfalls dickwandig, bestehen aber aus besonders [[Härten (Eisenwerkstoff)|gehärtetem]] Stahl, um Fels oder dicke Betondecken durchschlagen zu können. Ausgestattet sind sie mit [[Bodenzünder]]n mit Verzögerung, damit die Explosion erst im Inneren des Zieles erfolgt. Panzersprengbomben besitzen einen geringeren Sprengstoffanteil (10–20 %) und auch eine geringere Sprengkraft.&lt;br /&gt;
**[[Luftmine|Minenbomben]] „Luftminen“ sind auf das Erzeugen großer Sprengwirkung ausgelegt. Die Masse des Sprengstoffs in der dünnwandigen Bombe beträgt bis über 80 % ihres Gewichts.&lt;br /&gt;
* [[Streubombe]]n sind Abwurfbehälter, die mit einer Anzahl explosive Submunition (Bomblets, Kleinbomben) beladen sind, die über dem Ziel verstreut werden. Streubomben haben einen großen, räumlichen Wirkungsradius. Aufgrund der großen [[Blindgänger]]zahl und den daraus resultierenden häufigen Unfällen sind sie humanitär und ethisch umstritten.&lt;br /&gt;
* [[Brandbombe]]n wirken durch Feuer; man kann unterscheiden zwischen&lt;br /&gt;
** Brandbomben mit festen [[Brandkampfstoff]]en wie [[Thermit]], [[Elektron (Werkstoff)|Elektron]] oder [[Phosphor#Weißer Phosphor|Weißer Phosphor]].&lt;br /&gt;
** Brandbomben mit flüssigen Brandkampfstoffen wie z. B. [[Napalm]].&lt;br /&gt;
* Splitter-Brandbomben sind eine Kombination aus einer Spreng- oder Splitterbombe sowie einer Brandbombe in einem Körper.&lt;br /&gt;
* [[Aerosolbombe]]n oder &amp;#039;&amp;#039;FAE-Bomben&amp;#039;&amp;#039; – „Fuel Air Explosive“ enthalten einen brennbaren Stoff, der durch eine Zerlegeladung fein als [[Aerosol]] verteilt und dann entzündet wird. Bei der [[Deflagration]] entstehen eine sehr große Hitze und eine langanhaltende Detonationswelle.&lt;br /&gt;
* Bomben mit [[Thermobare Waffe#Thermobare Waffen|thermobarer Wirkung]] sind Sprengbomben mit einem dicken Mantel aus brennbaren Stoffen (z.&amp;amp;nbsp;B. Aluminiumpulver), um die Hitzewirkung zu steigern und eine stärkere Druckwelle zu erreichen.&lt;br /&gt;
* [[Betonbombe]]n sind Bomben die zu Teilen oder als ganzes aus [[Beton]] bestehen.&lt;br /&gt;
* [[Wasserbombe (Kampfmittel)|Wasserbomben]] werden bei der Bekämpfung von [[U-Boot]]en verwendet. Sie haben normalerweise einen berührungslosen Zünder (Zeitzünder, barometrischer Zünder, [[Magnetzünder]]). &lt;br /&gt;
* Blitzlichtbomben enthalten [[Blitzlicht#Blitzlichtpulver|Blitzlichtpulver]] und wurden bei nächtlichen Aufklärungsflügen für Fotos verwendet.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Leuchtbombe}} Leuchtbomben enthalten einen Leuchtsatz und werden meist am Fallschirm abgeworfen. Sie werden zur [[Gefechtsfeldbeleuchtung]] oder zur Markierung eines Ziels verwendet. In Deutschland wurden sie während des Zweiten Weltkriegs umgangssprachlich als „Christbäume“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Wolfgang Leydhecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Jugend im Dritten Reich. Nicht wie die anderen.&amp;#039;&amp;#039; Eduard Roether Verlag, Darmstadt 1992, ISBN 3-7929-0198-6, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bomben mit [[Massenvernichtungswaffe|CBNR-Wirkung]], also&lt;br /&gt;
** [[Kernwaffe]]n&lt;br /&gt;
** [[Biologische Waffe]]n&lt;br /&gt;
** [[Chemische Waffe]]n&lt;br /&gt;
** [[Radioaktivität|Radiologische Waffen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:German aviator dropping a bomb somewhere on the western front., ca. 1919 - ca. 1919 - NARA - 533184.tif|mini|Bombenabwurf einer 12,5-kg-P&amp;amp;W-Bombe aus einem Flugzeug (Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dunkerque eglise saint-eloi-ww1.jpg|mini|Erster Weltkrieg: Zerstörungen in der Kirche [[St-Éloi (Dunkerque)|Saint-Éloi]] in [[Dünkirchen]] nach Bombenangriffen aus deutschen Zeppelinen und Flugzeugen; Bild vom 1. Februar 1918]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DeHavilland DH-9 (4681142717).jpg|mini| AIRCO DH 9a mit Fliegerbomben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotha Bomben.jpg|mini|P&amp;amp;W-Bomben von 12,5 – 300 kg vor einer [[Gotha G.V|Gotha G V]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufer der Fliegerbomben waren die [[Ballonbombe]]n. Es handelte sich dabei um [[Luftballon]]s, die Sprengkörper über eine feindliche [[Festung]] tragen und auf sie niederfallen lassen sollten. Dieser Gedanke wurde erstmals 1849 von der österreichischen Belagerungsarmee vor [[Venedig]] verwirklicht, doch war der Erfolg gering.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Werfring: {{Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/228547_K.-u.-k.-Ballonbomben-auf-die-Stadt-Venedig.html?&amp;amp;em_redirect_url=%2Fthemen_channel%2Fwzwien%2Fstadtleben%2F | wayback=20160719111118 | text=&amp;#039;&amp;#039;K. u. k. Ballonbomben auf die Stadt Venedig,&amp;#039;&amp;#039;}} in: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 18. März 2010, Beilage &amp;quot;ProgrammPunkte&amp;quot; S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortschritte der [[Luftschifffahrt]] und der Sprengstofftechnik veranlassten dann zum Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts das erneute Aufgreifen dieser Idee. In [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] entwickelte man das [[System Gower]], in den [[Vereinigte Staaten|USA]] stellte der General [[Russel Thayer]] einen Dynamitballon her. Der deutsche Ingenieur und Aeronaut [[Georg Rodeck]] beschäftigte sich seit 1882 mit den Aerobomben und entwarf elektrische Lufttreibtorpedokolonnen und Lufttreibtorpedos mit einer Zeitschaltuhr zur Auslösung der Explosion. Bei den Torpedokolonnen führte ein Passagierballon vier Torpedoballons, deren jeder etwa 50 bis 75&amp;amp;nbsp;Kilogramm [[Nitrat]] in einem metallenen Kasten trug, über die Festung, und die Sprengkästen konnten über die elektrische Leitung entweder gleichzeitig oder nacheinander ausgelöst werden. Beim Niederfallen barsten die Kästen und schleuderten etwa 100 Dynamitpatronen in einem Bogen nach allen Richtungen fort.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=120456 &amp;#039;&amp;#039;Aërobomben,&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Brockhaus Enzyklopädie#Die 13. und 14. Auflage (1882 bis 1908)|Brockhaus’ Konversationslexikon]],&amp;#039;&amp;#039; [[F. A. Brockhaus|Verlag F. A. Brockhaus]], 14. Auflage, 1894–1896, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Haager Friedenskonferenz]] von 1899 hatten sich die konstruierenden Staaten für die Dauer von fünf Jahren (also bis zum 28.&amp;amp;nbsp;Juli 1904) verpflichtet, das Abwerfen von Sprengstoffen von [[Fesselballon|Ballons]] oder ähnlich konstruierten Luftfahrzeugen zu verbieten. Der Vertrag wurde erneuert auf der zweiten Konferenz durch die Konvention vom 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1907, doch wurde sie von verschiedenen Staaten nicht unterzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee der eigentlichen Fliegerbombe wurde dann 1910 vom [[Vereinigtes Königreich|Briten]] R. P. Hearne in &amp;#039;&amp;#039;Airships in Peace and War&amp;#039;&amp;#039; erdacht, um Strafexpeditionen kostengünstiger durchführen zu können. Das Konzept des [[Luftkrieg]]s fand schnell in [[militär]]ischen Kreisen Zuspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bombenabwurf einer Fliegerbombe in der Geschichte fand am 1.&amp;amp;nbsp;November 1911 im Rahmen des [[Italienisch-Türkischer Krieg|Italienisch-Türkischen Kriegs]] statt. [[Giulio Gavotti]] warf aus einer [[Etrich-Taube]] vier knapp anderthalb Kilogramm schwere Bomben per Hand über Libyen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[20 Minuten]] vom 13./14.&amp;amp;nbsp;Mai 2011: [https://www.20min.ch/wissen/history/story/10966126 Beschreibung des ersten Bombenabwurfs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zarentum Bulgarien|bulgarische]] Pilot Simeon Petrow entwickelte 1912 im [[Erster Balkankrieg|Ersten Balkankrieg]] die erste Fliegerbombe mit Heckflosse und [[Zünder]]. Diese etwa 6-Kg schwere Fliegerbombe wurde bei einem Angriff auf den türkischen Bahnhof in der Nähe von [[Karaağaç (Edirne)|Karaağaç]] zum ersten Mal eingesetzt. Die Pläne für diese Bombe wurden später an Deutschland verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fl18.de/artikel/333/ &amp;#039;&amp;#039;Bulgarian Aviation in the Great War&amp;#039;&amp;#039;] (englisch) abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 startete Frankreich das erste größere Bombardement in [[Französisch-Marokko|Marokko]], wobei große Ziele wie Dörfer gewählt wurden. Im Jahr darauf eroberte [[Spanien]] einen [[Spanisch-Marokko|anderen Teil Marokkos]] auch mit Hilfe von [[Splitterbombe]]n aus deutscher Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden erstmals Bomber eingesetzt, bei denen die Fliegerbomben nicht mehr aus dem Beobachtungsstand herausgeworfen, sondern vom Rumpf oder dem unteren Flügel ausgeklinkt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Fliegerbomben des Krieges waren sehr improvisiert und hatten keine guten Falleigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „P. u. W. Bombe“ wurde eine 1916 von der Prüfanstalt und Werft (P. u. W.) der [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Fliegertruppe]] (später Flugzeugmeisterei) in Berlin-Johannisthal gemeinsam mit der Firma Goerz in Berlin-Friedenau entwickelte Fliegerbombe bezeichnet, die ab 1917 von der Firma Goerz produziert wurde. Neben einer 12,5&amp;amp;nbsp;kg schweren dickwandigen Splitterbombe waren die übrigen Modelle mit 50, 100, 300 und 1000&amp;amp;nbsp;kg dünnwandige Bomben mit hohem Sprengstoffanteil. Die P&amp;amp;W Modelle waren die ersten modernen Fliegerbomben überhaupt. Im Gegensatz zu den früheren birnenförmigen Carbonit-Bomben mit Ringleitwerk waren die P&amp;amp;W-Bomben tropfenförmig und schlank und am Heck befand sich ein dreiflügliges Leitwerk, dessen Flossen verschränkt waren und dadurch die Bombe in Rotation versetzten. Die ballistischen Eigenschaften waren deutlich besser als die der frühen Carbonit-Modelle. Soweit bekannt wurde das 1000-kg-Modell nur einmal von einer [[Zeppelin (Staaken) R.VI|Zeppelin-Staaken R VI]] über London abgeworfen, wohingegen die Modelle mit 50, 100 und 300&amp;amp;nbsp;kg bei den G-Flugzeugen verwendet wurden. Das kleinste Modell wurde oftmals von Hand abgeworfen, während alle anderen Modelle an Bombenschlössern getragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 setzte die sozialdemokratische Regierung im Stadtgebiet von Berlin Fliegerbomben zur Niederschlagung des [[Spartakusaufstand]]es ein, so gegen das Redaktionsgebäude der SPD-Zeitung [[Vorwärts (Deutschland)|„Vorwärts“]] und die [[Schultheiss-Brauerei]], in denen sich hunderte Aufständische verschanzt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits damals war das Hauptproblem von Bomben die mangelnde Zielgenauigkeit. [[Winston Churchill]] war 1920 nach dem Lesen eines Berichts über ein Bombardement Bagdads, in dem auch die Zivilbevölkerung schwer getroffen wurde, so schockiert, dass er weitere Berichte solcher Art verbot. Allerdings war es auch Churchill, der zuvor die Bombardierung von irakischen Aufständischen mit Giftgas gefordert hatte. Oft traten Offiziere, die die Folgen solcher Angriffe sahen und diese als Massaker bezeichneten, von ihren Posten in den Kolonien zurück und gingen lieber nach England zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Rifkrieg (1921)|Rifkrieg]] zwischen [[Spanien]] und [[Marokko]] wurden am 29.&amp;amp;nbsp;Juni 1924 bei [[Tétouan]] sechshundert Bomben abgeworfen und die Zivilbevölkerung schwer getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] benutzte die deutsche [[Wehrmacht]] ihre Waffenhilfe für [[Francisco Franco|Francos]] Truppen dazu, die Bombardierung ganzer Städte zu üben und zu perfektionieren. Die kleine baskische Stadt [[Gernika|Guernica]] wurde am 26.&amp;amp;nbsp;April 1937 von der [[Legion Condor]] der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] angegriffen und weitgehend zerstört. Die Weltöffentlichkeit reagierte mit Bestürzung, während man sich in deutschen Militärkreisen zufrieden zeigte. [[Pablo Picasso]] widmete diesem Schrecken sein [[Guernica (Gemälde)|Guernica-Bild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mir gab Spanien die Gelegenheit, meine junge Luftwaffe zu erproben […] und den Leuten, Erfahrungen zu sammeln.|[[Hermann Göring]] zu Guernica während der [[Nürnberger Prozesse]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem französischen Angriff auf das Moslemviertel von [[Damaskus]] ([[Syrien]]) kamen große Diskussionen auf, ob solche Angriffe völkerrechtlich vertretbar sind. Es kam darauf die Theorie auf, dass die Menschheit in &amp;#039;&amp;#039;Zivilisierte, [[Barbar]]en&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wilde&amp;#039;&amp;#039; zu unterteilen sei und nur Angriffe auf zivilisierte Völker gegen das Völkerrecht verstoßen. Damit wurde der Angriff auf Syrien legitimiert und es wurde sogar behauptet, [[Frankreich]] handle im Auftrag des [[Völkerbund]]es in Syrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders hingegen verlief der Fall [[Äthiopien]]s, welches unabhängig und Mitglied des [[Völkerbund]]s war und 1935 von [[Italien]] angegriffen wurde. Im [[Abessinienkrieg]] (1935–1936) führte die italienische Luftwaffe massive Bombardements durch und setzte dabei auch [[Senfgas]]-Bomben ein. Diese Angriffe wurde als Verstoß gegen das Völkerrecht angesehen. Die italienische Annexion Äthiopiens wurde jedoch vom Völkerbund anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurden von allen Kriegsparteien Bombardierungen auf Städte in großem Umfang durchgeführt. Den ersten größeren [[Bombenangriff]] dieser Art flog die deutsche [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] im September 1939 auf [[Warschau]], um den Widerstand der in die Stadt geflohenen Verbände zu schwächen und die polnische Regierung zur Kapitulation zu bewegen. Während der [[Luftschlacht um England]] 1940–1941 wurde vor allem [[London]] schwer getroffen, mehr als 30.000 Menschen starben während der als [[The Blitz]] bekannt gewordenen Angriffe. Traurige Berühmtheit erlangte im November 1940 auch die Industriestadt [[Coventry]], die im Verlauf der [[Operation Mondscheinsonate]] von der Luftwaffe schwer bombardiert wurde, 568 Menschen fanden hierbei den Tod. Am 8.&amp;amp;nbsp;April&amp;amp;nbsp;1941 wurde Coventry noch einmal das Ziel eines Angriffs der Luftwaffe, wobei die Zahl der Opfer in Coventry auf über 1000 stieg. Aufgrund des relativ hohen Zerstörungsgrades der Stadt (75 % der Industrieanlagen waren zerstört, unter anderem das [[Rolls-Royce (Triebwerke)|Rolls-Royce]]-Flugzeugmotorenwerk) wurde der Angriff von der deutschen Propaganda als außerordentlicher Erfolg gefeiert. Propagandaminister [[Joseph Goebbels]] prägte den Ausdruck „[[Coventrieren]]“ für einen derart zerstörerischen Angriff aus der Luft. Besonders viele Opfer forderten auch die Angriffe auf die „Straße des Lebens“, einen Versorgungsweg über den zugefrorenen [[Ladogasee]] während der [[Leningrader Blockade]] vom 8.&amp;amp;nbsp;September 1941 bis 18.&amp;amp;nbsp;Januar 1944. Infolge der Angriffe der deutschen Luftwaffe starben 16.470 Zivilisten durch direkte Bombeneinwirkung, mehr als 100.000 Leningrader erfroren oder verhungerten, da besonders Lebensmittel- und Kohlenlager Ziel der Luftangriffe waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AN M57 (250 lb).jpg|mini|US-amerikanische Fliegerbombe vom Typ &amp;#039;&amp;#039;AN M57&amp;#039;&amp;#039; (250&amp;amp;nbsp;Pfund, umgerechnet 113,4&amp;amp;nbsp;kg), abgeworfen während des Zweiten Weltkrieges über [[Wiener Neustadt]] (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:141003-Hatten-22.jpg|mini|Deutsche Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg (ausgestellt im Großunterstandsmuseum in [[Hatten (Bas-Rhin)|Hatten]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:British Grand Slam bomb.jpg|mini|10-Tonnen-Fliegerbombe „Grand Slam“]]&lt;br /&gt;
Anfang 1942 trugen zunächst Einheiten der britischen [[Royal Air Force]] unter dem Kommando von Luftwaffenmarschall [[Arthur Harris]] („Bomber Harris“) den Luftkrieg in das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]]. Das [[RAF Bomber Command]] und ab 1943 auch die [[United States Army Air Forces]] führten massive Bombardierungen deutscher Großstädte durch, wie die als [[Operation Gomorrha]] bezeichneten Angriffe auf [[Hamburg]] vom 24.&amp;amp;nbsp;Juli 1943 bis zum 3.&amp;amp;nbsp;August 1943. Da der Großteil der über Hamburg abgeworfenen Bomben aus Brandbomben bestand, kam es während und nach der Operation Gomorrha zu massiven Bränden im gesamten Hamburger Stadtgebiet (siehe auch: [[Feuersturm]]). Mehr als 34.000 Menschen starben, über 125.000 wurden verletzt. Obwohl der Zweite Weltkrieg in Europa bereits vor seinem Ende stand, wurden 1945 weiter Bomben auf deutsche Städte abgeworfen. Teilweise, um die verbleibenden Verbände der [[Wehrmacht]] zu schwächen, aber auch, um die Zivilbevölkerung gezielt zu demoralisieren. [[Dresden]] wurde vom 13. bis 15. Februar 1945 von der RAF nachts und der USAAF bei Tag bombardiert. Da sich zum Zeitpunkt der [[Luftangriffe auf Dresden]] viele Flüchtlinge aus [[Ostpreußen]] und aus anderen deutschen Großstädten in der Stadt befanden, kam es zu einer hohen Anzahl von Opfern. Die anfänglichen Schätzungen lagen bei 40.000 Toten und gingen vereinzelt auch in den sechsstelligen Bereich; heute gilt eine Zahl von mindestens 22.700 und höchstens 25.000 Opfern als wahrscheinlich. Die deutsche Propaganda von [[Joseph Goebbels]] nannte etwa die zehnfache Zahl, man wollte die Katastrophe benutzen, um die sogenannte [[Anti-Hitler-Koalition]] international zu diskreditieren. Der erste Nachkriegsbürgermeister von Dresden [[Walter Weidauer]] bezeichnete 1946 die Angriffe noch als notwendiges Übel, im Verlauf des Kalten Krieges behauptete die DDR, der Angriff habe nur deswegen stattgefunden, um der zu der Zeit anrückenden [[Rote Armee|Roten Armee]] nur ein verbranntes [[Ostdeutschland]] zu überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt warfen alleine die Alliierten im Verlaufe des Zweiten Weltkriegs in Europa 2,67 Millionen Tonnen Bomben ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Gartz: &amp;#039;&amp;#039;Vom griechischen Feuer zum Dynamit: Eine Kulturgeschichte der Explosivstoffe.&amp;#039;&amp;#039; E.S. Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8132-0867-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Höhepunkt erreichten die Bombenangriffe jedoch nicht in [[Europa]], sondern in [[Japanisches Kaiserreich|Japan]] mit den verheerenden Brandbombenangriffen auf [[Luftangriffe auf Tokio|Tokio]] und weitere Großstädte, wobei ab Anfang 1945 innerhalb weniger Monate Hunderttausende von japanischen Zivilisten getötet wurden. Ein neues Zeitalter leitete der Abwurf der Atombombe &amp;#039;&amp;#039;[[Little Boy]]&amp;#039;&amp;#039; am 6.&amp;amp;nbsp;August 1945 durch den [[Boeing B-29|B-29]]-(Superfortress)-Bomber [[Enola Gay]] über der Hafenstadt [[Hiroshima]] ein. 600&amp;amp;nbsp;Meter über dem Ziel explodierte &amp;#039;&amp;#039;Little Boy&amp;#039;&amp;#039; und tötete über 140.000 Menschen sofort. Da sich Japan nach dem Bombenabwurf immer noch nicht ergab, wurde drei Tage nach dem Hiroshima-Abwurf der B-29-Bomber [[Bockscar]] nach [[Nagasaki]] gesandt, um dort die Atombombe &amp;#039;&amp;#039;[[Fat Man]]&amp;#039;&amp;#039; abzuwerfen. Aufgrund schlechter Sicht über dem Zielgebiet verfehlte die Bombe ihr Ziel um fast zwei Kilometer, trotzdem starben mehr als 50.000 Menschen bei der Explosion. Die Zahlenangaben für die Spätopfer dieser beiden Atomexplosionen schwanken beträchtlich von 300.000 bis zu 700.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahre fortgesetzte US-Luftangriffe im [[Koreakrieg]] (1950–1953) und [[Vietnamkrieg]] (1964–1975) (dort wurde mehr Munition abgeworfen als im gesamten Zweiten Weltkrieg) forderten eine siebenstellige Zahl an Todesopfern unter der Zivilbevölkerung und ließen flächendeckende Verwüstungen zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwerste konventionelle Fliegerbombe, die in Serie produziert wurde, ist die US-amerikanische [[T-12 Cloudmaker]] mit einem Gewicht von knapp 19,8&amp;amp;nbsp;Tonnen. Die schwerste bei einem Kampfeinsatz abgeworfene Fliegerbombe ist mit etwa 13,6&amp;amp;nbsp;Tonnen Gewicht die US-amerikanische [[GBU-57 Massive Ordnance Penetrator]]. Die in Bezug auf die Sprengkraft stärkste bekannte nicht-[[Kernwaffe|nukleare]] Fliegerbombe ist die russische [[Vater aller Bomben|ODAB-9000]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kampfmittelaltlasten ==&lt;br /&gt;
Nicht explodierte Fliegerbomben, auch [[Blindgänger]] genannt, sind auch nach Jahrzehnten eine Gefahr, da sich der in ihnen enthaltene Sprengstoff unberechenbar verhalten kann. Auch die langfristige Wirkung der von Bomben stammenden Gifte ist nicht zu unterschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bombenfunde in Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FliegerbombensprengungMuenchen2012.ogv|mini|Kontrollierte Sprengung einer Fliegerbombe im August 2012 in [[Schwabing]], München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehören Bombenfunde in [[Deutschland]] zum Alltag. Die meist bei Bauarbeiten oder vorab bei Absicherungsarbeiten durch Fachfirmen entdeckten [[Blindgänger]] müssen beseitigt werden. Dies geschieht im Idealfall durch Entschärfung am Fundort, Abtransport und anschließende fachmännische Vernichtung. Ist dies nicht möglich, muss unentschärft transportiert oder im Extremfall unter entsprechenden Sicherungsmaßnahmen auch vor Ort vernichtet, ggf. sogar gesprengt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blindgänger stellen weiterhin eine Gefahr dar, da Zünder und Sprengmasse in der Regel noch funktionstüchtig sind und die Empfindlichkeit bestimmter Explosivstoffe in Zünder und Sprengstofffüllung durch die Alterung sogar noch zunehmen kann. Die [[Kampfmittelbeseitigung|Kampfmittelräumung]], die heute weitgehend gewerblich erfolgt, wird bei der Menge der auf Deutschland abgeworfenen Bomben und einer durchschnittlichen Blindgängerquote von ca. 20&amp;amp;nbsp;Prozent, die in absoluten Zahlen mehr als 250.000 Bomben entspricht, mit dieser Arbeit noch Jahrzehnte beschäftigt sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man geht von etwa 100.000 noch unentdeckten Blindgängern aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/bomben-blindgaenger-deutschland-100.html |wayback=20161230141137 |text=Archivlink}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele für Funde und Vorfälle ====&lt;br /&gt;
* Am 1. Juni 2010 detonierte auf dem Schützenplatzgelände von Göttingen eine Fliegerbombe bei den Vorbereitungen zur Entschärfung. Dabei kamen drei Mitarbeiter des [[Kampfmittelräumdienst]]es zu Tode, weitere sechs Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Bombe soll einen [[Chemisch-mechanischer Langzeitzünder|chemisch-mechanischen Langzeitzünder]] („Säurezünder“) gehabt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Göttinger Tageblatt]] vom 1. Juni 2010: {{Webarchiv | url=http://www.goettinger-tageblatt.de:80/Nachrichten/Welt-im-Spiegel/Uebersicht/Goettingen-Drei-Menschen-sterben-bei-Bombenexplosion | wayback=20100604052327 | text=Göttingen: Drei Tote bei Bombenexplosion}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Welle]] vom 1. Juni 2010: [http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5640060,00.html Weltkriegsbombe tötet drei Entschärfer]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Bei der [[Evakuierung in Koblenz am 4. Dezember 2011]] mussten 15.000 Bewohner ihre Häuser für die Zeit der Entschärfung verlassen. Die Luftmine war von einem Spaziergänger am Rhein bei Niedrigwasser gesichtet worden.&lt;br /&gt;
* Am 28. August 2012 gerieten mehrere Häuser im Münchner Stadtteil Schwabing in Brand, als ein Blindgänger auf dem Grundstück der Kneipe [[Schwabinger 7]] durch den Kampfmittelräumdienst kontrolliert gesprengt wurde.&lt;br /&gt;
* Am 3. Januar 2014 detonierte eine Bombe in [[Euskirchen]] beim Umschichten von Bauschutt. Dabei wurde der Baggerfahrer getötet und 13 weitere Menschen wurden verletzt. Es handelte sich um eine 1,8 Tonnen schwere [[Luftmine]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Focus]] vom 3. Januar 2014: [https://www.focus.de/panorama/welt/baggerfahrer-stoesst-auf-sprengsatz-blindgaenger-in-euskirchen-explodiert-tod-bei-explosion-weltkriegsbombe-13-verletzte-17_id_3516359.html Euskirchen: Bagger stößt auf Sprengsatz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zeit online]] vom 6. Januar 2014: [https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/euskirchen-blindgaenger-luftmine Blindgänger war britische Luftmine]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei der [[Entschärfung einer Fliegerbombe in Augsburg zu Weihnachten 2016|Entschärfung einer Luftmine in Augsburg]] am 25. Dezember 2016 mussten 54.000 Einwohner evakuiert werden.&lt;br /&gt;
* Bei der [[Evakuierung in Frankfurt am Main am 3. September 2017]] mussten mehr als 60.000 Anwohner in einem Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort das Gebiet für die Dauer der Entschärfung räumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bombenfunde in Österreich ===&lt;br /&gt;
Auch Österreich war Ziel zahlreicher Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2015 hat die Stadt Graz den &amp;#039;&amp;#039;Bombenblindgängerkataster&amp;#039;&amp;#039; neu erstellt und als Übersichtskarte auf ihrer Website veröffentlicht. 4,8 % der Fläche des Stadtgebiets sind darauf rot markierte Zonen, in denen mit dem Vorhandensein von Kampfmitteln gerechnet werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv |url=http://www.graz.at/cms/beitrag/10246143/2864090 |wayback=20160830094405 |text=Der Bombenblindgängerkataster der Stadt Graz}} Magistrat der Stadt Graz, ohne Jahr, abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele für Funde und Vorfälle ====&lt;br /&gt;
* 1965 explodierte in [[Salzburg]] eine Fliegerbombe unter einer Tankstelle, ein Mann wurde dabei getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;derstandard1363637&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Juli 2003 wurden zwei Beamte des Entminungsdienstes beim Versuch, eine 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe in der Nähe des [[Salzburg Hauptbahnhof|Salzburger Hauptbahnhofes]] zu entschärfen, getötet, zwei weitere Beamte wurden verletzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;derstandard1363637&amp;quot;&amp;gt;[http://derstandard.at/1363637/Warum-die-Bombe-in-Salzburg-explodierte &amp;#039;&amp;#039;derStandard.at: Warum die Bombe in Salzburg explodierte?&amp;#039;&amp;#039;]. Artikel vom 20. Juli 2003, abgerufen am 21. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im März 2011 wurde bei Bauarbeiten östlich des [[Hauptbahnhof Graz|Hauptbahnhofs von Graz]] eine 250-kg-Bombe gefunden, die einen Langzeitzünder aufwies und deshalb nicht entschärft werden konnte. Es erfolgte eine Evakuierung von Bahnhof und Gebäuden im Umkreis. Der Versuch, das in der Baugrube liegende Kriegsrelikt mit einer Längsschneidladung zu öffnen, scheiterte am dicken Mantel. Im zweiten Versuch des [[Entminungsdienst]]es erfolgte eine Vollsprengung unter einer gewissen Verdämmung, wobei zahlreiche Glasscheiben in der Umgebung (Hotel Daniel, Hotel Europa) und die renovierte denkmalgeschützte Uhr mit Leuchtzeigern am Abfahrtsgebäude zu Bruch gingen. Ein Stück flog 1,1 km weit bis zum Lendplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/4242435/Bombenalarm_Flieberbombe-legte-Graz-lahm Bombenalarm: Flieberbombe legte Graz lahm] kleinezeitung.at, 26. März 2011, abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 29. August 2016 wurde von jungen Männern, die per Metalldetektor nach Münzen suchten, eine 250-kg-Fliegerbombe in den rechtsufrigen Auen der [[Traun (Donau)|Traun]] im [[Linz]]er Stadtteil [[Ebelsberg]] gefunden. Sie wurde nach Verdämmung mit Erdreich und Sandsäcken am Vormittag des 30. August gesprengt. Ein Umkreis von 200 m Radius&amp;lt;!-- laut gelbem Kreis im Luftbild bei orf.at 270 m --&amp;gt; wurde völlig gesperrt, im Radius von 1000 m empfahl die Polizei den Aufenthalt in geschlossenen Gebäuden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ooe.orf.at/news/stories/2793727/ Fliegerbombe wird in Linz gesprengt] orf.at, 30. August 2016, abgerufen am 30. August 2016. – Bild von der Sprengwolke.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.laumat.at/medienbericht,sprengung-einer-250kg-fliegerbombe-in-linz-ebelsberg,6491.html Sprengung einer 250kg-Fliegerbombe in Linz-Ebelsberg] laumat.at, Matthias Lauber, 30. August 2016, abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 6. August 2023 explodierte in [[Vals (Tirol)|Vals]], Tirol eine geschätzt zumindest 250 kg schwere Bombe in einem Feld. Es entstand ein Krater von etwa 10 m Durchmesser und 3 m Tiefe. Im [[2. Weltkrieg]] ist hier die Brennerbahn von Flugzeugen aus bombardiert worden. Ein Langzeitzünder könnte durch Hangbewegung infolge starken Regens aktiviert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/newsroom/segment/15442664/Vals:-Alte-Fliegerbombe-explodierte Vals: Alte Fliegerbombe explodierte] orf.at, 6. August 2023, abgerufen am 6. August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Bomben nach Herkunftsnation]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Abwurfmunition des Zweiten Weltkrieges]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von sowjetischen und russischen Fliegerbomben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bill Gunston, Horst W. Laumanns: &amp;#039;&amp;#039;Die illustrierte Enzyklopädie der Flugzeugbewaffnung. Alles über Rohrwaffen, Raketen, Flugkörper, Bomben, Torpedos und Minen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Motorbuch u. a., Stuttgart u. a. 1988, ISBN 3-7276-7078-9.&lt;br /&gt;
* [[Jefim Gordon]]: &amp;#039;&amp;#039;Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two.&amp;#039;&amp;#039; Midland Publishing, 2004, ISBN 978-1-8578-0188-0.&lt;br /&gt;
* Karl R. Pawlas: &amp;#039;&amp;#039;Munitions-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bomben&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Journal-Verlag, Deutschland, 1992.&lt;br /&gt;
* Robert Hewson: &amp;#039;&amp;#039;Jane’s Air launched Weapon 2003.&amp;#039;&amp;#039; Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2003, ISBN 0-7106-0866-7.&lt;br /&gt;
* Thomas Enke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.&amp;#039;&amp;#039; 4., aktualisierte Auflage. Walhalla Fachverlag, Regensburg 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 369 ff.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Fleischer (Historiker)|Wolfgang Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Abwurfmunition bis 1945. Sprengbomben, Brandbomben, Sonderabwurfmunition, Abwurfbehälter, Zünder&amp;#039;&amp;#039;. [[Paul Pietsch Verlage|Motorbuch Verlag]], Deutschland, 2003, ISBN 3-613-02286-9.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Thamm (Feuerwerker)|Wolfgang Thamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Fliegerbomben.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6228-0.&lt;br /&gt;
* SPRE Basalt: &amp;#039;&amp;#039;Unguided Air Bombs.&amp;#039;&amp;#039; Offizieller Produktekatalog der Federal State Unitary Enterprise Basalt, Moskau, Russland, 2008.&lt;br /&gt;
* Vorschrift L.Dv. 764, H.Dv. 412, M.Dv.Nr. 872 &amp;#039;&amp;#039;Beseitigung von Blindgängern feindlicher Fliegerbomben&amp;#039;&amp;#039;. 1939, ISBN 978-3-7557-0751-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Air-dropped bombs}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=NRccXqD5KsY Fliegerbombe in Schwabing: Bilder der Münchner Feuerwehr]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=CsUT50ydeSs Fliegerbombe in Schwabing: der Morgen danach - Schadensbilanz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fliegerbombe| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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